Er ging als der große WM-Favorit in die Formel-1-Saison 2026, doch nach vier Rennen zeichnet sich bei Mercedes ein überraschendes Bild ab: Statt Teamleader George Russell führt Kimi Antonelli die Fahrerwertung an. "Bei seinem ersten und zweiten Sieg spielte auch Glück eine Rolle - das braucht jeder Rennfahrer. Entscheidend ist, daraus auch Kapital zu schlagen. Das hat Kimi getan. Sein dritter Sieg in Miami war beeindruckend", lobt Jenson Button.
Allerdings legte sich der 19-Jährige bisher selbst unnötige Steine in den Weg, indem er einen schlechten Start nach dem anderen erwischte. Auch bei seinen drei Siegen in China, Japan und Miami ging der Mercedes-Pilot von der Pole Position ins Rennen und verlor jeweils am Start die Führung. "Wenn er das Problem in den Griff bekommt, dann könnte er unaufhaltsam werden", glaubt Button. Sollte Antonelli in Kanada gewinnen, wäre er der erste F1-Pilot, der seine ersten vier Grand Prix in Folge gewonnen hat.
Kupplung Grip-Berechnungen oder Fahrfehler: Was verursacht Antonellis schlechte Starts? Das sagt F1-Experte Christian Danner:
F1-Titelkampf: Russell niemals abschreiben
Laut Button dürfe man aber auch George Russell niemals abschreiben: "George ist keiner, der sich scheut, sein Selbstbewusstsein zu zeigen. Er wird stärker zurückkommen und Kimi den Sieg in Kanada nicht kampflos überlassen", so der F1-Weltmeister von 2009 gegenüber Sky F1. Vor dem Großen Preis von Kanada, dem dritten Sprint-Wochenende 2026, beträgt Antonellis Vorsprung auf Russell 20 Punkte. Für Martin Brundle ist es in Montréal an der Zeit, dass Russell gegen seinen jungen Teamkollegen zurückschlägt. "Das ist eher eine psychologische als eine rechnerische Sache", betonte Brundle.
Sollte Russell in Kanada gewinnen, wäre Kanada die erste Rennstrecke, auf der der Brite zwei Siege in Folge errungen hat. Nachdem die Konkurrenz bereits in Miami größere Updates an ihren Autos hatte, bringt Mercedes an diesem Wochenende ein umfangreiches Paket. "Mercedes ist ziemlich zuversichtlich. Sie werden keine Teile am Auto anbringen, die es langsamer machen", glaubt Brundle und stellt klar: "Auch ihre Rivalen werden nicht stillstehen. Mal sehen, wie es in Kanada aussieht, denn das Streckenlayout unterscheidet sich komplett von dem in Miami."
Die Abfolge von Geraden, die durch langsame Kurven unterbrochen werden, stellt hohe Anforderungen an die Leistung des Antriebsstrangs, die aerodynamische Effizienz und den Gesamtabtrieb. Zudem erfordern die unebenen Bremszonen vor den Kurven 8 und 10, kombiniert mit der aggressiven Nutzung der Kerbs in den Kurven 3 und 4, ein Auto, das fahrbar ist und gleichzeitig eine starke Bremsstabilität sowie gute Traktion aufweist. Wer überträgt den ersten F1-Sprint überhaupt in Kanada live im TV und Stream? Das erfährst du hier:



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