Der Formel-1-Rennkalender 2026 ist weiterhin Work in Progress - und wird das voraussichtlich auch noch eine Weile bleiben. Am vergangenen Sonntag wurde bekanntgegeben, dass der Bahrain GP aufgrund des Kriegs im Nahen Osten im Oktober in Malaysia nachgeholt wird. Doch noch immer ist unklar, wo das Saisonfinale stattfindet.

"Der restliche Terminplan bleibt unverändert", hieß es im Zuge der Bahrain/Malaysia-Bekanntgabe lediglich. Weil derzeit kein Ende des Krieges abzusehen ist, muss sich die Formel 1 aber auch hier mit Alternativen auseinander. Die WEC verkündete erst am Dienstag, dass die ursprünglich in Katar und Bahrain geplanten Rennen am Saisonende nun in Spanien und Italien stattfinden.

Die Formel 1 will eigentlich Ende November in Katar fahren und eine Woche später am 6. Dezember in Abu Dhabi. Am Mittwoch präzisierte F1-Boss Stefano Domenicali die Aussage über den unveränderten Terminplan: "Wir nehmen uns so viel Zeit wie möglich, um abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt, um die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt treffen zu können."

Die Deadline für die Formel 1: "Nicht vor Mitte September", wie Domenicali erklärte. Sollte es nicht möglich sein, in Katar und Abu Dhabi zu fahren, findet das Saisonfinale 2026 in Europa statt. "Wir können nirgends anders hin", so der F1-Boss.

Theoretisch wäre auch ein Double-Header in Las Vegas möglich. Direkt vor den beiden Rennen im Nahen Osten findet der GP in der Zocker-Metropole statt. "Es bestand die Möglichkeit, zwei Rennen in Las Vegas auszutragen", bestätigt Domenicali, "aber wir wollen ein Juwel, das gerade erst heranwächst, nicht ruinieren, indem wir das, was wir dort tun, verwässern."

Auch ein anderes US-Rennen steht nicht zur Diskussion, wie er klarstellt: "Ich kann garantieren, dass wir kein weiteres Rennen in den USA haben werden." Mit ein Grund dafür: Die Konkurrenz. "Natürlich darf man nicht vergessen, dass wir in dieser Jahreszeit in den USA gegen die NFL antreten", wirft Domenicali ein.

Saisonfinale in Imola, Portimao oder Istanbul?

Also bleibt aus logistischen Gründen nur Europa übrig. Ein frühzeitiges Ende kommt für ihn nicht in Frage: "Wir wollten die Zahl der Rennen, die Teil dieses Kalenders sind, so weit wie möglich maximieren."

Zu konkreten Austragungsorten in Europa wollte sich der Italiener nicht äußern. Sein persönliches Heimrennen in Imola wäre aber "in der Verlosung", wie er sich entlocken ließ. Auch Portugal und die Türkei könnten mögliche Kandidaten für einen Saisonabschluss in Europa sein.

Bedenken bezüglich des Wetters hat Domenicali im Dezember in Europa nicht: "Wenn ich mir die Temperaturstatistiken für Europa zu dieser Zeit anschaue, ist es dort weniger kalt als die Durchschnittstemperatur in Las Vegas während unseres Rennens."

Auch im AvD Motorsport-Magazin geht es um die Änderungen im Rennkalender. Christian Danner hat dazu eine klare Meinung:

Piastri fast abgeräumt! Danner: Sainz-Ausreden sind blamabel! (28:55 Min.)