Die neue Fahrzeuggeneration der Formel 1 polarisierte von Beginn an. Nach nur einer Handvoll Rennen mit dem radikalen Motoren-Reglement vollzog die Königsklasse vor dem Miami GP eine Kehrtwende: Ab 2027 wird der Benzinhahn wieder aufgedreht. Doch damit gehen zwangsläufig auch Anpassungen am Chassis einher.

Dabei wurde das technische Reglement zur Saison 2026 umfassend geändert: Der Radstand wurde von 3600 Millimeter auf 3400 Millimeter verkürzt, die Fahrzeugbreite von 2000 Millimeter auf 1900 Millimeter verringert und auch die Breite des Unterbodens fällt mit 150 Millimeter geringer aus als noch 2025. Die kleineren, wendigeren Autos sind definitiv etwas, was Carlos Sainz genießt.

Endlich wieder mehr Verbrennerpower und weniger Elektroanteil in der Formel 1? 2027 wird der Fantraum Wahrheit! Dazu: V8-Rückkehr nimmt Formen an!

Fix! F1 dreht Benzinhahn 2027 auf! V8-Rückkehr wahrscheinlicher (22:22 Min.)

"Ich habe in den vergangenen zehn Jahren viele Fahrzeuggenerationen erlebt und kann sagen, dass das aktuelle Aerodynamikpaket eines meiner liebsten ist", verriet der Spanier. Ein entscheidender Faktor sei zudem die Rückkehr zu einer weicheren Aufhängung. "Das macht einen riesigen Unterschied beim Fahrkomfort", betonte Sainz. Auch das berüchtigte Bouncing gehört mit den 2026er-Boliden endgültig der Vergangenheit.

Intellektuelle Herausforderung vs. DNA des Sports

Stattdessen dominieren nun neue Begriffe den Funkverkehr: Energiemanagement und Superclipping. Sainz blickt mit gemischten Gefühlen auf die aktuelle Entwicklung. "Man muss beim Fahren extrem viel nachdenken, ständig den Ladezustand der Batterie im Blick behalten und außerhalb der üblichen Muster agieren."

Genau hier liegt sein persönliches Dilemma, denn im Gegensatz zu den meisten seiner Fahrerkollegen genießt er diese neue Art der Herausforderung. "Dabei sollte die Formel 1 eigentlich ein Vollgas-Rennsport sein. Deshalb habe ich dazu zwiespältige Gefühle und Gedanken", verriet Sainz. Eine klare Meinung hat Sainz, wenn es um die aktuelle Konkurrenzfähigkeit von Williams. Mehr dazu liest du in diesem Artikel:

Zwar scheint dem Team mit den Miami-Updates ein Sprung nach vorne gelungen zu sein, jedoch kämpft man weiterhin mit überflüssigen Kilos. In den nächsten Monaten soll dieses schrittweise abgebaut werden. Die Logik hinter dem langsamen Abspecken steckt in der Budgetdeckelung, die die Teams zwingt, gut durchzukalkulieren, wann und wie viele Updates sich lohnen, und welche man sich aufspart.