+++Der ganze Rennbericht+++
Tschüss aus Shanghai!
Das war es mit dem zweiten Saisonrennen der Formel 1 in Shanghai. Der China GP hat uns wieder viel Gesprächsstoff geliefert. Alle wichtigen Themen besprechen wir heute und in den nächsten Tagen im Schrift- und Videoformat auf all unseren Plattformen, haltet also Ausschau. Folgt uns auch gerne auf unserem WhatsApp-Kanal, um nichts zu verpassen. Die Formel 1 legt jetzt eine kleine Pause ein. In zwei Wochen reisen wir nach Japan, auf die Lieblingsstrecke von Fans und Fahrern, den Suzuka International Racing Course. Das Rennen findet am 29. März statt. Wir werden auch dann wieder jeden Tag für euch im Liveticker begleiten. Wir freuen uns schon, noch mehr, wenn ihr wieder mit dabei seid. Dann bis dann!
Sergio Perez: Entschuldigung an Valtteri und das Team
Auch Sergio Perez ist nach dem Rennen voll schuldeinsichtig. "Das war meine Schuld. Ich habe eine Lücke gesehen und wollte reinfahren. Aber Valtteri hatte keinen Platz. Ich war zu optimistisch. Entschuldigung an Valtteri und das Team", sagte er zur Kollision. Als er nach seinem Dreher wieder ans Feld aufschloss, gab es ein Energie-Problem bei seinem Cadillac. "Ich wollte Valtteri auf der Geraden überholen, aber dann hatte ich keine Energie mehr und habe beim ersten Mal fünf Sekunden verloren, beim zweiten Mal 15. Das müssen wir noch verbessern. Wir brauchen ein klares Wochenende, dafür müssen wir hart arbeiten."
Esteban Ocon sieht Schuld für Colapinto-Kontakt voll bei sich
Er hat es schon am Funk gesagt, nach dem Rennen unterstreicht Esteban Ocon noch einmal, dass er sich in der Verantwortung für die Berührung mit Franco Colapinto sieht und die 10-Sekunden-Strafe gerechtfertig war. "Es ist meine Schuld. Ich habe mich verschätzt und einen Fehler gemacht. Ich bin froh, dass er immer noch in die Top-10 gekommen ist, das hat er verdient. Er ist ein gutes Rennen gefahren. Wir hatten einen guten Kampf, schade, dass es so geendet hat. Ich habe die Strafe heute verdient." Sein eigenes Rennen, das er mit dem harten Reifen startete, wurde vom Safety Car kaputtgemacht und er kam nur auf P14 übers Ziel.
Valtteri Bottas ist 'super stolz', dass Cadillac das Rennen beendet hat
Aston Martin und Cadillac kämpfen nicht nur um den vorletzten Platz in der WM-Wertung, sondern auch darum, wer sich die niedrigsten Ziele setzen kann. Im Gegensatz zu Aston Martin konnte Cadillac das Ziel, den Grand Prix mit beiden Autos zu beenden, tatsächlich erreichen und das obwohl es Kontakt zwischen den Teamkollegen gab. "Ich habe bereits mit ihm gesprochen, alles gut. Ich habe ihn nicht gesehen und ich hatte auch keinen Platz. Ich bin nur froh, dass wir beide das Rennen beendet haben", erklärt Valtteri Bottas. Dass der F1-Neueinsteiger sein zweites Rennen bereits auf Platz 13 beendet hat, stimmt ihn positiv. "Ehrlich, ich bin super stolz auf uns. Der Fortschritt von Rennen eins zu Rennen zwei ist da und wir gehen in die richtige Richtung."
Arvid Lindblad absolviert erstes Spirnt-Wochenende
Es war das erste Sprint-Wochenende für Arvid Lindblad und es war kein leichtes. Ein Dreher im Sprint, ein Dreher im Rennen. Der Rookie nimmt die Schuld teilweise auch auf sich: "Ich habe zu viele Fehler gemacht." Er startete auf den Hard-Reifen, das frühe Safety Car in Runde 8 kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt. "Hätten wir auf den Medium-Reifen gewechselt, hätten wir nicht bis zum Ende durchfahren können. Danach waren wir auf dem gebrauchten Hard langsamer als alle mit dem neuen. Ich bin zurückgefallen und habe auf ein Safety Car gewartet. Das kam aber nicht. Jetzt reflektieren wir und kommen dann zurück."
Nico Hülkenberg hat in China wertvolle erste Rennerfahrung
Auch wenn der China GP das zweite Saisonrennen ist, war es für Nico Hülkenberg das erste Rennen. Er startete in Australien nicht, deshalb sind die ersten Rennminuten für ihn umso wertvoller. "Ich habe viel gelernt, muss jetzt auch viel verarbeiten. Mit dem ganzen Energiemanagement. Es war nicht erfolgreich, wir hatten einige Probleme, aber es war brauchbar." Er freut sich jetzt auf eine Woche Pause, bevor es in den Japan GP geht. Sein Rennen wurde von einem Boxenstopp zerstört. Mehr dazu gibt es hier:
Franco Colapinto mit Pech, holt aber ersten Alpine-Punkt!
Franco Colapinto holt in China mit P10 endlich seinen ersten Punkt für Alpine in diesem Jahr, doch nach dem Rennen ist er nicht in Feierlaune. "Es war ein schwieriger Nachmittag. Es hätte viel besser sein können." Nach dem Kontakt mit Esteban Ocon, der sich bereits beim Argentinier entschuldigte, verlor er Positionen und Downforce. "Es war ein lustiger Kampf mit ihm, aber es ist schade, dass es so endete. Ich war vom Pech verfolgt. Alles in allem war es positiv, doppelte Punkte für das Team. Wir haben das Wochenende schlecht begonnen und schnell beendet. Wir brauchen noch mehr Performance, aber das war schon besser."
Carlos Sainz: P9 schmeckt für uns wie Gold
Lass uns weitergehen im Klassement. Nach Lawson kommt... Carlos Sainz? Was macht ein Williams in den Top-10, nein, sogar Top-9? Selbst bei allen Ausfällen. Wie ist denn das passiert? "Wir hatten einen sehr guten Start und danach haben wir gemanagt und auf Fehler von anderen gehofft", erklärt der Spanier. Es sind die ersten Punkte für Williams in dieser Saison, die bisher gar nicht nach den Hoffnungen des Team läuft. "Unsere Pace ist eigentlich nicht gut genug für Punkte, aber weil wir alles andere gut machen, konnten wir einen neunten Platz mitnehmen. Das ist ein Mini-Sieg für uns, das schmeckt wie Gold. Ich hoffe, das ist ein Boost für das Team und bringt Motivation."
Isack Hadjar: Hatte Glück, dass vor mir einige Autos ausgefallen sind
Isack Hadjar war der einzige Red Bull, der heute die Ziellinie überquerte. Er holte mit P8 sogar Punkte. Das ist vor allem dahingehend überraschend, weil er auf der ersten Runde einen großen Dreher hatte und dem Feld hinterherhinkte. "Ich habe das nicht kommen gesehen. Das Heck ist plötzlich ausgerissen. Es ist schade, weil wir einen guten Start hatten." Seine Rückkehr in die Punkte bezeichnet Hadjar als 'Glück': "Wir hatten Glück, dass einige Autos vor uns ausgefallen sind. Unsere Pace war nicht großartig, dieses Wochenende." Eines dieser Autos war sein Teamkollege, Max Verstappen.
Liam Lawson 'sehr, sehr' zufrieden mit P7 in China
Liam Lawson holte mit P7 seine ersten Punkte der Saison, dachte aber, dass sein Rennen bereits nach acht Runden vorbei war. Genau da fuhr er nämlich für neue Reifen an die Box. Ausgerechnet als er rauskam, wurde das Safety Car ausgerufen. "Es war das am schlechtest getimete Safety Car der Welt. Ich dachte, mein Rennen war vorbei. Aber dann war die Pace sehr gut. Wir waren leider nicht schnell genug, um Alpine und Haas herauszufordern. Aber P7 ist ein wirklich starkes Resultat für uns. Ich bin sehr, sehr zufrieden." Um noch weiter vorne mitzukämpfen, brauche es mehr Speed, meint der Racing-Bulls-Pilot.
Pierre Gasly: P5 in China wäre drinnen gewesen
Nach dem China GP ist Pierre Gasly zwiegespalten. "Einerseits freue ich mich über P6. Aber eine andere Seite, tief in mir drinnen, ist wütend, weil ich weiß, dass wir P5 holen konnten." Vor dem Safety Car war Gasly auf P5, doch beim Restart überholte ihn Bearman mit Leichtigkeit. Bei seinem Alpine hat er den Boost verloren und war schutzlos. Danach wurde er im Fünfkampf mit den Haas, seinem Teamkollegen und Max Verstappen aufgehalten. "Ich habe mich richtig angestrengt, die anderen einzuholen, und mir hat am Ende nicht viel gefehlt. Aber wir hatten eigentlich mehr Pace als Ollie", so Gasly. Dennoch ist er zufrieden für das Team: "Wir haben Pace gezeigt, wir waren konkurrenzfähig."
Oliver Bearman holt P5: Grinsekatze im Überlebensmodus
Oliver Bearmans China GP war eine halbe Odyssee. Gleich am Start musste er Isack Hadjar ausweichen. "Er ist in Kurve 13 innen vorbeigegangen und dann hat er plötzlich direkt vor mir das Auto verloren. Ich war wie ein Reh im Scheinwerferlicht, ich wusste nicht, was ich tun sollte. Er ist vor mir geschlittert und ich wusste nicht, ob er die Bremse löst. Ich hatte nur den Bruchteil einer Sekunde, um mich zu entscheiden. Ich fuhr nach links, hätte aber nach rechts fahren sollen. Aber du bist in dem Moment im Überlebensmodus." Danach musste sich Bearman wieder nach vorne kämpfen. Ein günstiges Timing mit dem Safety Car und ein schneller Haas brachten ihn auf Platz fünf. "Das ist ein Traumstart, ich hätte mir nicht mehr wünschen können. Also bin ich eine Grinsekatze."
Charles Leclerc gönnt Lewis Hamilton China-Podium: Hat er mehr verdient als ich
Kein Formel-1-Fahrer kommt gerne hinter seinem Teamkollegen ins Ziel. Doch heute kann Charles Leclerc die interne Niederlage verkraften: "Ich bin etwas enttäuscht, nicht aufs Podium gekommen zu sein, aber ich freue mich für Lewis. Er hat sich das an diesem Wochenende mehr verdient als ich. Er war mir seit FP1 ein Stück voraus." Beim Teamduell auf der Strecke hatte Leclerc mächtig Spaß, nur eines trübt seine Freude nach dem Rennen in Shanghai: "Die Lücke zu Mercedes. Wir haben heute gesehen, dass sie allen einen riesigen Schritt voraus sind."
Lewis Hamilton feiert erstes Ferrari-Podium: Brauchte länger, als ich gehofft hatte
Podium Nummer 203 und es ist vielleicht das am härtesten erkämpfte von allen für Lewis Hamilton. Nicht, weil er sich gegen seinen Teamkollegen verteidigen musste, sondern weil er schon so lange drauf wartete. "Ich habe diese Reise und diesen Traum vom Siegerpodest mit Ferrari gestartet und dieses Podium hat länger gebraucht, als ich es gehofft hatte. Nach einem schweren Jahr bin ich jetzt sehr stolz, mit ihnen zu entwickeln und über das letzte Jahr mit ihnen zu arbeiten. Es ist ein sehr besonderer Tag. Heute ist Muttertag (in Großbritannien) und meine Mutter ist hier. Es war eine tolle Woche", freut sich der Drittplatzierte. Er bekam nach dem Zieleinlauf nicht nur viele Glückwünsche von Ferrari, sondern auch eine große Umarmung seiner Mutter.
George Russell hätte Ferrari-Duell genossen, wenn er 'nicht gewinnen wollte'
Das Duell der zwei Ferraris war episch und George Russell hatte für einen Großteil davon den besten Sitzplatz in ganz China. Doch er kann sein Privileg nicht wertschätzen. "Ich habe nur darauf gewartet, dass die beiden sich gegenseitig abschießen, aber das ist irgendwie nicht passiert. Es war vielleicht das aggressivste Racing, dass ich seit langem gesehen habe. Wenn ich nicht gewinnen wollte, hätte ich den Kampf genossen. Aber Kimi ist währenddessen weggezogen und das war nervig für mich." An den beiden Gladiatoren vorbeizukommen, war gar nicht so einfach für Russell. "Sie sind schneller als wir in den Kurven und langsamer auf den Geraden. Das war eine Herausforderung. Wenn du an ihnen vorbeigehen wolltest, war das nicht so eindeutig." Doch schlussendlich hatte Russell das bessere Auto und zog vorbei.
Kimi Antonelli wird 1. Grand-Prix-Sieg erst morgen feiern
Jetzt aber wieder zurück zum Mann der Stunde. Kimi Antonelli kann auch in der Pressekonferenz noch nicht fassen, was er heute getan hat. Das wird er auch die nächsten Tage noch nicht. Ordentlich gefeiert wird aber erst morgen. "Ich fliege heute noch nach Hause, aber morgen werde ich mir Zeit für eine Feier nehmen. Auch dafür, dass ich realisiere, was passiert ist." Er hat aus seinem ersten Sieg auch gelernt: "Du darfst dich niemals entspannen, weil es hätte auch sehr viel schlimmer gehen können. Du musst immer da sein, immer fokussiert bleiben. Am Ende habe ich Raum für einen Fehler gemacht und ein Fehler ist passiert. Ich muss sichergehen, dass das nicht noch einmal so läuft."
Max Verstappen ist nicht überrascht von Red Bulls Rückstand
Bei den Wintertests sah Red Bull noch konkurrenzfähig aus, nach zwei GPs und einem Sprint hat sich diese Annahme als falsch herausgestellt. Die Bullen sind die vierte Kraft und müssen sich mit Mittelfeld-Teams wie Alpine und Haas herumschlagen. Max Verstappen ist davon nicht überrascht: "Ich habe mich nie im Kampf mit Mercedes und Ferrari gesehen. Für mich ist es keine Überraschung, dass wir nicht nahe dran sind, auch nicht zu McLaren." Diese Woche war aber besonders schlimm, gibt der vierfache Weltmeister zu.
Darum musste Max Verstappen den China GP beenden
Der letzte Ausfall auf der Liste ist Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot absolvierte die meisten Kilometer aller Nicht-Klassifizierten, nach 45 von 56 Runden war aber Schluss. "Wir mussten das Auto wegen eines Kühlproblems im ERS (Energy Recovery System) abstellen", erklärte er. Doch schon davor war die Problemliste lang. Verstappen hatte wieder einmal einen schrecklichen Start, bei dem er von P8 fast auf den letzten Platz zurückfiel. "Es war das gleiche Problem wie im Sprint. Ich habe die Kupplung aufgemacht und hatte keine Power, der Motor war leer. Dann musste ich mich durchs Feld kämpfen. Aber wir hatten viel Reifenverschleiß, wie im Sprint auch schon." Als das Kühlproblem auftrat, befand er sich auf P6. Der Ausfall ist nicht nur für ihn frustrierend, sondern auch für das Team, das hinter den Kulissen kämpft. "Das ist nicht, wo wir sein möchten. Am Ende des Tages haben wir einiges gelernt. Jetzt müssen wir zusammen nach einer Lösung suchen und in Japan besser sein. Danach haben wir eine größere Pause, in der wir unsere Probleme etwas sortieren können."

Audi: Gabriel Bortoleto trauert Rennteilnahme hinterher
Gabriel Bortoleto schaffte es zur Startaufstellung, aber nicht darüber hinaus. Er musste von den Mechanikern wieder an die Box geschoben werden. Was genau das Problem war, gibt Audi nicht preis. Nur, dass es technischer Natur war, was so gut wie alles heißen kann. Bortoleto akzeptiert den Ausfall, sowas kann bei einem neuen Reglement schließlich passieren, trauert aber dem nach, was hätte sein können: "Das Rennen wäre eine gute Chance für Punkte gewesen. Viele Autos sind nicht gestartet, viele haben es nicht beendet. Es ist schade, dass wir nicht teilnehmen konnten, vor allem, weil es so ein spannendes Rennen zum Zusehen war. Da willst du mitfahren." Ein Wermutstropfen ist, dass es bis zum Rennstart ganz passabel für Audi aussah.
Lange Problemliste für Alex Albon nach China-DNS
Ein weiterer Ausfall schon vor dem Start war Alex Albon. Der Williams-Pilot hatte sowieso vor, aus der Boxengasse zu starten, verließ diese aber nie. "Es war ein Problem mit der Hydraulik", erklärte er frustriert. Nach dem Rennen und vielen Problemen ist er ratlos. "Wir haben eine lange Liste mit Problemen, vor allem mit der Zuverlässigkeit. Wir verstehen das Auto nicht. Wir müssen mit einem Kamm durch alle Probleme durchgehen und ein verlässlicheres Auto finden." Zumindest etwas Positives gibt es nach dem Rennen in Shanghai: "Carlos hat Punkte geholt. Hoffentlich können wir das mitnehmen. Das bedeutet viel."
Honda-Motor macht Fahren unmöglich: Alonso wegen Vibration aufgegeben
Der Honda-Motor zwang nicht nur Lance Stroll in die Knie, Fernando Alonso musste nach 32 Runden aufgeben. Er konnte wegen der starken Vibrationen, die dem Team schon seit Saisonstart Sorgen bereiten, nicht mehr weiterfahren. "Es vibrierte mehr als in jeder anderen Session des Wochenendes. Ich konnte physisch nicht mehr lange weitermachen. Ich habe das Gefühl in meinen Händen und Füßen verloren. Das ist gar nicht schön." Die Bedenken, dass die Fahrer mit diesem stark vibrierenden Motor keine ganze Renndistanz durchhalten würde, hat sich nun also bestätigt. Jetzt möchte Alonso nach vorne schauen: "Ich werde trainieren, fit werden und meine Hausaufgaben machen. Wir müssen uns auf Japan vorbereiten."
Lance Stroll erklärt Defekt: Alles plötzlich abgeschaltet
Aston Martin erreichte die Zielflagge mit keinem der beiden Autos. Lance Stroll rollte nach neun Runden in der ersten Kurve aus und musste abtransportiert werden. "Ich bin in Kurve eins reingefahren und plötzlich hat sich alles abgeschaltet. Ich weiß nicht, was das Problem war, ob es am Motor oder an der Batterie gelegen hat, irgendwas Elektrisches", erklärte er nach dem Rennen. Aston Martin bleibt eine Woche Pause, bevor es nach Japan geht, ins Heimrennen ihres Motorenherstellers Honda. "Wir wissen, welche Probleme wir haben und daran müssen wir weiterarbeiten. Wir werden versuchen, das Auto für Japan besser zu machen." Besser heißt in dem Fall, zumindest in einem Rennen gewertet zu werden. Das schafften Stroll und Alonso bisher nicht.

Fahrer-Voting: Wer war der beste Pilot in China?
Nach diesem ereignisreichen Grand Prix ist es nun Zeit für das MSM-Fahrervorting! Kimi Antonelli hat zwar gewonnen, aber war er der beste Fahrer im Feld? Ihr könnt jetzt abstimmen. Morgen um 18 Uhr gibt es dann die Auflösung!
Doppeltes McLaren-DNS in China: Was war los?
Was ist jetzt aber genau Schuld an den Ausfällen beider McLaren-Fahrern? Laut dem Team waren es zwei verschiedene Probleme am Motor. "Es war ein elektronisches Problem bei der Power Unit, aber anders als das von Lando", begründete Piastri seinen Ausfall. Das Gleiche gab es auch bei Norris, nur eben anders, wie McLaren auf seinen sozialen Medien bestätigte. "Wir konnten nicht mit der elektrischen Seite der Power unit kommunizieren", erklärte Teamchef Andrea Stella zum Norris-Problem. Man versuchte, so viele Teile wie möglich zu ändern, ohne das Teil selbst zu ändern. Dafür war keine Zeit. Auch neu programmieren half nicht. Bei Piastri war das Problem-Teil das gleiche, nur war das Problem leichter identifizieren und anderer Natur. Als Piastri am Grid ankam, ließ sich sein McLaren nicht mehr starten. Jetzt wird man mit Motorenlieferant Mercedes nach den Gründen suchen.
Zweiter Ausfall in zwei Rennen: Oscar Piastri ist 'enttäuscht'
Der doppelte McLaren-Ausfall ist besonders bitter für Oscar Piastri. Er fiel schon bei seinem Heimrennen in Australien aus, mit seinem jetzigen Ausfall hat er noch kein Rennen in dieser Saison gestartet. "Es ist natürlich sehr enttäuschend. Heute war sehr nervig. Wir werden jetzt versuchen, so viel wie möglich zu lernen, indem wir das Rennen schauen. Danach müssen wir herausfinden, was passiert ist, und vor schauen, was wir vor Japan noch machen können. Uns fehlt immer noch Performance."
McLaren-Ausfall: Viel Frust bei Lando Norris
So hoch die Gefühle bei Kimi Antonelli, Mercedes und Lewis Hamilton gerade schweben, so tief ist die Stimmung bei McLaren. Beide Autos noch vor dem Start raus. Was genau ist passiert? Lando Norris kann noch nicht viel sagen. "Es war ein Problem, wegen dem wir nicht einmal das Auto starten konnten. Wir investigieren immer noch, was passiert ist, warum es nicht so läuft, wie es sollte. Es ist frustrierend, den ganzen Weg hierherzureisen, sein Bestes zu geben. Nicht nur für mich, für das ganze Team. Und dann startest du das Rennen nicht einmal." Wie geht es jetzt weiter für die Papaya-Truppe? "Wir müssen den Schlag aufs Kinn nehmen. Es ist Pech und frustrierend, aber es gibt nichts, das wir daran ändern können. Wir müssen das Problem beheben und schauen, dass es nicht wieder zurückkommt.
Toto Wolff gratuliert Antonelli und kontert Kritiker
Auch Teamchef Toto Wolff ist unter den Ersten, die Antonelli am Funk zu seinem Sieg gratulierten. Er nutzt die Gelegenheit, um die Kritiker vorzuführen. "Er ist zu jung. Du solltest ihn nicht in einen Mercedes setzen, sondern in ein kleineres Team. Er braucht die Erfahrung. Schau dir die Fehler an, die er macht", zitiert er viel aufgebrachte Kritikpunkte an Antonellis Aufstieg zu Mercedes letztes Jahr. "Jetzt hast du es ihnen gezeigt, Kimi. Sieg. Willkommen im Club der GP-Sieger von Mercedes, es gibt nicht viele davon. Jetzt gehörst du dazu. Was für ein mega Rennen. Wir sind sehr, sehr happy." Für das moderne Mercedes-Team, das seit 2010 wieder in der F1 antritt, gewannen insgesamt fünf Fahrer: Nico Rosberg, Lewis Hamilton, Valtteri Bottas, George Russell und eben Antonelli. Er ist auch der 116. Grand-Prix-Sieger der F1-Geschichte.
Kimi Antonelli: Freue mich auf kommende Saison
Kimi Antonelli hat seinen ersten Sieg noch kaum verarbeitet, schon denkt er an den Rest der Saison. "Wir pushen weiter und ich freue mich schon auf die restliche Saison. Ich nehme es Rennen für Rennen und dann sehen wir eh, wo ich am Ende bin." Mit George Russell hat er keinen leichten Kontrahenten, das weiß Antonelli auch selbst: "George ist ein unglaublicher Fahrer, stark in allen Aspekten. Es braucht viel, um ihn zu schlagen. Es ist toll, mit ihm zu arbeiten, ich kann viel von ihm lernen."
Hamiltons Kampf mit Leclerc mit Berührung, aber nur 'ein Kuss'
Das Duell zwischen Lewis Hamilton und Charles Leclerc war das Highlight des Rennens. Die Teamkollegen kamen sich so nah und doch passierte nichts. Oder? "Wir haben uns einmal berührt. Aber das war nur ganz sanft, ein Kuss. Aber das ist in Ordnung. Es geht ums harte Racing", verriet Hamilton. Sein Dank nach seinem ersten Podium in Rot geht raus an das Team und alle in Maranello. "Wir haben eine großartige Plattform und noch viel Luft im Kessel. Grazie a tutti."
Lewis Hamilton: Lustigstes Rennen seit langem, wenn nicht sogar jemals
Lewis Hamilton darf sich auch ordentlich auf die Schulter klopfen. Er und sein Teamkollege haben den China GP so richtig spannend gemacht. Das findet auch er: "Es war ein guter Start, aber wir konnten Mercedes nicht hinter uns halten. Aber wir sind im Kampf. Das war eines der lustigsten Rennen, das ich seit langer Zeit hatte. Wenn nicht sogar das lustigste überhaupt. Das Duell mit Charles am Ende war fantastisch. Tolles Rad-an-Rad-Racing, sehr fair. Genau das wollen wir."
George Russell: Harter Kampf, Start wieder schlecht
George Russell schenkt mit Platz zwei Mercedes das zweite 1-2-Ergebnis in Folge. Nachdem er Antonelli und Hamilton ordentlich gratuliert hat, geht es auf sein eigenes Rennen ein: "Es war ein harter Kampf. Der Start war wieder einmal schrecklich und die beiden Ferraris sind an uns vorbeigeschossen. Doch am Ende ist es ein 1-2-Ergebnis und das ist alles, was wir wollen können."
Kimi Antonelli ist sprachlos und unter Tränen nach erstem GP-Sieg
Beim ersten Interview nach seinem Sieg kann Kimi Antonelli seine Emotionen nicht zurückhalten. "Ich bin sprachlos, ich bin kurz davor zu weinen. Danke an das ganze Team, sie haben mir geholfen, das zu erreichen." Danach muss er abbrechen, denn die Tränen brechen aus ihm heraus. "Ich bin super happy, Italien wieder an die Spitze bringen zu können. Ich habe mir fast einen Herzinfarkt verpasst, mit dem Verbremser am Ende. Aber es war ein gutes Rennen." Vor allem der Start sei schwierig gewesen. "Ich habe innen zu viel abgedeckt und Ferrari Raum gegeben, aber wir haben es am Ende gut gemanagt und ins Ziel gebracht."
Ferrari-Sensation: Erstes Podium für Lewis Hamilton!
Zweite Sensation des Rennens: Lewis Hamilton sichert sich endlich sein erstes Podium in Rot. Es ist sein erstes Podium seit Las Vegas 2024. 25 Rennstarts musste er darauf warten, länger als jeder andere Ferrari-Pilot in der Geschichte der Formel 1. Am Funk bedankt er sich bei allen Mitarbeiten in Maranello und beendet mit einem klassischen "Forza Ferrari".
Große Emotionen am Mercedes-Funk: Auch Papa Antonelli und 'Bono' sind emotional
"Ja, Kimi! Gut gemacht, mein Sohn", meldete sich Papa Antonelli gleich als Erster bei seinem Sohn, der jetzt Formel-1-Rennsieger ist. "JA! JA MANN! WIR HABEN ES GESCHAFFT!" freut sich Antonelli unter Tränen zurück. Auch sein Renningenieur Peter Bonnington, früher für Lewis Hamilton zuständig, ist emotional: "Sehr gut gemacht. Erster Sieg, daran wirst du dich für immer erinnern!"
+++China GP: Das Rennen im Liveticker+++
China GP
Kimi AntonelliMercedes-AMG1
George RussellMercedes-AMG +5.512
Lewis HamiltonFerrari +19.753
Charles LeclercFerrari +28.894
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team +57.285
Pierre GaslyAlpine +59.646
Liam LawsonRacing Bulls +80.587
Isack HadjarRed Bull +87.248
Carlos Sainz jr.Williams +1L9
Franco ColapintoAlpine +1L10
Nico HülkenbergAudi F1 Team +1L11
Arvid LindbladRacing Bulls +1L12
Valtteri BottasCadillac F1 Team +1L13
Esteban OconTGR Haas F1 Team +1L14
Sergio PérezCadillac F1 Team +1L15
Max VerstappenRed Bull16
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team17
Lance StrollAston Martin F1 Team18
Oscar PiastriMcLaren19
Lando NorrisMcLaren20
Gabriel BortoletoAudi F1 Team21
Alexander AlbonWilliams22
| 1 | Kimi Antonelli Mercedes-AMG | 1 Stopp |
| 2 | George Russell Mercedes-AMG | +5.51 1 Stopp |
| 3 | Lewis Hamilton Ferrari | +19.75 1 Stopp |
| 4 | Charles Leclerc Ferrari | +28.89 1 Stopp |
| 5 | Oliver Bearman TGR Haas F1 Team | +57.28 1 Stopp |
| 6 | Pierre Gasly Alpine | +59.64 1 Stopp |
| 7 | Liam Lawson Racing Bulls | +80.58 1 Stopp |
| 8 | Isack Hadjar Red Bull | +87.24 2 Stopps |
| 9 | Carlos Sainz jr. Williams | +1L 1 Stopp |
| 10 | Franco Colapinto Alpine | +1L 1 Stopp |
| 11 | Nico Hülkenberg Audi F1 Team | +1L 1 Stopp |
| 12 | Arvid Lindblad Racing Bulls | +1L 1 Stopp |
| 13 | Valtteri Bottas Cadillac F1 Team | +1L 1 Stopp |
| 14 | Esteban Ocon TGR Haas F1 Team | +1L 2 Stopps |
| 15 | Sergio Pérez Cadillac F1 Team | +1L 1 Stopp |
| 16 | Max Verstappen Red Bull | 1 Stopp |
| 17 | Fernando Alonso Aston Martin F1 Team | 1 Stopp |
| 18 | Lance Stroll Aston Martin F1 Team | 0 Stopps |
| 19 | Oscar Piastri McLaren | 0 Stopps |
| 20 | Lando Norris McLaren | 0 Stopps |
| 21 | Gabriel Bortoleto Audi F1 Team | 0 Stopps |
| 22 | Alexander Albon Williams | 0 Stopps |
China GP - ZIEL: KIMI ANTONELLI GEWINNT DAS RENNEN IN SHANGHAI
KIMI ANTONELLI! GEWINNT! DEN CHINA GP! Der Mercedes-Pilot holt sich den Sieg in Shanghai und den ersten Sieg seiner noch jungen Formel-1-Karriere! 19 Jahre, 6 Monate und 21 Tage! Der zweitjüngste GP-Sieger der Formel-1-Geschichte! Der erste Italiener auf dem Siegerpodest seit Giancarlo Fisichella in Malaysia 2006! Was für eine Fahrt von Antonelli.
R 54 / 56: Ausritt für Kimi Antonelli!
Gerade sah er noch absolut unantastbar aus, dann macht er einen großen Fehler. Er verbremst sich hart in Kurve 14 und muss weit gehen. George Russell kommt näher, aber der Abstand ist immer noch über sieben Sekunden. Sein Renningenieur meldet sich am Funk und gibt seinem jungen Fahrer eine Erinnerung, ruhig zu bleiben und das Ding nachhause zu bringen.
R 52 / 56: Noch fünf Runden
Noch fünf Runden in diesem Großen Preis von China und alle Zeichen stehen gut für einen Antonelli-Sieg und ein Hamilton-Podium. Antonelli hat mit fast zehn Sekunden Vorsprung alles im Griff, Russell funkte bereits, dass seine Hinterreifen kaputt sind. Hamilton hat fast vier Sekunden auf Leclerc rausgefahren, der wird ihm wohl nicht mehr gefährlich. Das restliche Feld hat sich ziemlich eingerastet, einen Kampf für Platz 9 zwischen Carlos Sainz und Franco Colapinto könnte uns noch entertainen.
R 46 / 56: Verstappen muss Auto abstellen!
Was ist das? Pierre Gasly geht vorbei an Max Verstappen, gleich darauf auch Isack Hadjar. Dann kommt der Gnadenstoß: "Lass uns das Auto abstellen", funkt GP Lambiase seinem Fahrer. In Kurve eins fuhr Verstappen noch normal, dann gibt der Motor auf einmal auf. Keine Energie mehr, nur genug Drive, um noch an die Box zurückzuhumpeln. Es ist die Kirsche auf der Sahnehaube von Verstappens Desaster-Wochehende. Verstappen war auf Platz sechs.
R 43 / 56: Antonelli führt souverän, Hamilton auf Podiumskurs
Noch 14 Runden bis zur Zielflagge und Kimi Antonelli führt souverän mit sieben Sekunden Abstand auf seinen Teamkollegen. Sein einzige Problem sind die Überrundungen, doch das ist das Leben eines Führenden. Zur Erinnerung: Es wäre Antonellis erster GP-Sieg und er wäre damit der zweitjüngste Rennsieger der F1-Geschichte. Die zweite Sensation des Tages bahnt sich in Form von Lewis Hamilton an. Er fährt derzeit auf P3 und konnte einen Abstand von zwei Sekunden auf Leclerc in P4 herausfahren. Fährt er als Dritter über die Ziellinie, wäre es sein erstes Podium für Ferrari. Er hält den Rekord für die meisten Rennen mit Ferrari ohne Podium.
Alonso muss abbrechen: Aston Martin erreicht Zielflagge nicht
Wir dachten, das Ziel "die Zielflagge sehen" ist ein sehr tiefes, doch Aston Martin rutscht noch unter der Stange durch. Fernando Alonso muss seinen AMR26 in der Box abstellen. Mit Strolls Ausfall sind beide Aston Martins draußen.
R 37 / 56: Ferrari-Duell geht weiter, Strafe für Ocon
Wie erwartet gibt es eine 10-Sekunden-Strafe für Esteban Ocon. Währenddessen geht das Ferrari-Duell weiter. Nach einem Fehler in Kurve 14 von Charles Leclerc kann Lewis Hamilton vorbeigehen. Die Gegenattacke in Kurve 1 bis 4, bei der Leclerc es wieder außen probiert, kann Hamilton abwehren. Doch Hamilton hat Probleme. Er klagt am Funk immer wieder über fehlende Energie und bettelt seinen Renningenieur um Hilfe an. Der Ferrari-Kommandostand checkt noch.
R 34 / 56: Kontakt zwischen Ocon und Colapinto!
Jetzt kommt es zum Kontakt zwischen Alpine und Haas. Franco Colapinto kam gerade aus der Box, als Esteban Ocon auf der Zielgeraden daherkam. Durch die Schneckenkurve wollte Ocon auf der Innenseite vorbeigehen, doch Colapinto machte die Tür zu. Ocon gab nicht nach und schlitterte in den Alpine. Beide drehten sich, Ocon verlor Teile von seinem Bardge Board. Beide konnten wieder weiterfahren. Ocon nahm die Schuld für die Kollision am Funk auf sich.
R 31 / 56: Russell macht Jagd auf Antonelli, aber Ferraris im Nacken
Die beiden Ferraris haben sich gegenseitig ausgelaugt und George Russell nutzt seine Chance. Er geht in Kurve 14 an Charles Leclerc vorbei und macht jetzt Jagd auf seinen Teamkollegen Kimi Antonelli, der das Rennen derzeit ohne Probleme und Fehler mit einem komfortablen Vorsprung von sieben Sekunden anführt. Doch beim Getümmel mit den Ferraris hat sich auch Russell verausnahmt. Er schlittert teils in den Kurven, seine Reifen sind abgefahren. Er kann die Lücke zu seinem Teamkollegen nicht wirklich aufschließen und sich nicht von den Ferraris absetzen.
Arvid Lindblad dreht sich schon wieder
Shanghai wird sich nicht als Arvid Lindblads Lieblingsstelle im F1-Kalender etablieren. Wie auch im Sprint drehte er sich im Rennen von ganz allein, diesmal in Kurve 14, und löst damit eine kurze gelbe Flagge aus. Der Williams von Carlos Sainz musste ihm ausweichen. Lindblad kann selbst wieder mit dem Rennen weitermachen.
R 28 / 56: Russell nutzt Ferrari-Kampf
Der Kampf der Ferraris geht in die nächste Runde und die beiden schenken sich nichts. Hamilton geht in der engen Kurve 14 an Leclerc vorbei, Charles Leclerc gibt in Kurve 1 wieder Konter. Es wird wieder eng zwischen den Ferraris, Leclerc kann sich aber vorne halten - und da kommt George Russell! Der Mercedes-Pilot nutzt den geschafften Ferrari von Lewis Hamilton und geht vorbei.
R 25 / 56: Sehr knappe Sache zwischen Ferrari
Jetzt wird es auch vorne spannend: Charles Leclerc geht in einem sehr engen Manöver in der ersten Kurve vorbei, doch Hamilton gibt nicht so einfach auf. Die ganze Schneckenkurve sieht es fast so aus, als würde es zur Berührung zwischen den Teamkollegen kommen. Doch nach Kurve vier kann sich Leclerc durchsetzen. Dahinter witterte George Russell seine Chance, auf der Geraden zu Kurve fünf ist er Seite an Seite mit Hamilton. Doch das Podium lässt er sich nicht nehmen und bleibt vorne.
R 20 / 56: Haas, Alpine und Verstappen liefern Entertainment
Die Spitze kommt sich langsam näher, doch die richtige Action findet auf den Plätzen 5 bis 9 statt. Die beiden Alpine und Haas bekämpfen sich über mehrere Kurven und mehrere Runden, von hinten kam auch Max Verstappen in den Mix. Die beiden Mittelfeld-Teams und der vierfache Weltmeister tauschen mehrmals Positionen. Es wird sehr knapp zwischen ihnen, auf der Start-Ziel-Geraden kam es fast zur Kollision zwischen Gasly und Ocon, als Bearman den Alpine überholt. Verstappen geht mit einem starken Manöver gegen Gasly außen in der zweiten Kurve, der inneren Schnecke, vorbei. Gasly regt sich am Funk auf: "Das war unfair! Er hat mich von der Strecke gedrängt!" Der Vorfall wird bei den Stewards als "Moving under Braking" angesehen, doch die Kommissare legen den Fall ad acta.
R 18 / 56: Kurz gelbe Flagge, Trümmerteile auf der Strecke
Eine kurze gelbe Flagge stört das Rennen nicht wirklich. Es lagen Trümmerteile auf der Strecke. Die konnten aber von einem Streckenposten entfernt werden und die Strecke ist wieder Grün. Genaueres darüber wurde uns noch nicht gesagt.
R 17 / 56: Russell kommt wieder zurück
Zuerst sah es fast so aus, als hätte der Mercedes von George Russell einen Defekt, weil er so schnell zurückfiel. Doch das Blatt hat sich gewendet, der Mercedes hat die Reifen aufgewärmt, hat wieder Grip und kann wieder mit der Spitze mitfahren. Er kommt wieder an Charles Leclerc ran.
R 15 / 56: Ferrari lässt George Russell hinter sich
Jetzt geht auch Charles Leclerc an George Russell vorbei und lässt den Mercedes hinter sich. Lewis Hamilton jagt währenddessen Kimi Antonelli, er konnte Ocon und Colapinto hinter sich lassen. Russell funkt: "Wir haben keinen Grip!" Die harten Reifen scheinen bei ihm nicht zu wirken. Leclerc konnte auf seinen Teamkollegen aufschließen und sie machen Druck auf Antonelli.
R 13 / 56: Safety-Car-Ende: Guter Restart für Antonelli
Das Safety Car kommt rein und Antonelli kommt gut weg. Seine Konkurrenz ist keine wirkliche Konkurrenz für den Mercedes, Colapinto kann sich auf P2 halten. Dahinter geht Lewis Hamilton an George Russell vorbei, nachdem er in Kurve 6 weit geht.
R 11 / 56: Safety Car! Lance Stroll steht
Lance Stroll steht in Kurve 1! Der Aston Martin wird die Zielflagge nicht sehen. Er löst ein Safety Car aus, ausgerechnet eine Runde, nachdem Verstappen an der Box war. Die Hälfte des Felds entscheidet sich, an die Box zu kommen, darunter die Top-Gruppe. Antonelli kann die Führung behalten. Er führt vor Franco Colapinto und Esteban Ocon, die beide nicht stoppten. Sie fuhren auf dem Hard-Reifen weg.
R 8 / 56: Verstappen muss sich Racing-Bulls-Rookie geschlagen gehen
Max Verstappens Start war so schlecht wie seine ganzen anderen bisher. Er muss sich wieder durchs Feld arbeiten, bleibt aber ausgerechnet hinter dem Schwesternteam Racing Bulls stecken. Er startet den Versuch bei Arvid Lindblad, doch geht weit. Dann sind seine Soft-Reifen kaputt. Auch, als sich die Racing Bulls vor ihm streiten, kann er nicht vorbeigehen. Er kommt an die Box für neue Hards.
Berührung zwischen Cadillac-Teamkollegen Perez und Bottas
Es war ein chaotischer Start in jedem Bereich des Felds. Auch ganz hinten bei Cadillac - und die F1-Neueinsteiger mit zwei der erfahrensten Piloten im Feld brechen die 1. Regel der Formel 1: Fahr nicht in deinen Teamkollegen. Beim Start crasht Sergio Perez mit seinem Vorderreifen in die Seite von Valtteri Bottas. Der Mexikaner dreht sich, kann aber wieder mitfahren. Der Fall wurde untersucht, wird jetzt aber beigelegt und nicht weiter verfolgt.
R 5 / 56: Mercedes nimmt Führung zurück
Starker Start, aber jetzt zurückgefallen. Lewis Hamilton verliert die Führung wieder an Kimi Antonelli, der Mercedes kommt mit Energieüberschuss leicht am Ferrari vorbei. Eine Kopie davon gibt es mit George Russell. Damit sind die Mercedes wieder vorne, die Ferraris dahinter.
Massen-Ausfall beim China GP: McLaren ganz raus
Es hat sich angezeichnet, doch einige Runden nach dem Start ist es klar: Beide McLarens konnten nicht starten und sind raus. Das Gleiche gilt auch für Gabriel Bortoleto und Alex Albon. Damit haben wir nur noch 18 Fahrer.
START - GRÜN: Lewis Hamilton führt! Chaos in erster Runde
Dieser Ferrari beim Start! Lewis Hamilton kann sich beim Start in der ersten Kurve vor Antonelli vorbeisetzen und ist in Führung. Dahinter wird es haarig. Verstappen hatte einen sehr schlechten Start und fällt zurück. Isack Hadjar und Oliver Bearman kamen sich in die Queere mit Berührung. Bearman geht außerhalb der Strecke an Hadjar vorbei, beim Gegenmanöver kommt es zur Berühung und Hadjar dreht sich, löst eine kurze gelbe Flagge aus. Hadjar kann weiterfahren, muss aber an die Box kommen und hinkt dem Feld hinterher.
Einführungsrunde: Bunte Reifenwahl in China
Das Bild vor uns ist ein komisches. Eine ganze Startreihe ist frei, wo die McLarens eigentlich sein sollten. Ein Blick auf die Reifenwahl ist bunt: Die ersten Fünf haben sich für Medium-Reifen entschieden, Norris wollte auf dem Hard starten. Pierre Gasly ist wieder auf Medium, Red Bull startet aggressiv auf Soft. Dahinter ist eine Mischung aus Hard und Medium. Die Hard-Piloten sind: Hülkenberg, Colapinto, Ocon, Lindblad, Bortoleto, Alonso, Stroll und Albon.
Aus für Oscar Piastri! McLaren gar nicht dabei?
Keine Pause für McLaren! Jetzt wird auch Oscar Piastri aus der Startaufstellung weggeschoben. Dass der Australier noch beim Rennen starten wird, ist unwahrscheinlich. Es ist ein Desaster für Piastri, er konnte schon nicht beim Saisonstart mitfahren, nachdem er in der Sichtungsrunde crashte. Lando Norris ist noch in der Box und es ist noch immer nicht sicher, ob er am Rennen teilnehmen kann.
Hydraulik-Problem bei Audi, Arbeiten auch bei Verstappen
Jetzt haben wir mehr Wissen über das Audi-Problem. Es soll ein Problem mit der Hydraulik sein. Die Audi-Mannschaft tut alles und arbeitet schnell, um Bortoleto den Start noch zu ermöglichen. Auch gute Nachrichten für Norris-Fans: Der Weltmeister sitzt schon im Auto, die Mechaniker haben mit Arbeiten aufgehört. Die Hoffnung besteht also, dass er noch mitfahren kann. Auch bei Max Verstappen wurde auf der Startaufstellung noch Hand angelegt. Bei seinem Heckflügel wurde an der Klappe für den Straight-Mode herumgeschraubt.
Auch Audi in der Boxengasse - wieder nur einer dabei?
Es wird stressig in der Boxengasse, denn zusätzlich zum McLaren von Lando Norris und Williams von Alex Albon schieben gehetzte Mechaniker auch den Audi von Gabriel Bortoleto in die Garage. Bortoleto war bereits in der Startaufstellung gewesen, was genau das Problem ist, ist noch unbekannt. Auch unbekannt ist, ob Bortoleto starten kann. Es wäre auf jeden Fall ein Boxengassenstart. Kann Bortoleto nicht starten, dann wäre es schon das zweite Mal, nachdem auch schon Nico Hülkenberg den Australien GP aussetzen musste.
Lando Norris' Start gefährdet: McLaren arbeitet am Auto
20 Minuten bis zum Start des China GP und McLaren arbeitet immer noch am Auto des Weltmeisters. Auf X ließen sie wissen, dass sie ein Problem am Auto von Lando Norris gefunden haben und an der Reparatur arbeiten. Ein Boxengassenstart ist unungänglich, wenn er überhaupt starten kann. Das Problem wollten sie nicht genauer definieren. Sie montieren den Sitz gerade wieder. Norris wäre von P6 ins Rennen gegangen, die restlichen Fahrer dürfen nicht aufrutschen.
Boxengasse geschlossen: Weltmeister Lando Norris muss aus Boxengasse starten - oder gar nicht?
Albtraum für McLaren schon vor dem Start des China GPs! Lando Norris schafft es nicht zu den Sichtungsrunden und muss damit im besten Fall von der Boxengasse starten. Doch der Weltmeister steigt sogar aus seinem Auto aus. Es stellt sich die Frage, ob er überhaupt starten kann. Es ist so oder so ein Fiasko für McLaren, die schon in Australien nur mit einem Auto starten konnten, nachdem Oscar Piastri auf der Sichtungsrunde crashte. Das gleiche Schicksal wie Norris ereilt Alex Albon. Der Williams-Pilot schafft es auch nicht zur Startaufstellung und muss aus der Box starten. Für ihn ist das weniger schlimm, er wäre sowieso aus der Box gestartet.
Lando Norris lange in der Box
Der amtierende Weltmeister Lando Norris lässt auf sich warten. Der McLaren mit der Nummer eins ist noch in der Box, zwei Minuten vor Ende der Sichtungsrunden und dem Schließen der Boxengasse. Die Mechaniker wurden noch bei Arbeiten an seinem Auto gesehen. Angeblich ist es ein Elektro-Problem, das sie am Vormittag entdeckt haben. Schafft es Norris nicht aus der Boxengasse vor Ende der Zeit, muss er von der Boxengasse starten.
Boxengasse offen, Fahrer starten Sichtungsrunden
Und das erste grüne Licht des Tages! Liam Lawson führt das Feld auf die Strecke, zumindest die ersten Meter. Er stellt sich auf für einen Probestart. Die beiden Alpines und Max Verstappen überholen und verzichten auf einen Übungsstart.
Wer überträgt das Rennen? TV-Überblick zum F1-Rennen in Shanghai
Wer hier im Liveticker mitliest, hat eigentlich alle Informationen und braucht kein TV-Bild. Doch wir sehen das jetzt mal nicht so eng und verraten euch trotzdem, wo ihr den China GP im Fernsehen und Livestream verfolgen könnt. Einfach hier reinklicken:
Willkommen zum Großen Preis von China LIVE im Formel-1-Liveticker
Die letzten Vorbereitungen laufen, die Formel-1-Fahrer machen sich bereit für die Sichtungsrunden. Um 08:00 Uhr ist Rennstart, 40 Minuten davor öffnet die Boxengasse für die Sichtungsrunden. Die Fahrer haben dann zehn Minuten Zeit, um sich auf die Strecke einzuschießen, bis sie sich auf die Startaufstellung aufstellen müssen. Kimi Antonelli darf das auf dem ersten Platz, George Russell an seiner Seite, die Ferraris dahinter. Damit ist es angerichtet für einen spannenden China GP. Auf geht's!



09:44 UhrDas war's vom zweiten Rennen der Formel 1 2026 in Shanghai! Weiter geht es in zwei Wochen mit dem Grand Prix von Japan in Suzuka am 29. März! Bis dann!
09:43 UhrIn der Konstrukteursweltmeistreschaft führt Mercedes mit 98 Punkten vor Ferrari mit 67. Die Weltmeister von McLaren führen mit 18 Zählern das Verfolgerfeld an.
09:42 UhrEs folgen Leclerc (34 Punkte), Hamilton (33), Bearman (17), Norris (15), Gasly (9), Verstappen (8), Lawson (8), Lindblad (4), Hadjar (4), Piastri (3), Sainz (2), Bortoleto (2), Colapinto (1).
09:41 UhrIn der Weltmeisterschaft liegt George Russell mit 51 Punkten weiter an der Spitze. Kimi Antonelli liegt nur vier Zähler dahinter.
09:39 UhrDer Erfolg von Antonelli ist außerdem der erste F1-Sieg eines Italieners seit 20 Jahren. Zuletzt gewann Giancarlo Fisichella beim Grand Prix von Malaysia 2006 für die Nation.
09:38 UhrNico Hülkenberg wird im Audi nach einem unauffälligen Rennen Elfter, nachdem er in Melbourne wegen eines Defekts gar nicht teilnehmen konnte.
09:37 UhrCarlos Sainz setzt sich gegen Franco Colapinto durch und holt für Williams die ersten WM-Punkte in 2026.
09:37 UhrGeorge Russell und Lewis Hamilton komplettieren das Podium, dahinter folgen Charles Leclerc, Oliver Bearman, Pierre Gasly und Isack Hadjar.
09:36 UhrAntonelli siegt! Der Mercedes-Fahrer ist im Alter von 19 Jahren, 6 Monate und 18 Tagen er zweitjüngste Formel-1-Sieger nach Max Verstappen!
09:35 UhrSainz verteidigt sich derweil gegen Colapinto und hält immer noch P9.
09:34 UhrRenningenieur Peter Bonnington redet seinem jungen Fahrer im Funk zu, die letzten drei Runden einfach nur noch über die Bühne zu bringen. Der Vorsprung auf Russell beträgt immer noch acht Sekunden.
09:33 UhrDer Leader hat sich in Kurve 14 ebenfalls verbremst, verpasst den Einlenkpunkt im Gegensatz zu Leclerc aber komplett. Er muss den weiten Bogen durch die Auslaufzone nehmen.
09:32 UhrSchreck für Antonelli!
09:31 UhrColapinto ist jetzt auf unter einer Sekunde an Sainz dran.
09:31 UhrLeclerc Verbremst sich massiv vor Turn 14, bekommt aber noch die Kurve.