Russell-Probleme endlich gelöst?

Es ist interessant, dass Mercedes sich entschieden hat, Fred Vesti in Antonellis Auto zu setzen. Denn Antonelli hat schon in Barcelona von der Boxenmauer zugesehen. Es wäre also logisch, wenn jetzt George Russell an der Reihe wäre. Sieht man sich die Situation bei Mercedes aber im Detail an, wäre das alles andere als logisch. Denn während bei Antonelli derzeit alles glatt läuft, ist Russell seit Wochen auf Fehlersuche. Irgendetwas passt mit seinem Mercedes nicht, da ist er sich sicher. In den letzten Rennen versuchte er, seinen Fahrstil umzustellen. Das hat aber nicht geholfen. Mercedes will nach seinem schrecklichen Spa-Wochenende das Problem jetzt aber gefunden haben. Ob er jetzt zurückschlagen kann? Es bleibt abzuwarten.

McLaren bringt endlich Macarena-Flügel

Ja, ihr habt richtig gelesen: McLaren wird heute endlich ihre schon lange angekündigte Version des 'Macarena'-Flügels testen, also ein Heckflügel, der sich beim Aufklappen um mehr als 180 Grad dreht. Eigentlich hätte der Flügel nach Ferraris Konzept schon in Österreichs FP1 getestet werden sollen, da hat er aber die Funktionstests nicht bestanden und wurde in der Garage wieder abgebaut, ohne jemals das Licht gesehen zu haben. Jetzt soll es so weit sein. Wir sind noch etwas skeptisch, wir wurden in Österreich schon einmal gebrannt. Wir glauben es also erst, wenn wir es sehen. Dazu hat McLaren auch einige andere Updates an den MCL40 gebracht, darunter einen neuen Unterboden. Die Updates schauen wir uns nach dem FP1 aber noch im Detail an. Alles, was McLaren dazu im Vorfeld gesagt hat, findet ihr hier:

Rookie-Einsätze in FP1

Jetzt aber zum Training, das in weniger als einer halben Stunde startet. Wir werden heute wieder nicht alle Stammpiloten sehen, denn einige Teams haben Rookies im Einsatz. Wir erinnern uns: Jedes Team muss beide Autos jeweils zweimal im Jahr an einen Nachwuchsfahrer (weniger als drei GP-Einsätze) für eine Trainingssession ausleihen, um junge Talente im Motorsport zu fördern. In Budapest haben sich fünf Teams entschieden, das heutige FP1 für eine dieser Sessions zu benutzen. Mercedes wird Fred Vesti statt Kimi Antonelli fahren lassen, Leonardo Fornaroli wird statt Oscar Piastri im Cockpit des erneuerten McLaren sitzen und den sehnlichst erwarteten Macarena-Flügel a la Papaya testen. Im Haas wird Ollie Bearman von Ryo Hirakawa ersetzt, Paul Aron springt für Franco Colapinto in den Alpine und Colton Herta pilotiert den Cadillac von Valtteri Bottas.
TeamFahrerFP1 (ersetzt)
McLarenLeonardo FornaroliUngarn (Piastri)
MercedesFred VestiUngarn (Antonelli)
HaasRyō HirakawaUngarn (Bearman)
AlpinePaul AronUngarn (Colapinto)
CadillacColton HertaUngarn (Bottas)

Teams vs. Fahrer: Keine Reparatur-Pflicht bei Aero-Defekten

Der zweite Vorschlag war nicht speziell für Ungarn gedacht, sondern sollte eine allgemeine Verbesserung bringen. Die Fahrer stören sich nämlich an den Reifendrücken, die Pirelli aus Sicherheitsgründen extrem hoch ansetzt. Dadurch ist es aber auch schwieriger, Haftung auf der Strecke herzustellen. Wie wir in Ungarn erfuhren, gab es einen Vorschlag von Pirelli und der FIA, die Reifendrücke anzupassen. Der wurde aber von den Teams zurückgewiesen. Wie die Idee genau aussah und warum die Teams dagegen waren, erfahrt ihr hier:

Keine Überholhilfe in Ungarn

Werfen wir nun einen Blick ins Fahrerlager der Formel 1. Dort hat sich nämlich gestern einiges getan. Gleich zwei Vorschläge für Verbesserungen wurden ablehnt. Der erste Vorschlag betraf das Energiemanagement speziell in Ungarn. Auf dem winkeligen Hungaroring, der auch Monaco ohne Leitplanken genannt wird, ist das Überholen bekanntlich sehr schwierig. Darum wollte man - ähnlich wie eben in Monaco - dort eingreifen, um Überholmanöver zu erleichtern. Die Idee bestand darin, die Leistung der MGU-K im Normalbetrieb schon ab niedrigeren Geschwindigkeiten zu drosseln. Warum der Vorschlag schlussendlich aber nicht angenommen wurde, könnt ihr hier lesen:

Safety Car wieder kein Silberpfeil

Obwohl das Safety Car von Mercedes gestellt wird, ist es wieder kein Silberpfeil. Es wird weiter im auffälligen Rot über die Strecke glühen - außer in Ungarn. Wie schon erwähnt, wird Bernd Mayländer dieses Wochenende in einer Sonderlackierung unterwegs sein, zu Ehren des 30-jährigen Jubiläums. Das Safety Car ist nun schwarz mit roten Streifen, die 30 als Hinweis aufs Jubiläum ist an mehreren Stellen zu sehen. Die besten Bilder haben wir für euch in der Galerie:

Neues Safety Car für die Formel 1

Aber nicht nur der Hungaroring feiert 2026 sein Jubiläum. Auch das Safety Car wird 30 Jahre alt. Das feiert die Formel 1 gemeinsam mit Mercedes, die seit diesem Jahr die alleinigen Safety-Car-Hersteller sind, mit einer Speziallackierung auf Bernd Mayländers Dienstwagen. Das ist aber nicht alles. Denn beim Großen Preis von Ungarn wird auch das neue Safety Car sein Debüt geben. Gestern hat Mercedes den AMG GT 63 PRO 4MATIC+ als neues Sicherheitsauto vorgestellt, schon am Sonntag wird er das Feld durch die Formationsrunde und die erste Rennrunde begleiten. Alle Infos dazu gibt es hier:

Hungaroring feiert Jubiläum

Dieses Wochenende in Ungarn ist ein besonderes, auf mehrere Weisen. Nicht nur ist es das letzte Formel-1-Wochenende vor der Sommerpause. Es ist auch das 40-jährige Jubiläum des Hungaroring! Seit 1986 ist die Rennstrecke rund 20 Kilometer außerhalb von der Landeshauptstadt Budapest Teil des Formel-1-Kalenders. Die wichtigsten Statistiken haben wir für euch im unten verlinkten Artikel zusammengesucht.

Helló aus Ungarn!

Üdvözlöm és üdvözlöm Budapesten! Übersetzt: Hallo und herzlich Willkommen in Budapest! Wir starten bald ins erste Freie Training der Formel 1 auf dem Hungaroring. Um 13:30 Uhr geht es los. Wir freuen uns, euch bei unserem Liveticker begrüßen zu dürfen und durch den ganzen Freitag zu begleiten. Falls ihr auch noch Bedürfnis und die Möglichkeit habt, die Trainings live im TV oder Stream zu verfolgen, haben wir hier alle Optionen im Überblick: