Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone war und ist immer mal wieder für kuriose Meldungen gut. Das galt nicht nur während seiner aktiven Laufbahn als Geschäftsführer, sondern es gilt auch nachher. Dazu kam am Sonntag eine weitere Episode. Wie der portugiesische "Correio da Manha" am Sonntag berichtete, wurde der einstige CEO der Königsklasse mit einer Schrotflinte im Gepäck festgenommen.

Geschehen ist dies am Aerodromo de Tires, der in Cascais nahe Lissabon liegt. Ecclestone war am Sonntagabend dort mit seinem Privatjet aus der Schweiz gelandet, ehe die Schusswaffe bei einer Routine-Untersuchung entdeckt wurde. Der Brite bestätigte den Vorfall gegenüber der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mail.

Schrotflinte am Flughafen entdeckt: So erklärt Bernie Ecclestone den Vorfall

Seinen Ausführungen nach hatte er die Schrotflinte bei seiner Reise aus dem schweizerischen Saanen im Kanton Bern nach Portugal mit dabei, um dort Tontaubenschießen zu gehen. Ecclestone erklärte, dass sich der Vorfall ereignete, nachdem er bereits den Zoll hinter sich hatte. "Wir haben bei unserer Ankunft hier die Zollabfertigung hinter uns gebracht – ich kenne die Leute dort – und sie hatten mit allem kein Problem. Keine Schwierigkeiten. Danach bat ein Polizist darum, die Tasche zu durchsuchen", so Ecclestone, dessen Ehefrau Fabiana in Cascais ein Haus besitzt, das eine Fläche von 2000 Quadratmetern haben soll und auf einen Wert von 40 Millionen Euro geschätzt wird.

Laut dem 'Correio de Manha' handelte es sich um Beamte der Flughafenpolizei, die die Kontrolle durchführten und dabei die Waffe entdeckten. "Es hätte dem Aussehen nach genauso gut die Angelausrüstung von [Ecclestones Sohn] Ace sein können, aber das war es nicht", sagte Bernie Ecclestone weiter. Als er nach den erforderlichen Dokumenten für die Waffe gefragt wurde – ein sogenanntes 'blaues Buch' - konnte er diese offenbar nicht vorweisen. "Ich sagte ihnen, dass ich nie mit derartigen Dokumenten reise - praktisch mit überhaupt keinen Dokumenten", behauptete das ehemalige Formel-1-Oberhaupt.

Anschließend kam es zur Verhaftung, wie mehrere portugiesische Medien übereinstimmend berichten. Ecclestone selbst erklärte den Verlauf der darauffolgenden Zeit so: "Sie sagten, dass sie mich verhaften würden. Aber nach gefühlt Stunden haben wir die Sache geklärt. Es war von Anfang bis zum Ende ein einziger Ärger."

Es ist nicht das erste Mal, dass Ecclestone aufgrund einer Schusswaffe auf einem Flughafen gestoppt wurde. 2022 wurde am Flughafen von Sao Paulo eine Pistole im Gepäck des inzwischen 95-Jährigen gefunden. Ecclestone besitzt neben einer Reihe weiterer Domizile eine Kaffeefarm in Amparo, etwa 90 Kilometer von Sao Paulo entfernt. Damals befand er sich auf einer Reise zu seinem Schweizer Wohnsitz in Gstaad und durfte nach der Bezahlung einer Kaution weiterreisen.