In Monza war Mercedes nur vierte Kraft, das änderte sich auch am Renntag nicht. George Russell konnte Lewis Hamilton noch hinter sich halten, konnte sich gegen Charles Leclerc aber nicht durchsetzen. Für Russell war das das Maximum. Kimi Antonelli hingegen fiel wegen einer Strafe auf Position neun hinter den Sauber von Gabriel Bortoleto zurück. Damit verliert Mercedes in der Formel-1-Konstrukteurs-Weltmeisterschaft weiter an Boden gegen Ferrari.
George Russell: Platz 5 war heute das Maximum
George Russell konnte seine Startposition im Rennverlauf halten – und im ersten Teil des Rennens sogar für eine gewisse Zeit Charles Leclerc unter Druck setzen. Doch das hielt nicht ewig. Leclerc setzte sich mit der Zeit immer weiter ab. Russell musste dagegen immer weiter in den Rückspiegel schauen, denn Lewis Hamilton kämpfte sich von Position zehn auf Position sechs nach vorne. Mit einem im Vergleich eher frühen Stopp in Runde 29 versuchte er den Undercut auf Leclerc, der allerdings misslang. Russell blieb daher im Ferrari-Sandwich.
"Angesichts unserer Pace und unserer Startposition war der fünfte Platz heute wahrscheinlich das Maximum. "In der Anfangsphase war ich relativ zufrieden, dass ich am Ferrari von Charles dranbleiben konnte", so Russell. "Wir dachten, dass sie einen kleinen Vorteil gegenüber uns haben würden, aber wir waren eine Zeit lang in DRS-Reichweite zu ihm. Leider ist das Überholen hier selbst mit DRS schwierig. Deswegen konnten wir keinen Angriff starten", sagt Russell.
Weltmeisterschat: Mercedes verliert Boden auf Ferrari
Im Vergleich zu Ferrari verlor Mercedes Boden in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Ferrari holte 20 Zähler, Mercedes nur 12. Insgesamt trennen die beiden Teams 20 Punkte (280 zu 260) im Kampf um Platz zwei .
"Es ist schade, dass wir in der Konstrukteurswertung etwas an Boden auf Ferrari verloren haben. Es hätte allerdings auch schlimmer kommen können. Wir gehen mit guten Chancen auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung in die letzten acht Rennen", findet George Russell.
Weniger entspannt sieht das Toto Wolff. "Obwohl es vor dem Qualifying vielversprechend aussah, ist uns das gesamte Wochenende ein wenig entglitten. Wir haben nicht die Leistung gezeigt, die nötig gewesen wäre, um im Kampf um die Top-3-Plätze einzugreifen. Das ist etwas, das wir alle verbessern müssen. Es gibt keinen einzelnen Grund, den wir dafür verantwortlich machen können", so Wolff.
Kimi Antonelli fällt durch Start und Strafe auf Platz neun zurück
Kimi Antonellis Rennen begann nach einem eigentlich positiven Qualifying und sechstem Startplatz denkbar schlecht. Der Mercedes-Pilot kam beim Start kaum vom Fleck und fiel prompt einige Plätze zurück. "Die Räder sind zu stark durchgedreht. Dadurch habe ich viele Plätze verloren", so Antonelli.
Unter anderem fiel er auch hinter Yuki Tsunoda zurück. Am Red Bull hielt er sich einige Runden auf, ehe er vorbeikam. Nach seinem Stopp lief Alexander Albon auf den Rookie auf. Aus der Schikane heraus drängte Antonelli Albon aufs Gras - und kassierte in der Folge eine 5-Sekunden-Strafe.
Antonelli kämpfte sich zwar zumindest noch auf Position acht zurück, wurde durch die 5-Sekunden-Strafe aber wieder auf Position neun hinter Gabriel Bortoleto versetzt. "Dennoch können wir einige positive Aspekte aus diesem Wochenende mitnehmen. Ich habe im Qualifying einen Schritt nach vorne gemacht und hatte ein gutes Gefühl für das Auto", sagt Antonelli.
Teamchef Toto Wolff kritisierte Kimi Antonelli nach dem Italien GP überraschend hart. Bisher nahm er ihn immer in Schutz. Mehr dazu lest ihr in unserem hier verlinkten Artikel.



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