Der amtierende Formel-1-Weltmeister eröffnet den ersten offiziellen Test der neuen Saison stilgerecht. Lando Norris fuhr am Mittwoch auf dem Bahrain International Circuit die schnellste Zeit und stellte damit Max Verstappen in den Schatten.

Für Audi gingen die Bahrain-Testfahrten an einem windigen Tag weniger erfreulich los, denn wie schon in Barcelona wurden die Neueinsteiger erneut von einem Problem gestoppt, das sie allerdings diesmal kaum Zeit kostete. Im Gegensatz zu Aston Martin, Mercedes, Alpine und den Racing Bulls, die allesamt nach Problemen viel Zeit an der Box verbrachten.

Lando Norris an Tag 1 schneller als Max Verstappen

Das Ergebnis: Lando Norris umrundete die 5,412-Kilometer lange Strecke in seinem McLaren etwas mehr als eine Stunde vor Testende in 1.34,669 Minuten auf dem C2-Reifen und war damit 0,129 Sekunden schneller als Max Verstappen, der kurz vor dem Testende nochmal auf dem weichen C3-Reifen einen Anlauf hingelegt hatte.

Der Niederländer, der den ganzen Tag im RB22 verbrachte, hatte zuvor bereits für die Vormittagsbestzeit vor Oscar Piastri gesorgt. Die dritte Position in der Tageswertung hinter Norris und Verstappen fuhr Charles Leclerc mit über einer halben Sekunde Rückstand ein. Esteban Ocon im Haas landete auf P4 gefolgt von Piastri.

George Russell, der am Vormittag im Auto war, landete auf P6. Am Nachmittag konnte Mercedes aufgrund von Problemen mit Andrea Kimi Antonelli nur wenig ins Geschehen eingreifen, weshalb er keinen schnellen Run ablieferte. Lewis Hamilton (ebenfalls Vormittag) landete auf P7. Pierre Gasly landete nach einer späten Verbesserung auf P8, während Nico Hülkenberg seinen Audi trotz eines kleinen Hoppalas (mehr dazu unter: Zwischenfälle) auf Rang 9 pilotierte.

Alex Albon rundete die Top-10 des Tages ab. Nachdem Williams den ersten Test in Barcelona komplett verpasst hatte, war man in Bahrain darum bemüht, Kilometer aufzuholen. Mit 145 Runden spulte kein anderes Duo mehr Runden ab als Carlos Sainz und Albon.

Formel 1 Testfahrten in Bahrain: Ergebnis von Tag 1

P.FahrerTeamZeitRückstandReifenRunden
1NORRIS, LandoMcLaren1:34.669C258
2VERSTAPPEN, MaxRed Bull Racing1:34.7980.129C3136
3LECLERC, CharlesFerrari1:35.1900.521C380
4OCON, EstebanHaas F1 Team1:35.5780.909C3115
5PIASTRI, OscarMcLaren1:35.6020.933C354
6RUSSELL, GeorgeMercedes1:36.1081.439C356
7HAMILTON, LewisFerrari1:36.4331.764C352
8GASLY, PierreAlpine1:36.7652.096C349
9HULKENBERG, NicoAudi1:36.8612.192C373
10ALBON, AlexanderWilliams1:37.4372.768C368
11ANTONELLI, KimiMercedes1:37.6292.960C130
12LINDBLAD, ArvidRacing Bulls1:37.9453.276C375
13SAINZ, CarlosWilliams1:38.2213.552C377
14PEREZ, SergioCadillac1:38.8284.159C258
15BORTOLETO, GabrielAudi1:38.8714.202C249
16BOTTAS, ValtteriCadillac1:39.1504.481C149
17STROLL, LanceAston Martin1:39.8835.214C236
18COLAPINTO, FrancoAlpine1:40.3305.661C228

Nico Hülkenberg erleidet Audi-Defekt

Zwischenfälle & Defekte: Im Laufe des gesamten Tages gab es zwei rote Flaggen, die jeweils nur wenige Minuten andauerten. Nach weniger als zwei Stunden rollte Franco Colapinto im Alpine aus. Was sein Problem war, ist nicht bekannt. Etwa eine Stunde später konnte Colapinto zwar wieder fahren, allerdings nur temporär. Vor der Mittagspause stand der A526 wieder länger an der Box und konnte erst am Nachmittag wieder ins Geschehen eingreifen.

Für die zweite Rot-Unterbrechung sorgte Nico Hülkenberg um 14:31 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Der Audi-Pilot rollte auf dem Weg in die letzte Kurve ebenfalls mit einem technischen Gebrechen aus und schaffte es nicht an die Box zurück. Um ein großes Problem handelte es sich allerdings nicht, denn nur 23 Minuten später setzte sich der Audi wieder in Bewegung.

Audi hatte an der Technik-Front in Bahrain schon für Aufsehen gesorgt, indem die deutsche Marke mit einem runderneuertes Auto im Vergleich zum Barcelona-Test aus der Garage fuhr. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen:

Aston Martin sorgte zwar für keine rote Flagge, doch kein anderes Team verpasste so viel Trainingszeit. Lance Stroll sammelte schon am Vormittag nur 33 Runden. Am Nachmittag musste er nach nur drei weiteren Umläufen mit einer Daten-Anomalie am Motor abstellen. Aufgrund von präventiven Untersuchungen wurde anschließend Feierabend gemacht. Dadurch kommt das Team von Adrian Newey, das schon in Barcelona nur einen Tag testen konnte, auf lediglich 36 Runden.

Bei den Racing Bulls verlief zumindest der Vormittag ohne längere Pausen. Allerdings konnte Neuzugang Arvid Lindblad nach der Mittagspause aufgrund eines Benzinlecks überhaupt nicht mehr ins Geschehen eingreifen und verpasste den ganzen restlichen Testtag. Ähnlich bitter verlief der Tag auch für Mercedes, die in Barcelona defektfrei durchgekommen waren. Kimi Antonelli verpasste mit einem Aufhängungsproblem fast den kompletten Nachmittag und konnte erst in der letzten Stunde ins Geschehen eingreifen.

Unfälle gab es in Bahrain am ersten Testtag keine zu vermelden. Ein Dreher von Lewis Hamilton war dahingehend der wohl größte Aufreger. Dazu kamen zahlreiche inzwischen schon typische Verbremser verschiedener Fahrer in Turn 10.

Alle weiteren Details vom ersten Testtag könnt ihr in unserem Ticker nachlesen: