Bis zum Unfall von Lance Stroll war das Formel-1-Rennen in Monaco am Sonntag ein ruhiges. Der Aston-Martin-Fahrer crashte im letzten Renndrittel in der vorletzen Kurve. Nach einer identischen Szene mit Charles Leclerc machte die Rennleitung den aufbrechenden Asphalt an der Unfallstelle als potenzielle Ursache aus. Doch wie der Ferrari-Fahrer, machte auch Stroll sein Auto für den Zwischenfall verantwortlich. Ein Zwischenfall, den Fernando Alonso haargenau so prophezeit hatte.
"Für mich hatte das nichts mit dem Schaden [am Asphalt] zu tun. Das war nur Zufall", sagt Stroll gegenüber Sky Sports F1. Er befand sich in seiner 56. Runde, als er in der letzten Kurve völlig unvermittelt geradeaus in die Streckenbegrenzung rutschte. Außen am Kurveneingang hatte sich über das Rennen hinweg eine Stelle des Asphalts aufgelöst. George Russell und Oscar Piastri hatten dies im Funk bei ihren Teams sogar angemerkt.
Nachdem Charles Leclerc beim Restart einen identischen Unfall wie Stroll hinlegte, waren die Offiziellen alarmiert. Sie unterbrachen das Rennen mit der roten Flagge, um den Asphalt zu untersuchen. Die Stelle wurde gereinigt, und nach dem letzten Neustart passierte in dieser Passage nichts mehr. Für Stroll war das keine Überraschung, denn sein Unfall war nicht auf den Asphalt zurückzuführen.
Fernando Alonso prophezeite Stroll-Crash in Monaco: Fahrer sieht dumm aus
"Wir hatten das gesamte Rennen wieder Probleme mit der Motorbremse, wie schon das ganze Wochenende und das ganze Jahr", erklärt der 27-Jährige. "In manchen Kurven schob es mich raus, in anderen Kurven bremste der Motor. Es sind unterschiedliche Verhalten in unterschiedlichen Bereichen. Und auf der Runde hat es mich einfach in die Wand geschoben. Es ist so, als ob du das Gas halb offen hättest. Dann drückt es dich einfach in die Mauer."
Tatsächlich hatte Fernando Alonso genau diesen Unfallhergang schon vor dem Wochenende vorhergesagt. "Monaco ist nicht der richtige Ort für spontanes Herunterschalten, das Blockieren der Hinterräder oder Schieben. Du crashst dann in die Mauer, und der Fahrer sieht dumm aus. Aber manchmal sind wir Passagier - wenn du einen Gang zurückschaltest und der Motor schiebt, als wäre es Vollgas", sagte der 44-jährige Spanier noch vor dem ersten Training.


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