Mittlerweile zählt der Las Vegas Grand Prix zu den spektakulärsten Rennen im Formel 1-Kalender. Doch das Debüt in der Saison 2023 war ein sprichwörtlicher "Griff ins Klo" und kostet Rechteinhaber Liberty Media nun nachträglich mehrere Millionen US-Dollar.
Wir erinnern uns zurück: Das erste Freie Training war damals gerade erst acht Minuten alt, als Carlos Sainz mit seinem Ferrari einen losen Deckel einer Versorgungsleitung überfuhr und seinen havarierten Boliden am Streckenrand des Strips abstellen musste. Die Session wurde umgehend unterbrochen und kurz darauf komplett abgesagt.
Anschließend mussten sämtliche Wasserschacht-Abdeckungen entlang des Kurses entfernt und mit Sand sowie schnellhärtendem Asphalt aufgefüllt werden. Das zweite Freie Training wurde erst mit zweieinhalb Stunden Verspätung in den frühen Morgenstunden des 17. November durchgeführt - vor komplett leeren Tribünen. Die Zuschauer waren zuvor aus Sicherheits- und Organisationsgründen nach Hause geschickt worden.
Einigung im Sammelklage-Streit: Entschädigung für F1-Fans
Um eine Sammelklage beizulegen, haben sich Liberty Media und die Veranstalter des Großen Preises von Las Vegas nun auf einen Vergleich geeinigt. Es ist von etwa 32.000 Fans die Rede, die ihre Ansprüche im Zusammenhang mit diesem Vorfall geltend machen können. Der kurz nach dem Rennen aufgerufene Schadenersatz lag bei umgerechnet etwa einer Milliarde Euro.
Bei dem Vergleich soll man sich auf eine Höhe von 3.047.986 US-Dollar (rund 2,6 Mio. Euro) geeinigt haben. "Wir freuen uns, dass diese Angelegenheit mit einer fairen Lösung für unsere Fans abgeschlossen werden konnte und nun ein Weg nach vorn besteht", erklärte der Las Vegas Grand Prix in einer Stellungnahme gegenüber The Athletic.
Liberty Media und der Las Vegas Grand Prix räumten im Rahmen des Vergleichs keine Schuld ein. Eine finale Anhörung ist für den 4. November vor dem US-Bezirksgericht von Nevada angesetzt, wie am Rande des Ungarn GP bekanntgegeben wurde. 2026 findet der Las Vegas GP am 21. November statt. Da die Rennen in Katar und Abu Dhabi auf der Kippe stehen, wird im Hintergrund bereits an einem Backup-Plan gearbeitet.



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