Ciao und Hallo: Das Rennen im Rennticker!
So, in wenigen Minuten öffnet sich die Boxengasse für die Sichtungsrunden. Das heißt, es ist höchste Zeit für uns, in den Rennticker zu wechseln. Dort geht es genauso weiter wie hier, nur dann auch mit Rennaction. Wir bedanken uns bei allen, die bis jetzt mitgelesen haben. Jetzt aber schnell, ab in den zweiten Ticker. Es geht bald in die Startaufstellung und dieses Jahr hat uns schon öfter gezeigt, dass auch in den Sichtungsrunden niemand sicher ist.
Favoritencheck: Haben Ferrari und Red Bull den Regen-Vorteil?
Sollte es regnen - derzeit ist es noch trocken - haben zwei Teams einen Erfahrungsvorteil. Nur Ferrari und Red Bull haben die neuen Autos bisher auf nasser Strecke gefahren. Beide waren auf nasser Strecke beim Shakedown in Barcelona unterwegs. Dazu war Red Bulls privater Reifentest in Japan verregnet und Ferraris Testtag in Fiorano. Haben sie daraus viel gelernt und können das heute einsetzen? Wir haben uns das im Favoritencheck angeschaut:
Regenmeister Max Verstappen will kein nasses Miami
Einer der besten Regenpiloten neben Lewis Hamilton ist Max Verstappen. Mit dem rundum erneuerten RB22 konnte er zum ersten Mal in der Saison wieder an der Spitze mitkämpfen und geht von P2 aus ins Rennen. Tatsächlich hofft er aber nicht, dass es viel regnet. "Ich fahre gern im Regen, aber es könnte hier knifflig werden. Es gibt dann viel stehendes Wasser. Das heißt auch wenig Grip, schwer zu fahren. Es ist leicht, einen Fehler zu machen." Er hofft, dass er die positive Entwicklung, die Red Bull seit diesem Wochenende macht, auch ins Rennen mitnehmen zu können.
Isack Hadjar hofft auf Chaos im Rennen
Wir haben heute schon viel über Isack Hadjar gesprochen. Jetzt kommt er einmal zu Wort. Um eine Aufholjagd von hinten zu schaffen, braucht er Hilfe von den Wettergöttern. "Hoffentlich kreieren die Bedingungen ein bisschen Chaos, dann gibt es viele Möglichkeiten. Solange ich sehen kann und solange es sicher ist, macht Regen viel Spaß", meinte er. Eine gute Vergangenheit mit nassen Strecken hat Hadjar aber nicht. Mittlerweile berühmt ist sein Abflug beim Australien GP 2025 in der Formationsrunde. Hoffen wir, dass sich das heute nicht wiederholt. Falls doch, würde er zumindest nicht viele Punkte verlieren.
Lewis Hamilton freut sich auf Regenrennen
Die meisten Formel-1-Fahrer fürchten sich ein bisschen vor dem Regen. Nicht Lewis Hamilton. Er ist als einer der besten Fahrer im Regen bekannt und weiß auch um seinen Vorteil: "Ich freue mich schon richtig. Ich liebe es, in diesen gemischten Bedingungen zu fahren. Ich hoffe, dass wir die haben werden." Schon die Formel 2 heute Mittag fuhr zwischen Regen und beständigem Wetter, was für Hamilton eines der spannendsten Rennen seit langem war. Also fügt das zweite Formel-2-Rennen von Miami zu euer Watchlist hinzu. Aber nicht jetzt schauen. Jetzt ist Formel 1 angesagt.
Kimi Antonelli in Liga mit Schumacher und Senna
Kimi Antonelli kann nicht genau sagen, was ihm in Miami so gefällt. Er fühlte sich hier seit den ersten Runden einfach gut, wie er vor dem Rennstart sagt. Mit seiner dritten Pole Position in Folge hat er sich in einen hochexklusiven Club gefahren. Nur Michael Schumacher und Ayrton Senna haben ihre ersten drei Pole Positions hintereinander eingefahren. Das ist nun auch Antonelli gelungen. Ob er es in seinen dritten Sieg in Folge ummünzen und sich damit in einen ebenso exklusiven Club bringen kann, werden wir sehen. Er ist jedenfalls vorbereitet: "Es sind ungewisse Bedingungen. Wir sind bereit für alles."
George Russell: Keine Ahnung, was uns heute erwartet
George Russell ist neben seiner Rennfahrer-Karriere in Miami auch Meteorologe. "Derzeit sieht es aus, als könnte es in einer halben Stunde trocken sein, aber ich glaube, in einer Stunde kommt nochmal richtig Niederschlag", lautete seine Wetterprognose. Dann könnte er die Fahrt auf seiner Hass-Strecke Miami endlich genießen. "Es ist so wenig Grip, damit tu ich mir schwer. Der Junge neben mir", er zeigt auf Kimi Antonelli, "ist ein Experte in diesen Konditionen. Gratulation an ihn, aber heute ist ein neuer Tag", lautete seine Kampfansage.
Oscar Piastri: Wird so oder so ein interessantes Rennen
Jetzt bekommen wir die ersten Live-Bilder von der Strecke in Form der Fahrerparade. Derzeit ist es zwar stark bewölkt, aber trocken auf dem Miami International Autodrome. Doch das Wetter muss nicht halten, weiß auch Lando Norris: "Ich fühle mich gut, aufgeregt. Aber wir werden abwarten müssen, was das Wetter tut." Dem stimmt sein Teamkollege Oscar Piastri zu. "Wir werden sehen, wie viel wir erreichen können. Es wird so oder so ein interessantes Rennen", meinte der McLaren-Pilot.
Wegen neuen PU-Teilen: Isack Hadjar startet aus Boxengasse
Jetzt haben wir auch die nächste Entscheidung im Falle Isack Hadjar auf dem Tisch. Der Red-Bull-Pilot muss das Rennen aus der Boxengasse starten. Sein RB22 wurde ohne Zustimmung des FIA-Delegierten unter Parc ferme geändert, da ist das die gängige Folge. Die ganze Startaufstellung für den Miami GP könnt ihr hier in der Übersicht sehen:
James Vowles liefert Wetter-Update
Jetzt schalten wir zu unserem Wetter-Korrespondenten James Vowles! Wie ist die Lage in Miami, James? Nass, dürfte die Antwort des Williams-Teamchefs lauten. Er teilte auf seinem X-Account ein Video vom Fahrerlager in Miami, das sich innerhalb des Hard Rock Stadiums befindet. Das Sprichwort "Es regnet wie aus Kübeln" ist hier wohl eine akkurate Beschreibung der Situation. In wenigen Minuten beginnt die Fahrerparade, da werden wir dann weitere Einblicke in die Wettersituation bekommen.
Strafe droht: Neue PU-Teile für Isack Hadjar
Damit ist es aber noch nicht vorbei für Isack Hadjar. Schon seit dem Start des Miami-Wochenendes gab es ein Problem mit seinem Motor im Zusammenhang mit der Drehzahlmomentabgabe, das ihn Speed auf der Geraden kostete. Jetzt reagiert Red Bull: Sie haben seinem RB22 neue PU-Teile eingebaut. Speziell handelt es sich dabei um eine neue Batterie (ES) und neue elektronische Steuergeräte (CE). Das Problem: Von diesen Komponenten hatte Hadjar das erlaubte Kontingent von jeweils drei Stück schon ausgeschöpft. Die jetzt verbauten Teile sind Nummer vier. Darüber hinaus wurden die Teile ohne Zustimmung des Technischen Delegierten eingebaut, was ein Vergehen gegen Artikel B3.5.3 b) des Technischen Reglements darstellt. Der Fall wurde an die Stewards weitergegeben. Hadjar könnte eine Startplatzstrafe oder ein Start aus der Boxengasse drohen. Da er ohnehin als Schlusslicht startet, dürfte ihm das aber nicht wehtun. Red Bull hat die Chance wahrscheinlich genau darum genutzt.
Red Bull übernimmt Schuld für Hadjar-Disqualifikation
Bei Red Bull hat man die Entscheidung angenommen. Viel anderes bleibt ihnen auch nicht übrig. Teamchef Laurent Mekies sieht die Schuld ganz klar beim Team: "Wir haben einen Fehler gemacht. Wir wollten uns dadurch keinen Performace-Vorteil verschaffen und das ist auch nicht passiert. Wir werden daraus lernen und unseren Prozess untersuchen, um zu verstehen, wie das passieren konnte, sodass es nicht mehr passiert." Mekies entschuldigt sich bei Hadjar, den Fans und den Partnern. Jetzt liege der Fokus darauf, die guten Zeichen des gestrigen Tages in eine starke Performance im Rennen umzuwandeln.
Isack Hadjar nachträglich vom Miami-Qualifying disqualifiziert
Eine weitere Eilmeldung kam heute Mittag in unser Postfach getrudelt. Isack Hadjar wurde nachträglich vom Qualifying disqualifiziert und wird vom Ende des Felds ins Rennen starten. Die Disqualifikation hat sich schon in der Nacht angebahnt. Um 02:25 Uhr MESZ, gut drei Stunden nach dem Qualifying, kam die Nachricht, dass sein RB22 nicht dem Technischen Reglement entsprach. Bei den technischen Checks nach dem Quali erkannte man, dass seine Floor Boards 2 mm über den erlaubten Bereich herausragten. In so einem Fall kennt das Reglement keine Gnade. Hadjar wurde um 13:00 Uhr MESZ zu den Stewards zitiert, eine halbe Stunde später war die Entscheidung getroffen.
Darum wird der Miami GP vorverlegt
Am Samstagabend in Miami (Sonntagfrüh unserer Zeit) entschieden sich die Verantwortlichen, den Miami GP drei Stunden vorzuverlegen. Das hat mit der Wettervorhersage zu tun. Der "Sunshine State" zeigt sich heute nicht von seiner besten Seite, es sind heftige Gewitter vorhergesagt. Da in den USA ein Sportevent abgesagt werden muss, sobald in Blitz in der Nähe einschlägt, hat sich die Formel 1 entschieden, die Startzeit vorzuverlegen. Noch eine Absage will man nicht riskieren. Die schlimmsten Gewitter werden um die originale Startzeit erwartet. Dennoch regnet es schon jetzt in Miami. Es wird also das erste Regenrennen der neuen Formel 1 sein. Mehr Infos zu den ganzen Sonderregeln, die jetzt zum Einsatz kommen, gibt es hier:
Formel 1 verschiebt Miami GP
Einige von euch werden sich vielleicht wundern, warum wir jetzt schon aus Miami berichten. Schließlich ist der Grand Prix eigentlich für 22:00 Uhr unserer Zeit angesetzt. Sechs Stunden im Voraus mit dem Liveticker zu starten, wäre ein bisschen exzessiv. Ein kleines Bisschen. Aber die Formel 1 tat allen Mitteleuropäern, die nicht bis spät in die Nacht wach bleiben wollen, einen Gefallen. Aufgrund der Wettervorhersage ist die neue Startzeit des Miami GP bei uns um 19:00 Uhr.
Formel 1: Willkommen in Miami!
In den unsterblichen Worten von Will Smith: Welcome to Miami! Wir begrüßen euch in der Hauptstadt des "Sunshine State" Florida zum ersten Formel-1-Rennen nach der Aprilpause. Fünf Wochen ist es her, seit unsere 22 Lieblingsfahrer auf der Strecke um den Sieg gekämpft haben, weil der Bahrain GP und der Saudi-Arabien GP wegen des Irankriegs abgesagt werden mussten. Mit dem Miami GP hat die Königsklasse also eine Art zweiten Saisonauftakt. Wir freuen uns schon sehr, ihr euch natürlich auch. Wir haben hier alle News vor dem Rennstart für euch im Liveticker. Dann: Let the show begin!



diese Formel 1 Redaktion