Mick Schumacher hat sein bestes Ergebnis in der IndyCar-Serie aufgrund einer späten Durchfahrtstrafe verpasst. Der 27-Jährige kämpfte in der Schlussphase des sechsten Saisonrennens in Indianapolis um ein Top-11-Finish, bis er eine Durchfahrtstrafe kassierte und auf den 20. Rang zurückfiel. Schumacher wurde für eine Kollision mit Santino Ferrucci bestraft, nachdem er den US-Amerikaner am Heck getroffen und auf der Strecke gedreht hatte.

"Wenn man alles berücksichtigt und zwei Runden vor Schluss betrachtet - da war Platz zehn oder elf definitiv möglich", meinte Schumacher. "Wenn mir das jemand vor dem Rennen gesagt hätte, hätte ich sofort gesagt: Klar, das nehme ich. Deshalb ist Platz 20 ehrlich gesagt enttäuschend."

Mick Schumacher bricht Schweigen, Verstappens Gegner enthüllt (06:51 Min.)

Schumacher-Teamkollege auf Podium in Indianapolis

Auf der Rundkurs-Variante in Indianapolis - das berühmte Indy 500 steigt erst in zwei Wochen - glänzten hingegen Schumachers RLL-Teamkollegen: Der erfahrene US-Amerikaner Graham Rahal belegte den dritten Platz und feierte seinen zweiten Podestplatz in der laufenden Saison. Louis Foster aus Großbritannien, der dritte RLL-Fahrer im Bunde, erreichte mit P7 das beste Ergebnis seiner Karriere.

Der Sieg beim turbulenten und kollisionsreichen Rennen in Indianapolis ging an Christian Lundgaard im Arrow-McLaren. Der Däne feierte nach 85 Runden seinen ersten Erfolg nach rund drei Jahren, nachdem ihm mit RLL der erste Sieg seiner Karriere gelungen war. Für das US-Team, bei dem Schumacher seine Debütsaison bestreitet, zählt Indianpolis traditionell zu den Paradestrecken.

Mick Schumacher mit Strafe und Boxenstopp-Pech

Umso mehr dürfte sich Schumacher geärgert haben, dass bei ihm angesichts der Erfolge seiner Teamkollegen wieder einmal nicht alles rund lief. Die Durchfahrtstrafe war zwar selbstverschuldet, aber, so Mick: "Das Team hat großartige Arbeit geleistet und mich immer im richtigen Moment an die Box geholt. Leider hatten wir erneut Probleme in der Boxengasse, weil die Radmutterpistole einfach nicht funktioniert hat, wodurch wir viele Positionen verloren haben."

Schumacher hatte das Rennen vom 18. Startplatz aufgenommen und sich zunächst aus mehreren Kollisionen im vorderen Feld herausgehalten. Gerade in der Startphase krachte es ordentlich und insgesamt gab es drei Caution-Phasen, die die Teams zu unterschiedlichen Boxenstopp-Strategien veranlassten. Schumacher konnte die Crashes seiner Vordermänner zwar grundsätzlich umschiffen, kam aber nicht ganz unbeschadet davon. Mick: "Es ist schade, dass es so zu Ende gegangen ist. Wir hatten ein starkes Rennen, selbst mit den Schäden, die wir uns beim Restart eingefangen haben."

Alex Palou verpasst vierten Indianapolis-Sieg in Folge

Lundgaard, der das Rennen vom vierten Startplatz aufgenommen hatte, lief mit 4 Sekunden Vorsprung vor dem Zweitplatzierten David Malukas (Penske) ins Ziel ein. Malukas führte zwar 27 der 85 Runden an, verpasste aber knapp seinen ersten IndyCar-Sieg. Mit Penske-Teamkollege Josef Newgarden auf P4 gelang dem Team von 'Captain' Roger Penske dennoch ein starkes Gesamtergebnis.

Alex Palou (Chip Ganassi Racing) fuhr auf den fünften Platz und verpasste damit seinen vierten Indianapolis-Sieg in Folge. Der amtierende Champion war von der Pole Position gestartet und konnte sich gute Chancen auf den vierten Sieg im sechsten Saisonrennen ausrechnen, bis er eiskalt von einer Full-Course-Yellow-Phase erwischt wurde, die ein Großteil des Feldes für einen Boxenstopp nutzte. Palou musste draußen bleiben und fiel aus der Führungsposition zwischenzeitlich bis ans Ende des Feldes zurück.

Palou hat die Gesamtführung in der Meisterschaft dennoch behalten und rangiert mit 27 Punkten Vorsprung auf Kyle Kirkwood an der Spitze. David Malukas ist Gesamt-Dritter, während sich der IndyCar-Tross nun langsam auf das Highlight des Jahres, die 500 Meilen von Indianapolis, einstimmt. In der kommenden Woche beginnen die ersten Trainings auf der Ovalkurs-Variante des 'Nudeltopfs', bevor am nächsten Wochenende das Qualifying auf dem Plan steht. Das Indy 500 steigt danach am 24. Mai.

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