Die Nullen der Formel 1: Diese Fahrer haben 2026 noch keine Punkte
Pech, keine Performance oder ein Auto, das es nur mit viel Mühe ins Ziel schafft. 6 Fahrer haben in der Formel 1 2026 nach drei Rennen noch keinen Punkt. Das sind die Gründe für die Nuller.
Italiener auf dem Papier, Österreicher im Herzen. Die meiste Zeit mit der Formel 1 beschäftigt, aber gerne auch mal bei anderen Rennserien in Aktion.MEHR
Sechs Fahrer haben in der Formel-1-Saison 2026 noch keinen Punkt gesammelt, Foto: Motorsport-Magazin.com, IMAGO
Nach drei Grand-Prix-Wochenenden befindet sich die Formel 1 2026 in einer ungewohnten Zwangspause. Insgesamt 339 Punkte gab es in bisher vier Sessions (3x Rennen; 1x Sprint) zu vergeben. Diese verteilen sich auf 16 verschiedene Fahrer, wobei die beiden Mercedes-Piloten mit insgesamt 135 Stück am meisten davon horten. Doch sechs Piloten stehen noch ohne ein einziges Pünktchen da. Welche Fahrer das sind und wie es dazu kam, erfahrt ihr hier. Außerdem geben wir noch unsere Einschätzung ab, wie gut die Aussichten auf Punkte sind.
Formel 1, WM-Platz 17: Nico Hülkenberg
Wenn eine Zahl sinnbildlich für die bisherige Formel-1-Saison von Nico Hülkenberg steht, dann ist es die elf. Denn wie durch einen Fluch belegt, kommt der Emmericher einfach nicht von jener Position weg, die gleichbedeutend mit einem knappen Verpassen der Punkte oder von Q3 ist. Zweimal im Qualifying und einmal im Sprint-Qualifying landete er auf P11, dazu kommen seine beiden Zielankünfte: P11 in China, P11 in Japan. In Australien schaffte er es aufgrund eines Defekts ja gar nicht bis zum Start. Die Gründe für die aktuelle Punktelosigkeit des Emmerichers können vor allem auf drei Aspekte zurückgeführt werden: Pech, sowie die schlechten Starts des Audis und zum Teil die Zuverlässigkeit. Sein Trost: Bei seinen Leistungen und der Performance des ehemaligen Sauber-Teams kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Punkte folgen werden.
Nico Hülkenberg
Ø Pos. Rennen
11
Zielankünfte
2/3
Ø Startplatz
11
Hoffnung auf Punkte
5/5
Formel 1, WM-Platz 18: Alex Albon
Das Auto von Williams wurde 2026 erst mit Verspätung fertig, weshalb das Team die ersten Testfahrten in Barcelona verpasste, und selbst dann hatte der FW47 noch Übergewicht. Das Auto leidet zudem an einem Mangel an Abtrieb und einem ungewöhnlichen Dreirad-Effekt. Suboptimale Voraussetzungen für die erste Formel-1-Saison unter dem neuen Reglement, und das zeigt sich auch in den Ergebnissen. Bisher liegt die Mannschaft aus Grove klar hinter dem Mittelfeld zurück. Der Bolide ist nicht heillos unterlegen, sondern kann unter den richtigen Rahmenbedingungen oder mit etwas Glück sogar mal Punkte abstauben. Das bewies Carlos Sainz in China. Alex Albon hingegen steht noch ohne Zähler da. Eine leistungsgerechte Aufteilung, denn der Thailänder machte bisher 2026 einen schwächeren Eindruck als sein Teamkollege. Bei noch 19 zu fahrenden Rennen kann man davon ausgehen, dass sich noch Gelegenheiten für Punkte bieten werden.
Die letzten vier punktelosen Formel-1-Fahrer nach den ersten drei Rennwochenenden handeln wir nach Team-Zugehörigkeit im Zweierpack ab. Zunächst einmal die beiden Cadillac-Fahrer Valtteri Bottas und Sergio Perez. Bei ihnen konnte man ohnehin davon ausgehen, dass sich das Neueinsteiger-Team schwertun würde. Der Erfahrungs- und Entwicklungsrückstand für den US-Squad ist enorm. An den ersten Rennwochenenden ging es zunächst darum, mit den F1-Abläufen vertraut zu werden. Und siehe da: Schon beim zweiten GP in China konnte man ein relativ sauberes Wochenende mit wenigen technischen Problemen abliefern. Beide Autos schafften es ins Ziel. In Japan gelang mit dem ersten Update (einem neuen Diffusor) gleich ein merklicher Leistungssprung, mit dem man pacemäßig die rote Laterne abgab. Die Trendkurve deutet also in die richtige Richtung. Aber Formel-1-Punkte? Diese sind sowohl für Valtteri Bottas als auch für Sergio Perez nach wie vor weit entfernt und nach derzeitigem Stand nur in einem Chaos-Rennen denkbar.
Valtteri Bottas
Ø Pos. Rennen
16
Zielankünfte
2/3
Ø Startplatz
20
Hoffnung auf Punkte
1/5
Sergio Perez
Ø Pos. Rennen
16
Zielankünfte
3/3
Ø Startplatz
19,7
Hoffnung auf Punkte
1/5
Formel 1, WM-Plätze 21/22: Fernando Alonso & Lance Stroll
Punkte? Davon durfte Aston Martin in den ersten Rennen der Formel-1-Saison nicht einmal träumen. Denn nachdem das Honda-Werksteam aus Silverstone mit einer desolaten Zuverlässigkeit und einem wild vibrierenden Motor in die Saison startete, war das eigentliche Ziel der Mannschaft der britischen Marke erst einmal, überhaupt in einem Rennen die Ziellinie zu sehen. Das gelang immerhin in Form von Fernando Alonso beim dritten Grand Prix in Japan. Es war überhaupt die erste Renndistanz, die der AMR26 absolvierte. Lance Stroll wartet nach wie vor noch auf sein erstes Ergebnis an einem Sonntag. Teamvertreter Mike Krack versprach vor der April-Pause der Formel 1, dass man davon ausgeht, die Vibrationen bis Miami in den Griff zu bekommen. Das sollte der Zuverlässigkeit einen ordentlichen Schub verleihen, aber niemand bei Aston Martin macht sich Illusionen, dass das Auto danach, wie durch ein Wunder geheilt wäre. Denn dann beginnt erst die Suche nach Pace. Es gilt dasselbe wie für Cadillac: Aktuell müsste für Punkte bei der Konkurrenz sehr viel schieflaufen.
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