Wenn es einen Gewinner der unfreiwilligen April-Pause gibt, dann ist es Williams. Durch die Absage der Formel 1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien blieben der Mannschaft von James Vowles zwei weitere schmerzhafte Auftritte mit signifikantem Übergewicht erspart. Noch in Japan soll der FW48 einen Ballast von rund 28 Kilogramm zu viel mit sich herumgeschleppt haben.
Auch wenn das Team die Pause für eine Abspeckkur nutzte, war es bereits im Vorfeld unrealistisch anzunehmen, dass man in Miami unter dem Mindestgewicht von 768 Kilogramm liegen wird. Carlos Sainz bestätigte in der FIA-Pressekonferenz die bittere Realität: "Es wird wahrscheinlich das ganze Jahr dauern, um das zusätzliche Gewicht loszuwerden. Es wird in kleinen Schritten vorangehen und hoffentlich kommen später in der Saison größere Schritte."
Dabei sollte 2026 für Williams der Beginn von etwas Bedeutendem werden. Die umfangreichste Regeländerung der F1-Geschichte bot die perfekte Chance, den Anschluss an die Spitze wiederherzustellen. Williams investierte fast die gesamte Aero-Entwicklungszeit des Vorjahres in diese neue Fahrzeuggeneration. Doch die Realität liegt vom ursprünglichen Masterplan weit entfernt: Mit dem nur neuntschnellsten Auto und mageren zwei Punkten aus drei Rennen ist das Team am Ende des Feldes gefangen.
Sainz: F1-Konkurrenz schläft nicht
Große Hoffnungen auf einen Miami-Durchbruch dämpft Sainz bereits im Keim. Selbst wenn die Updates zünden, zieht die Konkurrenz im gleichen Tempo mit. "Mein Gefühl ist: Auch wenn es ein solider Schritt für uns ist, wird sich am Kräfteverhältnis nicht viel ändern, weil die anderen Teams ebenfalls große Pakete bringen. Deshalb werden wir wohl nicht allzu viele Positionen gutmachen können", so der Spanier. Mit dieser Befürchtung steht er nicht allein da.
Im Up to Speed-Podcast erklärte Teamkollege Alex Albon: "Unser Auto war fünf Wochen im Trainingslager und hat Gewicht verloren. Aber ich habe Respekt davor, wie die Top-Teams solche Pausen nutzen. Wenn man ihnen Zeit gibt, sind sie verdammt gut darin, diese optimal zu nutzen." Mit Miami steht das erste Amerika-Rennen der Formel 1 an. Alle Infos zum Grand Prix und dem Miami International Autodrome im US-Bundesstaat Florida gibt's hier:



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