Ferrari liefert im 2. Training der FORMEL 1 in UNGARN am Freitag eine Machtdemonstration. Nach der Bestzeit durch Charles Leclerc im FP1 hatte in der Session am Abend Lewis Hamilton das Sagen. Der Rekordweltmeister holte klar die Bestzeit, die Roten waren in ihrer eigenen Liga. Erster Verfolger war Weltmeister Lando Norris. Für Mercedes war es der wohl blasseste Freitag des Jahres. George Russell fehlte eine Sekunde, Kimi Antonelli brachte keine verwertbare Runde zusammen. Alle Reaktionen zur Formel 1 heute in Budapest gibt es im Live-Ticker.

Das Ergebnis: Die Qualifying-Simulationen auf dem Soft-Reifen (C5) wurden kurz vor Halbzeit durch eine rote Flagge nach einem Unfall von Franco Colapinto unterbrochen. Bis dahin hatte Lando Norris die Bestzeit gehalten, doch auf dem weichen Compound hatte unter anderem Ferrari noch nicht alles gezeigt. Mit ihren Runs auf Soft setzten sich Lewis Hamilton und Charles Leclerc klar an die Spitze. Der Monegasse legte vor, sein Teamkollege war mit 1:18.729 Minuten am Ende anderthalb Zehntelsekunden schneller.

Auf Platz drei fehlte Lando Norris im McLaren bereits eine halbe Sekunde auf die Hamilton-Bestzeit. Als Vierter folgte Max Verstappen mit Respektabstand, dahinter führte George Russell das Mittelfeld an. Der Brite war fast eine Sekunde langsamer als Hamilton. WM-Leader Kimi Antonelli war mehrfach neben der Strecke und landete nur auf P13. Der Italiener hatte im FP1 sein Auto an Entwicklungsfahrer Frederik Vesti abgeben müssen.

Knapp hinter Russell sortierte sich Isack Hadjar im zweiten Red Bull ein. Die Top-10 komplettierten Liam Lawson, Oscar Piastri, Nico Hülkenberg und Arvid Lindblad. Audi war damit wie schon im FP1 wieder in den Top-10.

Im zweiten Auto der Ingolstädter landete Gabriel Bortoleto auf P11. Das hintere Mittelfeld war einmal mehr eine Angelegenheit zwischen Haas, Alpine und Williams. Im brandneuen Aston Martin reichte es für Fernando Alonso zu Platz 19, womit er sich zwischen die Cadillac schob. Lance Stroll konnte nicht am FP2 teilnehmen. Das Team hatte es nicht geschafft, sein Auto nach dem Aufhängungsdefekt mit anschließendem Abflug im ersten Training rechtzeitig zu reparieren.

Franco Colapinto sorgt mit Unfall für Rot im Formel-1-Training in Ungarn

Die Zwischenfälle: Pierre Gasly hatte nach fünf Minuten in Turn 12 einen Ausritt. Er klagte im Funk daraufhin, dass etwas mit der Vorderachse seines Alpines nicht stimmte. Das niedrige Gripniveau auf dem Hungaroring bereitete nicht nur dem Franzosen Schwierigkeiten. Charles Leclerc ging ebenfalls in Kurve 12 weit, Alex Albon verpasste die Schikane im Mittelsektor.

Kurz vor Halbzeit reichte Franco Colapinto die Auslaufzone nicht mehr. Er verlor beim Einlenken in die letzte Kurve die Hinterachse und schlug rücklings in die Streckenbegrenzung ein. Das Heck wurde schwer beschädigt, der Argentinier musste an Ort und Stelle aussteigen. Die Session wurde mit der roten Flagge unterbrochen. Nach sieben Minuten war die Unfallstelle geräumt und es ging weiter.

Kimi Antonelli absolvierte seinen Soft-Run erst nach der Pause und kämpfte wie schon die gesamte Session über mit einer blockierenden Hinterachse. Nach einem Quersteher verpasste er die Schikane und warf damit seinen Versuch auf dem weichen Reifen weg. Er wechselte danach auf Medium (C4), doch auch damit tat sich der WM-Leader schwer. Er war in Turn 2 nach einem heftigen Verbremser erneut neben der Strecke.

Das Wetter: Die Bedingungen waren um 17:00 Uhr zum Start des zweiten Trainings erneut optimal. Die Lufttemperatur betrug auf dem Hungaroring etwa eine halbe Autostunde entfernt von Budapest 24 Grad Celsius. Der Asphalt wurde bei Sonnenschein und vereinzelten Wolken mit 32 Grad Celisus gemessen und war damit fast 20 Grad kühler als im FP1 zur Mittagszeit. Die Luftfeuchtigkeit betrug nur 30 Prozent, der Wind machte den Fahrern das Leben schwer..