Für Williams war der Barcelona Grand Prix ein Rennen zum Vergessen. Carlos Sainz fuhr zwar als Zwölfter über die Ziellinie, war von den Punkterängen aber meilenweit entfernt. Für Alex Albon galt dasselbe, nur dass sein Rennen zum Schluss nur noch als Test genutzt wurde. Mit stolzen 11 Runden Rückstand brachte er seinen Williams über die Ziellinie. Neben der mangelnden Performance auf der Strecke wurde das Team zu allem Überfluss am Ende auch noch abseits des Asphalts von den Stewards bestraft.

Pannenshow vor Start: Williams kassiert 10.000-Euro-Geldstrafe

Die Crew von Carlos Sainz und Alex Albon erlebte vor dem Rennstart eine klassische Amateur-Stunde und bekam gleich zwei 5.000-Euro-Strafen aufgebrummt. Jeweils eine pro Crew - damit das auch gerecht aufgeteilt ist, versteht sich.

Sainz' Crew bekam die Strafe dafür, dass sie eine schwarze Plastikbox vor der Formationsrunde auf dem Gras vergessen hatte. Albons Crew hatte Schwierigkeiten die rechte vordere Heizdecke vom Reifen zu bekommen und quälte sich lange damit, nur damit am Ende doch noch ein Kabel am Auto hängen blieb. Selbes Prinzip wie bei Sainz: es wurden nicht alle Teile mitgenommen, deshalb die Strafe über 5.000 Euro – respektive 10.000 Euro.

"Ein unglaublich schwieriges Rennen hier in Barcelona", bringt es Teamchef James Vowles auf den Punkt. "Aber ein großes Lob an Carlos und Alex, die heute das Maximum herausgeholt haben."

Williams chancenlos in Barcelona-Hitzeschlacht

Carlos Sainz beendete seinen Heim-Grand-Prix auf dem zwölften Platz - mit fast 33 Sekunden Rückstand auf die Punkteränge. "Wir müssen verstehen, wieso uns diese Art von Strecke so schadet und Lösungen dafür finden", meint Sainz, der abgesehen von der fehlenden Pace ein solides Rennen ablieferte. "Ich habe heute alles gegeben, was möglich war, aber P12 ist auf einer Strecke wie Barcelona das absolute Maximum."

Der Reifenabbau in Barcelona war wohl der stärkste in diesem Jahr bisher. Bei Asphalttemperaturen über 50 Grad Celsius und Lufttemperaturen bis zu 32 Grad schmolzen die Pneus nur so dahin. Die langgezogenen mittelschnellen bis schnellen Kurven kamen dem Williams, der immer noch übergewichtig ist und nur wenig Abtrieb hat, ebenfalls nicht gerade zugute.

"Die Reifenabnutzung in dieser Hitze hat uns massiv geschadet", erklärt Albon, dessen Rennen zum Schluss nur noch als Test genutzt wurde. In Runde 35 wurde Albon zu einem unplanmäßigen Boxenstopp hereingeholt. Ganze zwölf Minuten und 57 Sekunden verbrachte er in der Williams-Box. Der Grund: Die Kamera über seinem Kopf war lose und musste gerichtet werden. Zusätzlich nahm das Team noch ein paar kleine Änderungen vor. Danach wurde er nur mehr zum Testen auf die Strecke zurückgeschickt.

"Wir hatten schon vor dem Kameraproblem im Rennen Schwierigkeiten und nachdem das Rennen für uns sowieso gelaufen war, haben wir es als Gelegenheit genutzt, ein paar Dinge am Auto auszuprobieren", meint er sichtlich frustriert. Nicht einmal Charles Leclerc, Kimi Antonelli und Oliver Bearman, die am Ende des Grand Prix durch Defekte ausfielen, konnte er noch einholen. Alle drei blieben im Klassement vor ihm.

"Wir haben heute eine wichtige Lektion gelernt, denn jetzt wissen wir, dass wir wahrscheinlich noch weiter zurückliegen als gedacht", resümiert Lokalmatador Carlos Sainz.

Hamilton schlägt Antonelli! Nächster Crash für Leclerc (09:48 Min.)