Gute Nachrichten von Mercedes-AMG: Ralf Aron kehrt mehr als fünf Monate nach seinem Horror-Unfall in Bathurst zurück ins Cockpit. Der 28-Jährige gibt sein Renn-Comeback beim siebten NLS-Lauf am kommenden Samstag (01. August 2026) auf der Nürburgring-Nordschleife. Aron teilt sich einen von Winward eingesetzten Mercedes-AMG GT3 mit 24h-Nürburgring-Sieger Luca Stolz (feiert heute seinen 31. Geburtstag).
Aron erlitt beim 12-Stunden-Rennen in Bathurst Mitte Februar zwei Wirbelbrüche in Folge eines schweren Unfalls und fiel monatelang aus. Der Este führte das Rennen nach einem Restart 3:40 Stunden vor dem Rennende im #77 Mercedes-AMG GT3 von Craft Bamboo Racing (Aron/Götz/Auer) an, bis er im Streckenabschnitt Forrest's Elbow schwer mit dem gestrandeten Porsche des italienischen Amateur-Fahrers Johannes Zelger kollidierte. Das Rennen wurde nach dem Horror-Crash für eine Stunde mit roten Flaggen unterbrochen.
Viele Beobachter waren irritiert, warum im Bereich vor dem havarierten Porsche keine gelben Flaggen geschwenkt wurden. Nur an der Unfallstelle selbst, die sich hinter einer kaum einsehbaren Rechtskurve befand, wiesen Doppel-Gelb-Flaggen auf die Gefahr hin. Aron erreichte die Stelle mit hoher Geschwindigkeit und wollte wohl einem GT4-Aston-Martin ausweichen, der zu allem Unglück auf der Außenseite der Kurve zum Stehen gekommen war. Zelgers Porsche auf der Innenbahn konnte er jedoch nicht erkennen. Es kam zu einer folgenschweren Kollision.
Ralf Aron: "Vergangene Monate waren extrem intensiv"
"Ich bin super happy, bei NLS7 meinen ersten Renneinsatz rund fünf Monate nach meinem Unfall in Bathurst bestreiten zu können", sagt Aron, der ältere Bruder von Formel-1-Testfahrer Paul Aron. "Die vergangenen Monate waren extrem intensiv - von den ersten Tagen nach dem Unfall über die Reise nach Estland mit unzähligen Arztterminen bis hin zur Erkenntnis, dass ich meine ursprünglich geplanten Rennprogramme nicht umsetzen kann. Die Motorsport-Community hat mir in dieser Zeit unglaublich viel Kraft gegeben."
Im Mai saß Aron auf dem Mercedes-Benz-Testgelände in Immendingen erstmals wieder im Cockpit. Ende Juni unterstützte er das UNO Racing Team bei der Vorbereitung für die China GT Championship. "Nach Reha und intensivem Training konnte ich im Mai endlich wieder für Tests ins Cockpit zurückkehren", sagte er. "Vom ersten Moment an hat sich alles wieder genau richtig angefühlt. Umso mehr freue ich mich, dass jetzt mein erster Renneinsatz bevorsteht - die Zeit ist reif."
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