Die 4,381 Kilometer lange Strecke, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Budapest gelegen, feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Ungarn ist seit 1986 fester Bestandteil des Formel 1-Kalenders und war seitdem in jeder Saison Austragungsort des Großen Preises von Ungarn.

Das wird sich bis mindestens 2032 nicht ändern - so lange läuft der aktuelle Vertrag mit der Königsklasse. Den Debüt-Grand-Prix gewann Nelson Piquet, nicht zuletzt durch ein spektakuläres Überholmanöver gegen Ayrton Senna: Mit einem kontrollierten Drift ging er außen an Sennas Lotus vorbei und übernahm damit die Führung. Motorsport-Magazin.com nimmt die Traditionsstrecke unter die Lupe.

Die F1-Strecke: Hungaroring

Aufgrund seiner 14 Kurven (acht Rechts-, sechs Linkskurven) und nur einer echten Geraden wird der Hungaroring häufig als "Monaco ohne Leitplanken" bezeichnet. Die Anfahrt von der Pole Position bis zum Anbremspunkt von Kurve 1 misst auf dem Hungaroring ca. 440 Meter. Die Runde ist eng, technisch und unerbittlich fordernd.

Viele der 14 Kurven gehen unmittelbar ineinander über, weshalb ein gut ausbalanciertes Auto, das schnelle Richtungswechsel souverän meistert, entscheidend ist. Der Schlüssel zu einer schnellen Runde liegt darin, einen sauberen Rhythmus zu finden und über den gesamten Streckenverlauf beizubehalten. Die Teams fahren mit maximalem Abtrieb und nutzen während der gesamten Runde die maximale Motorleistung. Die Fahrer lieben genau diese Herausforderung, denn sie erinnert sie an ihre Anfänge im Kartsport.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von rund 317 km/h gehört der Hungaroring zu den langsamsten Kursen im F1-Kalender - lediglich Monaco und Singapur weisen noch geringere Topspeeds auf. Die rein mechanischen Belastungen auf dem engen Kurs vor den Toren Budapests sind durch die kurze Streckenlänge absolut betrachtet zwar nicht sonderlich hoch, summieren sich über die Distanz von 70 Rennrunden jedoch spürbar. Vor allem die Hinterreifen werden auf dem Hungaroring stark beansprucht.

Die härteste Belastungsprobe geht erfahrungsgemäß von den oft extrem hohen Temperaturen im Hochsommer aus. Entsprechend bringt Pirelli die weichste Reifenmischung (C3, C4, C5) nach Ungarn.

  • Durchschnittliche Lufttemperatur: 25.4 °C
  • Maximale Lufttemperatur: 31.8 °C
  • Durchschnittliche Streckentemperatur: 40.6 °C
  • Maximale Streckentemperatur: 55.2 °C
  • Wahrscheinlichkeit einer Regensession: 7 %
  • Wahrscheinlichkeit einer SC-Phase: 20 %

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Ungarn GP: Die Formel-1-Statistik in Budapest

Jeder Fahrer, der den Ungarn GP mehrfach (mindestens zweimal) gewinnen konnte, krönte Lewis Hamilton hält mit acht Siegen den Rekord, gefolgt von Michael Schumacher mit vier Siegen und Ayrton Senna mit drei Erfolgen.

Je zwei Siege stehen für Nelson Piquet, Damon Hill, Jacques Villeneuve, Mika Häkkinen, Jenson Button, Sebastian Vettel und Max Verstappen zu Buche. In der Geschichte der Formel 1 erfolgten sogar WM-Entscheidungen in Ungarn: Nigel Mansell krönte sich 1992 zum Weltmeister, Michael Schumacher folgte 2001.

Rekord Fahrer Konstrukteur
Siege Lewis Hamilton (8) McLaren (13)
Pole Positions Lewis Hamilton (9) Mercedes (9)
Podien Lewis Hamilton (12) McLaren (27)
absoluter Streckenrekord (kürzeres Streckenlayout 3,975 km) Rubens Barrichello, 1:13.333 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 195,137 km/h
Ferrari, 2002
schnellste Rennrunde (kürzeres Streckenlayout 3,975 km) Michael Schumacher, 1:16.207 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 187,778 km/h
Ferrari, 2002
absoluter Streckenrekord (aktuelles Streckenlayout) Lewis Hamilton, 1:13.447 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 214,734 km/h
Mercedes, 2020
schnellste Rennrunde (aktuelles Streckenlayout) Lewis Hamilton, 1:16.627 Minuten
Durchschnittgeschwindigkeit: 205,823 km/h
Mercedes, 2020