Wieder ein verpasster Sieg für Max Verstappen und den #3 Winward-Mercedes auf dem Nürburgring. Nachdem das Verstappen-Auto wegen einer Disqualifikation bei NLS 2 schon den Sieg verlor, wurde es beim Sonntags-Rennen der 24h-Qualifiers wieder bitter. Der Verstappen-Mercedes beendete das Rennen auf Platz 39 mit 3 Runden Rückstand.

Ausgelöst durch einen Schaden am Frontsplitter stand der #3 Mercedes knapp eine halbe Stunde wegen Reparaturen an der Box und fiel drei Runden zurück. "Wir nutzen die restliche Zeit des heutigen Rennens als Testlauf", sagte Steve Buschmann, Team Manager von Winward Racing.

Zur Sicherheit: #3 Winward-Mercedes wegen Frontsplitter in der Box

Bis 2:30 Stunden vor Rennende lag Verstappen 26 Sekunden vor dem #16 Scherer-Audi in Führung. Doch dann kam er an die Box. Der Niederländer hatte eigentlich schon die nächste Runde begonnen, allerdings kehrte er außerhalb der eigentlichen Strecke am Ende des GP-Kurses zurück in die Boxengasse.

Verstappen tauschte das Cockpit mit Teamkollege Lucas Auer, nur konnte der nicht weiterfahren. Der #3 Mercedes hatte sich zuvor einen Schaden am Frontsplitter zugezogen. Den reparierte das Team.

"Wir haben ihn aus Sicherheitsgründen reingeholt, damit nichts Schlimmeres passiert", sagt Steve Buschmann. Der Grund für den Schaden? "Wir wissen es noch nicht genau", so Buschmann. Der Mercedes blieb daraufhin eine knappe halbe Stunde in der Box stehen, ehe Lucas Auer auf die Strecke zurückkehrte. Nur war der Rückstand bereits zu groß.

Über drei Runden fehlten Auer bei der Ausfahrt zur Spitze. Bis dahin fuhr im Rennen nur Verstappen. Der Rückstand war zwar nicht mehr aufzuholen, doch für Lucas Auer war die zusätzliche Erfahrung auf der Strecke essenziell. "Natürlich ist es für Luggi [Auer, Anm. d. Red.] auch wichtig Runden zu sammeln und den Verkehr zu erleben im Hinblick auf die 24 Stunden", so Buschmann.

24h Nürburgring Qualifiers: Erneutes Duell zwischen Haase und Verstappen

Verstappen startete das Rennen von Position fünf. In der ersten Runde machte er den ersten Platz gut und schnappte sich nach einer Runde den nächsten Platz gegen den Grello. Während der ersten Überrundungen nutzte Verstappen die Chance gegen den von der Pole gestarteten #45 Kondo-Ferrari, um sich P2 zu sichern.

Dann wartete ein alter Bekannter auf den Niederländer. In der Anfangsphase duellierten sich Verstappen und Christopher Haase wie schon bei NLS 2 rundenlang. Der Deutsche im #16 Scherer-Audi hatte bereits die Führung erobert.

Verstappen attackierte den Audi prompt. Die Führung wechselte immer wieder. Bis zu seinem ersten Stopp nach 50 Minuten hatte Verstappen aber die Führung übernommen. Haase hing ihm allerdings noch im Heck. "Ich habe mich diesmal schwerer getan. Ich finde, wir haben nicht die Balance, die wir brauchen. Wir haben zu viel Übersteuern", beschreibt Haase.

"Das war fair. Das ist hartes Kämpfen und das wollen wir alle sehen", feiert Buschmann die Duelle. Ganz risikofrei sind die Kämpfe aber natürlich nicht. "Wir haben Max schon durchgegeben, dass er kein Risiko gehen soll. Er hat sich daran gehalten."

Das Rennengeschehenvom Sonntag könnt ihr hier im Liveticker nachverfolgen: