+++Der Bericht zum Sprint-Qualifying in Miami+++
Russell sehr überrascht vom Sprung der anderen Teams
George Russell hatte heute Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen, wie er nach dem Sprint-Quali erklärt. "Miami ist keine Strecke, die ich liebe. Vor allem nicht in diesen heißen Temperaturen", lacht der Mercedes-Pilot. Was ihn aber besonders überrasche, war die Stärke seiner Konkurrenz. "Wir hatten gedacht, dass sie die Lücke zu uns etwas schließen. Aber es ist sehr beeindruckend und überraschend, was für einen großen Sprung sie gemacht haben und dass sie schneller waren als wir." Dass er morgen im Sprint viel aufholen kann, glaubt er nicht. "Wir sind nicht in einer guten Position und Sprints geben normal nicht viel her. Aber hoffentlich können wir einen guten Start haben und es ergibt sich eine Chance."
'Schwierigster Tag des Jahres' für Esteban Ocon
"Es war taff, der schwierigste Tag des Jahres", resümierte Esteban Ocon. Haas war eines der wenigen Teams, die fast keine Updates brachten, keiner der beiden erreichte die Top-10. "Wir hatten Deployment-Probleme in FP1 und keine Simulationen mit wenig Sprit. Wir hatten heute einfach kein gutes Auto unter uns", so Ocon. Das soll aber nicht mit Updates gefixt werden. "Wir müssen bessere Arbeit von unserer Seite aus machen. Wir müssen zuerst das Maximum aus dem Auto holen, bevor wir von mehr Performance durch Updates sprechen."
Cadillac: Updates gut, aber immer noch Anfängerfehler
Aston Martins direkte Konkurrenz für P18, Cadillac, kam mit Updates nach Miami. "Das Auto fühlt sich besser an, wir haben vor allem in schnellen und medium-schnellen Kurven Abtrieb gewonnen", meint Valtteri Bottas. Sergio Perez sieht den Prozess ebenfalls, doch das Team mache immer noch zu viele Fehler bei den Abläufen. "Ich wurde zu spät rausgeschickt, jetzt hatten wir keine Zeit zum Nachtanken und dann nochmal rausfahren", beschwerte sich der Mexikaner. Das müsse man noch verbessern.
Bremsprobleme bei Stroll
Lance Stroll löste in SQ1 eine gelbe Flagge aus, weil er sich in der Haarnadel verbremste. "Wir hatten Bremsprobleme", verrät er nach dem Sprint-Quali. "Wir schauen uns das noch an. Ich hatte gehofft, heute ein oder zwei Runden fahren zu können. Aber ja, dann keine Runden." Die paar, die er im Training gefahren ist, halfen nicht wirklich, um den AMR26 besser zu verstehen: "Wir haben heute nicht viel gelernt. Es sind immer noch die vielen Probleme, die wir schon das ganze Jahr haben."
Aston Martin noch weiter abgeschlagen, aber weniger Vibrationen!
Lichtblick bei Aston Martin! Vielleicht ist es auch nur die Einbildung eines Sonnenstrahls in der ewigen Finsternis, in der sich Lance Stroll und Fernando Alonso befinden. "Die Vibrationen sind besser", erzählte der frischgebackene Vater Alonso nach dem Sprint-Quali. Leider hat sich die Performance nicht gebessert, denn Aston Martin brachte keine Updates. Anders als die Konkurrenz. "Wir haben nur an der Zuverlässigkeit gearbeitet. Wir haben das gleiche Auto, sie haben Verbesserungen dabei. Die Lücke ist jetzt größer. Aber das akzeptieren wir. Unser Programm für das Jahr ist anders als das der anderen. Wir müssen ruhig bleiben."
Albon muss ebenfalls vor Stewards
Auch Alex Albon muss sich vor den Stewards verantworten. Oder zumindest ein Repräsentant des Williams-Teams ist gerade im Raum der Rennkommissare. Albon wird vorgeworfen, im SQ1 auf seiner schnellen Runde die Track-Limits missachtet zu haben. Er soll in Kurve sechs zu weit raus sein. Das hätte ihn potenziell den Aufstieg in SQ2 gekostet. Diese Untersuchung hat sich bereits abgezeichnet, als Liam Lawson noch mehrere Minuten nach seinem SQ1-Aus im Auto sitzen blieb. Die Racing Bulls hofften, dass noch jemand wie Albon aus den Top-16 disqualifiziert werden würde. Lawson wurde von Albon auf den letzten Drücker auf P17 verschoben.
Untersuchung gegen Norris! Verliert er die Pole?
Da ist die Freude in der McLaren-Garage doch gerade so groß, kommt die FIA mit einer Untersuchung gegen Pole-Setter Lando Norris daher. Die Stewards schauen sich an, ob er im Sprint-Qualifying unnötig langsam gefahren ist. Natürlich nicht während seiner Pole-Runde, sondern auf einer Aufwärm- oder Cool-down-Runde. Sollte sich das als wahr herausstellen, könnte ihn das den ersten Startplatz kosten. Max Verstappen wurde für das gleiche Vergehen mit einer Strafversetzung um einen Platz in Katar 2024 bestraft. Norris muss um 00:15 Uhr unserer Zeit bei den Stewards antanzen.
Nur P4: Leclerc vertraut auf Renn-Ferrari
Nach der Trainingsbestzeit ist P4 und P7 für Ferrari ein bisschen ernüchternd. Ist der Macarena-Flügel doch nicht die Erlösung? "Die Updates sind in Ordnung, nur hat jeder Updates gebracht", erklärte Charles Leclerc. "Wir haben damit gerechnet, dass Mercedes wieder vorne sind, aber McLaren hat einen großen Schritt vorwärts gemacht. Sie konnten ihre Leistung in den letzten drei Rennen nicht optimal ausschöpfen", ist er sich sicher. Ferrari hatte heute Probleme mit den Reifen, besonders der Soft habe sich nicht gut angefühlt. Jetzt vertraut Leclerc auf den berühmten Renn-Ferrari: "Im Rennen ist unsere Pace besser. Ich hoffe, wir können nach vorne kommen. Wir haben die Pace dafür, mal schauen, ob wir überholen können."
Norris: McLaren-Updates wirken!
Lando Norris' Pole Position ist der Beweis, dass die McLaren-Updates wirken, wie sie sollen. "Wir wussten, dass unser Paket ein guter Schritt ist, und das hat sich bewahrheitet", freut sich der Pole-Setter in Parc ferme. Er hat sich von der ersten Runde an wohl im Auto gefühlt. Besonders der verbesserte Grip auf der Hinterachse freute ihn. Nur seine Performance in SQ2 hat ihn zweifeln lassen: "Das war ziemlich mies. Deshalb war ich nicht wirklich selbstbewusst im finalen SQ. Ich habe überlegt, ob ich eine oder zwei Runden fahre, aber Will (Joseph, sein Renningenieur) hat gemeint, ich soll zwei fahren. Das hat sich gelohnt." Jetzt ist er besonders happy, wieder an der Spitze zu sein: "Das ist eine Weile her."
Top-10: Russell abgeschlagen von Spitze und Teamkollege
Der Schock des Miami-Sprint-Qualifyings ist George Russell. Er kommt mit 0,624 Sekunden Rückstand auf Norris' Bestzeit nur auf Platz 6 und muss sich hinter mehr seiner Konkurrent einreihen als das bisherige Jahr. Hinter ihm ist Lewis Hamilton, der im Verlauf des Sprint-Qualifyings abgefallen ist. Dann kommt lange nichts. Mit sieben Zehntel Abstand auf Hamilton und 1,4 Sekunden Rückstand auf Norris fährt Franco Colapinto den besten Startplatz seiner Saison ein. Isack Hadjar auf P9 und Pierre Gasly auf P10 machen die Top-10 komplett.
+++Formel 1: Sprint-Qualifying in Miami mit Live-Kommentar+++
Miami GP
Lando NorrisMcLaren +01
Kimi AntonelliMercedes-AMG +0.2222
Oscar PiastriMcLaren +0.233
Charles LeclercFerrari4
Max VerstappenRed Bull +0.595
George RussellMercedes-AMG +0.626
Lewis HamiltonFerrari7
Franco ColapintoAlpine +1.4518
Isack HadjarRed Bull9
Pierre GaslyAlpine10
Gabriel BortoletoAudi F1 Team11
Nico HülkenbergAudi F1 Team12
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team13
Alexander AlbonWilliams14
Carlos Sainz jr.Williams +0:00.015
Arvid LindbladRacing Bulls 16
Liam LawsonRacing Bulls 17
Esteban OconTGR Haas F1 Team +0:00.018
Sergio PérezCadillac F1 Team +0:00.019
Valtteri BottasCadillac F1 Team20
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team21
Lance StrollAston Martin F1 Team22
| 1 | Lando Norris McLaren | 1:27.8 +0 |
| 2 | Kimi Antonelli Mercedes-AMG | 1:28.0 +0.222 |
| 3 | Oscar Piastri McLaren | 1:28.1 +0.23 |
| 4 | Charles Leclerc Ferrari | 0:00.0 |
| 5 | Max Verstappen Red Bull | 1:28.4 +0.59 |
| 6 | George Russell Mercedes-AMG | 1:28.4 +0.62 |
| 7 | Lewis Hamilton Ferrari | 0:00.0 |
| 8 | Franco Colapinto Alpine | 1:29.3 +1.451 |
| 9 | Isack Hadjar Red Bull | 0:00.0 |
| 10 | Pierre Gasly Alpine | 0:00.0 |
| 11 | Gabriel Bortoleto Audi F1 Team | 0:00.0 |
| 12 | Nico Hülkenberg Audi F1 Team | 0:00.0 |
| 13 | Oliver Bearman TGR Haas F1 Team | 0:00.0 |
| 14 | Alexander Albon Williams | 0:00.0 |
| 15 | Carlos Sainz jr. Williams | 0:00.0 +0:00.0 |
| 16 | Arvid Lindblad Racing Bulls | 0:00.0 |
| 17 | Liam Lawson Racing Bulls | 0:00.0 |
| 18 | Esteban Ocon TGR Haas F1 Team | 0:00.0 +0:00.0 |
| 19 | Sergio Pérez Cadillac F1 Team | 0:00.0 +0:00.0 |
| 20 | Valtteri Bottas Cadillac F1 Team | 0:00.0 |
| 21 | Fernando Alonso Aston Martin F1 Team | 0:00.0 |
| 22 | Lance Stroll Aston Martin F1 Team | 0:00.0 |
Leclerc muss auf letzter Runde korrigieren
Auf Platz vier reiht sich Charles Leclerc ein. Er hatte auf seiner letzten Runde Probleme, seinen SF-26 durch die Kurven zu prügeln. Öfter musste er in der Kurve korrigieren. Max Verstappen kann mit P5, fast sechs Zehntel Rückstand auf die Spitze aber vor George Russell ganz zufrieden sein, wenn man die bisherige Red-Bull-Form in diesem Jahr betrachtet.
SQ3 - ENDE: Norris holt Sprint-Pole! Mercedes geschlagen
Mercedes ist geschlagen! Und das auch noch vom Kundenteam. Lando Norris ist mit einer Zeit von 1:27.869 der Schnellste in diesem Sprint-Qualifying und düpiert damit die silberne Konkurrenz. Er gibt Kimi Antonelli auf P2 0,222 Sekunden mit. Sein Teamkollege Oscar Piastri kommt auf P3 nur 0,239 Sekunden an Norris heran.
Fahrer kommen endlich aus der Box
Jetzt kommt hier endlich Bewegung in die Sache. Mit noch drei Minuten auf der Uhr kommen die Fahrer endlich aus der Box und setzen für ihre schnellen Runden an. Den Anfang macht Russell, sein Teamkollege kommt erst als Letzter raus. Damit haben einige Fahrer nur einen Schuss.
SQ3 - START: Wer holt die Sprint-Pole in Miami?
Jetzt geht es in die finalen acht Minuten. Die Soft-Reifen werden ausgepackt und die letzten zehn Piloten machen sich bereit, um die Pole zu kämpfen. Kann Mercedes doch noch auftrumpfen? Oder wird morgen zum ersten Mal in diesem Jahr ein Nicht-Mercedes vom ersten Startplatz ins Rennen gehen? Noch lassen sich die Piloten auf sich warten.
Unzufriedenheit bei Carlos Sainz: Sind mehrere Schritte hinten!
Carlos Sainz ist frustriert mit seinem P15. Er verschafft seinem Frust am Funk Gehör: "Wir sind drei Schritte hinter dem, wo wir eigentlich sein sollten, jede Runde. Ich bin nicht happy damit. Es kann nicht sein, dass wir nach eineinhalb Stunden Training noch immer so sind, wie vorher."
SQ2 - ENDE: Ferrari on Top! Wo bleibt Mercedes?
Noch ist Mercedes in diesem Jahr im Qualifying ungeschlagen. Könnte es heute dazu kommen? Noch kommen die Silberpfeile nicht vom Fleck, für Russell wird es in SQ2 nur P4, für Antonelli P6 - und das mit über fünf bzw. acht Zehntel Rückstand. Die Bestzeit schreibt Charles Leclerc im Ferrari an, dahinter Oscar Piastri und Lewis Hamilton. Max Verstappen schafft es noch unter die Top-5. Nicht ins SQ3 folgen uns Arvid Lindblad, die beiden Williams-Piloten, Oliver Bearman und die beiden Audis.
Lando Norris gerade so durch Schikane
"Rumpeldipumpel und fort ist der Kumpel", lautet ein österreichisches Sprichwort, das Lando Norris wohl am eigenen Leib durchleben möchte. Er kommt auf seiner schnellen Runde schon in Kurve 12 mit zu viel Geschwindigkeit weit hinaus und rumpelt dann durch die folgende enge Passage um 13, 14 und 15. Das kostete ihn, ihm fehlen gut acht Zehntel auf die Zeit von Oscar Piastri. Währenddessen kämpft Kimi Antonelli mit blockierenden Vorderrädern und einem W17, der nicht gut einlenkt.
Millimeter-Arbeit bei Max Verstappen
Wie schon erwähnt, es staut in der Boxengasse und niemand will länger warten, als er muss. Deshalb will keiner seinen Platz aufgeben. So auch nicht Max Verstappen, der Millimeter-Arbeit betreibt, um sich noch an Pierre Gasly vorbeizuquetschen. Der Alpine steht schon sehr weit in die Fastlane hinein, doch Verstappen gibt seinen Platz nicht auf. Langsam und sehr nah zwischen der Wand und dem Frontflügel des Alpine kommt er gerade noch so durch und fährt vorbei.
SQ2 - GRÜN: Mercedes als Erste draußen
Wir starten in die zweite Qualifying-Session. Jetzt haben die Piloten zehn Minuten, um sich unter die besten 10 zu fahren. Sie dürfen, wie im SQ1, nur die Medium-Reifen benutzten. Erst in der nächsten Session darf der Soft-Reifen aufgezogen werden. In der Boxengasse staut es sich schon. Mercedes waren die Ersten, die rausfuhren.
Liam Lawson wütet am Funk: Schick mich einfach raus!
Liam Lawson ist gar nicht glücklich mit seinem VCARB02. Nach seinem SQ1-Aus funkte er: "Ich kann nicht in die verdammten Kurven bremsen. Ich bremse so früh. Schick mich das nächste Mal einfach in der verdammten Warteschlange raus!"
SQ1 - ENDE: McLaren vor Ferrari, Mercedes nur dahinter
Lando Norris mag Miami einfach. Erster GP-Sieg 2024, letztes Jahr Sprint-Sieg. In SQ1 setzt er jetzt die Bestzeit. Nur zehn Hundertstel dahinter ist Charles Leclerc. Oscar Piastri unterstreicht mit P3 McLarens Stärke. Mercedes kommt nur auf P5 und P6. Wir müssen uns von den beiden Aston Martins verabschieden (called it!) sowie von den beiden Cadillacs. Esteban Ocon verbremste sich hart auf seiner letzten Runde und schafft den Aufstieg nicht, Liam Lawson wurde von Alex Albon noch rausgeschmissen.
SQ1: Lance Stroll stellt ab
Die erste Hälfte unseres Rausfall-Tipps hat sich schon bewahrheitet. Lance Stroll hat seinen AMR26 in der Garage geparkt und ist ausgestiegen. Er hat keine Zeit aufgestellt und wird den Sprint von P22 aus starten. Was genau bei seinem Aston Martin nicht passt, ist nicht bekannt. Bei Aston Martin kann man sich wahrscheinlich ein Problem aus einer langen Liste aussuchen.
Lance Stroll löst gelbe Flagge aus
Kurze gelbe Flagge im Bereich vor der Boxengasseneinfahrt. Lance Stroll stand mit seinem Aston Martin im Auslaufbereich der Kurve 17. Er verbremste sich hart in der Haarnadel. Er konnte aber wieder weiterfahren, die gelbe Flagge für den Bereich wurde aufgehoben.
Knappe Sache zwischen Mercedes-Teamkollegen
Noch keinen Meter gefahren und schon wurde es knapp zwischen Kimi Antonelli und George Russell. Der WM-Leader wollte gerade aus seiner Garage fahren, da kommt ihm sein Teamkollege in die Quere. Russell fährt durch, Antonelli reiht sich hinter ihm ein. Da muss wohl besser kommuniziert werden zwischen den beiden Garagenseiten der Silberpfeile.
GRÜN: Sprint-Qualifying in Miami startet
Und die Ampel ist grün! Auch Entwarnung für WM-Leader Kimi Antonelli: Alles ist in Ordnung an seinem W17, er fährt mit. Jetzt haben wir 12 Minuten, dann verlieren wir sechs Fahrer. Wer schafft es nicht ins SQ2? Wahrscheinlich die beiden Aston Martins. Wer noch? Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen.
Das Sprint-Qualifying in Miami mit Live-Kommentar
In wenigen Minuten starten wir ins zweite Sprint-Qualifying des Jahres. Wer holt sich die Pole Position auf dem Miami International Autodrome? Noch ist es nicht sicher, ob Vorjahres-Polesetter Kimi Antonelli überhaupt antreten kann. Mercedes arbeitet immer noch an seinem Auto, das am Ende des FP1 ein Motorenproblem hatte. Das ganze Sprint-Quali gibt es bei uns im Live-Kommentar mit allen Zeiten und Positionen.
So wirkt sich die Quali-Anpassung aus
Was hat das für Auswirkungen? Für die Ingenieure heißt das jetzt, dass das Auto zuerst von sich aus die zusätzliche Leistung nach Bedarf beliebig schnell zurückfahren kann. An dem Punkt, an dem die Reduktion für die Ingenieure nicht mehr effizient finden, wird das automatisch zurückgesetzt und die Fahrer können die Elektro-Leistung am sinnvollsten Punkt wieder einspeisen. Einfach erklärt: Die Fahrer können aus der Haarnadel raus Vollgas geben und müssen nicht über ihr Hybrid-System nachdenken. Hallelujah. Details dazu gibt es hier:
Das ist der Grund hinter der Regeländerung
Das klingt hochkompliziert, weil es das auch ist. Wir versuchen, Klarheit zu schaffen. Bisher war es so, dass die Fahrer ihre Elektro-Einspeisung nur schrittweise zurückfahren durften, um einen extremen Leistungsunterschied zu hinterherfahrenden Fahrzeugen zu verhindern. In der ersten Sekunde waren es 150 kW, dann pro Sekunde 100 kW. Das hatte zur Folge, dass Fahrer vor ihren Qualifying-Runden bummelten. Normalerweise geben Rennfahrer in der letzten Kurve vor dem Start der schnellen Runde Vollgas, um noch ordentlich Schwung mitzunehmen. In der diesjährigen Formel 1 ging das nicht, weil dadurch die Elektro-Energie bis zum Ende der Geraden aufgebraucht wäre.
Neue Qualifying-Regeln in Miami
Nachdem wir jetzt die ganze Update-Flut abgehandelt haben, zurück zu Regeländerungen. Yay. Im kommenden Sprint-Qualifying greifen nämlich zum ersten Mal spezielle Anpassungen, die nur in der Zeitenjagd zu gelten kommen. Für die letzten Kurven wird eine Ausnahmeregelung verhängt. Zwischen Kurven 17 und 19 darf die Elektro-Einspeisung bei Vollgas sofort um bis zu 350 kW zurückgefahren werden. Außerdem kann die Leistungs-Reduktion ab Kurve 18 in einem Bereich von 500 Metern zurückgesetzt werden.
+++Das Formel-1-Training in Miami im Bericht+++
Red Bull dementiert Flügel-Kopie
Eigentlich ist es eine klare Sache, dass Red Bull die Idee für den Kopfüber-Flügel, wie auch immer man ihn nennen will, nicht selbst hatte. Außer ein Ingenieur aus Milton Keynes hat im selben Ort Urlaub gemacht wie einer von Maranello und sie hatten zur gleichen Zeit die gleiche geistige Eingebung. Aber das bezweifeln wir tatsächlich. Trotzdem behauptet Red Bulls Teamchef Laurent Mekies, dass sie das Konzept schon lange vor ihrem ersten Blick auf Ferrari hatten. Es soll sich laut ihm nicht um eine Kopie von Ferrari handeln. Seine Aussagen dazu und genauere Informationen zu anderen Updates von Red Bull gibt es hier:
Charles Leclerc brockt Ferrari Strafe ein
Uh, das wird Ferrari schmerzen! Oder eher gar nicht. Charles Leclerc wurde während des ersten Trainings in der Boxengasse geblitzt. 81,4 km/h hatte er dabei auf dem Tacho. Das ist zu schnell, in Miami ist die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Pitlane auf 80 km/h angesetzt. Jetzt wird Ferrari zur Kasse gebeten. Die FIA ist aber gnädig und verlangt nur 200 Euro für das Vergehen. Für Ferrari ist das nicht einmal Wechselgeld.
Alle Miami-Updates im Überblick
Puh, das sollten alle Updates gewesen sein. Was für eine Liste. Falls ihr jetzt noch das Verlangen verspürt, euch selbst nochmal einen Überblick zu verschaffen, könnt ihr die Liste auf der Webseite der FIA einfach selbst abrufen. Name des Dokuments ist "Doc 8 - Car Presentation Submissions". Viel Spaß.
Cadillac: 9 Updates beim ersten Heimrennen
Neuer Meilenstein bei Cadillac! Das US-amerikanische Team liebt es, jede neue Errungenschaft in die Welt zu posaunen und bei ihrem ersten Heimrennen bringen sie das erste große Update-Paket an die Strecke. Geschraubt wurde an den Frontflügel-Endplatten sowie an der Frontflügel-Flap, um den Luftstrom zu verbessern. Die Spiegelbefestigung wurde angepasst, nachdem in Japan beide Autos hintereinander den Spiegel auf der Strecke verloren. Dazu gibt es einen überarbeiteten Unterboden sowie Bodenplatte. Am Diffusor wurde die Auspuffendrohrhaltung geändert. Die neue Hinterradaufhängung und die hintere Radträger-Komponente sollen mehr Stabilität verschaffen.
Alpine legt viel Hand am A526 an
Alpine hält mit den anderen Update-Teams mit. Sechs neue Teile, darunter eine neue vorderer Radträger-Komponente und neue Profile für die Kamerabefestigung an der Nase, hat das Team Enstone mitgebracht. Der neue Heckflügel ist nur an Pierre Gaslys Alpine verbaut, da es nur dieses eine Stück gibt. Das neue Teil hätte eigentlich erst in Kanada kommen sollen, wurde aber schon diesen Mittwoch fertig. Er kommt mit neuen Heckflügel-Endplatten. Die Änderungen an der Hinterradaufhängung und der Heckaufprallstruktur sind an beiden Fahrzeugen verbaut.
Audi verzichtet auf Update-Hammer
Im Hause Audi ist noch kein Update-Alarm angesagt. Die F1-Neuzugänger kommen mit zwei Neuerungen nach Miami. Die Vorderradaufhängung wurde überarbeitet. Hier ist unter anderem die Abdeckung für die Bremskanäle neu, um den Luftstrom zu verbessern. Außerdem gibt es neue Federbeine. Die Bodenkante und der Diffusor wurden erneuert, um mehr aerodynamische Last auf das Heck des Autos zu verteilen.
Haas macht es kurz und schmerzlos
Nicht lange werden wir uns mit Haas aufhalten. Der Ferrari-Motorenkunde hat nur eine Änderung am Diffusor vorzuweisen. Ein zusätzliches Teil an der Vorrichtung am Floor-Winglet erzeugt dort mehr Abtrieb, indem es die Druckverteilung und das Strömungsverhalten um das Teil verändert. Das war es schon.
Aston Martin: Die Update-Verweigerer
Im Sinne der Vollständigkeit möchten wir Aston Martin hier nicht unerwähnt lassen. Das Team aus Silverstone hat aber kein Updates mitgebracht. Sie suchten in der Pause Wege, um ihren Motor daran zu hindern, Fernando Alonso und Lance Stroll Nervenschäden wegen starker Vibrationen zu verpassen.
Racing Bulls: Updates in Speziallackierung
Bei den Racing Bulls ist vor allem eines neu: die Farbe. In quietsch-gelbem "Summer-Edition Sudachi Lime" ziehen Liam Lawson und Arvid Lindblad einige Blicke auf sich. Updates gibt es auch, hier wurde hauptsächlich am Heck nachgebessert. Die hintere Radträger-Komponente sowie die Hinterradaufhängung sind neu, es wurde an den Bremskanälen gearbeitet. Eine neue Bodenkante am Unterboden soll für einen besseren Luftstrom um die Räder sorgen. Der neue Heckflügel sowie die Heckflügel-Endplatte sind für mehr Effizienz und mehr Downforce gebaut. Der Klappe am Frontflügel hat jetzt eine geringere Tiefe, um eine niedrigere aerodynamische Balance zu bekommen. Dieses Update ist, so wie Lackierung, nur streckenspezifisch.
Williams mit Updates, aber immer noch Übergewicht
Williams brachte sieben Performance-Updates nach Miami. Am Unterboden wurden die Konturen verfeinert und es gibt eine neue Kante sowie neue Details. Der Seitenkasten hat eine neue Oberflächen, um bessere Kühlung zu garantieren. Darum ist auch die Motorabdeckung mit den Kühlluftauslässen neu. Carlos Sainz und Alex Albon haben auch neue Rückspiegel sowie eine neue Auspuffhalterung. Zudem ist die RIS-Verkleidung neu, die die Strömung um die hintere Aufprallstruktur reinigen soll. Der FW-48 hat noch eine neue Verkleidung am Heckstrebenflügel. Dennoch bleibt der Bolide übergewichtig, was sich auch bis zum Ende des Jahres nicht ändern wird, wie Sainz glaubt.
Update-König Ferrari mit neuem SF-26
Der Meister der Update-Liste ist Ferrari. Ganze elf Updates gab es am SF-26, der jetzt so gut wie ein neues Auto ist. Auf der Außenplatte des Frontflügels hat die Scuderia eine kleine, vertikale Platte eingefügt, um den Luftstrom zu kontrollieren. Dazu wurde die vordere Radträger-Komponente bearbeitet, sowie die Vorder- und Hinterradaufhängung. Änderungen gab es an der Bodenplatte und -kante. Auch am Diffusor spielen die Roten herum. Unter dem Auspuff fügten sie ein Teil ein, das fast wie ein kleiner Frontflügel aussieht. Weitere Änderungen gibt es am Beam Wing, Heck, Heckflügel und an den Heckflügel-Endplatten, um Last in der Kurvenfahrt robust zu erhöhen und gleichzeitig den Luftwiderstand im Geradeauslauf zu maximieren.
Red Bull mit Komplett-Umbau
Red Bull fährt in Miami mit großen Geschützen auf. Sieben neue Teile haben die Bullen angemeldet. Die markanteste Veränderung ist der von Ferrari kopierte 'Macarena'-Flügel (oder wie Christian einmal sagte: Döner-Flügel). Dazu gibt es auch einen neuen Frontflügel sowie eine veränderte Radträger-Komponente vorn und hinten. Die Seitenkasten-Oberseite wurde komplett neu modelliert, um mehr Abtrieb zu generieren. Dazu wurden auch Änderungen an der Motorabdeckung und dem Unterboden vorgenommen.
Mercedes nur mit kleinen Neuerungen
Mercedes hatte nicht viel im Gepäck, was Updates angeht. Nur zwei Neuerungen wurden bei der FIA gemeldet. Die vordere Radträger-Komponente wurde überarbeitet, um mehr Downforce zu generieren. Außerdem wurde der Auspuff nach unten gedreht, weg vom Heckflügel, und mit einer geschlitzten Halterung versehen, um den lokalen Luftwiderstand und das Ansprechverhalten des Abtriebs zu verbessern.
Formel 1: McLaren-Updates in Miami
So, das war FP1. Wie angekündigt schauen wir uns jetzt die umfangreichen Updates jedes Teams an, angefangen mit McLaren. Die Konstrukteurweltmeister haben die erste Hälfte ihres großen Pakets mit. Die neue Motorabdeckung hat keine Kühlungsöffnungen, auch der Seitenkasten ist geschlossen und verläuft jetzt flüssig nach hinten. Kühlschlitze sind weiter hinten zu finden, das ist aber streckenspezifisch. Dazu fährt die Papaya-Truppe einen komplett neuen Unterboden mit neuen Floor Boards. Die vorderer Radträger-Komponente wurde überarbeitet, um die Interaktion mit dem Frontflügel zu optimieren. Auch am hinteren Radträger wurde an der Verleitung getüftelt und es gibt einen neuen Heckflügel. Unter dem Diffusor hat McLaren kleine Winglets eingebaut, um den Luftfluss in diesem Bereich zu kontrollieren.
Das Ergebnis des FP1 in Miami
Franco Colapinto fehlte nur eine Zehntel auf die Top-10. Williams präsentierte sich stark mit Alex Albon auf P12 nur eine Zehntel hinter seinem Teamkollegen. Die beiden schafften es trotz ihrer Gewichtsprobleme vor den Haas von Oliver Bearman auf P13. Die beiden Audis von Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg besetzen P14 und P15 in der Reihenfolge. Dahinter schließt sich das Haas-Sandwich mit Esteban Ocon. Kein guter Start war es für die Racing Bulls mit Liam Lawson auf P17 und Arvid Lindblad auf P21. Sergi Perez konnte bei Cadillacs Heimrennen in FP1 auf P18 fahren, sein Teamkollege Valtteri Bottas folgt ihm auf P20. Die beiden Aston Martins schaffen es auf P19 und P22, Fernando Alonso vor Lance Stroll.
Top-10: Gasly stark, Mercedes nicht mitgefahren
Der zweite Ferrari von Lewis Hamilton ist auf P4 vor den beiden Mercedes von Antonelli und Russell. Auf Platz 7 ist Norris, der nach seiner abgebrochenen Runde keine zweite nachlegen konnte. Pierre Gasly bestätigte mit P8, dass der Alpine weiterhin stark ist und die Updates (dazu bald mehr, versprochen) funktionieren. Isack Hadjar und Carlos Sainz vervollständigen die Top-10.
ENDE: Leclerc vor Verstappen und Piastri
Und das war es schon mit dem einzigen Training in Miami. Mercedes konnte nicht mehr daran teilnehmen und stellte keine schnelle Runde auf. Daher sind die Top-3 schön durchgemischt: Charles Leclerc holt sich die Bestzeit, dahinter reiht sich Max Verstappen mit 0,297 Sekunden Rückstand ein. Auf P3 ist Oscar Piastri mit 0,448 Sekunden hinter Leclerc.
Mercedes mit Motorproblemen
Kimi Antonelli wird keine Qualifying-Simulation machen! Ausgerechnet der WM-Leader wird keine Probe für das spätere Sprint-Qualifying haben. Der W17 des jungen Italieners hat ein Problem mit dem Motor, wie Mercedes uns informierte. Das Team versuchte, das Problem zu finden, es war ihnen aber nicht möglich, es bis zum Ende der Session zu beheben. Das ist bereits der dritte Fahrer, dessen Mercedes-Motor Probleme bereitet. Vor George Russell beschwerte sich früher über ein komisches Geräusch in seinem Turbo, auch Carlos Sainz' Motor gab besorgniserregende Geräusche von sich.
Norris muss Runde wegen Williams abbrechen
Hamilton reiht sich nach der ersten Runde haarscharf hinter Verstappen ein. Nur 0,001 Sekunden trennen die beiden Ex-Rivalen. Lando Norris kommt mit einem mächtigen ersten Sektor an. Sein zweiter Sektor ist gelb, aber die Runde ist gut. Und dann steht der Williams im Weg! In den finalen Kurven schleicht Alex Albon vor ihm und der Weltmeister muss über den Auslaufbereich ausweichen, um keine Kollision zu riskieren. Seine Rundenzeit zählt damit nicht.
Erste Runden: Leclerc vor Verstappen
Jetzt purzeln die Zeiten. Der Erste, der eine schnelle Rundenzeit auf dem Soft-Reifen aufstellt, ist Max Verstappen. Er bleibt mit einer Zeit von 1:29.776 aber nur kurz an der Spitze. Charles Leclerc legt mit zwei Sektorbestzeiten eine starke Runde hin und gibt Verstappen 0,333 Sekunden mit.
Qualifying-Simulationen beginnen
Jetzt geht es um die Wurst (die Trainingsbestzeit)! Die Fahrer kommen mit dem roten Reifen raus und zeigen ein bisschen, was ihre upgedateten Autos können. Wer holt sich die Bestzeit im Training? Wir werden es bald wissen.
Oscar Piastri hat Rauch im Cockpit
Die meisten Fahrer haben sich nun an die Boxen zurückgezogen, bevor wir in den letzten 15 Minuten wahrscheinlich mit Qualifying-Simulationen starten. In der McLaren-Garage wird man ein ganz genaues Auge auf den MCL40 von Oscar Piastri geben. Bevor er reinkam, funkte er: "Ich habe Rauch im Cockpit. Es riecht wie Bremsenrauch, ziemlich viel." Das Team bestätigt seine Vermutung. Auf TV-Bildern sieht man aber nur einen ganz leichten Rauch vom rechten Vorderrad. Es dürfte also nicht zu dramatisch sein.
Arvid Lindblad: Probleme mit den Bremsen?
Wir haben bisher viele Verbremser in Kurve 1 gesehen, besonders beim linken Vorderrad. Rookie Arvid Lindblad ist nur einer von vielen, sein Verbremser war nicht wirklich schlimm. Doch er hat eine Vermutung. "Das war wirklich komisch. Ich weiß nicht, ob ich ein Problem mit meinen Bremstemperaturen habe", meinte er am Funk.
Große Abstände zwischen Teamkollegen
Eine halbe Stunde vor Ende des FP1 zeichnet die Zeitentabelle ein interessantes Bild. Auffällig sind die großen Zeitabstände zwischen den Teamkollegen. Leclerc, der derzeit die Bestzeit hält, gibt Hamilton 0,340 Sekunden mit. Antonellis Bestzeit war fast eine Sekunde schneller als Russells, der mit einem technischen Problem unterwegs ist. Norris ist auf P4 fast sechs Zehntel vor Piastri auf P6. Dazwischen reiht sich Verstappen ein, der 1,1 Sekunden schneller als Hadjar ist.
Auch Sergio Perez beschwert sich über Lance Stroll
Jetzt kommt auch eine Beschwerde von Sergio Perez gegen Aston Martin. Der Cadillac-Pilot läuft ebenfalls auf einen hin- und herfahrenden Lance Stroll auf. "Sagt Stroll, dass er in seine Spiegel schauen soll", meinte der Mexikaner trocken.
Gangwechselprobleme beim Red Bull
Isack Hadjar hat Probleme mit dem Gangwechsel bei seinem RB22. Er beschwert sich am Funk: "Komm schon, dieses blöde Runterschalten." Das ist ein Funkspruch, den wir fast jedes Wochenende von Max Verstappen hören. Hadjar ist derzeit etwas mehr als eine Sekunde hinter seinem Teamkollegen.
Kimi Antonelli beschwert sich über Aston Martin
Vielleicht muss sich Mercedes doch vor Aston Martin fürchten. Auf Antonellis schneller Runde lief er gegen Ende auf einen AMR26 auf. "Was macht er da?" fragte er seinen Renningenieur aufgebracht. Seine Frustration machte er mit einer Handgeste sichtbar, als er am Aston Martin vorbeifuhr. Als sein Renningenieur ihm sagt, dass sich der Aston-Fahrer auf einer Aufwärmrunde befindet, meint Antonelli nur: "Ja, aber er ist zick-zack vor mir gefahren."
Aston Martin die ersten auf Soft-Reifen
Jetzt greift Aston Martin an. Fernando Alonso und Lance Stroll ziehen die roten Reifen auf und begeben sich auf die ersten Qualifying-Simulationen. Müssen Ferrari, Mercedes und McLaren um ihre Top-Plätze zittern? Nein, natürlich nicht. Die beiden schaffen es jedoch, nicht mehr das Schlusslicht zu sein. Alonso kommt auf P18, Stroll auf P19. Ob sie diese Positionen halten können, wenn alle anderen auch die weichste Reifenmischung aufziehen, bleibt unklar. Die Spannung steigt bereits jetzt.
Russell mit mechanischem Problem weit hinter Antonelli
Gerade ist Charles Leclerc an der Spitze der Zeitentabelle und verbannte Kimi Antonelli auf P2. Damit ist er aber trotzdem weit vor seinem erfahrenen Teamkollegen. George Russell reiht sich derzeit auf P7 ein, über neun Zehntel hinter dem zweiten Mercedes. Russell funkte über ein Geräusch in seinem Auto, das sich wie eine Dampflokomotive anhöre. Er machte das Geräusch am Funk auch nach. Das Bild von George Russell als Lokomotive wird uns noch länger verfolgen.
Noch keine Zeit unter 1:30
Noch hat sich kein Fahrer auf dem Soft-Reifen aus der Box getraut. Zeitenmäßig sind wir mit Antonellis 1:30.079 Minuten noch gut drei Sekunden von der letztjährigen Trainingsbestzeit entfernt. Die diesjährige Formel 1 ist ohnehin ein paar Sekunden langsamer als noch 2025. Bei einem neuen Reglement ist das ganz normal. Außerdem haben die Änderungen an der erlaubten Rekuperationsmenge auch Einfluss auf die Rundenzeiten. Der FIA-Techniker Jan Monchaux sprach im Vorfeld von Miami von ein bis zwei Zehntel.
Großer Verbremser für George Russell
Es gab schon einige Verbremser in den ersten 30 Minuten des Trainings, George Russell legt einen der größten hin. In Kurve 1 kommt der Mercedes-Pilot mit hoher Geschwindigkeit an, kann nicht mehr genug einlenken und muss in den Auslaufbereich ausweichen. Seine harten Reifen haben einen großen abgeriebenen Bereich, er holt sich aber nicht neue.
Aston Martin kommt endlich aus der Box
Aston Martin war einen Großteil der ersten halben Trainingsstunde in der Box, doch jetzt sind Fernando Alonso und Lance Stroll auf dem Miami International Autodrome unterwegs. Ihre Zeiten sind weiterhin nicht gut. Sie sind auf den letzten Plätzen mit über drei Sekunden Rückstand auf Sergio Perez auf P20.
Max Verstappen unter Top-4
Max Verstappen ist mit Platz vier und fast vier Zehntel hinter der Bestzeit eigentlich nicht schlecht dabei, doch er ist bisher der einzige Pilot der Führungs-Quartetts, der auf Medium-Reifen unterwegs ist. Noch hat keiner eine Zeit auf dem Soft-Reifen aufgestellt.
Antonelli führt starke Form weiter
Wir sind fast ein Drittel durch das erste Training. Zeit, einen Blick auf die Zeitentabelle zu werfen. Derzeit ist Kimi Antonelli der Schnellste im Feld. Das ist mal nichts Neues. Dahinter reiht sich der Ferrari von Charles Leclerc ein. Ihm fehlen gut zwei Zehntel auf Antonelli. Den dritten Platz nimmt Lando Norris ein.
Red Bull kopiert Ferraris 'Macarena'-Flügel
Ein Updates, das wir hier gleich ansprechen müssen, ist der neue Flügel von Red Bull. Die Ingenieure in Milton Keynes haben sich wohl von italienischen Kunstwerken inspirieren lassen - oder einfach von den Mechanikern in Maranello. Der RB22 hat nämlich einen sehr markanten Flügel verbaut, der gleich funktioniert wie der mittlerweile berühmte 'Macarena'-Flügel von Ferrari. Dabei klappt er sich in der Geraden nicht einfach auf, sondern dreht sich einmal um die eigene Achse.
Diese Teams halten sich noch zurück mit Updates
Klassenprimus Mercedes bringt nur zwei keine Änderungen nach Miami. Auch Audi hält sich noch zurück. Die kleinste Liste hat mit Abstand Haas, die nur eine Änderung am Diffuser haben. Aston Martin sind die Ausreißer. Das Sorgenkind brachte gar keine Updates in den Sunshine State. In der Pause zwischen FP1 und Sprint-Qualifying schauen wir uns die ganzen Listen genauer an. Jetzt zurück zum Training.
Update-Festival in Miami: Diese Teams bringen alle neue Teile
Während wir den Fahrern etwas Zeit lassen, um aus der Box zu kommen und die ersten Runden zu fahren, schauen wir kurz, wer alles Updates mitgebracht hat. Red Bull, Ferrari, Williams, Racing Bulls, Alpine und Cadillac bringen sehr umfangreiche Pakete und treten teilweise praktisch mit neuen Autos an. Auch McLaren hat viel Neues am Auto, die Papaya-Truppe hat aber erst die Hälfte ihres großen Update-Pakets im Gepäck.
GRÜN: Formel 1 startet in verlängertes Training in Miami
Und da ist unsere gemeinsame Zeit ohne Formel-1-Session schon vorbei. Wir starten pünktlich ins 1. Training und die ersten Teams sind schon auf der Strecke. Wir freuen uns auf 90 Minuten und sind schon gespannt, wie sich die neuen Updates verhalten werden.
Miami GP: Das 1. Training im Live-Kommentar
Viele Änderungen in der Formel 1, an die auch wir uns noch gewöhnen müssen. Was aber so bleibt, wie wir es gewohnt sind, ist der Ablauf bei uns im Liveticker. Wir begleiten die Session in unserem Live-Kommentar mit den Zeiten und Positionen aller Fahrer live.
So funktioniert die Fomrle-1-Starthilfe
Die "Low Power Start Detection" soll das machen, was ihr Name verspricht. Fährt ein Auto unnatürlich langsam weg, schaltet sich automatisch die MGU-K ein. Die speist dann automatisch Elektro-Energie ein, damit das Auto anfährt. Zusätzlich beginnen alle Warnleuchten am Auto zu blinken. Zusätzlich wird die Energie-Messung zu Beginn der Formationsrunde zurückgesetzt, nachdem man hier ein Problem im System ausgemacht hat. Die Fahrer sollen diese Starthilfe aber nicht missbrauchen. Dagegen hat die Formel 1 vorgesorgt, wie der Technikdirektor der Monoposto-Abteilung der FIA, Jan Monchaux, verrät. Wie genau das funktionieren soll, erklärt er in diesem Artikel:
Formel 1 testet neues Startprozedere
Es gibt weitere Anpassungen bei der Boost-Power, der Anzahl an Strecken mit alternativen Energie-Limits und bei Regenrennen, die zumindest für heutig nicht relevant sind. Ein großes Thema im heutigen Training wird der Test eines neuen Startprozedere sein. Die Starts waren heikel. Einige Autos hatten Anfahrtsschwierigkeiten, weil die Elektro-Energie nicht mehr als Hilfe genutzt wird. Das führte zu brenzligen Situationen, bei denen ein Auto nicht vom Fleck kam. Durch das neu entwickelte Sicherheitssystem "Low Power Start Detection" soll das nun verhindert werden.
Superclipping-Power erhöht, um Problem zu verkleinern
Um das Superclipping-Problem zu verringern, wird ihm mehr Macht verliehen. Komisch, aber es macht Sinn, wenn man Maschinenbau studiert hat oder ein Formel-1-Redakteur ist, der sich mit diesem technischen Reglement herumschlagen muss. Wir tun unser Bestes. Die maximal erlaubte Rekuperierungsleistung unter Volllast war bisher 250 kW, jetzt wird das auf 350 kW raufgeschraubt. Das sollte den Ladeeffekt selbst zwar verstärken, aber insgesamt die Ladezeit sowie die Belastung des Fahrers durch einem aktiv dem Laden zuträglichen Fahrstil reduzieren.
Formel 1 geht gegen berüchtigtes Superclipping vor
Die Reduktion auf 7 Megajoule soll auch gegen das berüchtigte Superclipping helfen. Das ist ein kurioses Phänomen in der neuen Formel 1, bei dem der Verbrennungsmotor auf Geraden anfängt, die Batterie aufzuladen und dadurch trotz Vollgas langsamer wird. Das passiert, weil die Bremszonen allein oft nicht reichen, um das Lade-Limit voll aufzufüllen. Mit weniger Energie-Kontingent pro Runde sinkt auch die Notwendigkeit von Superclipping. Es wird erwartet, dass die Fahrer nun je nach Strecke zwei bis fünf Sekunden weniger Superclipping betreiben müssen.
Weniger Energie im Qualifying gegen Lift-and-Coast
Die wohl signifikanteste Änderungen ist die Reduktion der Energie-Menge, die die Fahrer im Qualifying pro Runde rekuperieren dürfen. Hier ging man von 8 Megajoule auf 7 Megajoule zurück. In der Theorie erhöht das den Vollgas-Anteil pro Runde, weil das Energie-Kontingent nicht so hoch ist. Damit soll exzessives Lift-and-Coast, also vor Kurven vom Gas gehen im Sinne der Energie-Rückgewinnung, reduziert werden.
Reglement & Updates: Viel Neues in Miami
In dieser einen Trainings werden wir viel Neues sehen. Nicht nur die FIA hat am Reglement geschraubt, die Teams auch an ihren Autos. Über den Tag hinweg werden wir auf alle Teams, die ein Update-Paket gebracht haben, eingehen. Aber jetzt zum Reglement: In der Zwangspause hatten alle wichtigen Parteien der Formel 1 einen wahren Meeting-Marathon und haben sich auf einige Anpassungen geeinigt. Die werden im heutigen ersten Training zum ersten Mal zum Greifen kommen. Die genauen Details könnt ihr im unten verlinkten Artikel lesen, wir gehen die einzelnen Bereiche gleich schrittweise durch.
90 statt 60 Minuten: Verlängertes Formel-1-Training in Miami
Zuerst müssen wir aber klären, was der Plan für heute ist. Um 18:00 Uhr starten die Formel-1-Fahrer in das erste und einzige Training des Wochenendes. Genau, die Königsklasse fährt auf dem Miami International Autodrome einen Sprint. Das heißt eigentlich nur eine Trainingsstunde, doch die Formel 1 hat über die Pause einige Regeländerungen beschlossen - dazu gleich mehr. Um den Fahrern im eng getakteten Wochenende genügend Eingewöhnungszeit zu geben, bekommen wir heute 30 Minuten gratis FP1 oben drauf. Mehr dazu könnt ihr hier lesen:
Willkommen zurück, Formel 1!
Hallo und herzlich Willkommen zum ersten Tag des Formel-1-Wochenendes in Miami! Endlich ist es wieder soweit! Es ist lange her, seit wir uns das letzte Mal gelesen haben. Wir haben euch schon richtig vermisst, ihr uns natürlich auch. Wissen wir doch. 33 Tage sind seit dem letzten F1-Rennen in Japan vergangen. Ja, wir haben mitgezählt. Nein, wir sind in der Zwischenzeit nicht halb durchgedreht, danke der Nachfrage. Aber wir freue uns jetzt schon massiv auf die nächsten Tage! Es hat sich einiges getan in der Aprilpause, das wir hier noch ausführlich besprechen werden. Also los geht's!



23:20 UhrDamit verabschieden wir uns für heute! Good night and see you tomorrow!
23:19 UhrDer Sprint morgen startet um 18:00 Uhr MEZ (12 Uhr Ortszeit) und wie sollte es anders sein, sind auch wir pünktlich wieder für euch da.
23:17 UhrHamilton startet von Platz sieben in den Sprint. Colapinto im Alpine von Platz acht. Dahinter komplettieren Hadjar auf neun und Gasly auf zehn die Top 10.
23:16 UhrVerstappen holt sich den fünften Startplatz für morgen und steht damit neben Russell auf P6.
23:15 UhrLando Norris holt sich damit die Sprint-Pole in Miami. Neben ihm steht Antonelli. Dahinter Piastri auf drei und Leclerc auf vier.
23:15 UhrUnd er vereitelt ein Front-Low-Lockout von McLaren. Der Italiener startet morgen von Platz zwei.
23:14 UhrPiastri fährt auf Platz zwei aber da kommt noch Antonelli.
23:13 UhrNorris nimmt Russell aber sechs Zehntel ab und fährt auf die 1. Leclerc kann nicht mithalten und reiht sich auf Platz zwei ein!
23:13 UhrRussell schreibt mal die erste gute Zeit an. Hamilton reiht sich dahinter ein.
23:12 UhrNein der WM-Leader macht sich auf den Weg und schreibt als letzter seine schnelle Runde im SQ3 an. Sein Teamkollege schreibt hingegen die Erste an.
23:11 UhrAntonelli ist immer noch in der Box. Gibt es da Probleme?
23:10 UhrRussell geht als Erster raus. Norris und Hamilton folgen.
23:09 UhrBei Alpine kommen die Heizdecken runter. In der Ferrari-Box kuscheln die Mechaniker noch mit den Reifen.
23:08 UhrVon den letzten acht Minuten sind bereits zwei um aber die Fahrer haben anscheinend noch keine Lust auf die Strecke zu fahren. Alle warten sie in ihren Boxen.
23:07 UhrCharles Leclerc scheint bisher der Favorit auf die Sprint-Pole zu sein. Nach der Bestzeit im Training und starken Runden in der bisherigen Sprint-Quali. Aber mal sehen, ob noch jemand etwas zurückhält.