Jetzt ist die offizielle Entscheidung gefallen, mit der wir seit vielen Wochen gerechnet hatten: Die WEC hat die Saisonrennen in Katar sowie Bahrain endgültig abgesagt. Aufgrund des anhaltenden Krieges der USA im Iran und allen Folgen für die umliegenden Golfstaaten blieb den Verantwortlichen nichts anderes übrig.

Die beiden letzten Rennen des Jahres werden stattdessen in Europa ausgetragen: Barcelona ersetzt Katar und Monza springt für das in Bahrain geplante Saisonfinale ein. Als Termin für das Rennen in Barcelona steht das Wochenende vom 16. bis 18. Oktober; demnach eine Woche früher als der geplante Lauf in Katar, der eigentlich den Saisonauftakt gebildet hätte und bereits verschoben werden musste. Die WEC macht zum ersten Mal Halt auf der spanischen Formel-1-Strecke.

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WEC-Kalender 2026 geändert: Nach Auftakt auch Finale in Italien

Das Saisonfinale in Monza, wo die WEC zwischen 2021 und 2023 gastierte, fällt auf den bisherigen Bahrain-Termin, also vom 06. bis 08. November 2026. Damit bestreitet die Langstrecken-WM erstmals in ihrer Geschichte sowohl den Auftakt (Imola) als auch das Finale (Monza) in Italien - Ferrari-Fans werden sich über den Double-Header auf heimischem Boden freuen.

"Noch vor wenigen Wochen waren wir optimistisch, in Katar und Bahrain Rennen austragen zu können", sagte WEC-Geschäftsführer Frederic Lequien. "Leider zwingt uns die aktuelle Situation nun dazu, auf einen Alternativplan umzuschwenken. Aus logistischer Sicht war es notwendig, diese Entscheidung jetzt zu treffen, damit Hersteller, Teams und die FIA-WEC-Organisation alle erforderlichen Vorbereitungen treffen können."

Pierre Fillon, Präsident des WEC- und Le-Mans-Veranstalters ACO, ergänzte: "Wir sind zutiefst enttäuscht, dass wir in diesem Jahr nicht in Katar und Bahrain fahren können. Beide Länder sind zu wichtigen Mitgliedern der FIA-WEC-Familie geworden. Ich möchte deshalb unmissverständlich klarstellen: Wir sind fest entschlossen, 2027 wie geplant an beide Austragungsorte zurückzukehren."

Die diesjährigen Absagen hätten keinen Einfluss auf den Rennkalender in der kommenden Saison, in dem sowohl Katar (Auftakt) als auch Bahrain (Finale) weiterhin enthalten sind. Die Änderung des aktuellen Rennkalenders steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch den FIA World Motor Sport Council.

Wegen Barcelona: Ändert GT World Challenge ihren Renn-Termin?

Rund um den Barcelona-Termin am 18. Oktober soll es Fragezeichen geben, weil an jenem Wochenende die GT World Challenge ihr Finale in Portimao austrägt. Gut ein Dutzend Fahrer ist sowohl in der WEC als auch in der SRO-Serie engagiert, darunter Werksfahrer wie Jules Gounon, Daniel Juncadella, Maxime Martin, Miguel Molina, Augusto Farfus oder Marvin Kirchhöfer.

Laut Gerüchten könnte der GT-World-Challenge-Lauf von Sonntag auf Samstag, 17. Oktober vorverlegt werden, damit die betroffenen Fahrer direkt im Anschluss nach Barcelona reisen könnten, um die Rennen beider Serien zu bestreiten. Vergleichbare 'Double-Header' mit zum Teil längeren Flugzeiten gab es bereits in der Vergangenheit.

Kalender-Änderung hat Einfluss auf WEC-Titelkampf

Die Änderung des aktuellen WEC-Kalenders hat zudem Auswirkungen auf den WM-Kampf, denn die Rennen in Barcelona und Monza gehen jeweils über 6 Stunden Zeitdauer. Katar hingegen war als 10-Stunden-Rennen ("1.812 km") eingeplant, Bahrain über 8 Stunden - laut dem Sportlichen Reglement werden mehr WM-Punkte für diese langen Rennen vergeben.

Über die nun geringere Gesamtpunkte-Ausbeute dürfte Toyota nicht unfroh sein: Die Japaner belegen den ersten Platz in der Hersteller-Tabelle mit 132 Punkten. Die ärgsten Verfolger BMW und Ferrari haben 127 bzw. 88 Zähler auf ihren Konten. Allerdings war Toyota in Bahrain stets eine absolute Macht und seit 2017 unbesiegt.

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