Lando Norris hat beim Formel 1-Qualifying in Madrid die Favoriten geschockt. Der Weltmeister entriss Kimi Antonelli im Finale mit einer Chaos-Runde die Pole Position. Für den McLaren-Fahrer ist es die dritte Pole in der laufenden Saison und die 19. seiner Karriere. Max Verstappen schaltete sich mit einem starken Turnaround von Red Bull ebenfalls in den Kampf ein, musste sich aber mit Platz drei begnügen. Ferrari blieb dahinter nur vierte Kraft. Alle Reaktionen zur Formel 1 heute in Madrid gibt es im Live-Ticker.
Nach seiner Q2-Bestzeit ging Max Verstappen als größter Herausforderer von Mercedes ins Q3 über 13 Minuten. Die Reihenfolge für den ersten Run beim Finale lautete am Boxenausgang: Antonelli, Russell, Colapinto, Norris, Leclerc, Hamilton, Lindblad, Lawson, Verstappen. Mit 1:32.140 Minuten legte Antonelli auf dem Soft-Reifen vor, doch die Konkurrenz hieß nicht Verstappen. Lewis Hamilton war im Ferrari eine halbe Zehntel schneller und stand nach dem ersten Schlagabtausch damit auf der provisorischen Pole vor Antonelli, Russell und Leclerc. Verstappen blieb als Fünfter mit zweieinhalb Zehnteln auf Hamilton hinter den Erwartungen zurück. Dahinter folgten Norris, Piastri, Lawson, Colapinto und Lindblad.
Vier Minuten vor Schluss rückten die Top-10 für den Showdown auf dem 5,414 Kilometer langen Madring aus. Die Reihenfolge diesmal: Antonelli, Russell, Colapinto, Lindblad, Leclerc, Hamilton, Lawson, Norris, Lawson, Piastri, Verstappen. Mit einer absoluten Bestzeit im ersten Sektor schickte sich Antonelli an, Lewis Hamilton die Pole zu entreißen. Der Italiener brachte eine 1:31.835 Minuten über die Linie und war damit zweieinhalb Zehntel schneller. Die Antwort von Ferrari war nicht genug. Beide verbesserten sich, waren aber langsamer als Antonelli.
Die Überraschung lieferte Lando Norris. Der amtierende Champion war mit 1:31.824 Minuten um den Hauch von 0,011 Sekunden schneller als Kimi Antonelli und vereitelte auf den letzten Drücker die Pole Position für den WM-Leader. Max Verstappen lieferte im finalen Run ab, musste sich aber mit Platz drei zufriedengeben. Ihm fehlten anderthalb Zehntel auf die Norris-Bestzeit. Dahinter komplettierten Hamilton, Leclerc, Russell, Piastri, Lawson, Colapinto und Lindblad die Top-10.
| Qualifying - Session 3 | |
| Zwischenfälle: | - |
| Top-5: | 1. Norris - 2. Antonelli - 3. Verstappen - 4. Hamilton - 5. Leclerc |
Q1 in Madrid: Red Bull wird zum Herausforderer von Mercedes
Das war Q1: Für den ersten Teil des Qualifyings über 18 Minuten ließen sich die Teams nicht lange bitten. Die Angst vor roten Flaggen veranlasste alle dazu, früh eine Rundenzeit zu setzen. Auf der Strecke waren allerdings nur 21 Autos: Oliver Bearman konnte nach seinem Crash im 3. Freien Training nicht teilnehmen. Sein Haas war zu stark beschädigt und das Team meldete noch vor Beginn des Zeittrainings, dass der Samstag für den Briten gelaufen ist. Lance Stroll war ebenfalls nur eine Randnotiz. Er absolvierte wegen eines Problems mit dem Wasserdruck nur zwei Runden und setzte keine Zeit. Aufgrund eines Motorwechsels an seinem Aston Martin startet er im Rennen aber sowieso von ganz hinten.
Die erste Messlatte legte Kimi Antonelli mit 1:33.566 Minuten. Fast alle Fahrer waren auf dem Soft-Reifen (C4) unterwegs, nur beide Ferrari sowie Max Verstappen hatten Medium (C3) aufgezogen. Die alternative Strategie zahlte sich aus. Nach fünf Runden zeigten alle drei Fahrer weiterhin persönliche Verbesserungen. Liam Lawson hatte die Bestzeit mittlerweile von Antonelli übernommen und auf 1:33.316 Minuten heruntergeschraubt. Verstappen war trotz des härteren Reifens nur eine halbe Zehntelsekunde langsamer und sortierte sich als Zweiter ein. Dahinter folgte das Ferrari-Duo, das Antonelli ebenfalls unterboten unterbot.
Auf der Suche nach dem Limit gab es zahlreiche heikle Szenen. Vor allem das Anbremsen für Kurve 17 bereitete den Fahrern große Schwierigkeiten. Antonelli und Hülkenberg verpassten hier den Scheitelpunkt. George Russell touchierte in Turn 21 die Mauer, kam aber mit zwei blauen Augen davon. Drei Minuten vor Schluss befanden sich Fernando Alonso, Alex Albon, Sergio Perez und Valtteri Bottas auf den K.o.-Rängen von P17 bis P20.
Alex Albon schaffte es in der Schlussphase auf Platz 16 und kam damit ins Q2, allerdings auf Kosten von Williams-Teamkollege Carlos Sainz. Vorne hatten sich beide Mercedes noch einmal weiche Reifen abgeholt und sorgten für eine Silberpfeil-Doppelführung. George Russell war mit 1:33.211 Minuten eine halbe Zehntel schneller als Kimi Antnonelli. Auf Platz fünf drängelte sich Lando Norris zwischen die beiden Red Bull und die Ferrari-Teamkollegen.
| Qualifying - Session 1 | |
| Zwischenfälle: | - |
| ausgeschieden: | 17. Sainz - 18. Alonso - 19. Perez - 20. Bottas - 21. Bearman - 22. Stroll |
| Top-5: | 1. Russell - 2. Antonelli - 3. Lawson - 4. Verstappen - 5. Norris |
Q2 in Madrid: Audi scheidet mit Hülkenberg und Bortoleto knapp aus
Das war Q2: Die Favoriten rückten auch im Q2 über 15 Minuten sofort aus. Diesmal hatten alle den weichen Reifen von Pirelli aufgezogen. Mit 1:32.557 Minuten war Max Verstappen im ersten Versuch knapp schneller als Kimi Antonelli. Der Italiener verlor eine halbe Zehntel. Als Dritter hatte George Russell mit zweieinhalb Zehnteln diesmal einen deutlich größeren Rückstand auf den Teamkollegen. Dahinter folgten Liam Lawson und Lando Norris.
Komplett abgehängt waren wieder einmal Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den Plätzen sechs und sieben. Ihnen fehlte über eine halbe Sekunde, sie blieben auf dem Soft-Reifen allerdings über fünf Runden draußen und zeigten dann doch noch persönliche Verbesserungen. In umgekehrter Reihenfolge sortierten sie sich auf P3 und P4 zwischen den Mercedes-Fahrern ein. Auf die Verstappen-Bestzeit fehlten über anderthalb Zehntelsekunden.
Drei Minuten vor Schluss waren Gabriel Bortoleto, Yuki Tsunoda, Esteban Ocon, Alex Albon, Franco Colapinto und Pierre Gasly auf den K.o.-Rängen außerhalb der Top-10. Die beiden Alpine hatten noch keine gültigen Rundenzeiten. Colapinto verbesserte sich mit dem letzten Run auf Platz acht und löste damit sein Ticket für das Q3. Dahinter retteten sich Oscar Piastri und Arvid Lindblad ins Finale. Für Audi reichte es nach Monza wieder knapp nicht. Nico Hülkenberg fehlten als Elfter nur zwei Hundertstel auf Lindblad. An der Spitze setzte Max Verstappen mit 1:32.431 Minuten noch eine neue Bestzeit und distanzierte Antonelli damit auf anderthalb Zehntelsekunden.
| Qualifying - Session 2 | |
| Zwischenfälle: | - |
| ausgeschieden: | 11. Hülkenberg- 12. Bortoleto - 13. Ocon - 14. Gasly - 15. Tsunoda - 16. Albon |
| Top-5: | 1. Verstappen - 2. Antonelli - 3. Hamilton - 4. Leclerc - 5. Lawson |
Das Wetter: Auch für das Qualifying der Formel 1 in Madrid herrschten hochsommerliche Bedingungen. Zum Start der Session um 16:00 Uhr Ortszeit zeigte das Thermometer bei strahlendem Sonnenschein wieder 31 Grad Celsius an. Der Asphalt wurde mit 55 Grad Celsius gemessen. Mit 19 Prozent war die Luftfeuchtigkeit wie schon das gesamte Rennwochenende über extrem gering.



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