Monaco besitzt einen ganz besonderen Platz in den Geschichtsbüchern der Formel 1. In Monte Carlo fand zwischen Casino und Hafen 1950 das zweite WM-Rennen in der Königsklasse überhaupt statt. Damals setzte eine Flutwelle auf der ersten Runde fast das halbe Feld außer Gefecht. In der F1-Saison 2026 müssen wir mit so etwas nicht mehr rechnen, aber der erste Grand Prix des Jahres in Europa wird trotzdem mit Spannung erwartet. Motorsport-Magazin.com hat die wichtigsten Informationen und Statistiken zum "Helikopterfliegen im Wohnzimmer" (Zitat, Nelson Piquet).
Die Strecke: Circuit de Monaco
Man kann sie hassen oder lieben – die Meinungen unter Formel-1-Fans gehen dahingehend auseinander – aber eines ist sicher: Die älteste und berühmteste Stadtstrecke des Formel-1-Kalenders ist eine einzigartige Erscheinung in der modernen Königsklasse.
Mit 3,337 Kilometern und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 165 km/h (Rundenrekord) ist der Circuit de Monaco sowohl die kürzeste als auch die langsamste Strecke im Rennkalender. Geprägt wird er dementsprechend von winkeligen, engen Kurven, hinter denen sich ikonische Namen wie Sainte Devote, Mirabeau oder Tabac verbergen. Genauso ikonisch ist auch die Haarnadel, die ihren Namen mit jenem des dahinterliegenden Hotels regelmäßig wechselte, und der Tunnel mit seiner langgezogenen Vollgas-Rechtskurve.
Als Überholstelle taugt praktisch keine Kurve. Mit der Brechstange gelangen Manöver in den letzten Jahren am ehesten noch in der Hafenschikane, in Mirabeau oder in Rascasse. Anstelle des häufig ereignisarmen Racings verspricht der Monaco-GP aber ein Spektakel im Qualifying und neben der Strecke den Glanz der Reichenstadt an der Cote d’Azur.
Auch einzigartig ist, dass das Streckenlayout in seinen groben Grundzügen seit dem ersten Monaco-GP 1929 nur wenige Veränderungen erfahren hat. Lediglich die Schikanen kamen im Laufe der Jahrzehnte dazu, wurden ab und an leicht adaptiert und auch einige Kurvenradien wurden etwas verschärft. Heute zählt die Strecke offiziell 19 Kurven, wobei die Definition dessen, was als Kurve gilt, und was nicht, wie bei so vielen Rennstrecken auch in Monaco eine philosophische ist.
Formel 1 Monaco GP, Monte Carlo
Monaco GP: Die Statistik
Nur zwischen 1951 und 1954 sowie in der Corona-Saison 2020 kam der Große Preis von Monaco nicht im Rennkalender der Formel 1 vor, ansonsten wurde jedes Jahr im Stadtstaat gefahren. Damit kommt man auf 71 Grands Prix unter dem Banner der Formel-1-WM (bei 82 insgesamt ausgetragenen Monaco-GPs).
Der erfolgreichste Fahrer ist dabei einer, der von vielen Formel-1-Fans als der beste aller Zeiten gefeiert wird: Ayrton Senna. Der Magier siegte zwischen 1987 und 1993 sechsmal im Fürstentum – nur 1988 crashte er klar in Führung liegend selbstverschuldet aus dem Rennen. Hinter ihm folgen in der Allzeit-Statistik mit Graham Hill und Michael Schumacher zwei fünffache Sieger. Unter den aktuellen F1-Piloten ist Lewis Hamilton mit drei Siegen der erfolgreichste Fahrer in Monte Carlo. Senna und Hamilton haben auch dabei mitgeholfen, dass McLaren 16 Monaco-Siege erringen konnte, und damit die meisten aller Konstrukteure auf der Straßenstrecke. Genauso wie Lando Norris, der im Vorjahr den Sieg davontrug.
| Kategorie | Fahrer und Rekord |
|---|---|
| Rekordsieger: | Ayrton Senna (1987, 1989-1993) |
| Rekord-Polesetter: | Ayrton Senna (1985, 1988-1991) |
| Rundenrekord: | 1:12,909 (Lewis Hamilton, 2021) |
| Quali-Rekord: | 1:09,954 (Lando Norris) |
| Top-Speed 2025: | 291,5 km/h |



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