Wie schon bei NLS 2 mutiert das Sonntagsrennen bei den 24h Qualifiers zu Beginn zu einem spektakulären Showdown zwischen Christopher Haase und Max Verstappen. Danach gehen Verstappen und Mercedes jedoch ein weiterer möglicher Sieg durch die Lappen, wodurch Haases Audi-Mannschaft profitierte.
Der Sieger: Haase und seine Teamkollegen Ben Green und Alexander Sims hielten sich über die Renndistanz schadlos. Green kontrollierte mit einem Doppelstint am Schluss die Angelegenheit über zwei Stunden und fixierte den Sieg.
Gegenwehr hatte davor nur der Abt-Lamborghini liefern können. Mirko Bortolotti hatte mit einem spektakulären Start und starkem ersten Stint sich von Startplatz 12 schnell auf den vierten Platz gekämpft, konnte aber das anfängliche Duell Verstappen gegen Haase oft nur aus der Distanz beobachten. Seine Teamkollegen Luca Engstler und Patric Niederhauser schafften es danach nie, den Audi wirklich unter Druck zu setzen, und mussten letztendlich P2 akzeptieren.
24h Qualifiers Nürburgring - Rennen am Sonntag - Ergebnis Top-10
| P. | Nr. | Team | Auto | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 16 | Scherer Sport PHX | Audi R8 LMS GT3 evo II | Christopher Haase Alexander Sims Ben Green | 28 Runden |
| 2 | 84 | Red Bull Team ABT | Lamborghini Huracan GT3 EVO2 | Luca Engstler Mirko Bortolotti Patric Niederhauser | + 28,024 |
| 3 | 911 | Manthey | Porsche 911 GT3 R | Thomas Preining Matt Campbell | + 1:14,824 |
| 4 | 80 | Winward | Mercedes-AMG GT3 | Maro Engel Fabian Schiller Luca Stolz | + 1:17,633 |
| 5 | 99 | ROWE Racing | BMW M4 GT3 EVO | Max Hesse Jordan Pepper Kelvin van der Linde | + 1:51,352 |
| 6 | 77 | Schubert | BMW M4 GT3 EVO | Charles Weerts Ugo de Wilde | + 1:55,579 |
| 7 | 81 | BMW M | BMW M3 Touring 24h | Jens Klingmann Connor de Philippi Neil Verhagen | + 2:17,240 |
| 8 | 11 | Schnitzelalm Racing | Mercedes-AMG GT3 | Kenneth Heyer Jay Mo Härtling Jannes Fittje | + 2:42,711 |
| 9 | 67 | HRT | Ford Mustang GT3 | Christopher Mies Frederik Vervisch Fabio Scherer Colin Caresani | + 4:24,823 |
| 10 | 26 | PROsport | Mercedes-AMG GT3 | Adam Christodoulou Chris Lulham Mikael Grenier | + 4:33,199 |
Verstappen vs. Haase neu aufgelegt: In der Startphase erlebten die Fans am Nürburgring die Neuauflage des bereits bei NLS 2 hochgelobten Showdowns zwischen Max Verstappen im Winward-Mercedes und Christopher Haase im Scherer-Audi. Beide kämpften sich erst mit spektakulären Manövern in den ersten Minuten auf die Plätze eins und zwei vor, und beharkten sich dann bis zu den ersten Boxenstopps, während der von Pole gestartete Kondo-Ferrari früh nach einer Kollision im Brünnchen ausfiel.
Diesmal war es Verstappen, der Haase schließlich vor Schwedenkreuz im Überrundungsverkehr ausmanövrierte und bis zum Boxenstopp in Schach hielt. Verstappen blieb beim ersten Stopp im Auto, und schien Haases Kollegen Alexander Sims dann langsam abzuhängen - doch dann bog er plötzlich am Ende der GP-Strecke in Runde 10 in die Box ab. Frontsplitter kaputt, Grund unklar, eine halbe Stunde in der Box ruinierte alle Chancen. Das restliche Rennen wurde zu einer Testsession für Verstappens Teamkollege Lucas Auer.
Action in letzter Rennstunde dank Manthey-Porsche & M3 Touring
Manthey vs. Winward um P3: Auch beim zweiten Winward-Mercedes mit der Nummer 80 ging im Rennen zu viel schief. Maro Engel, Luca Stolz und Fabian Schiller schienen Pace-technisch zur absoluten Spitze zu zählen, doch von Startplatz 9 aus steckten sie erst in der Startphase zu lange fest. Und dann unterschritt man bei einem Boxenstopp auch noch eine Mindest-Standzeit und kassierte 32 Sekunden Zeitstrafe.
Das alles brachte den Manthey-Porsche im letzten Stint wieder auf P3. Thomas Preining hatte zu Beginn mit um die Führung gekämpft, nur schienen er und Kollege Matt Campbell im Rennverlauf die Pace der Spitzengruppe nicht ganz gehen zu können. Doch der unnachgiebige Preining lieferte sich bis ins Ziel eine sehenswerte und erfolgreiche Abwehrschlacht mit Schiller im Mercedes und brachte P3 für den Grello über die Linie.
ROWE & Schubert verhindern Kombi-Sensation: In der BMW-Welt kam es im Rennen fast zu einer Sensation. Zu Beginn der letzten Stunde lag der M3 Touring, der Kombi-Spezialbau der Marke, kurz gar auf dem fünften Platz, und vor allen regulären M4 GT3.
Doch das ließen Kelvin van der Linde im ROWE-BMW und Ugo de Wilde im Schubert-BMW nicht auf sich sitzen. In der letzten Stunde verdrängten sie den Touring doch noch auf den siebten Platz - dennoch ein respektables Ergebnis beim zweiten Rennen des Unikats.
Das Rennwochenende am Nürburgring wurde natürlich von den Ereignissen am Samstag und dem tödlichen Unfall von Juha Miettinen überschattet. Inzwischen laufen Ermittlungen, während es bei den anderen sechs Fahrern Entwarnung gibt.



diese 24h Nürburgring Rennbericht