Zwei Unfälle lösten bei der Formel 1 in Monaco eine turbulente Schlussphase aus. Stein des Anstoßes waren eher sehr viele sehr kleine Steinchen. Denn mitten in Rascasse war im Rennen der Asphalt aufgebrochen. Auch wenn die zwei Unfallpiloten die Schuld nicht darauf abladen wollen, berichten viele ihrer Kollegen von einem äußerst unangenehmen Grand Prix.
"Es war sehr grenzwertig", berichtet Nico Hülkenberg. "Man konnte es schon vor dem Rennen bei der Fahrerparade sehen. Da haben Teile gefehlt, und es begann aufzubrechen. Das war übel." Als die Belastung mit dem permanenten Überfahren von Formel-1-Autos zunahm, verschlimmerte sich der Zustand rapide.
Einige Fahrer dachten zuerst noch, es sei lediglich Gummiabrieb. "Dann konntest du die Löcher im Boden sehen", berichtet Oscar Piastri. Als Motorsport-Magazin.com die Stelle nach dem Rennen noch einmal in Augenschein nahm, war klar zu erkennen, dass die oberste Asphalt-Schicht an der Stelle komplett abgerissen war.
Die Stelle lag auch eigentlich direkt auf der Rennlinie. "Ja, jeder begann immer engere Linien zu fahren", meint Piastri. Trotzdem wurde es schlimmer. "Wenn du es berührt hast oder ein bisschen drübergefahren bist, dann war es wie Eis. Sowas sollte nicht passieren."



Formel-1-Fahrer warnen Rennleitung - trotzdem erst nach 2 Unfällen Abbruch
Einige Fahrer begannen schon früh Team und Rennleitung zu warnen. "Seit Runde 10", sagt Sergio Perez. "Ich sagte ihnen, sie müssten das säubern, weil sonst ein Unfall passieren würde. Ich habe immer die Innenbahn genommen. Das hätte jedem passieren können."

Doch die Rennleitung ließ nicht nur bis zum ersten Unfall weiterlaufen, sondern nach dem kurzen Safety Car auch wieder neu starten. Erst als bei diesem Restart Charles Leclerc sein Auto an der gleichen Stelle versenkte wie Lance Stroll wenige Minuten zuvor unterbrach man das Rennen mit der roten Flagge und kehrte zumindest die herausgerissenen Steinchen weg.
Das Loch selbst war aber natürlich unmöglich zu füllen. Letztendlich riskierte man einen Restart, der glücklicherweise keinen dritten Unfall mit sich brachte. Die Ursprünge dürften letztendlich in der jährlichen Revision der Strecke liegen. Es ist in Monaco gängig, dass Teile der Strecke in regelmäßigen Abständen neu asphaltiert wurden. Vor der 2026er-Ausgabe etwa von Kurve 19 bis Kurve 1, von Kurve 7 bis zum Tunnel, und in der Boxeneinfahrt und -ausfahrt.
Die Opfer Stroll und Leclerc schielten nach dem Crash aber nicht auf den Asphalt, sondern auf ihre Autos, und auf technische Probleme. Leclerc feuerte nach dem Rennen scharfe Kritik gegen seine Bremsen ab. Mehr dazu gibt es hier:



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