Nordschleife

Die Nordschleife ist eine der bekanntesten und gefährlichsten Rennstrecken der Welt. Aktuelle News, Bilder, Videos zur "Grünen Hölle" beim Nürburgring.

Nordschleife, Foto: Jan Brucke/VLN
Foto: Jan Brucke/VLN

Daten & Fakten zur Strecke: Nordschleife

OrtNürburg
LandDeutschland
Länge0,000 km
AdresseNürburgring GmbH
Otto-Flimm-Straße
53520 Nürburg
Deutschland
Telefon+49 2691 302 0
Telefax+49 2691 302 159
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Geschichte der Strecke: Nordschleife

Die Nordschleife ist eine berühmt-berüchtigte, deutsche Rennstrecke in der Eifel. Sie ist der älteste Teil des Nürburgrings und wurde bereits 1927 eröffnet. Sie war und ist Austragungsort für viele Motorsport-Rennserien, darunter die Formel 1, die WEC und diverse GT-Veranstaltungen. Das berühmteste Rennen auf dem über 20 Kilometer langen Kurs sind die legendären 24 Stunden Nürburgring. Die Nordschleife gilt als die gefährlichste und eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt. Bereits über 70 Menschen verunglückten bei Rennen auf der Nordschleife.

Eröffnung der Nürburgring Nordschleife 1927
Eröffnung der Nordschleife 1927, Foto: IMAGO / Andreas Beil

Der Nürburgring wurde erbaut, um die Arbeitslosigkeit in der Region zu senken. Die Bauarbeiten begannen 1925, zeitweise waren rund 2.500 Arbeiter mit dem Bau der heute bekanntesten deutschen Rennstrecke beschäftigt. Die Kosten beliefen sich auf 14 Millionen Reichsmark (heute ca. 92,68 Millionen Euro). Bei der Eröffnung betrug die Gesamtlänge von Nord- und Südschleife (heute nicht mehr existent) 28,265 Kilometer. Direkt am Eröffnungstag wurde ein Motorrad-Rennen auf der Gesamtstrecke veranstaltet. Am Tag danach fand das erste Automobil-Rennen statt, das Rudolf Caracciola mit einem Kompressor-Mercedes gewann.

Bereits im ersten Jahr gastierte die Motorrad-Europameisterschaft auf dem Nürburgring, auch mehrere Grand-Prix-Rennen wurden dort ausgetragen. Beim Eifelrennen 1934 entstand der Mythos der Silberpfeile. Der Legende nach überschritt der neu entwickelte Mercedes-Benz W25 das Maximalgewicht von 750 kg um genau ein Kilogramm. Die Mechaniker schliffen den für deutsche Rennwägen vorgeschriebenen weißen Lack in der Nacht ab und legten die Aluminiumkarosserie frei. Manfred von Brauchitsch gewann das Rennen souverän und stellte mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 122,5 km/h den damaligen Streckenrekord auf.

Ein Motorradrennen auf dem Nürburgring
Ein Rennen auf der Nordschleife 1935, Foto: IMAGO / Arkivi

Während des Zweiten Weltkriegs fand kein Rennen auf der Nordschleife statt. Ein Hotel an der Strecke wurde als Lazarett und Sitz eines Divisionsstabes genutzt. Die Drahteinzäunungen um den Ring, die erst 1932 errichtet wurden, mussten 1934 abgebaut und der Rüstungsindustrie übergeben werden. Das erste Rennen auf dem Nürburgring nach Kriegsende war ein Grand Prix für Motorräder im Jahr 1947.

Die Formel 1 auf dem Ring

Red Bull Formula Nürburgring mit Formel-1-Autos auf der Nordschleife
Sebastian Vettel bei einem Red-Bull-Showrun auf der Nordschleife, Foto: Red Bull Content Pool

Die Formel 1 fuhr 1951 zum ersten Mal auf der Nordschleife, Ferrari-Pilot Alberto Ascari gewann den ersten Großen Preis von Deutschland. Der Nürburgring etablierte sich als Klassiker auf dem F1-Rennkalender. 1968 bekam die Nordschleife ihren berühmten Beinamen "Grüne Hölle" von Sir Jackie Steward verliehen. Als er für den Deutschland Grand Prix aus dem Flugzeug stieg, sagte er zu seinem Fahrerkollegen Graham Hill: "Dieses Wochenende wird es die Grüne Hölle werden." Der Schotte gewann das Rennen bei Regen und Nebel mit vier Minuten Vorsprung.

Jackie Stewart führt den Großen Preis von Deutschland auf der Nordschleife an
Jackie Steward führt das F1-Feld auf der Nordschleife 1973 an, Foto: IMAGO / WEREK

Schwere und tödliche Unfälle häuften sich auf der Nordschleife, weswegen die Formel 1 im Jahr 1970 das Rennen boykottierte. Nach ungefähr 42 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten, die vor allem sicherere Bedingungen schafften (Seitenstreifen, Leitplanken, weniger Sprungkuppen, Kerbs, Fangzäune), kam die Königsklasse des Motorsports im Jahr darauf wieder zurück in die Eifel. 1976 fuhr die Formel 1 das letzte Mal auf der Nordschleife. Niki Lauda verlor zwischen der Ex-Mühle und dem Bergwerk die Kontrolle über seinen Ferrari, schoss rechts in die Felswand ein und schleuderte brennend über die Strecke. Der Feuerunfall zeigte, wie gefährlich die Rennstrecke in Kombination mit den immer schneller werdenden Autos war.

Der Start des Formel-1-Rennens auf dem Nürburgring 1976
Der F1-Rennstart auf dem Nürburgring 1976, Foto: IMAGO / WEREK
Überreste von Niki Laudas Ferrari nach seinem Unfall auf der Nordschleife 1976
Die Überreste von Niki Laudas Ferrari nach seinem Nordschleifen-Unfall, Foto: IMAGO / Thomas Zimmermann

1981 begann der Bau der Grand-Prix-Strecke im Bereich der Südschleife, die für den kürzeren und moderneren Kurs weichen musste. Auch die Nordschleife erhielt ein Update: Sie wurde auf die noch heute bestehenden 20,832 Kilometer verkürzt. Der neue Abschnitt wurde 1984 eröffnet und galt damals als "modernste und sicherste Grand-Prix-Strecke der Welt". Noch im selben Jahr kam die Formel 1 zurück in die Eifel und trug den Großen Preis von Europa auf dem damals 4,5 Kilometer langen Kurs aus.

Heute misst die Grand-Prix-Strecke 5,148 Kilometer, kann in mehreren Varianten befahren werden und war mit Unterbrechungen über viele Jahre Austragungsort der Formel 1 sowie MotoGP. Seit der Eröffnung der Grand-Prix-Strecke fahren alle internationalen und die meisten nationalen Rennserien auf dem kürzeren Abschnitt und nicht mehr auf der Nordschleife.

Die Grand-Prix-Strecke in Nürburg von oben, Foto: Porsche
Die Grand-Prix-Strecke in Nürburg von oben, Foto: Porsche

24 Stunden auf dem Nürburgring

Während des F1-Boykotts 1970 wurde am 27. und 28. Juni das erste 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring veranstaltet. Schon davor gab es mehrere Langstrecken-Rennen auf dem Eifelkurs, auch drei 24h-Veranstaltungen, doch das waren Rallyes oder Prüfungsfahrten. Die deutsche Motorsport-Legende Hans-Joachim "Strietzel" Stuck und Clemens Schickentanz gingen beim Premierenrennen als Sieger über die Ziellinie.

Seither sind die 24 Stunden auf dem Nürburgring der Klassiker im deutschen Motorsport und auf der deutschen Traditionsrennstrecke. Jedes Jahr pilgern hunderttausende Fans nach Nürburg, um das Spektakel auf der Nordschleife zu sehen. Die einzigen Ausfälle waren 1974 und 1975 wegen der Ölpreiskrise sowie 1983 wegen Umbauarbeiten.

Zuschauer beim 24h-Rennen Nürburgring
Der Zuschaueransturm bei den 24h Nürburgring, Foto: Porsche AG
Zuschauer bei 24h Nürburgring
Die Ehrenrunde bei den 24h Nürburgring, Foto: IMAGO/Eibner

Zwischenzeitlich wurde das 24h-Rennen als Teil der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft ausgetragen. Heute ist es ein eigenständiges Rennen für GT-Autos und andere Klassen. Seit der Eröffnung der Grand-Prix-Strecke 1984 werden die 24h Nürburgring auf einer Kombination mit der Nordschleife ausgetragen. Die Länge der Gesamtstrecke, wie beide Strecken zusammen genannt werden, beträgt 25,378 Kilometer. Sie hat über 80 Kurven und einen Höhenunterschied von 290 Metern. Als Vorbereitung auf das 24-Stunden-Rennen und als eigenständige Rennserie wird auf der Gesamtstrecke die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) sowie die 24h Qualifiers ausgetragen.

Die Nordschleife heute

Im Zuge des Projekts "Nürburgring 2009" wurde ab 2007 in rund zweijähriger Bauzeit ein großes Freizeitzentrum mit Einkaufszentrum, Achterbahn, Kneipenviertel, mehreren Hotels und Feriendorf in unmittelbarer Nähe der Rennstrecke errichtet. Wegen fehlender Besucher musste die Nürburgring GmbH am 2. November 2012 jedoch ein Insolvenzverfahren eröffnet werden. Die Eigentumsverhältnisse änderten sich danach mehrfach. Heute hält die NR Holding AG die Mehrheitsanteile an der Strecke.

Streckenpanorama
Auf dem Nürburgring gibt es viel Unterhaltung, Foto: Gruppe C Photography
Der Nürburgring ist ein ganzer Vergnügungspark, Foto: Jan Brucke
Der Nürburgring ist ein ganzer Vergnügungspark, Foto: Jan Brucke

Auch Privatpersonen haben heutzutage die Möglichkeit, auf der berüchtigten Nordschleife zu fahren. Auf der Website des Nürburgrings werden Fahrsicherheitstrainings, Touristenfahrten und Sportfahrertrainings angeboten. Auch Drift-Trainings, Trackdays und andere spezielle Fahrerlebnisse können auf der Website gebucht werden. Es gibt eine strenge Fahrordnung und Verhaltensregeln, die Fahrer beachten müssen, wenn sie auf der Nordschleife unterwegs sind.

Die Nordschleife ist berühmt für ihr Gefahrenpotenzial und ihre Wetterkapriolen. Viele Rennen auf dem Eifelkurs mussten bereits aufgrund von Regen, Nebel oder Sturm unterbrochen oder ganz abgesagt werden. Keine andere Rennstrecke auf der Welt kostete so viele Piloten und private Fahrer das Leben. Immer wieder gibt es Berichte über tödliche Unfälle bei Testfahrten. Deshalb sind die Sicherheitsvorkehrungen für Privatfahrten und Rennen sehr hoch. Um an einem Rennen auf der Nordschleife teilzunehmen, müssen Fahrer ein eigenes Permit machen. Das ist eine Art Führerschein für die Nordschleife, bei dem die Piloten eine theoretische Prüfung bestehen sowie eine praktische Einführung machen müssen. Egal, welche Einstufung und wie viel Rennerfahrung ein Fahrer hat – es gibt keine Ausnahme.

24h Nürburgring, Safety Car, #16 Scherer-Audi, Stippler, Mies, Feller, Marschall
Auf der Nordschleife kann es schnell nass und neblig werden, Foto: Gruppe C Photography

Bei einem Lauf der NLS im Jahr 2015 hob der Nissan-Pilot Jann Mardenborough ohne Fremdeinwirkung im Bereich der Quiddelbacher Höhe ab. Sein Nismo GT3 segelte aufrechtstehend durch die Luft, überschlug sich nach dem Aufprall mit dem Reifenstapel mehrmals und wurde über den Fangzaun katapultiert. Dabei verlor ein Zuschauer sein Leben, zwei weitere wurden verletzt. Mardenborough selbst blieb unverletzt. Daraufhin herrschte auf gewissen Streckenabschnitten der Nordschleife ein Tempolimit von 200 bzw. 250 km/h. Nach Umbauarbeiten wurde die Geschwindigkeitsbeschränkung in der Wintersaison 2015/16 wieder aufgehoben.

Das Layout der Nordschleife

Das Layout der Nürburgring Nordschleife auf einem Autofenster
Das Layout der Nürburgring-Nordschleife, Foto: IMAGO / David Ebener

Bei den meisten Rennveranstaltungen auf der Nordschleife startet die Runde auf der Start-Ziel-Geraden der Grand-Prix-Strecke. Nach fast 3,5 Kilometern biegen die Piloten aber nicht in die letzte Kurve ab, sondern nach links auf die Nordschleife. Die erste Kurve hier ist nach einer der bedeutendsten Rennfahrerinnen des Nürburgrings, Sabine Schmitz, die im März 2021 verstarb, benannt. Nach dem "Tor zur Nordschleife" folgen ein paar flüssige Richtungswechsel, die nach dem Hatzenbach benannt sind, der neben der Strecke verläuft.

Beinahe-Crash am Start zwischen Max Verstappen, Christian Krognes und Tim Heinemann
Die erste Kurve auf dem Nürburgring, Foto: IMAGO / GruppeC Photography

Auf der nächsten (fast) Geraden durchfährt man die Bereiche Hocheichen – hier mussten beim Bau der Strecke riesige Eichen abgeholzt werden – und die Quiddelbacher Höhe. Der Ort Quiddelbach befindet sich innerhalb der Nordschleife. Die Steigung zur Kuppe beträgt in etwa 18 Prozent. Nach zwei Rechtskurven folgt ein leichter Linksknick namens Flugplatz. Früher befand sich hier neben der Strecke ein Segelfluggelände. Es folgt ein leichter Linksbogen mit Höhenunterschieden, bevor es in eine enge Rechtskurve bei Aremberg geht.

Von dort an geht es bergab in den Abschnitt Fuchsröhre. Bei den Bauarbeiten hatte sich hier in einer Röhre ein Fuchs eingenistet. Das Gefälle in diesem Bereich beträgt bis zu 11 Prozent. Im Adenauer Forst warten einige langsamere Richtungswechsel auf die Fahrer, bevor es für den schnellen Streckenabschnitt Metzgesfeld wieder aufs Gas geht. Auch durch Kallenhard geht es weiter nach unten, während man die Anhöhe umfährt. Früher standen hier Hecken, an denen sich die Fahrer regelmäßig ihre Rückspiegel abfuhren, weswegen dieser Abschnitt inoffiziell auch Spiegelkurve genannt wird. Hier befindet sich auch die Kurvenkombination Wehrseifen, die langsamste Stelle der Nordschleife, sowie die Ausfahrt Breidscheid, die tiefste Stelle der Strecke.

Max Verstappens Ferrari 296 GT3 bei seinem NLS-Debüt auf dem Nürburgring
Wehrseifen ist die langsamste Kurve auf der Nordschleife, Foto: IMAGO / GruppeC Photography

Nach der Ex-Mühle und dem Bergwerk folgt ein langes Vollgasstück von Kesselchen bis Klostertal. Am Ende der langen Beraufpassage am Kesselchen befindet sich eine Linkskurve, die nur die tapfersten Fahrer ohne Lupfen nehmen. Daher wird sie auch Mutkurve genannt. Mit dem Caracciola-Karussell folgt eine der markantesten Abschnitte der Nordschleife. Rudolf Caracciola fand heraus, dass man in der Haarnadel schneller ist, wenn man durch den damals noch vorhandenen Graben fährt. Mit der Taktik verschaffte er sich über eine Minute Vorsprung und die Stelle wurde nach ihm benannt. Das Karussell ist eine Steilkurve, die Betonplatten auf der Innenlinie sind gut 30° überhöht.

Das Caracciola-Karussell auf der Nordschleife
Das Caracciola-Karussell von oben, Foto: IMAGO / HochZwei/Suer
Max Verstappens Ferrari 296 GT3 bei seinem NLS-Debüt auf dem Nürburgring
Max Verstappen im Caracciola-Karussell, Foto: IMAGO / GruppeC Photography

Nach dem Karussell geht es wieder mit Vollgas bergauf zur Hohen Acht, benannt nach einem Berg in der Umgebung. Mit 747 Metern ist er der höchste Punkt in Eifel. Die Piloten müssen hier in uneinsichtigen Kurven bis zu 18 Prozent Steigung bezwingen, bevor sie über die Kuppe kommen. Bei der Hedwigshöhe warten dann schnelle Richtungswechsel, der Abschnitt ist nach der Ehefrau von Otto Creutz benannt. Der Landrat des Kreises Adenau in den 1920ern und 1930ern wird als geistiger Vater der Nordschleife angesehen. Nach dem Geradeausstück beim Wippermann und der Linkskurve beim Eschenbach räubern die Fahrer im Brünnchen über Kerbs und Rattersteine im Kurvenausgang.

Der Mercedes-AMG GT3 von Max Verstappen, Daniel Juncadella und Jules Gounon bei NLS 2 auf der Nordschleife
Im Brünnchen werden die Fahrer durchgerüttelt, Foto: IMAGO / DeFodi Images
Startphase beim NLS 2
De Nordschleife ist eine Berg- und Talfahrt, Foto: IMAGO / Herrmann Agenturfotografie

Mit Vollgas geht durch die flüssigen Berg- und Tal-Passagen beim Pflanzenarten, über den kleinen und großen Sprunghügel, an denen auch moderne Rennwagen teilweise Kontakt zum Asphalt verlieren, runter durch die Stefan-Bellof-S. Dieser Abschnitt wurde 2013 dem deutschen F1-Piloten und Sportrennwagen-Fahrer Stefan Bellof gewidmet, der 1983 die 20 Kilometer der Nordschleife in nur 6:11.13 Minuten umrundete. Das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 202 km/h. Der Streckenrekord hielt sich bis 2018.

Im Schwalbenschwanz (dieser Abschnitt sah auf dem Bauplan wie sein Namensgeber aus) wartet die zweite steile Haarnadel der Strecke auf die Fahrer. Das "kleine Karussell" ist aber weniger überhöht und der Kurvenradios ist geringer als sein Gegenpart. In der schnellen Rechtskurve vor dem Galgenkopf nehmen die Fahrer etwas Geschwindigkeit raus, um besser in die zweite Rechtskehre hineingetragen zu werden und möglichst viel Speed auf die Döttinger Höhe mitzunehmen.

Der Schwalbenschwanz auf der Nordschleife
Der Schwalbenschwanz, Foto: IMAGO / HochZwei/Suer
Der Mercedes-AMG GT3 von Max Verstappen, Daniel Juncadella und Jules Gounon bei NLS 2 auf der Nordschleife
Das kleine Karussell, Foto: IMAGO / Fotostand

Ab hier ist Freie Fahrt angesagt, fast drei Kilometer geht es mit Vollgas geradeaus durch die Antoniusbuche und den Tiergarten. Im Bereich der Hohenrain-Schikane fahren die Piloten wieder auf die Grand-Prix-Strecke auf und beenden ihre Runde dort. Wer weiter auf der Nordschleife bleiben möchte, biegt hier nach links ab zur Sabine-Schmitz-Kurve.

24h Nürburgring, #16 Scherer-Audi, Stippler, Mies, Feller, Marschall
Die Grüne Hölle, Foto: Gruppe C Photography

Häufige Fragen zum Thema Nordschleife

Wie viele Kilometer hat die Nordschleife?

Die Nordschleife allein ist 20,832 Kilometer lang. Wird die Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke gefahren, beträgt die Streckenlänge 25,378 Kilometer.

Wie viel kostet eine Runde auf der Nordschleife?

Eine Runde auf der Nordschleife kostet für Touristenfahrten zwischen 30 und 35 Euro, abhängig davon, an welchem Tag man fährt. Von Montag bis Donnerstag ist es günstiger als am Wochenende.

Wie lange dauert eine Runde auf der Nordschleife?

Die Rundenzeit auf der Nordschleife ist abhängig davon, welches Auto und welche Streckenkombination man fährt. Bei Sportwagen und Rennautos pendelt sich die durchschnittliche Rundenzeit bei in etwa siebeneinhalb Minuten ein.

Wer hat den Rekord auf der Nordschleife?

Es gibt viele Rekordfahrten auf der Nordschleife, abhängig von der Fahrzeugklasse. Die absolut schnellste Runde fuhr Timo Bernhard im Porsche 919 Hybrid Evo. Er brauchte 2018 im Prototypen nur 5:19.546 Minuten. Die schnellste Runde in einem Sportwagen stellte Lars Kern in einem Porsche 991 GT2 RS Manthey Performance Kit mit einer 6:43.300 Minuten auf. Die schnellste Zeit in einem Formel-1-Boliden stellte Niki Lauda 1975 auf. Er ist der einzige F1-Pilot, der die Nordschleife in unter sieben Minuten schaffte. Aber seine Zeit von 6:58.6 Minuten fuhr er in einem Training, daher ist sie inoffiziell. Die offiziellste schnellste F1-Zeit stellte Clay Regazzoni mit 7:06.4 Minuten auf.