Williams rutschte in Ungarn augenscheinlich noch weiter in der Hackordnung der Formel 1 nach hinten. Dank des 16-teiligen Aston-Martin-Updates arbeitete sich das Team rund um Adrian Newey am Traditionswerkstall vorbei. Carlos Sainz und Alex Albon ließen während der Saison schon öfter Kritik am Auto verlautbaren. Der fehlende Fortschritt wird dank Aston Martin nun noch deutlicher. "Ich weiß nicht, was für ein Update Aston hatte. Von so einem Update können wir nur träumen", sagt Albon.
In Zandvoort soll Aston Martin dann auch ein Motor-Update erhalten. Dann dürfte der AMR26 vollends außer Reichweite des FW48 sein. "Ich kann sagen, in den Kurven sind sie deutlich schneller als wir. Das ist ein Augenöffner."
Sainz will F1-Team Mut machen: Müssen positiv sein
Carlos Sainz wollte sich in den vergangenen Wochen nicht zu Williams bekennen. Ein Wechsel zu einem anderen Team scheint eine Option, sollte der Spanier von Williams nicht mehr überzeugt sein. "Als Team müssen wir das positiv sehen, denn – und ich möchte, dass alle positiv daran herangehen, anstatt Angst zu haben."
"Das beweist vor allem, dass ein anderes Formel-1-Team mit ähnlichen Einrichtungen innerhalb von sechs Monaten eine so große Wende schafft. Das Auto ist da, damit wir ihnen und uns selbst beweisen können, dass wir das Gleiche schaffen können", sagt Sainz.
Im Vergleich zu den eigenen Ambitionen liegt Williams deutlich zurück. 2025 beendete das Team als Best of the Rest – und beendete die Entwicklung schon früh für 2026. Die Ambitionen wurden jedoch schon früh fallen gelassen. Williams verpasste bereits den ersten Wintertest in Barcelona
In Ungarn fehlten auf eine Runde 2,3 Sekunden auf die Spitze. Langsamer war nur Cadillac. Der Williams braucht also ein ähnliches Update wie der Aston Martin, besonders im Bereich Downforce und Kurven. "Aston ist von einem schlechteren Abtrieb und einem schlechteren Chassis als wir in Spa zu dem derzeit besten Abtrieb im Mittelfeld gekommen. Es liegt jetzt an uns."
Sainz wenig optimistisch: Williams als Team langsamer als Aston Martin
Doch daran, dass besagtes Update schnell kommen wird, hat Sainz seine Zweifel. "Als Team sind wir langsamer in der Produktion, wir sind langsamer in der Fertigung, und so etwas bedeutet natürlich, dass wir dafür mehr Zeit brauchen."
Das liegt nicht zuletzt an Infrastruktur und Ressourcen. Aston Martin hat im Vergleich zum Team aus Grove in den vergangenen Jahren riesige Summen in einen Campus, Windkanal und neues Personal investiert. Williams ist in diesem Vergleich unterlegen.
"Wir müssen den Abtrieb im Windkanal finden. Aber der Rückstand ist so groß, dass wir meiner Meinung nach noch mehr als das finden müssen."
Bezüglich des Rennkalenders laufen die Verhandlungen weiter. Wo findet das Finale statt sollte Abu Dhabi ausfallen? Das und mehr diskutieren wir im folgenden Video. Jetzt anschauen!



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