Der Weltmeister meldet sich zurück: Oliver Rowland gewinnt das zweite Rennen der Formel E in Monaco an diesem Wochenende. Für den 33-Jährigen ist es der achte Sieg in der Elektroweltmeisterschaft und der erste seit seinem Weltmeistertitel in der vergangenen Saison.

Rowland meldet sich mit dem Sieg auch in Sachen Titelverteidigung zurück und schob sich auf Rang drei in der Gesamtwertung vor. Der Brite übernahm in der 23. von 29 Rennrunden die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr her. Letztendlich setzte er sich um 0,891 Sekunden gegen Edoardo Mortara im Mahindra durch. Mortara hatte jedoch aufgrund einer Kollision mit dem Jaguar von Antonio Felix da Costa (Jaguar) in der ersten Runde des Rennens eine 10-Sekunden-Zeitstrafe erhalten und fiel so auf P5 zurück. Profiteur war Rookie Felipe Drugovich im Kundenporsche von Andretti, der sein erstes Podest in der Formel E feierte!

Antonio Felix da Costa: Dreher am Start und trotzdem auf dem Podest

Dahinter ging Rang drei an Pechvogel Felix da Costa, der sich nach Startplatz zwei und kurzzeitig Platz 16 nach dem Kontakt mit Mortara stark zurückkämpfte. Der Portugiese beendete das Rennen direkt vor seinem Teamkollegen Mitch Evans, der damit seinen Vorsprung in der Weltmeisterschaft ausbauen konnte. Hinter Mortara belegte Porsche-Werksfahrer Nico Müller den sechsten Rang, trotz eines erneut schwierigen Rennens für die Zuffenhausener.

So wurde der Schweizer etwa in der 17. Runde von Jean-Eric Vergne ausgangs von Rascasse leicht in die Mauer befördert, konnte aber weiterfahren. Vergne erlitt dabei einen Frontflügelschaden und musste wenige Runden später zu einem Frontflügelwechsel an die Box kommen. Der Franzose beendete den zehnten Saisonlauf schließlich nur auf dem 16. Platz.

Pascal Wehrlein an Horror-Wochenende wieder nicht in Punkten

Keine Punkte gab es hingegen wie am Samstag für Müller-Teamkollege Pascal Wehrlein, der im Ziel als Zwölfter die Top-10 knapp verpasste. Damit komplettierte der Weltmeister von 2024 ein völlig gebrauchtes Wochenende und hat in der Gesamtwertung klar an Boden verloren.

Hinter Müller holte Jake Dennis im zweiten Andretti-Porsche den siebten Platz. Joel Eriksson (Envision-Jaguar), Samstags-Sieger Nyck de Vries (Mahindra) und Lucas Di Grassi (Lola Yamaha Abt) komplettierten die Top-10. Die deutsche Abt-Mannschaft konnte sich damit zum ersten Mal in dieser Saison bei beiden Rennen eines Double-Headers über Punkte freuen. Sein Teamkollege Zane Maloney verpasste als Elfter knapp die Top-10.

Maximilian Günther verpasst Top-10 nach Strafe

Früh vorbei war das Rennen in einer schwierigen Saison einmal mehr für Nissan-Werksfahrer Norman Nato, der in der fünften Runde von Taylor Barnard (DS Penske) in der letzten Kurve in die Mauer geschickt wurde und seinen Boliden auf Start/Ziel abstellen musste. Barnard erhielt für das Verursachen der Kollision eine 10-Sekunden-Zeitstrafe. Der Brite befand sich zwar dennoch im Kampf um Punkte, katapultierte sich in der 26. Runde aber schließlich endgültig aus diesem, als er nach einem ambitionierten Überholmanöver gegen Evans kurzzeitig in der Mauer von Portier landete. Letztlich blieb so nur der 15. Rang für Barnard.

Auch Barnards Teamkollege Maximilian Günther verzeichnete zur Halbzeit des Rennens einen Kontakt mit Sebastien Buemi in der Haarnadel-Kurve, wobei dieser kurzzeitig abhob, einem Mauereinschlag aber entging. Auch Günther erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden. Diese kostete Günther schließlich ein Punkteresultat. Das Rennen beendete der Allgäuer zwar auf P10, fiel jedoch durch die Strafe auf den 13. Platz zurück.

Buemi konnte zwar vorerst weiterfahren, erlitt jedoch in der 18. Runde einen Reifenschaden und belegte im Ziel nur P17. Am Ende der selben Runde kamen sich in Rascasse auch Pepe Marti (Kiro-Porsche) und Nick Cassidy (Citroen-DS) in die Quere und kamen kurzzeitig zum Stillstand. Cassidy konnte weiterfahren, während Marti ausschied. Cassidy zeigte sich dabei unzufrieden mit seinem Rookie-Konkurrenten und applaudierte diesem aus dem Auto heraus ironisch. Cassidy musste an die Box kommen und beendete das Rennen auf dem letzten Platz.

Formel E 2026: So geht es weiter

Nach dem Monaco-Wochenende steht der Formel E wieder eine etwas längere Pause bevor. Weiter geht es erst in mehr als einem Monat. Dann steht am 20. Juni das Comeback der Rennserie im chinesischen Sanya an. Insgesamt werden in der Formel-E-Saison 2026 17 Rennen an elf Austragungsorten abgehalten.