2024 stand Monza Kopf. Der Grund? Charles Leclerc gewann dank einer gewagten Ein-Stopp-Strategie das Formel 1-Rennen auf dem Autodromo Nazionale di Monza vor Tausenden begeisterten Tifosis. Nach 2019 stand der Monegasse beim Ferrari-Heimrennen das zweite Mal auf dem Siegerpodest. Teamkollege Lewis Hamilton hat bereits fünfmal den Großen Preis von Italien gewonnen, allerdings ist es für den 105-fachen GP-Sieger der erste Italien-GP in Rot.
"Lewis hat schon so viele unglaubliche Momente in seiner Karriere erlebt, trotzdem glaube ich, dass er geschockt sein wird, wie außergewöhnlich diese Monza-Woche sein wird", sagte Charles Leclerc. Als er im Vorjahr über die Ziellinie fuhr und "Mamma mia, mamma mia" an seinen Renningenieur funkte, gab es für die Ferrari-Fans kein Halten mehr. Von den Tribünen hörte man ohrenbetäubenden Jubel, während die Start-Ziel-Gerade unter zwei gigantischen roten Flaggen in Herzform verschwand.



"Für jeden Ferrari-Fahrer ist Monza eine einzigartige Erfahrung, besonders die erste. Die Energie und Atmosphäre sind einfach etwas ganz Besonderes", meinte Leclerc. Einen ersten Vorgeschmack auf den Trubel hat Hamilton bereits beim Großen Preis der Emilia-Romagna in Imola bekommen. "Den Rückhalt, den dieses Team weltweit von den Tifosi erhält, ist unübertroffen", betonte Lewis Hamilton. Zu viel hat er über Monza und darüber, was ihn vor Ort erwartet noch nicht nachgedacht. "Ich weiß nicht wirklich, was mich erwartet. Ich werde einfach versuchen jeden Tag nach dem anderen zu nehmen", so Hamilton.
Gelingt Ferrari in Monza ein Rennen wie in Imola?
In Imola, dem ersten Heimrennen der Saison 2025, erlebte das Ferrari-Duo eine emotionale Berg- und Talfahrt. Nach einem desaströsen Qualifying – beide verpassten den Einzug ins Q3 – gelang es Leclerc und Hamilton im Rennen sensationell zurückzuschlagen. Nach Platz vier war dem Rekordchampion die Freude ins Gesicht geschrieben.
"Das habe ich immer geliebt. Wenn man von weiter hinten kommt und sich durcharbeitet. So hat man als Kind zu Hause angefangen", erzählte Hamilton nach dem Rennen in Imola. Eine Wiederholung von Imola könnte Ferrari nach der Nullnummer in Zandvoort durchaus gebrauchen. Der Vorsprung auf Mercedes in der Konstrukteurswertung ist auf 12 Punkte geschrumpft. Zudem bekam Hamilton eine Strafe für Monza aufgebrummt, weil er in Zandvoort die doppelten gelben Flaggen missachtet hatte.
- Ferrari-Statistik: Italien GP
- Debüt: 1952
- Siege: 20 (26,67%)
- Pole Positions: 23 (30,67%)
- Schnellste Rennrunden: 19 (25,33%)
- Podestplätze: 72 (33,33 %)
Laudas WM-Titel in Rot: 50. Jahrestag
Abseits der Strecke stehen für Hamilton und Leclerc bereits am Mittwoch die ersten PR-Events in Mailand an. Nicht minder arbeitsintensiv werden auch die restlichen Tage bis zum Sonntag. "Es wird auf jeden Fall verrückt", weiß Leclerc aus Erfahrung. "Es ist verrückt, aber man merkt nicht wie anstrengend es ist, weil die Tage voller positiver Energie sind. Wie müde man tatsächlich ist, merkt man erst nach dem Rennen am Sonntag." Übrigens: Am Sonntag, den 7. September jährt sich zum 50. Mal der erste WM-Titel von Niki Lauda mit Ferrari.



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