Nach dem Formel 1-Qualifying deutete alles auf den so wichtigen Befreiungsschlag von George Russell im teaminternen Titelduell mit Kimi Antonelli hin. Doch obwohl Antonelli ausschied und Russell 18 WM-Punkte auf seinen Mercedes-Teamkollegen gutmachen konnte, war der GP von Barcelona-Catalunya alles, nur kein Befreiungsschlag.

"Tatsächlich war es eine enttäuschende Fahrt von Russell. Ihm fehlte die Pace", urteilte Jacques Villeneuve. "Schaut euch nur das Qualifying an – dort hatte er seinen Teamkollegen noch klar im Griff. Aber im Rennen hatte er überhaupt keine Pace, fiel immer weiter zurück und spürte den Druck. Sehr enttäuschend." Für den Weltmeister von 1997 steht fest: Mit einer derartigen Performance wie in Spanien wird der Titel 2026 nicht an George Russell gehen.

Im Rennen war Antonelli auf den harten Reifen im letzten Stint der schnellste Mann auf der Strecke. In Runde 61 schnappte er sich Russell auf der Start-Ziel-Geraden, bevor er kurz darauf wegen eines technischen Defekts ausrollte. Im Nachgang bekam Antonelli noch eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt, weil er die Streckenlimits zu stark ausgereizt hatte. Vermutlich hätte er die fünf Sekunden in den Schlussrunden noch herausfahren können, aber "hätte, wäre, wenn" zählt in der Formel 1 nicht. Das weiß auch Villeneuve.

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Rosberg: Russell keine 10 von 10 im Rennen

Für den früheren Williams-Piloten ist viel entscheidender, wie Antonelli an Russell vorbeizog: "Russell hat sich beim Verteidigen nicht besonders gut angestellt. Er hat zu lange gewartet und die Tür offengelassen. Er wirkte nicht wie ein Fahrer, der um die Meisterschaft kämpft. Es sah eher so aus, als hätte er das Duell mit seinem Teamkollegen bereits verloren", meinte Villeneuve gegenüber Sky Sports.

Für Nico Rosberg hat Russell in Barcelona zwar einen Schritt nach vorne gemacht, dieser sei aber nicht ausreichend, um Kimi Antonelli im Rennen zu schlagen. "Russell ist im Qualifying eine 10/10, aber im Rennen habe ich diese 10/10 noch nicht gesehen. Da fehlt einfach noch ein kleines bisschen", so Rosberg. Die nackten Zahlen zeigen allerdings, dass Antonelli seinem erfahreneren Mercedes-Teamkollegen selbst auf einer schnellen Runde dicht auf den Fersen ist.

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