Keine Pole für Max Verstappen bei seinem Debüt bei den 24h Nürburgring, ja, tatsächlich hatte Verstappen das Auto schon vor dem Pole-Shootout im zweiten Qualifying-Segment fahren müssen, um überhaupt einen Top-12-Startplatz zu garantieren. Zwar kam Daniel Juncadella am Ende doch knapp an den ersten Startplatz ran - doch der Freitag auf der Nordschleife zeigte, wie stark die Konkurrenz ist.
Diese starke Konkurrenz Zwang Verstappen wohl auch schon früh im dreiteiligen Qualifying am Freitag ins Auto. Im neuen F1-inspirierten Format gab es 2026 bei den 24 Stunden drei Segmente. Nur die 20 schnellsten Autos stiegen ins Q2-Segment auf, und nur 12 Plätze gab es im finalen Q3. Von denen in Q2 auch nur mehr 7 vergeben wurden, denn 5 Autos hatten sich schon vor dem Wochenende bei anderen Rennen vorab qualifiziert.
Bei dem starken Starterfeld 2026 mit über 20 GT3-Autos mit Profi-Besetzungen war klar, dass es für den Winward-Mercedes #3 mit Verstappen, Juncadella, Jules Gounon und Lucas Auer nicht leicht werden würde. Nachdem jeder Fahrer nur in einem der drei Segmente fahren durfte, musste das Team sorgfältig wählen. Man überließ Auer Q1, Verstappen Q2 und Juncadella Q3.
Max Verstappen garantiert Pflichtprogramm für Winward-Mercedes im Qualifying
Das Wichtigste war für das Team nämlich, es überhaupt durch Top-Q2 und in Q3 zu schaffen, um mindestens aus den Top-12 zu starten. "Was natürlich nicht einfach ist angesichts des super harten Wettbewerbs", unterstreicht Verstappen. "Wir haben es gerade so geschafft, die letzte Runde hat ausgereicht." Verstappen war erst eine 8:14 gefahren, dann kurz vor Schluss eine 8:11,614 - gut genug für den sechsten Platz, sprich den vorletzten offenen Q3-Spot.
Wäre Verstappen nur 2,3 Sekunden langsamer gewesen - auf der 25,378 Kilometer langen Nordschleife ist das nicht viel -, so wäre er am Q3-Einzug gescheitert. Vonseiten Mercedes hatte man schon vor dem Qualifying gewarnt, dass der AMG GT3 in Sachen Pace an diesem Wochenende eher Underdog als Favorit sei, selbst mit Verstappen im Auto. Das schien das zweite Quali-Segment zu untermauern. Mehr von Mercedes dazu gibt es hier:
Daniel Juncadella sichert starken Startplatz im Qualifying-Finale
Mit dem bereits in Q2 eingesetzten Verstappen griff das Team für den Pole-Showdown in Top-Q3 dann entsprechend auf Daniel Juncadella zurück. Der schlug sich beachtlich, und kam sogar bis auf 0,882 Sekunden an den auf Pole stehenden Abt-Lamborghini #84 von Luca Engstler heran. Die Zeit reichte für P4, knapp scheiterte Juncadella nur an P3.
Tatsächlich hätte Verstappens Q2-Zeit sogar für P2 gereicht. Das war allerdings auch den Streckenbedingungen geschuldet. In der längeren Pause zwischen Q2 und Q3 hatte es geregnet. In Q3 war es trocken genug für Slicks, aber nicht völlig trocken. "Anfangs war es richtig rutschig", bestätigt Juncadella. "Aber die letzte Runde war komplett trocken, da konnte ich eine gute Runde fahren."
"Ich bin im Hinblick auf morgen zufrieden", unterstreicht Juncadella. Mehr als P4 braucht es bei einem 24-Stunden-Rennen eigentlich nicht: "Idealerweise willst du aus den Top-5 starten, und wir sind P4. Natürlich willst du immer die Pole, aber P4 ist ein guter Startplatz für ein sehr langes Rennen. Das Auto scheint wettbewerbsfähig, die Teamkollegen sind gut dabei, wir haben es über die Qualifying-Sessions hinweg gut abgestimmt."
Bleibt nur noch das Rennen als große Herausforderung. Verstappen selbst räumt am Freitag auch ein, dass ihm die Erfahrung bei Nacht fehlt, nachdem er am Donnerstag wegen starken Regens nur eine Runde im Dunkeln hatte fahren können: "Bei den wahrscheinlich schlechtesten Verhältnissen mit Regen und Nebel."
"Zumindest habe ich eine gute erste Idee davon erhalten, was uns möglicherweise im Rennen erwartet, das war gut", meint Verstappen mit Blick auf die unsichere Wetterprognose. "Wir haben uns als Team so gut wie möglich vorbereitet und alles gegeben. Hoffentlich sind wir in der Lage, ein gutes Ergebnis einzufahren."
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