Motorsport-Fans stehen dieses Jahr beim 24h-Rennen Nürburgring (14.-17. Mai 2026) vor einer besonders kniffligen Entscheidung: Welchem Fahrer und Auto sollen sie am meisten zujubeln? Formel-1-Star Max Verstappen wäre eine logische Wahl, vielleicht auch der brandneue BMW M3 Touring 24H oder doch lieber der zurückgekehrte BMW Z4 GT3? Auch der ikonische Grello-Porsche darf in dieser Liste natürlich nicht fehlen.
Oder wie wäre es stattdessen mit dem früheren DTM-Champion und Fan-Liebling Bruno Spengler? Der Franko-Kanadier steht nach Informationen von Motorsport-Magazin.com vor seiner möglichen Rückkehr ins Rennauto! Wie wir aus unterschiedlichen Quellen erfahren haben, könnte Spengler beim Eifel-Klassiker in einen der drei spektakulären HWA EVO.R aus der SP-X-Kategorie klettern. Er soll den Renn-Prototypen auf Basis des Mercedes-Benz 190E 2.5-16 Evo II bereits getestet haben.
DTM-Stars mit HWA beim 24h-Rennen Nürburgring
Dort würde sich der 42-Jährige in bester Gesellschaft befinden: Mit Jamie Green, Renger van der Zande und Markus Winkelhock zählen voraussichtlich mindestens drei weitere Fahrer samt DTM-Vergangenheit zum Aufgebot. Die bereits bestätigten HWA-Piloten Luca Ludwig und Sebastian Asch versprühen zumindest dank ihrer prominenten Nachnamen weiteres DTM-Flair beim bis heute erfolgreichsten Team in der Geschichte der deutschen Traditionsserie.
Spengler und HWA als früheres Mercedes-Werksteam bildeten über viele Jahre eine Einheit in der DTM: Von 2006 bis 2011 trat Bruno durchgängig für die Affalterbacher an und holte in dieser Zeit zwei Vize-Meisterschaften (2006, 2007) sowie zwei dritte Gesamtplätze (2010, 2011). Den langersehnten Titeltraum erfüllte sich Spengler aber erst 2012 im ersten Jahr nach seinem Wechsel zu BMW.
Spengler bestritt im Jahr 2024 sein letztes Rennen als BMW-Werksfahrer in der japanischen Super GT, bevor er den Autobauer aus München nach 13 gemeinsamen Jahren verließ und bei Luxushersteller Bugatti als Entwicklungsfahrer sowie Repräsentant anheuerte. Jetzt steht der Ex-DTM-Meister, der mit 195 Rennen und 16 Siegen zweifellos zu den prägendsten Fahrern der Tourenwagenserie zählt, vor seinem Comeback im Rennwagen.

Wetter verhagelt Bruno Spengler das Renn-Comeback
Spengler sollte nach unseren Informationen am vergangenen Wochenende beim Saisonauftakt der NLS an den Start gehen. Geplant war die Teilnahme auf einem 'kleinen' BMW 240i des Teams up2 Race. Unglücklicherweise musste NLS1 wegen der schlechten Witterungsbedingungen aus Gründen der Sicherheit abgesagt werden. Spengler konnte deshalb keine einzige Rennrunde am Samstag zurücklegen.
Genau das braucht er aber, um seine Nordschleifen-Permit 'aufzufrischen' und für das 24-Stunden-Rennen zugelassen zu werden. Spengler fuhr zwar 2016 ein VLN/NLS-Rennen auf der Nordschleife und 2017 ein einziges Mal beim 24h-Rennen Nürburgring (P11 im Schubert-BMW M6 GT3), aber: Laut Permit-Statuten werden Fahrer nach sechs Jahren Nordschleifen-Inaktivität von der Permit A auf die Permit B zurückgestuft.
Spengler muss als aktueller Permit-B-Halter zwar keinen Basis-Lehrgang mehr absolvieren, für den Erhalt der Permit A aber ein straffrei absolviertes NLS-Rennen mit mindestens acht zurückgelegten Runden (inklusive maximal zwei im Qualifying) vorweisen. Die nächste Gelegenheit dazu würde sich schon am kommenden Samstag, 21. März beim vorgezogenen NLS2-Rennen bieten, wenn auch Max Verstappen mit seinem Mercedes-AMG GT3 zum ersten Mal ins Geschehen eingreift.
Spengler mit HWA gegen Ex-Arbeitgeber BMW?
Nach aktuellem Stand wurde die vorläufige Starterliste für NLS2 noch nicht veröffentlicht. Das sollte spätestens bis Mittwoch geschehen. Interessant: In der vorläufigen Liste für NLS1 tauchte Spengler überhaupt nicht auf. Sein Name wäre wohl nur in den Ergebnislisten nach dem Rennen erschienen, wenn es denn über die Bühne gegangen wäre.
Sollte Spengler einen weiteren Permit-Anlauf nehmen und grünes Licht erhalten, würde er beim 24h-Rennen Nürburgring in der SP-X-Klasse mit dem HWA EVO.R ausgerechnet auf seinen früheren Arbeitgeber BMW treffen. Die Münchner haben am Montag ihr spektakuläres M3-Touring-Projekt enthüllt, von dem Motorsport-Magazin.com bereits in der Vorwoche exklusiv berichtete. Alle Hintergrund-Infos zum BMW M3 Touring 24H lest ihr in diesem Artikel:

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