Max Verstappen und seine Winward-Mercedes-Teamkollegen Jules Gounon sowie Daniel Juncadella haben beim NLS-Rennen trotz der nachträglichen Disqualifikation schon gezeigt, wozu sie beim bevorstehenden 24h-Rennen Nürburgring (14.-17. Mai 2026) potenziell in der Lage sind: um den ersten AMG-Gesamtsieg beim Eifel-Klassiker seit 2016 mitzufahren.
Verstappen, Gounon und Juncadella hatten am Samstag allesamt eine überzeugende Leistung abgeliefert und beim 4-Stunden-Rennen die Ziellinie als Erste überquert. Aber wo steckte eigentlich Lucas Auer, der vierte Fahrer im Bunde auf dem #3 Verstappen-Racing-Mercedes? Der amtierende DTM-Vizemeister zählt schließlich auch zum bereits veröffentlichten Aufgebot beim 24-Stunden-Rennen.
Verstappen-Teamkollege Auer verzichtete freiwillig auf NLS
Auer habe laut AMG-Kundensportchef Stefan Wendl "freiwillig auf den Start" bei NLS2 verzichtet. Der Österreicher kommt stattdessen bei den 24h Qualifiers am 18.-19. April zu seinem ersten Einsatz im #3 Winward-Mercedes.
"Wir haben uns dagegen entschieden, weil das mit vier Fahrern (bei einem 4-Stunden-Rennen; d. Red.) und all der Aufmerksamkeit rings um Max zu viele Kompromisse und Fahrerwechsel gewesen wären", erklärte Wendl bei Motorsport-Magazin.com. "Da hätten wir nicht genug lernen können. Das war auch für Lucas kein Problem. Er setzt auf die Qualifiers und kann dann die Runden nachholen, die die anderen schon gedreht haben. Bei dieser letzten Gelegenheit vor dem 24-Stunden-Rennen kann er gut und frei fahren."
Max Verstappen nicht bei NLS3 - Start bei 24h Qualifiers möglich
Wer bei den 24h Qualifiers an Auers Seite im #3 Mercedes-AMG GT3 fahren wird, ist noch nicht bekannt. Verstappen könnte theoretisch noch einmal auf die Nordschleife zurückkehren, nachdem das für den 19. April geplante Formel-1-Rennen in Saudi-Arabien abgesagt worden ist. Wendl kündigte dazu für diese Woche ein Gespräch mit dem Verstappen-Lager an. "Wir schauen uns das an. Ich freue mich immer darüber, hier fahren zu dürfen", hatte der viermalige F1-Weltmeister am vergangenen Wochenende verlauten lassen.
Fakt ist bislang nur: Gounon und Juncadella stehen für die Qualifiers nicht zur Verfügung auf dem #3 Verstappen-Mercedes, weil sie an jenem Wochenende mit der WEC zum Saisonauftakt in Imola (17.-19. April) gastieren.
Bekannt ist auch: Verstappen wird zuvor bei NLS3 (11. April) nicht an den Start gehen, weil Winward Racing den Lauf komplett auslässt. Der Rennstall ist stattdessen bei der GT World Challenge in Paul Ricard unter anderem mit Auer, Maro Engel und Luca Stolz im Einsatz. Außerdem fahren Gounon und Juncadella für Verstappens eigenes Mercedes-AMG-Team beim Endurance-Rennen in Frankreich. Ein schönes Beispiel dafür, wie stark die Werksfahrer heutzutage im GT3-Sport eingebunden sind und Wochenende für Wochenende von Strecke zu Strecke tingeln...
Wendl: "Nach zehn, 15 Runden Nordschleife ist jeder unserer Fahrer da"
Für die nachfolgenden 24h Qualifiers stehen dann wieder einige AMG-Werksfahrer parat. Maro Engel, Luca Stolz und Fabian Schiller sind auf dem #80 Winward-Mercedes im Ravenol-Design eingeplant. Nur Maxime Martin fehlt wegen der WEC-Überschneidung mit Imola. "Das war der grundlegende Plan", sagte Kundensportleiter Wendl. "Wir versuchen alle verfügbaren Fahrer auf die beiden Autos zu bekommen."
Der Belgier Martin und Schiller hatten NLS2 zu zweit auf dem #80 Mercedes bestritten. Im Schatten von Verstappens AMG-Debütfahrt lief es für das Duo allerdings nicht wie geplant: Nach einer Kollision im Qualifying musste das Auto in Folge von Reparaturarbeiten aus der Boxengasse starten. Schiller und Martin konnten nur 18 der 29 Rennrunden abspulen. Der am besten gewertete Mercedes war am Ende die #47 von KCMG mit den früheren 24h-Siegern Jesse Krohn und David Pittard sowie den japanischen Profis Sho Tsuboi und Nirei Fukuzumi.
Wendl hatte keine Bedenken, dass die AMG-Piloten trotz der einen oder anderen Terminüberschneidung im Vorfeld nicht bestens vorbereitet beim 24h-Rennen Nürburgring antreten werden: "Die Jungs sind auf solch einem guten Level, und auch durch Simulatoren oder aus ihrer Vergangenheit gut vorbereitet. Nach zehn, 15 Runden auf der Nordschleife ist jeder unserer Fahrer wirklich da und fährt eigentlich jede Runde gleich, solange kein Verkehr da ist."

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