Für die NLS steht am Samstag, dem 11. April 2026, mit der 57. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy das nächste vierstündige Rennen auf der Nürburgring Nordschleife an. Diesmal ohne Max Verstappen, aber trotzdem trifft man in der Eifel Motorsport-Prominenz. Mit einem GT3-Debüt eines Fahrers, der schon auf dem F1-Podium stand und Le Mans gewonnen hat.
Zum ersten Mal wird Kamui Kobayashi nämlich am Samstag in einem Mercedes-AMG GT3 auf der Nordschleife antreten. Der 75-fache Grand-Prix-Starter hatte in der Königsklasse zwar nie den Durchbruch mit einem Top-Cockpit geschafft, wurde aber durchwegs hoch geschätzt. 2012 feierte er vor Heim-Publikum in Japan ein sensationelles Podium für Sauber.
GT3-Debüt für Kamui Kobayashi auf der Nürburgring Nordschleife
Kobayashi hatte 2024 schon das Permit-Pflichtprogramm absolviert und sich damit die Starterlaubnis geholt. Hauptbeschäftigt ist er aber bei Toyota. Für die Japaner fährt er in der Hypercar-Klasse in der WEC (und ist dort auch Teamchef) sowie in der japanischen Super Formula. Entsprechend kam der GT3-Start noch nicht zustande.
Bis jetzt. Denn für den 11. April tat sich für Kobayashi die Chance zu einem Gastspiel im Mercedes #47 des Hongkonger Rennteams KCMG auf, welches dieses Jahr nach einer kurzen Pause wieder auf dem Nürburgring antritt, sowohl in der NLS als auch bei den 24 Stunden (dort mit noch offener Fahrerbesetzung). Bei NLS 3 bildet Kobayashi ein Vierer-Team mit dem Nordschleifen-Spezialisten David Pittard, dem Ex-BMW-Werksfahrer Jesse Krohn und dem KCMG-Langzeit-Piloten Edoardo Liberati.
"Ich bin aufgeregt und freue mich auf die Woche mit KCMG", lässt Kobayashi wissen. "Ich werde mich Schritt für Schritt aufbauen, und hoffentlich lernen wir bis zum Ende des Wochenendes viel, um für die nächsten Rennen vorbereitet zu sein." KCMG war auch beim vorangegangenen NLS-Lauf angetreten. Am Ende wurde man Zehnter, nachdem man mit Pittard am Steuer anfangs durchaus mit der Spitzengruppe um Max Verstappen und Christopher Haase hatte mithalten können.
Die Top-Starter in GT3 und SP-X bei NLS 3 auf dem Nürburgring
| Nr. | Team | Auto | Fahrer | Anm. |
|---|---|---|---|---|
| 4 | Goroyan RT by Car Collection | Porsche 911 GT3 R | Artur Goroyan Oleg Kvitka Nathanael Berthon | PRO-AM |
| 5 | BLACK FALCON EAE | Porsche 911 GT3 R | Daan Arrow Mustafa Mehmet Kaya Mike Stursberg | AM |
| 7 | Konrad Motorsport | Lamborghini Huracan GT3 | Patricija Stalidzane Christian Engelhart Pavel Lefterov | PRO |
| 9 | JUTA Racing | Audi R8 LMS | Otto Blank Pierre Kaffer Björn Großmann | PRO-AM |
| 19 | Max Kruse Racing | Audi R8 LMS GT3 | Jan Jaap van Roon Tom Coronel Christian Kohlhaas | AT 1 |
| 23 | Gamota Racing | BMW M4 GT3 EVO | Antal Zsigo Moritz Kranz David Jahn | PRO-AM |
| 32 | Toyo Tires with Ring Racing | Mercedes-AMG GT3 | Yuichi Nakayama Andreas Gülden Tim Sandtler | PRO-AM |
| 33 | KKrämer Racing | Audi R8 GT3 EVO II | Tobias Vazquez-Garcia Fidel Leib Michele di Martino | PRO-AM |
| 37 | PROsport racing | Aston Martin Vantage GT3 | Guido Dumarey Maxime Dumarey Markus Lönnroth | AM |
| 40 | BMW Z4 GT3 | Peter Posavac Michael Funke | AM | |
| 44 | Falken Motorsport | Porsche 911 GT3 R | Klaus Bachler Benjamin Leuchter | PRO |
| 47 | KCMG | Mercedes-AMG GT3 | Kamui Kobayashi Jesse Krohn Edoardo Liberati David Pittard | PRO |
| 61 | HWA | HWA EVO.R | Evald Holstad Christian Gebhardt Sebastian Asch | SP-X |
| 62 | HWA | HWA EVO.R | Luca Ludwig Jamie Green Lance David Arnold | SP-X |
| 65 | HRT | Ford Mustang GT3 | Dennis Olsen Frederic Vervisch Christopher Mies Vincent Kolb | PRO |
| 66 | Reiter Engineering | KTM X-BOW GTX | Miklas Born Arne Hoffmeister Julien Apotheloz | SP-X |
| 75 | Max Kruse Racing | Audi R8 LMS GT3 Evo II | Dominik Fugel Marcel Fugel Benjamin Leuchter | AT 1 |
| 77 | Schubert Motorsport | BMW M4 GT3 EVO | Marco Wittman Philipp Eng Robin Frijns | PRO |
| 786 | Renazzo Motorsport | Lamborghini Huracan GT3 EVO II | Sak Nana Christoph Breuer 'Dieter Schmidtmann' Thomas Mutsch | AM |
| 911 | Manthey | Porsche 911 GT3 R | Ayhancan Güven Matt Campbell | PRO |
GT3-Profi-Feld bei NLS 3 ausgedünnt - Manthey-Porsche und HWA debütieren
Mit insgesamt 20 Autos in den Klassen SP9 GT3 sowie AT 1 (zwei GT3-Autos mit alternativen Treibstoffen) und SP-X (Prototypen) ist das Spitzenfeld bei NLS 3 diesmal aber etwas ausgedünnt. Hintergrund: Am gleichen Tag findet im französischen Le Castellet der Saisonstart der GT World Challenge Europe mit den sechs Stunden von Paul Ricard statt. Eine große Zahl an GT3-Teams und Werkspiloten sind dort gebunden.
Deshalb fehlt etwa auch Max Verstappen - sein Team Winward ist ebenfalls in Paul Ricard. Auf dem Nürburgring sind entsprechend nur sechs GT3-Autos in der PRO-Unterkategorie genannt. Neben den Winward-Mercedes fehlen die Aston Martin von Walkenhorst, kein ROWE-BMW steht nach dem Sieg bei NLS 2 am Start, kein ABT-Lamborghini ist mit dabei.
Erstmals mit dabei - und damit gleich im Kreis der engen Favoriten - ist Manthey, nachdem die Porsche-Truppe das letzte Rennen wegen einer Überschneidung mit der amerikanischen IMSA auslassen hatte müssen. Ayhancan Güven teilt sich das Auto mit Matt Campbell.
Ihre härtesten Gegner sind der Schubert-BMW #77 mit Marco Wittman, Philipp Eng und Robin Frijns, der HRT-Mustang #65 mit Dennis Olsen, Frederic Vervisch, Christopher Mies und Vincent Kolb und der Falken-Porsche #44 von Klaus Bachler und Benjamin Leuchter.
Ein Debüt gibt es in der SP-X-Klasse. Wie angekündigt stehen an diesem Wochenende erstmals die auf dem klassischen Mercedes 190E basierenden HWA EVO.R am Start. HWA hat zwei der Autos für ihren ersten Renn-Einsatz am Start. Bei NLS 2 unter anderem mit Ex-DTM-Pilot Jamie Green, sowie mit Luca Ludwig und Sebastian Asch. Drei Autos sind für das 24h-Rennen geplant.
DTM-Champion Bruno Spengler frischt Nordschleifen-Permit auf
Abseits der Topklasse ist bei 139 Startern insgesamt natürlich ebenfalls viel los. Alte DTM-Fans sollten in der VT2-Klasse den BMW 330i #514 sowie in Cup3 den Porsche Cayman #980 im Auge behalten. Dort fährt nämlich Bruno Spengler, DTM-Meister von 2012, um den Nordschleifen-Permit aufzufrischen. Um dann voraussichtlich in naher Zukunft ebenfalls im HWA EVO.R anzutreten.
Spenglers Teamkollege, der US-Amerikaner Adam Adelson, gilt als weiterer HWA-Kandidat. Und der dritte Mann in der #514 ist im Motorsport auch kein Unbekannter: Jake Hill gewann 2024 die BTCC, die britische Tourenwagen-Meisterschaft.
Den ganzen NLS-Samstag gibt es am 11. April ab 08:30 Uhr mit dem Qualifying und mit dem Start um 12:00 Uhr wieder auf Motorsport-Magazin.com im Livestream und Liveticker. Weiters kannst du unseren kostenlosen WhatsApp-Channel abonnieren, um alle News zu Sportwagen, DTM, IndyCar und mehr sofort aufs Handy zu bekommen:



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