Nach der Ankündigung von Williams, nicht am ersten Shakedown der Formel 1 2026 in Barcelona teilzunehmen, brodelte die Gerüchteküche. Mittlerweile hat das Team mit dem FW48 die ersten Kilometer absolviert und ist auch beim ersten offiziellen Wintertest in Bahrain vor Ort. Doch wie steht es um das Gerücht, das der FW48 rund 20 bis 30 Kilogramm Übergewicht haben soll?

Der Williams-Plan, um die Gewichtsgrenze zu erreichen

Williams-Teamchef James Vowles erklärte dazu: "Was ich sagen möchte, ist: Ich denke nicht, dass wir derzeit an der Gewichtsgrenze sind. Aber es gibt einen Plan, der sicherstellt, dass wir das noch erreichen." Tatsächlich geht der Plan des Teams über das erste Rennwochenende der Formel 1 hinaus.

"Der Plan gilt sowohl für Melbourne als auch für die ersten drei Rennen", betonte Vowles. Saisonrennen Nummer drei findet vom 27. bis 29. März in Japan statt. Spätestens bis dahin will Williams mit dem FW48 also an der Mindestgewichtsgrenze sein.

Williams mit Rückstand: Upgrades erst nach Melbourne

Mit überschüssigem Gewicht geht in der Königsklasse entsprechend Performance verloren. Gut sichtbar war das zu Beginn der vergangenen Reglement-Periode 2022. Damals war Alfa Romeo Sauber schon früher als viele andere Teams am Mindestgewicht. Entsprechend konkurrenzfähig war der Alfa Romeo und sicherte sich Platz sechs in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

Als die anderen Teams in den folgenden Monaten und Jahren aufschlossen, verlor Sauber immer weiter an Boden. 2023 wurde das Team Vorletzter. Vowles selbst gibt sich gelassen und stellt klar: "Was Updates angeht, vermute ich, dass wir sie in Melbourne noch nicht sehen werden. Ich möchte mich in erster Linie darauf konzentrieren, ein zuverlässiges, konsistentes Paket zu liefern."

Audi brachte im Vergleich zu Barcelona schon ein großes Update an das eigene Auto. Besonders die neuen Seitenkästen überraschen. Wir haben den R26 im folgenden Artikel unter die Lupe genommen.

Zumindest am ersten Testtag in Bahrain zeigte sich das Williams-Paket bereits von der konstanten Seite. Am Vormittag spulte Williams mit 77 Runden die meisten aller Teams ab. Das hatte das Team aus Grove nach dem verpassten Shakedown in Barcelona auch dringend nötig.

"Es besteht kein Zweifel, dass wir im Rückstand sind. Ganz einfach, weil andere Teams schon drei Tage auf der Strecke waren", sagt Vowles. "Aber man kann in diesen sechs Tagen viele Kilometer fahren, um wieder dorthin zu kommen, wo man hin will. Ich mache mir keine Sorgen."

In den Tagen vor dem Bahrain-Test präsentierten einige Teams noch ihre Lackierungen - allerdings nicht ohne Probleme. Wir besprechen die Launches im folgenden Video.

Superlaunchtag: Aston-Pleite, Cadillac-Zoff & McLaren-Feuerwerk (15:23 Min.)