Italien, Autodromo Nazionale di Monza, Monza - GP2-Strecken 2016

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it Italien
WM-Lauf:   9 von 11
Zeitraum:   02.09. - 04.09.2016
Land:   Italien
Ort:   Monza
Strecke:   5,793 km
Adresse:   Automobil Club di Milano
Corso Venezia 43
20121 Milano
Italy
Telefon:   +39 2 7 74 51
Telefax:   +39 2 78 18 44

Strecke Italien GP: Autodromo Nazionale di Monza

Das Autodromo Nazionale di Monza ist einer der legendärsten Orte in der Geschichte der Formel 1. Schon als die Geburtsstunde der Königsklasse 1950 schlug, war die Hochgeschwindigkeitsstrecke nahe Mailand mit von der Partie. Obwohl das ursprüngliche Layout mit seiner Steilkurve bereits seit 1969 nicht mehr befahren wird, hat der Kurs nichts seines Highspeed-Charakters verloren.

Das Layout des Autodromo Nazionale di Monza

Die Start-Ziel-Gerade ist einer der vier Vollgasabschnitte von Monza. Mit rund 270 km/h aus der Parabolika kommend, müssen die Piloten am Ende der langen Geraden brachial auf 80 km/h verzögern für die erste Rechts-Links-Schikane, genannt Rettifilo. Die Kerbs werden hier hart überfahren. Wichtig ist, es am Eingang nicht zu übertreiben und sich dafür in die perfekte Position für den Kurvenausgang zu bringen. Andernfalls geht auf dem folgenden Vollgasstück viel Zeit verloren.

Es folgt die Curva Grande. Früher in Zeiten ohne Aerodynamik ein echter Ritt auf der Rasierklinge, geht sie seit Jahren problemlos unter Volllast. Haarig wird es hier höchstens, wenn sich zwei Piloten ein Rad-an-Rad-Duell leisten. Neben dem Asphaltband verläuft immer noch ein Kiesbett, in das der eine oder andere Fahrer auch schon mal mit dem halben oder dem ganzen Auto abgedrängt wurde. Die nachfolgende Variante della Roggia ist wie die erste Schikane eine Möglichkeit für Überholmanöver.

In der Links-Rechts-Kombination werden abermals die Kerbs hart überfahren. Mit dieser Passage endet der Stop-and-Go-Charakter des ersten Sektors und es wird flüssiger. Zunächst mit den beiden Lesmo-Kurven. Die erste Lesmo ist leicht überhöht und lädt daher zu einem frühen Anlegen des Gaspedals ein. Am Kurvenausgang wartet jedoch abermals ein Kiesbett. Auch die zweite Lesmo verleitet zu Fehlern, denn hier kann viel Schwung für die folgende Gerade mitgenommen werden.

Die Piloten fahren unter der alten Steilkurve hindurch in Richtung Variante Ascari. Die schnelle Links-Rechts-Links-Kombination ist die wohl spektakulärste Passage auf der Runde. Diesmal werden die Kerbs nur bei der Einfahrt überfahren, den Rest der Kombination kommt es darauf an möglichst keine Unruhe ins Auto zu bringen und wie der viel Schwung auf die letzte lange Gerade zur Parabolica mitzunehmen.

Die Parabolica war bis zur Asphaltierung ihrer Auslaufzone die wahrscheinlich anspruchsvollste Kurve in Monza. Wer in dieser schnellen Rechtskurve etwas zu ambitioniert zu Werke ging und mit den kurvenäußeren Rädern einmal das Kiesbett streifte, kam meist nicht mehr auf den Asphalt zurück. Mittlerweile ist das alles jedoch kein Problem mehr. Viel mehr lädt die Parabolica dazu ein, die Tracklimits überzustrapazieren. Trotz allem ist sie nach wie vor entscheidend, um den perfekten Schwung mit auf die Start- und Zielgeraden zu nehmen.

Die Technik in Monza

Für Monza gilt ganz klar: Wer den stärksten Motor hat, hat die besten Chancen auf den Sieg. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. Leistung ist essenziell, um auf den Geraden die Position zu halten oder sich am Gegner mit Hilfe von DRS und Windschatten heranzusaugen und vorbeizuziehen.

Aber setzt man alles auf reine Power, kann das verheerende Auswirkungen auf die Gesamtperformance haben. Oftmals konnte man in der Vergangenheit beobachten, wie Kundenteams mit schwächerem Chassis in der Vergangenheit auf den Geraden an die Gegner heranfuhren, in den langsamen Passagen aber massiv Zeit eingebüßt haben.

Auch die Bremsen werden beim Italien GP auf eine besondere Probe gestellt. Beim Anbremsen Ende der Start/Ziel-Geraden auf die erste Schikane kommen die Piloten mit über 350 km/h angeschossen. Ähnlich hohe Geschwindigkeiten werden in und nach der Curva Grande erreicht. Die langen Geraden bieten in der Regel zwar ausreichend Regenerationszeit, doch sind Bremsscheibenplatzer Ende von Start/Ziel keine Seltenheit in Monza.

Strecken-Chronik
Saison Datum Grand Prix Sieger Hersteller / Motor
2016 04. Sep Italien N. Nato Racing Engineering / Renault GP2
2016 03. Sep Italien A. Giovinazzi Prema Racing / Renault GP2
2014 07. Sep Monza J. Palmer DAMS / Renault GP2
2014 06. Sep Monza S. Vandoorne ART Grand Prix / Renault GP2
2013 08. Sep Monza A. Quaife-Hobbs Hilmer Motorsport / Renault GP2
2013 07. Sep Monza F. Leimer Racing Engineering / Renault GP2
2012 09. Sep Monza D. Valsecchi DAMS / Renault GP2
2012 08. Sep Monza L. Filippi Scuderia Coloni / Renault GP2
2011 11. Sep Monza C. Vietoris Racing Engineering / Renault GP2
2011 10. Sep Monza L. Filippi Scuderia Coloni / Renault GP2
2010 12. Sep Monza C. Vietoris Racing Engineering / Renault
2010 11. Sep Monza S. Bird ART Grand Prix / Renault
2009 13. Sep Monza L. Razia Coloni / Renault
2009 12. Sep Monza G. van der Garde iSport International / Renault
2008 14. Sep Monza D. Valsecchi Durango / Renault
2008 13. Sep Monza L. Di Grassi Campos / Renault
2006 10. Sep Italien G. Pantano FMS International / Renault
2006 09. Sep Italien G. Pantano FMS International / Renault
Rekorde
Letzter Grand Prix - Rennen 2016
Letzter Grand Prix - Startaufstellung 2016