Pole Position erobert, Rennen gewonnen, Disqualifikation kassiert: Max Verstappen und sein Winward-Mercedes-Team haben beim zweiten NLS-Rennen 2026 für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Zwar verloren der vierfache Formel-1-Weltmeister und seine Teamkollegen Jules Gounon sowie Daniel Juncadella den Rennsieg im Nachgang, doch das AMG-Trio hat einen bullenstarken Eindruck auf der Nordschleife hinterlassen.
Keine Frage: Verstappen und Co. zählen schon jetzt zu den heißen Sieganwärtern beim 24h-Rennen Nürburgring (14.-17. Mai 2026). Möglicherweise bekommt es der F1-Superstar aber erst beim Eifel-Klassiker im Mai mit einem Konkurrenten zu tun, der sich ebenso gute Chancen ausrechnen kann: mit dem Grello-Porsche von Manthey, dem wohl berühmtesten Rennwagen auf der Nordschleife.
Statt NLS: Manthey-Porsche siegt in Sebring
Manthey hatte den zweiten NLS-Lauf am Samstag ausgelassen, weil das Team parallel beim IMSA-Rennen in Sebring an den Start ging - und auf Anhieb den GTD-Pro-Sieg beim 12-Stunden-Klassiker errang! Thomas Preining, Ricardo Feller und Klaus Bachler führten den 'US-Grello' zum Erfolg, während Porsche sich auch in der Prototypen-Klasse mit seinem 963-LMDh durchsetzen konnte.
Neben den etatmäßigen Manthey-Piloten Preining und Feller tourte mit Ayhancan Güven ein weiterer Grello-Kutscher durch die Weltgeschichte statt auf dem Nürburgring: Der amtierende DTM-Champion testete am Wochenende in Jarama bei Madrid das Formel-E-Auto von Porsche und verfolgte den NLS-Lauf aus der Distanz.

DTM-Champion trifft Formel-1-Star bei 24h Nürburgring
Zwar hat Manthey noch nicht sein vollständiges Fahreraufgebot für die 24h Nürburgring bekanntgegeben, doch Güven dürfte seinen Platz sicher haben. Der Türke holte 2024 (Güven/Estre/Preining/Vanthoor) beim Abbruch-Rennen und 2025 (Güven/Estre/Preining) jeweils 'nur' den zweiten Gesamtplatz in der Eifel. Dieses Jahr bekommt es der scheidende DTM-Meister unter anderem mit Verstappen und seiner Winward-Mercedes-Crew zu tun.
Für das Nürburgring-Engagement des Red-Bull-Stars fand Güven - selbst ein Red-Bull-Athlet - nur lobende Worte. "Max ist aktuell der beste Fahrer der Welt, und dass er diese Herausforderung annimmt und in den GT-Sport kommt, gibt uns GT-Fahrern die Chance zu zeigen, wie gut wir sind", sagte Güven zu Motorsport-Magazin.com. "Ich denke, das bringt uns GT-Fahrern auch Anerkennung aus der gesamten Motorsportwelt."
Der Verstappen-Effekt im GT- und Langstreckensport ist längst spürbar - andere Fahrer profitieren vom weltweiten Glanz des Formel-1-Piloten, wenn sie sich behaupten; wie Christopher Haase, der Verstappen am Samstag eine ganze Weile in Schach hielt und dafür von der gesamten Vierrad-Welt gefeiert wird.
Güven, der vor seinem dritten Start mit dem Manthey-Grello beim 24h-Rennen Nürburgring steht: "Man sieht es schon in der NLS, wie viel mehr Fans die Events verfolgen. Das hilft dem Sport, den Teams und den Veranstaltern, neue Sponsoren für sich zu gewinnen. Es ist einfach großartig für den gesamten GT- und Langstreckensport, dass Max so etwas macht!"
Güven peilt Nürburgring-Sieg mit Grello-Porsche an
Alle Begeisterung für Verstappen ändert aber nichts daran, dass Güven dieses Jahr nach dem Gesamtsieg am Nürburgring greifen will. Für Manthey wäre es der achte und damit ein alleiniger Rekord. Aktuell liegen die Meuspather mit dem Team Scherer Sport PHX, ehemals Phoenix Racing, gleichauf.
"In den letzten zwei Jahren sind wir Zweiter geworden, also will ich im dritten Jahr auf jeden Fall gewinnen", machte Güven klar. "Das war schon so, bevor Max entschieden hat, teilzunehmen, und das ist immer noch so! Jetzt ist Max dabei, aber bei einem 24-Stunden-Rennen fährt man auch mit Teamkollegen, es geht also nicht nur um ihn. Es ist ein Teamsport. Die Fans werden mit der Zeit lernen, dass es mehr ein Teamsport ist als Einzelserien wie DTM, Formel E oder Formel 1."
Während Manthey noch ein Geheimnis aus seinem diesjährigen Nürburgring-Lineup macht, ist beim Mercedes-AMG Team Verstappen Racing alles geklärt: Der Namensgeber teilt sich den #3 Mercedes-AMG GT3 mit DTM-Vizemeister Lucas Auer, Jules Gounon sowie Daniel Juncadella. Auer fehlte bei NLS2, soll aber bei den 24h Qualifiers im April in den Benz steigen. Ob Verstappen selbst nach den Absagen der F1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien weitere NLS-Läufe bestreiten wird, ist offiziell noch nicht bekannt.
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