David Schumacher steht am Wochenende vor seinem dritten Start beim 24h-Rennen Nürburgring (14.-17. Mai 2026) und tritt erneut auf einem Ford Mustang GT3 von HRT an. Im Vorjahr fuhr der 24-Jährige zum vierten Gesamtplatz sowie dem Pro-Am-Klassensieg und stellte beim Nordschleifen-Debüt des Mustang unter Beweis, wozu der US-Bolide fähig ist.

2026 wechselt sich Schumacher mit Nürburgring-Ikone Frank Stippler, Arjun Maini und Fabio Scherer am Steuer des #64 Ford Mustang ab, der über den Winter ein Evo-Paket erhalten hat. Das HRT-Schwesterauto in der Pro-Klasse teilen sich Christopher Mies, Dennis Olsen und Frederic Vervisch sowie 'Stippi' Stippler als Doppelstarter.

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"Was macht David Schumacher heute?"

Schumacher hat dieses Jahr zwar bereits zwei Rennen auf der Nordschleife bestritten, doch ansonsten ist es etwas ruhiger geworden rund um seine Motorsport-Karriere. Weder geht er wie in der Vergangenheit für HRT in der GT World Challenge noch im ADAC GT Masters an den Start. Kein Wunder, dass 'Was macht David Schumacher heute' eine beliebte Suchmaschinen-Anfrage ist...

"Eigentlich war geplant, erneut GT World Challenge zu fahren. Aus finanziellen Gründen hat das leider nicht geklappt", sagte Schumacher am Dienstag in einer Ford-Medienrunde zu Motorsport-Magazin.com. Nach unseren Informationen hoffte Schumacher auf einen weiteren Start im Endurance Cup der GT World Challenge. Ende März erhielt aber Ex-DTM-Fahrer Fabio Scherer einen Platz in diesem HRT-Programm.

NLS, HRT, Ford Mustang, David Schumacher
David Schumacher ist Ford-Werksfahrer, Foto: IMAGO/DeFodi Images

Schumacher: "Natürlich wäre ich gerne mehr Rennen gefahren"

Schumacher: "Natürlich wäre ich gerne mehr Rennen gefahren. Die Entscheidung fiel relativ spät und zu diesem Zeitpunkt hatten viele Serien bereits begonnen. Deshalb war es schwierig, noch Alternativen zu finden." Der Schweizer Scherer - wie Schumacher ein Fahrer der FIA-Kategorie Silber - soll bei Ford Racing hoch im Kurs stehen, weil er schnell ist und gleichzeitig ein gewisses Budget für GT-Einsätze aufbringen kann.

Schumacher wird sich dieses Jahr stattdessen auf die Nordschleife fokussieren und auch nach dem 24h-Rennen bei weiteren NLS-Läufen im Ford Mustang GT3 antreten. "Zusätzlich könnten noch ein paar weitere Rennen dazukommen, die später bestätigt werden", sagte Schumacher und ging von insgesamt rund zehn Renneinsätzen in diesem Jahr aus.

Ford Mustang mit Siegchancen bei 24h Nürburgring?

Am Wochenende auf dem Nürburgring hat Schumacher als Ford-Werksfahrer eine gute Gelegenheit, sich wieder mehr ins Rampenlicht zu fahren. Nach der starken Leistung aus dem Vorjahr rechnete er sich einiges aus: "Letztes Jahr lautete die Devise: Auto heil lassen, keine Schäden verursachen und ins Ziel kommen. Dieses Jahr wollen wir um Top-Platzierungen kämpfen - vielleicht sogar ums Podium oder den Sieg."

Teamkollege Stippler, der vor seiner 21. Teilnahme bei den 24h Nürburgring steht und im Spätherbst seiner Karriere den vierten Gesamtsieg anpeilt, meinte: "Wenn die Bedingungen zu uns passen, können wir definitiv um den Sieg kämpfen. Das hängt stark von den Umständen ab. Es ist eines der jüngsten Projekte im Feld und unser Performance-Fenster ist noch kleiner als bei den etablierten Autos."

Stippler gab anno 2001 sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring und gewann den Eifel-Klassiker 2012, 2019 und zuletzt 2024 mit Audi. "Mein Ziel ist es, meine Karriere gemeinsam mit Ford und einem Sieg zu beenden", sagte der 51 Jahre junge Nordschleifen-Spezialist. "Vor 30 Jahren habe ich mit Ford angefangen. Ich kam aus dem historischen Motorsport mit meinem selbst aufgebauten Alfa Romeo und habe durch einen Test mit Ford den Sprung in den modernen Rennsport geschafft. Jetzt schließt sich der Kreis - und ich würde ihn gerne mit einem Erfolg schließen." Von einem Karriere-Ende nach dem diesjährigen Rennen wollte Stippler allerdings nicht sprechen.

Ford Mustang GT3 auf dem Nürburgring
Der Ford Mustang GT3 Evo auf der Nürburgring-Nordschleife, Foto: IMAGO/DeFodi Images

Evo-Ford-Mustang: "Bessere Balance in schnellen Abschnitten"

Das neue Evo-Paket des Mustang GT3 bewertete Stippler als möglichen Performance-Vorteil auf der Nordschleife. Die Ford-Ingenieure hatten über den Winter unter anderem einen Doppel-Dive-Plane an der Frontstoßstange angebracht sowie Frontsplitter und Heckdiffusor überarbeitet.

Stippler: "Wir hoffen auf niedrigere Reifentemperaturen, weil die Luftführung rund um die Räder verbessert wurde. Außerdem wurde die Aero-Balance etwas weiter nach vorne verlagert. Das hilft in schnellen Passagen wie Schwedenkreuz oder Fuchsröhre, wo die Vorderachse zuvor etwas leicht wurde. Auch in Pflanzgarten 2 sollte das helfen. Insgesamt erwarten wir eine bessere Balance in schnellen Abschnitten."

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