Alles ist angerichtet für das Autorennen des Jahres, die 24h Nürburgring 2026 (14.-17. Mai)! Die Starterliste platzt für heutige Verhältnisse aus allen Nähten, was nicht zuletzt dem mit Spannung erwarteten Debüt von Formel-1-Star Max Verstappen geschuldet ist. 161 Autos sind in der vorläufigen Teilnehmerliste eingeschrieben und damit so viele wie zuletzt vor mehr als einem Jahrzehnt (2014: 167 Autos).

Die kleinen Klassen sind stets das Salz in der Suppe auf der Nürburgring-Nordschleife, doch den Gesamtsieg machen die schnellen GT3-Autos aus der SP9-Kategorie unter sich aus. Dieses Jahr stehen 41 GT3-Autos von neun unterschiedlichen Herstellern am Start! Dazu gesellen sich unter anderem der spektakuläre BMW M3 Touring 24H sowie drei HWA EVO, beide in der SP-X-Klasse für Prototypen genannt.

AMG-Chef: Faszination Nordschleife, unvorhersehbar, gefährlich (47:05 Min.)

24h Nürburgring: 22 GT3-Autos mit besten Siegchancen

Die besten Chancen auf den Gesamtsieg haben natürlich die GT3-Autos aus der Kategorie 'SP9 Pro', also mit reinen Profifahrer-Besetzungen hinterm Steuer. 22 Pro-Autos verteilen sich auf die Marken Porsche (6), Mercedes-AMG (4), BMW, Lamborghini (beide 3) Ford (2), Audi, McLaren, Ferrari und Aston Martin (jeweils 1).

24h Nürburgring 2026: Starterliste SP9-Klasse (nur Pro-Entries)

Nr.TeamFahrerAuto
3Winward RacingMax Verstappen/Lucas Auer/Jules Gounon/Daniel JuncadellaMercedes-AMG GT3
26PROsport racingAdam Christodoulou/Christopher Lulham/Mikael Grenier/Marek BöckmannMercedes-AMG GT3
47KCMGNirei Fukuzumi/Naoya Gamou/Jesse Krohn/David PittardMercedes-AMG GT3
80Winward RacingMaro Engel/Luca Stolz/Fabian Schiller/Maxime MartinMercedes-AMG GT3
17Dunlop MotorsportJulien Andlauer/Dorian Boccolacci/Nico Menzel/Alessio PicarielloPorsche 911 GT3 R
24Lionspeed GPLaurin Heinrich/Laurens Vanthoor/Ricardo FellerPorsche 911 GT3 R
44Falken MotorsportsKlaus Bachler/Tim Heinemann/Sven Müller/Morris SchuringPorsche 911 GT3 R
54Dinamic GTBastian Buus/Michael Christensen/Joel Sturm/Loek HartogPorsche 911 GT3 R
55Dinamic GTMichele Beretta/Alessandro Ghiretti/Joel Sturm/Loek HartogPorsche 911 GT3 R
911MantheyKevin Estre/Ayhancan Güven/Thomas PreiningPorsche 911 GT3 R
1Rowe RacingAugusto Farfus/Raffaele Marciello/Jordan Pepper/Kelvin van der LindeBMW M4 GT3 Evo
77Schubert MotorsportMarco Wittmann/Philipp Eng/Charles Weerts/Robin FrijnsBMW M4 GT3 Evo
99Rowe RacingDan Harper/Max Hesse/Sheldon van der Linde/Dries VanthoorBMW M4 GT3 Evo
7Konrad MotorsportPatricija Stalidzane/Maximilian Paul/Christian Engelhart/Pavel LefterovLamborghini Huracan GT3 Evo2
84Abt SportslineLuca Engstler/Mirko Bortolotti/Patric NiederhauserLamborghini Huracan GT3 Evo2
130Abt SportslineMarco Mapelli/Nicky Catsburg/Nick YellolyLamborghini Huracan GT3 Evo2
16Scherer Sport PHXChristopher Haase/Alexander Sims/Ben GreenAudi R8 LMS GT3 Evo2
34WalkenhorstChristian Krognes/Mattia Drudi/Nicki Thiim/Felipe LaserAston Martin Vantage AMR GT3 Evo
45Kondo RacingDavid Perel/Dennis Marschall/Thierry Vermeulen/Thomas NeubauerFerrari 296 GT3 Evo
64HRTDavid Schumacher/Arjun Maini/Frank Stippler/Fabio Scherer Ford Mustang GT3 Evo
67HRTChristopher Mies/Frank Stippler/Dennis Olsen/Frederic Vervisch Ford Mustang GT3 Evo
69Dörr MotorsportTimo Glock/Timo Scheider/Ben Dörr/Marvin KirchhöferMcLaren 720 S GT3

Porsche: Manthey-Grello führt Neunelfer-Sextett

Porsche stellt mit 13 aktuellen Porsche 911 GT3 R außerdem das größte Kontingent in der gesamten SP9-Klasse. Angeführt wird die Pro-Armada natürlich vom ikonischen #911 Manthey-Grello, der zu seinem Jubiläum mit einer Spezial-Lackierung antreten wird. Kevin Estre und die beiden DTM-Champions Thomas Preining sowie Ayhancan Güven teilen sich den Grello zum dritten Mal in Folge und peilen den ersten Manthey-Sieg seit 2021 an.

Auch der #24 Lionspeed-Porsche mit dem aktuellen IMSA-Spitzenreiter Laurin Heinrich, dem baldigen McLaren-Piloten Laurens Vanthoor und DTM-Ass Ricardo Feller ist bockstark besetzt. Dazu kommen weitere mit Werksfahrern gespickte Pro-Porsche von Dunlop und Falken Motorsport sowie Dinamic GT.

Mercedes-AMG: 24h-Debütant Max Verstappen überstrahlt alles

Im Lager von Mercedes-AMG sind natürlich alle Augen auf den von Winward Racing eingesetzten #3 Mercedes-AMG GT3 gerichtet. Hier gibt der vierfache F1-Weltmeister Max Verstappen sein Debüt beim 24h-Rennen Nürburgring und hat mit Jules Gounon, Lucas Auer und Daniel Juncadella prominente Teamkollegen ausgewählt.

Angesichts des Verstappen-Booms gerät der zweite Winward-Mercedes schon fast ein wenig in den Hintergrund, muss sich mit den Weltklasse-Fahrern Maro Engel, Maxime Martin, Luca Stolz und Fabian Schiller aber keinesfalls verstecken! Auch der KCMG-Mercedes mit den beiden Nürburgring-Siegern David Pittard und Jesse Krohn könnte für eine Überraschung gut sein, wenngleich ihre japanischen Teamkollegen eine Unbekannte auf der Nordschleife bilden.

BMW fährt nach Vorjahresssieg wieder groß auf

Auf dem Weg zum Sieg müssen Porsche und Mercedes-AMG erst einmal am Rekordhalter BMW vorbei. Vorjahressieger Rowe Racing schickt diesmal zwei BMW M4 GT3 Evo an den Start, außerdem kehrt das DTM-Team Schubert Motorsport mit einem weiteren Auto zurück. BMW hat sich nicht lumpen lassen und stellt neun Werksfahrer fürs 24-Stunden-Rennen ab, darunter Stars wie Kelvin van der Linde oder Marco Wittmann. "Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an unser Fahrer-Lineup denke", sagt BMW-Motorsportchef Andreas Roos im großen Interview mit Motorsport-Magazin.com.

Einzige GT3-Dame im Konrad-Lamborghini

Auch Lamborghini kommt mit drei Autos, zwei davon in den Händen von Abt Sportsline. Am Ring setzen die Äbte erneut auf den bewährten Huracan GT3 Evo2, während das Team in der DTM mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 noch ordentlich strauchelt. Ex-DTM-Champion Mirko Bortolotti führt den #84 Abt-Huracan an, während auf dem Schwesterauto mit Nick Yelloly und Nick Catsburg zwei frühere 24h-Nürburgring-Sieger sitzen.

Das bei Nordschleifen-Fans beliebte Lambo-Kundenteam Konrad Motorsport geht ebenfalls und erstmals mit einem Huracan der letzten Evo-Stufe an den Start. Patrizija Stalidzane ist hier die einzige Frau in der SP9-Klasse und wechselt sich am Steuer mit den Lamborghini-Werksfahrern Maximilian Paul sowie Christian Engelhart ab. Schöne Story für den Boulevard: Die in München lebende, gebürtige Lettin und DTM-Fahrer Paul sind auch privat ein Paar.

Abt Sportsline bei der NLS
Abt Sportsline kommt unter anderem mit dem grünen LamborGreeni, Foto: IMAGO/Fotostand

David Schumacher im HRT-Ford - Experten haben Audi auf dem Zettel

Das am Nürburgring beheimatete Werksteam HRT hat sich für seine drei Ford Mustang GT3 Evo (2x Pro, 1x Pro-Am) mit einigen namhaften Fahrern verstärkt: Christopher Mies teilt sich den #64 Mustang unter anderem mit Werksfahrer-Kollege Dennis Olsen. Im #67 Schwesterauto wechseln sich unter anderem Frank Stippler und David Schumacher ab. HRT peilt den ersten Ford-Sieg am Nürburgring seit 1987 (Ludwig/Niedzwiedz/Soper) auf Ford Sierra Cosworth) an.

Außerdem gesellt sich ein einzelner Pro-Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Scherer Sport PHX hinzu, den Experten schon seit längerer Zeit auf dem Zettel haben. Das Trio mit Christopher Haase, Alexander Sims und Ben Green hat die 24H Qualifiers gewonnen und will der Scherer-Mannschaft den nächsten Gesamtsieg nach 2024 bescheren. Für das frühere Phoenix-Racing-Team von Ernst Moser wäre es sogar der achte am Ring und damit der alleinige Rekord vor Manthey (7 Siege).

Christopher Haase und Max Verstappen bei NLS2 auf dem Nürburgring
Scherer-Audi nimmt es mit dem Verstappen-Mercedes auf, Foto: IMAGO/DeFodi Images

McLaren im Schumi-Design mit Glock, Scheider und Co.

Schon jetzt ist klar, dass der einzelne McLaren 720 S GT3 von Dörr Motorsport zu den Fan-Favoriten zählen wird - wenngleich die Chancen auf den Gesamtsieg mangels Erfahrung mit dem Auto auf der Nordschleife eher gering sind. Dafür ist der McLaren mit seinem Formel-1-Design von Michael Schumachers Benetton ein absoluter Hingucker. Passend dazu das prominente Fahrerquartett: Die DTM-Ikonen Timo Scheider und Timo Glock teilen sich die Lenkradarbeit mit McLaren-Werksfahrer Marvin Kirchhöfer (jüngst erster WEC-Sieg in Spa) und DTM-Pilot Ben Dörr.

Fünf Autos gehen mit einem kleinen Vorteil ins lange Rennwochenende, weil sie sich im Vorfeld bereits einen Platz im Top-Qualifying gesichert haben: Der Scherer-Audi, der #1 Rowe-BMW, der Kondo-Ferrari, der KCMG-Mercedes und einer der Abt-Lamborghini sind bereits für den dritten und entscheidenden Abschnitt des Top-Qualifying qualifiziert. Verstappen und Co. hingegen müssen sich in den vorherigen Qualifyings noch einen Platz sichern.

Du willst alle Breaking News und Hintergrund-Infos zur DTM, WEC, IndyCar, den 24-Stunden-Rennen und Co. bekommen? Dann abonniere jetzt unseren neuen und kostenlosen WhatsApp-Channel! Brandaktuelle News aus der Motorsport-Welt direkt auf dein Handy: