Die 24 Stunden vom Nürburgring 2026 (14.-17. Mai) sind zweifelsohne das mit der größten Spannung erwartete Rennen in diesem Jahr. Der Hype rund um den Debütanten und viermaligen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen ist gigantisch! Insider rechnen mit gut 30 GT3-Fahrzeugen (2025: 27) in der gesamtsiegfähigen SP9-Kategorie, dazu gesellen sich unter anderem der aufsehenerregende BMW M3 Touring 24H und drei HWA EVO.R in der SP-X-Klasse für Prototypen.

Die möglicherweise einmalige Gelegenheit, gegen den F1-Superstar aus den Niederlanden und seinen Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife anzutreten, wollen sich nicht nur die großen Autobauer bei der 54. Auflage des Rennens entgehen lassen. Auch die privaten Teams aus den weiteren Klassen zeigen ein gesteigertes Interesse - trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen in der Automobilbranche.

Schumacher chancenlos, starke Gegner für Verstappen am Ring (13:37 Min.)

24h Nürburgring: Veranstalter rechnet mit Maximalauslastung

Der 24h-Nürburgring-Veranstalter ADAC Nordrhein rechnet dieses Jahr tatsächlich mit der maximalen Auslastung des Starterfeldes. Laut der offiziellen Ausschreibung werden aktuell maximal 150 Fahrzeuge in allen Klassen für den Eifel-Klassiker zugelassen.

"Während diese Zahl in den vergangenen Jahren nicht ganz erreicht wurde, freuen sich die Organisatoren 2026 über einen wahren Ansturm an interessierten Teams, sodass bereits drei Wochen vor dem Nennungsschluss sicher ist: Die Maximalzahl wird in diesem Jahr ausgeschöpft", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des ADAC-Klubs. Nennschluss für Einschreibungen ist am 22. April.

Nach dem Ende dieser Nennfrist erfolgt eine Prüfung und Auswahl durch den Veranstalter, bei der unter anderem die Ausgewogenheit der Klassen, die technische sowie sportliche Qualität der Teams und Fahrzeuge oder auch das Engagement beziehungsweise die Loyalität gegenüber dem ADAC Nordrhein relevant sind. Zieht ein angenommenes Team seine Nennung zurück, ist ein Nachrückverfahren vorgesehen, bei dem freiwerdende Plätze durch zuvor nicht berücksichtigte Teams nachbesetzt werden.

Starterfeld bei 24h-Rennen Nürburgring konsequent reduziert

Mehr als 150 Autos gingen zuletzt 2019 (160), vor dem Beginn der Corona-Pandemie, an den Start. Im vergangenen Jahr beim Sieg des Rowe-BMW waren 136 Autos in allen Klassen nach der Dokumentenabnahme startberechtigt. Im Jahr zuvor kämpften 127 Fahrzeuge um die Klassensiege.

Während es zu früheren Zeiten praktisch keine Limitierung des Starterfeldes gab und so ziemlich jedes Auto am Rennen teilnehmen durfte, wenn es den Sicherheitsvorgaben entsprach, wurden die erlaubten Starterzahlen in den vergangenen Jahren konsequent reduziert.

Als Hauptgrund gilt das zunehmende Interesse der großen Hersteller, die ihre pfeilschnellen GT3-Autos samt Werksunterstützung in der Hoffnung auf den prestigeträchtigen Gesamtsieg an den Start schicken. Die Geschwindigkeitsunterschiede zu den kleineren Fahrzeugen im Feld nehmen immer dramatischer zu, womit das Sicherheitsrisiko ansteigt. Einige Branchenkenner kritisieren die zum Teil massiven Pace-Unterschiede seit geraumer Zeit und sehen sich jedes Mal bestätigt, wenn GT3-Autos mit 'kleinen' Fahrzeugen kollidieren.

Aufgrund der aktuellen Starterfeld-Begrenzung dürfte der im Jahr 2007 aufgestellte Teilnehmer-Rekord wohl einer für die Ewigkeit sein. Damals gingen beim Sieg des Manthey-Porsche sage und schreibe 224 Autos an den Start. Der Negativ-Rekord datiert auf den September 1976, als nur 91 Fahrzeuge am Rennen teilnahmen. In den beiden Jahren zuvor musste das Rennen wegen der herrschenden Öl-Krise komplett abgesagt werden.

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