+++ Der Liveticker zum Samstag in Madrid +++

+++ Der Bericht zum FP2 in Madrid +++

Guten Abend, Madrid!

Das war unsere erste Begegnung mit dem Madring. Eine knifflige Strecke, die auf jeden Fall für Spannung sorgen könnte. Wir werden sehen, wie sich der Grip verändert und ob wir morgen noch mehr rote Flaggen sehen werden. Wir verabschieden uns an diesem Punkt für heute und machen uns schon bereit für morgen. Da geht es um 12:30 Uhr mit dem dritten Freien Training los, bevor wir um 16 Uhr ins Qualifying starten. Bis dahin wünschen wir einen schönen Abend und viel Spaß beim Lesen unserer Artikel, die gerade online gehen. Bis morgen!

Lindblad ist in Ordnung: Sah schlimmer aus, als es war

Der Bruchpilot selbst versichert nach dem FP2, dass es ihm gut geht. "ich fühle mich gut. Es hat schlimm ausgesehen, aber der Aufprall war nicht besonders hart", so Arvid Lindblad. Sein VCARB 03 ist aber zum Webschmeißen: "Es ist ein ziemlicher Schaden, aber nichts, was man nicht reparieren kann. Deshalb habe ich mich gleich bei den Mechanikern bedankt, die haben heute Nacht ein bisschen Extra-Arbeit." Doch abgesehen vom Crash war der Tag sehr positiv: "Jede Runde, die wir ihn FP2 gefahren sind, war schnell. Wir waren P4 aus eigener Kraft. Das ist das Wichtigste."

Racing-Bulls-Teamchef: Habe lieber ein kaputtes Auto statt P18

Der große Moment des Tages war der Crash von Arvid Lindblad im FP2. Bei den Racing Bulls hängen deswegen aber nicht die Mundwinkel nach unten: "Ich habe lieber ein kaputtes Auto und bin Vierter, als auf Rang 18 mit vier Rändern dran. Es ist nicht ideal, natürlich, und das können wir auch nicht jedes Wochenende machen, aber das können wir akzeptieren. Das Auto ist sehr schnell", freut sich Teamchef Alan Permane. Mit P4 ist der weiße Bulle besser als der vom Top-Team. "Wir hatten heute P4-Pace. Ich weiß nicht, ob wir auch morgen P4-Pace haben, aber wir werden sicher oben dabei sein."

Leclerc überzeugt: Qualifying ist der Schlüssel

Wie viele andere ist auch Leclerc überzeugt, dass Überholen nicht so einfach wird. "Ich habe im zweiten Training versucht, zu überholen, und selbst mit einem riesigen Pace-Vorteil war es fast unmöglich. Die Performance wird hauptsächlich vom Qualifying abhängen. Das wird der Schlüssel sein", sagt er voraus. Für sich selbst sieht er keine schlechten Chancen: "Das Auto hat sich gut angefühlt." Er erwartet auch eine hohe Track-Evolution während der Zeitenjagd, obwohl der Grip in der ersten Session schon "beeindruckend gut" war.

Mercedes vorn? Ferrari schaut auf sich selbst

Dass Mercedes beide Sessions anführte, schüchtert Leclerc nicht ein. "Ja, Mercedes sieht stark aus. Aber darauf konzentrieren wir uns heute nicht. Wir wissen nicht, welchen Runplan die anderen gefahren sind. Wir haben heute so viele Runden wie möglich abgespult, um Daten zu sammeln", erklärt Leclerc. Diese Mentalität, sich nicht mit den anderen zu vergleichen, wenn man ihre Pläne nicht kennt, hat bereits Ferrari-Teamchef Fred Vasseur in Monza betont. "Wir haben gute Arbeit geleistet und den Rest werden wir morgen im Qualifying sehen."

Leclerc begeistert von Madring: Herausfordernste Quali-Session des Jahres!

Ganz das Gegenteil von Max Verstappen ist Charles Leclerc. Der Monegasse liiiiiiiebt Stadtkurse. Das ist auch jetzt nicht anders: "Die Strecke ist sehr aufregend und herausfordernd. Das sind Strecken, die ich sehr gerne habe. Das ist keine Ausnahme. Auf diesem neuen Kurs zu fahren, war echt toll. Wir haben noch einiges zu tun. Ich schätze, das wird eines der heausfordernsten Qualifyings des Jahres, weil es so ein Einsatz-Kurs ist."

Red Bull mit P6 'dort, wo wir hingehören'

Für Red Bull war es ein durchwachsener erster Tag, wie so oft in diesem Jahr. Besonders bitter wurde es, weil Arvid Lindblad mit dem Racing Bull zwei Zehntel schneller war. "Ich fahre dieses Auto nicht, also ich weiß nicht, wie schnell es ist", meinte Verstappen trotzig. "Von unserer Seite sind wir dort, wo wir hingehören. Wir müssen an der Balance arbeiten, über eine Runde mehr herausholen und dann sehen, wie der Reifen sich über mehrere Runden entwickelt. Aber da sitzt jeder im gleichen Boot", meinte er in Bezug auf das Graining.

Servoproblem bei Verstappen? Ja, nein, vielleicht?

Bei Verstappen war am Ende des FP2 ein Steuerungsproblem am Funk besprochen worden. Könnte es das gleiche Servoproblem wie bei Yuki Tsunoda in FP1 sein? "Es war fahrbar, aber es hat sich nicht wie vorher angefühlt. Sie werden es reparieren", legt Verstappen sein volles Vertrauen in seine Mechaniker. Im TV-Interview spielte er die Situation ordentlich runter: "Nein, es war alles in Ordnung. Es sind immer nur kleine Dinge, die du in einer Trainingssession verbessern möchtest." Mysteriös.

Verstappen von Madring unbeeindruckt

Der Madring ist die erste neue Formel-1-Strecke, seit Las Vegas 2023 in den Kalender aufgenommen wurde. Neu ist aufregend, neu ist spannend, neu ist lustig, oder? Nicht, wenn man Max Verstappen heißt. Als er darauf angesprochen wird, wie er denn den Kurs in Echt findet, ist seine Antwort nur ein geraunztes "Meh...". Er erklärt seine unbeeindruckte Reaktion: "Ich bin kein Fan von Straßenkursen. Das wird sich nie ändern. Ich werde immer lieber auf einer Strecke wie Spa fahren. Aber sie haben hier alles gut aufgebaut. Ich bin einfach kein Fan von Stadtstrecken."

McLaren in Spanien noch nicht ganz auf Schiene

Der Reifenverschleiß und die verlorene Streckenzeit für Lando Norris sind aber nur zwei Probleme auf der doch nicht so kurzen Liste von McLaren. "Wir sind noch nicht ganz auf Schiene", schätzt Temple ein. "Aber wir haben einige Ideen für morgen. Da ist noch Potenzial aus Fahrersicht und auf der Chassis-Seite. Wir werden heute Nacht hart arbeiten, um diese auszuschöpfen und hoffentlich einen Fortschritt bis morgen zu machen."

Getriebeschaden ein 'großer Rückschlag' für Norris

Diese ganzen Erfahrungen konnte Piastris Teamkollege Lando Norris nicht sammeln. Bei ihm trat in FP2 früh ein Getriebefehler auf, was ihn die ganze Stunde kostete. "Das ist ein großer Rückschlag für ihn", gesteht Performance-Direktor Mark Temple nach dem Training. "Für FP3 werden wir versuchen, ihm so viel Streckenzeit wie möglich zu verschaffen. Wie erwartet ist es ein sehr technischer, anstrengender Kurs für die Fahrer, die sich zurechtfinden müssen und auch mit den sehr heißen Temperaturen in den Reifen kämpfen. Deshalb wird Zeit auf der Strecke für Lando morgen sehr wichtig sein."

Madring ist ein 'Albtraum im Reifenmanagement'

Im Qualifying dürften sich die Piloten also vergnügen, im Rennen dafür weniger. "Es ist ein Albtraum im Reifenmanagement", weiß Piastri aus seinem Longrun. Auch der McLaren-Fahrer merkte das Graining, was die Papaya-Truppe stärker trifft als andere, ist Piastri überzeugt. "Das ist nicht großartig. Da kannst du am Setup ein bisschen was ändern, aber nicht viel." Obendrauf kommt, dass es ihm und Teamkollege Lando Norris (nur im FP1 gefahren) an Pace fehlte. "Hoffentlich können wir da morgen mehr finden", so Piastri.

Piastri: Madring schwieriger zu lernen als andere Strecken

Alle Formel-1-Fahrer mussten heute eine neue Strecke lernen. "Es war schwieriger, sich mit dieser Strecke vertraut zu machen, als so manch anedere Strecke", gibt Oscar Piastri ehrlich zu. "Es gibt hier viele Passagen, in denen du nicht unbedingt an der Wand vorbeistreichst, sondern auf sie zufährst und ihnen dann ausweichen musst. Das ist eine ziemliche Herausforderung. Wenn du in einen guten Rhythmus kommst, dann ist eine Runde hier ganz lustig", lautete sein erstes Fazit.

Mögliche Formel-1-Strategie in Madrid

Die große Unbekannte ist nun der Sonntag. Wegen der roten Flagge konnten die wenigsten Teams nützliche Longruns fahren, was die Einschätzung schwierig macht. Pirelli rechnet damit, dass zwei Stopps der schnellste Weg zum Sieg sind. Der Zeitverlust von Hard auf Medium ist kleiner, als der Reifenlieferant vorhersah. Nur 0,4 bis 0,5 Sekunden sollte der C3 schneller sein. Da das Überholen erwartungsgemäß schwierig sein wird, könnte das Rennen dadurch zumindest strategisch spannend werden.

Hoher Reifenverschleiß: Das sagt Pirelli

Wie alle Teams und Fahrer stand Pirelli vor diesem Wochenende ohne jegliche Daten da. Nach den zwei Trainingssession haben sich nun einige Herausforderung für die Reifen herauskristallisiert. Wie Motorsport-Magazin.com erfuhr, gibt es nicht nur starkes Graining, sondern auch der thermale Abbau ist äußerst hoch. Das Graining wird über das Wochenende nicht besser, da es aufgrund des hohen Grips entsteht. Das Haftungslevel soll eines der höchsten der Saison sein, so der Reifenlieferant.

Überholen in Madrid? Russell ist nicht optimistisch

Das Thema Überholen ist ein großes in Madrid. Obwohl die Veranstalter mehrere Orte dafür anpreisen, ist sich so gut wie jeder sicher, dass das nicht funktionieren wird. Viele der Bremszonen sind abgewinkelt, d.h. die Fahrer müssen lenken und bremsen zugleich. Da ist es unmöglich, zu überholen. "Es wird sehr schwer", ist sich George Russell sicher. Sein stellvertretender Teamchef erwartet Verhältnisse wie in Monaco. "Wenn wir so viel Reifenverschleiß haben, wie in FP1, macht es das leichter. Aber es wird schwierig." Das macht keine Hoffnung, dass wir am Sonntag nicht eine ähnliche Prozession sehen wie im Fürstentum.

Russell: Reifenverschleiß wird großes Problem

"Alle Fahrer sind heute noch auf Nummer sicher gegangen", ist George Russell überzeugt, warum es nicht viele Zwischenfälle gab. Ein Problem, das nicht so offensichtlich war, die Teams aber schon auf dem Schirm hatten, ist der Reifenverschleiß. Auf dem neuen Asphalt ist der Grip sehr hoch, aber die Boliden schlittern oft durch die Kurven, was eine extreme Belastung für die Pneus ist. Der Verschleiß hat sich über die zwei Trainingssessions verbessert. "Mit dem Abrieb in FP1 wäre wohl eine Sechs-Stopp-Strategie die beste gewesen", scherzte Russell. Er ist überzeugt, dass es bis zum Rennen noch besser werden soll.

Madrid eine Fahrerstrecke? 'Wird aussortieren'

Bradley Lord ist begeistert von der neuen Strecke: "Sie hat mega Features. Es geht bergauf und bergab, nicht nur flach wie in Sotchi oder Valencia zum Beispiel. Eine tolle Strecke, die in die Formel 1 gehört." Er ist davon überzeugt, dass der Madring die besseren und schlechteren Fahrer voneinander trennen wird. "Die perfekte Runde morgen hinzukriegen, wird nicht einfach. Ein bisschen zu viel Gas, ein kleiner Verbremser und schon ist eine halbe Sekunde weg."

Lord: Das ist das Wichtigste auf dem Madring

Für den stellvertretenden Teamchef ist es vor allem verwunderlich, dass in den zwei Stunden Training nur einmal die rote Flagge geschwenkt wurde. "Das zeigt die Qualität der Formel-1-Fahrer", so Lord. Das Setup auf dem abwechslungsreichen Kurs mit Highspeed-Passagen, langsamen Kurven, hohen Kerbs und engen Wänden zu finden, ist eine Herkulesaufgabe. "Besonders in Kurve 12 braucht es eine Steifheit. Aber man muss auch gut auf der Bremse stehen können", beschreibt Lord. "Es gibt sehr viele Stellen, an denen man nicht nur bremst, sondern gleichzeitig auch einlenkt. Dass das Auto da den Fahrern vertrauen gibt, ist sehr wichtig."

Mercedes erwartet Monaco-Verhältnisse im Qualifying

Bei Mercedes kann man zufrieden sein mit dem heutigen Tag. Zweimal Bestzeit, was will man mehr? "Ganz positiv, ein guter, solider Start. Darauf müssen wir aufbauen", meint Bradley Lord im ORF-Interview. "Beide Fahrer mögen die Strecke. Sie ist super anspruchsvoll und herausfordernd. Man muss extrem präzise sein und trotzdem voll ins Risiko gehen. Also eine richtige Formel-1-Strecke." Wegen der roten Flagge war ein Longrun im FP2 nicht möglich, so Lord. Es ist also ungewiss, wie sich die Reifen am Sonntag verhalten werden. Doch das soll laut dem stellvertretenden Mercedes-Teamchef nicht der wichtigste Tag des Wochenendes werden: "Klar ist, dass Überholen ganz schwierig wird. Qualifying ist Monaco-artig kritisch. Darauf müssen wir uns bis morgen konzentrieren."

FP2 - ENDE: Antonelli vorn, Lindblad-Zeit hält trotz Crash

Und das war es mit den ersten Sessions auf dem Madring. Mercedes ist wieder on top - dieses Mal ist es aber Kimi Antonelli allein. Der WM-Leader gibt Charles Leclerc eine Zehntel mit, Lewis Hamilton fehlen 1,5 Zehntel. Arvid Lindblads Zeit und vierter Rang hält, obwohl er nach seinem Crash keine Runde mehr aufstellen konnte. George Russell hatte Probleme auf dem Soft-Reifen, er wird nur Fünfter. Red Bull ist mit vier Zehntel doch etwas weiter weg von der Spitze, auch Oscar Piastri ist mit einer halben Sekunde Rückstand weit von den ersten Startreihen entfernt.

Spanien GP

2. Training, Sonnenschein

Kimi AntonelliMercedes-AMG1
Charles LeclercFerrari   +0:00.112
Lewis HamiltonFerrari   +0:00.143
Arvid LindbladRacing Bulls   +0:00.224
George RussellMercedes-AMG   +0:00.335
Max VerstappenRed Bull   +0:00.406
Oscar PiastriMcLaren   +0:00.537
Yuki TsunodaRed Bull   +0:01.098
Esteban OconTGR Haas F1 Team   +0:01.209
Liam LawsonRacing Bulls   +0:01.2710
Nico HülkenbergAudi F1 Team   +0:01.3911
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +0:01.5012
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team   +0:01.5413
Franco ColapintoAlpine   +0:02.2214
Pierre GaslyAlpine   +0:02.2915
Carlos Sainz jr.Williams   +0:02.6216
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team   +0:03.1117
Alexander AlbonWilliams   +0:03.2718
Sergio PérezCadillac F1 Team   +0:03.5319
Lance StrollAston Martin F1 Team   +0:03.6120
Valtteri BottasCadillac F1 Team   +0:04.0621
Lando NorrisMcLaren-
Positionen Spanien GP
1Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:33.6

2Charles Leclerc
Ferrari
1:33.7
  +0:00.11
3Lewis Hamilton
Ferrari
1:33.8
  +0:00.14
4Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:33.8
  +0:00.22
5George Russell
Mercedes-AMG
1:33.9
  +0:00.33
6Max Verstappen
Red Bull
1:34.0
  +0:00.40
7Oscar Piastri
McLaren
1:34.2
  +0:00.53
8Yuki Tsunoda
Red Bull
1:34.7
  +0:01.09
9Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:34.8
  +0:01.20
10Liam Lawson
Racing Bulls
1:34.9
  +0:01.27
11Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:35.0
  +0:01.39
12Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:35.1
  +0:01.50
13Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:35.2
  +0:01.54
14Franco Colapinto
Alpine
1:35.8
  +0:02.22
15Pierre Gasly
Alpine
1:35.9
  +0:02.29
16Carlos Sainz jr.
Williams
1:36.2
  +0:02.62
17Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:36.7
  +0:03.11
18Alexander Albon
Williams
1:36.9
  +0:03.27
19Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:37.1
  +0:03.53
20Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:37.2
  +0:03.61
21Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:37.7
  +0:04.06
-Lando Norris
McLaren
0:00.0

18:06 UhrDamit verabschieden wir uns wieder. Am Samstag geht es um 12:30 Uhr mit dem dritten Training in Madrid weiter. Dann melden wir uns auch von dieser Stelle wieder. Bis dahin bleibt ihr auf unserer Website und unseren Kanälen auf dem Laufenden. Bis dann!

18:04 UhrUnd wieder gibt es zum Abschluss ein paar Probestarts der Piloten.

18:02 UhrIm Longrun-Vergleich lag Ferrari übrigens hinter Mercedes.

18:01 UhrDamit ist die Zeit um! Nach 60 Minuten steht Kimi Antonelli mit einer 1:33.662 auf Platz eins vor den beiden Ferrari.

18:00 UhrDie beiden schnellsten Fahrer auf dem Medium sind die Mercedes. Antonelli liegt im Schnitt bei einer 1:40.5, Russell bei einer 1:40.6.

17:54 UhrDie meisten Piloten sind in dieser Schlussphase des Trainings auf Longruns unterwegs. Fernando Alonso versucht noch einmal auf eine schnelle Runde zu gehen. Die bringt ihn auf Platz 17.

17:50 UhrBei Verstappen scheint es an der Lenkung Probleme zu geben. "Das Lenken fühlt sich schwerer an."

17:46 UhrUnd weiter geht es! Lindblads Racing Bull wurde von den Streckenposten von der Strecke geräumt. Damit bleiben den Fahrern noch rund 13 Minuten.

17:40 UhrAuch Liam Lawson war in Kurve 21 nicht weit von der Wand entfernt. "Ich habe einfach keinen Grip auf der Hinterachse", funkt er.

17:37 UhrLindblad verliert das Auto beim einlenken in die Kurve und schlägt dann rechts ein. Rote Flagge.

17:36 UhrUnd kaum sagen wir es, da passiert es! Arvid Lindblad schlägt in Kurve 14 in die Wand ein. Per Funk kommt aber direkt Entwarnung. "Ich bin okay."

17:34 UhrAuch nach über der Hälfte von FP2 können wir zusammenfassen: Die Piloten benehmen sich weiter auf dem gefährlichen Madring. Crashes haben wir auch bisher nicht gesehen.

17:32 UhrGeorge Russell war noch nicht auf dem Soft unterwegs.

17:32 UhrAuf den Softs haben mittlerweile die Top-4 alle Russells Bestzeit aus FP1 geknackt. Antonelli steht mit einer 1:33.662 auf Platz eins vor Hamilton und Leclerc. Arvid Lindblad präsentiert sich auf Platz vier weiter stark.

17:27 UhrAston Martin hat das Problem an Fernando Alonsos offenbar beheben können. Der Spanier ist wieder auf der Strecke.

FP2 - Norris fällt endgültig aus

Lando Norris kommt nicht mehr auf die Strecke zurück. Er hatte gleich am Anfang von FP2 einen Getriebeschaden und musste an die Box. Die Reparaturarbeiten dauerten nun so lange, dass der Weltmeister nicht mehr auf der Strecke mitmischen kann. Er muss ohne aufgestellte Rundenzeit das FP2 beenden. Norris hat sich bereits lange aus der Garage verabschiedet. Wir verlieren auch Lance Stroll, der am Funk über ein undefiniertes Problem informiert wurde und sich an die Box zurückschleppt. Fernando Alonso, der den Start des zweiten Trainings wegen eines Kupplungsproblems verpasste, ist bereits 14 Runden gefahren.

FP2 - Audi mag Kurve 5/6 nicht

Die Session geht nach der kurzen roten Flagge weiter, doch die Problemen sind die gleichen. Wieder werden ständig Rundenzeiten gestrichen, weil die Formel-1-Fahrer die Schikane um Kurve 5 und 6 nicht mögen. Beide Audi-Fahrer sind dort bereits geradeaus gefahren, so auch Charles Leclerc, Alex Albon und Lance Stroll.

FP2 - Session geht weiter

Die Tecpro-Barriere ist wieder abgesichert und die Session wird wieder freigegeben. Die Fahrer haben jetzt noch etwas über zehn Minuten, um ihre letzten Qualifying-Simulationen zu absolvieren. In dieser kurzen Zeit ist tatsächlich eine sehr gute Simulationen für morgen. Nicht alle sind mit dem Soft-Reifen draußen. Das Feld ist ein bunter Mix aus rot und gelb (Medium).

FP2 - Uhr tickt weiter

Wie während einer roten Flagge im Training üblich, tickt die Uhr weiter runter. Noch dürfen die Fahrer nicht wieder auf die Strecke, bis die Rennleitung die Session wieder freigibt. Das dürfte noch ein bisschen dauern, da die Barriere in Kurve 13 noch repariert werden muss.

FP2 - Lawson touchiert Wand

Während alle Augen auf Lindblad gerichtet waren, passierte auch Liam Lawson ein kleines Upsi. In der vorletzten Kurve rutscht er zu viel raus und touchiert in der 90-Grad-Kehre mit dem linken Hinterrad die Wand. "Ich habe gar keinen Grip", funkt er. Er scheint aber keinen Schaden davonzutragen und kann weiterfahren.

ROT! Lindblad crasht

Und da ist sie, die rote Flagge. Gerade haben wir ihn noch gelobt, jetzt crasht Arvid Lindblad in die Wand. Beim harten Bremspunkt nach der La Monumental bremst der Rookie aggressiv hart in die Kurve 13 hinein und verliert das Heck. Er dreht sich leicht und schlägt seitlich in die Tecpro-Barriere ein. Der Racing Bull ist kaputt, Lindblad ist aber okay und kann selbst aussteigen. "Sorry, Leute. Ich habe es total früh verloren", entschuldigt er sich am Funk. In der Zeitentabelle ist Lindblad auf Platz vier und superschnell unterwegs.

FP2 - Hamilton macht sich weiter unbeliebt

Es hat in FP1 schon angefangen und es geht in FP2 weiter: Lewis Hamilton macht sich unbeliebt. Auf der engen Strecke ist der Verkehr immer ein Problem, doch es ist auffällig, wie oft der Bummler Hamilton ist. Jetzt erwischt es auch Yuki Tsunoda, der in der überhöhten La Monumental, Kurve 12, auf den Ferrari aufläuft. Er regt sich am Funk auf: "Was macht dieser Typ?" Hamilton erkennt seinen Fehler an und entschuldigt sich mit einem Handzeichen bei Tsunoda.

FP2 - Qualifying-Simulationen starten

Halbzeit im FP2, das heißt traditionell: Es ist Zeit für die Qualifying-Simulationen. Oscar Piastri ist der erste Top-Pilot auf einer schnellen Runde, kommt aber nicht über Platz sechs hinaus. Der MCL40 funktioniert in Madrid irgendwie nicht. Kimi Antonelli kann seine Vormachtstellung behaupten, mit einer 1:33.662 Minuten ist er zwei Zehntel schneller als Lewis Hamilton auf P2 und Charles Leclerc auf P3. Bei George Russell muss etwas schief gegangen sein, denn er konnte sich auf dem Soft-Reifen gar nicht verbessern. Bemerkenswert ist Arvid Lindblad: Der Racing-Bulls-Rookie mischt die Top-Fahrer auf und ist mit P4 und ist mit zwei Zehntel um einiges schneller als Konzernkollege Verstappen.

FP2 - Getriebetausch bei Norris

Es sieht nicht gut aus für Lando Norris. Er ist noch nicht wieder auf der Strecke. Früher funkte er über eine fehlerhafte Gangschaltung. In der McLaren-Garage wurde gerade das gesamte Heck bei der Nummer 1 entfernt. Das dürfte sich also noch ziehen. Laut Informationen vom ORF wird das gesamte Getriebe getauscht. Ob Norris eine Runde aufstellen kann, ist fraglich. McLaren hat die Hoffnung noch nicht verloren.

FP2 - Verstappen in Führung! Nein, doch nicht

Lewis Hamilton sorgt fast für den ersten Formel-1-Crash des Tages. Auf seiner schnellen Runde kommt er in Kurve 16-17 wegen eines Verbremsers zu weit raus und touchiert fast die Wand. "Ich habe wirklich Probleme an der Vorderachse", funkt er daraufhin. Er kann mit seiner besten Zeit nur Platz fünf holen. Wer sich enorm verbessert, ist max Verstappen: Der Red-Bull-Fahrer übernimmt die Führung mit einer Zeit von 1:34.378 Minuten! Oder nein, doch nicht. Die Rundenzeit wurde gestrichten, weil er in Kurve 17 gerade so noch über die Track-Limits drüber war. Tja. Kimi Antonelli fuhr ohnehin gerade eine Runde mit einer Zeit von 1:33.926 Minuten und holt sich die Bestzeit von George Russell zurück.

FP2 - Norris mit Getriebeproblemen

Der Technikteufel kehrt beim Weltmeister ein: Lando Norris funkt, dass er Getriebeprobleme hat. "Die Schaltung ist wirklich schlecht", meint er zu seinem Renningenieur. McLaren holt in an die Box, dort wird der MCL40 mit der Nummer 1 in die Garage geschoben. Norris hat noch keine Rundenzeit aufgestellt und wird wohl nun ein bisschen Zeit abseits der Strecke verbringen. Oscar Piastri fährt währenddessen auf P3 mit einer Sekunde Abstand auf die Bestzeit von Kimi Antonelli.

FP2 - GRÜN: Wie lange hält das gute Benehmen?

Die Ampel schaltet auf Grün und auf der Strecke ist schon ordentlich Betrieb. Nur die beiden Aston Martins und Alex Albon sind noch an der Box, der Rest ist mit dem Soft-Reifen draußen. Bei Audi hat Nico Hülkenberg den Hard-Reifen drauf. Mit 5,414 Kilometern Platz ist Verkehr bei 22 Autos immer ein Thema, das war es auch schon in FP1. Ferrari startet wieder gut auf dem C3-Reifen. Frage ist, ob sich die Leistung beim Wechsel auf Rot wieder vertschüsst.

Alonso wird FP2-Start aussetzen

Yuki Tsunoda ist dabei, aber auf den Lokalmatador Fernando Alonso müssen die Fans vorerst verzichten. Er hatte beim Probestart ein Kupplungsproblem und wird daher nicht direkt im ersten zweiten Training teilnehmen. Wie lange er ausfällt oder ob er die ganze Session aussetzen muss, verriet Aston Martin nicht.

Warnung für Alex Albon

Eine Sache aus dem FP1 müssen wir noch klären, bevor wir in die nächste Session starten: Alex Albon ist unsicher wieder auf die Strecke gefahren, als er sich in der zweiten Schikane verbremste. Direkt dahinter musste Arvid Lindblad ausweichen und abbremsen. Dafür musste er sich vor den Stewards verantworten. Da er vorsichtiger hätte sein können, bekam er eine Verwarnung von den Rennkommissaren.

Madring: Mehr 'Action' in FP2?

Gleich starten wir ins zweite Freie Training auf dem Madring. Nach einem braven FP1, bei dem sich die Fahrer alle zurückhielten und nicht in die Wand fuhren, stellt sich nun die Frage, ob wir in dieser Session mehr von den vorhergesagten roten Flaggen zu sehen bekommen. Naja, wir haben keine Glaskugel und können nicht in die Zukunft blicken. Aber die Piloten haben sich bereits auf die Strecke eingegroovt, daher dürften sie sich nicht so viel erlauben. Aber es dürfte im FP2 mehr Qualifying-Simulationen geben, und auf der Suche nach dem Limit gehen die Fahrer auch gerne mal drüber. Lewis Hamilton küsste die Wand bereits im FP1. Es bleibt abzuwarten, was sich in der letzten Stunde des heutigen Tages tut.

VCARB-Teamchef: Tsunoda kann FP2 fahren

Liam-Lawson-Ersatz Yuki Tsunoda konnte nur gut eine halbe Stunde auf dem Madring fahren, bevor er wegen eines Problems mit dem Power-Steering an die Box kommen musste und im FP1 nicht mehr mitmischte. Die Reparaturarbeiten an seinem Racing Bull dauerten dafür zu lange. Doch in der Teamchef-Pressekonferenz gibt Alan Permaine Entwarnung für das zweite Training: "Wir konnten das Problem in den Daten sehen. Das haben wir repariert und jetzt ist er bereit für FP2. Yuki bindet sich noch mehr ins Team ein und kann mit Arvid mithalten. Er ist in guter Form."

+++ Der Bericht zum FP1 in Madrid +++

Hadjar noch nicht fit: Teamchef erklärt Situation

Fans von Isack Hadjar müssen zum dritten Mal auf ihren Liebling verzichten. Der Red-Bull-Fahrer fällt noch immer wegen einer Verletzung an seinem linken Handgelenk, die er sich in der Sommerpause beim Training zugezogen hat, aus und wird von Liam Lawson ersetzt, der selbst von Yuki Tsundoa vertreten wird. "Es war eine leichte Entscheidung (hier nicht anzutreten)", erklärt RBR-Teamchef Laurent Mekies gegenüber Sky Sports. "Er hat sich noch nicht 100 Prozent sicher gefühlt und das ist das einzige Kriterium, das uns wichtig ist. Wir möchten, dass er 100-prozentig zurückkommt. Es hat keinen Sinn, ihn einfach auf eine Strecke wie diese zu schmeißen, wenn er sich nicht gut fühlt und seine Heilung damit vielleicht beeinträchtigt." Beim Team peilt man nun Baku in zwei Wochen als erstes Rennen seit der Sommerpause an. "Es ist nichts falsch mit seiner Heilung, es funktioniert wie geplant. Aber diese Dinge brauchen Zeit und wir werden uns Zeit nehmen, um das vor Baku zu evaluieren und ihn in den Simulator zu setzen."

Kontroverse um Williams-Lackierung

Falls ihr im ersten Training den blitzblauen Williams vermisst habt, hier die Erklärung: Das Team um Carlos Sainz fährt an diesem Wochenende in Weiß mit einem blauen und zwei grünen Streifen. Das ist inspiriert von der Lackierung des FW07C, mit dem der Traditionsrennstall beim letzten Rennen 1981 in Madrid antrat. Eine nette Idee - doch die Lackierung löste im Netz eine kleine Kontroverse aus. Denn in dieser Zeit wurde Williams in diesem Look unter anderem von der saudi-arabischen Hotelkette Albilad gesponsort. Hinter dieser Kette stand ein Unternehmen des weit verzweigten Firmengeflechts der Familie bin Laden. Gegründet wurde die Kette vom Vater von Osama bin Laden. Genau heute ist es 25 Jahre her, dass die Twintowers in New York attackiert wurden. Der Zeitpunkte könnte also nicht viel schlechter sein.

Baby-Party bei Formel 1 in Madrid

Fernando Alonso wollte gestern nichts Näheres über seinen möglichen Formel-1-Rücktritt verraten. Nur, dass die Entscheidung "nicht bald" fallen würde. Einen großen Faktor in seiner Entscheidung dürfte neben dem Spaß an der Formel 1 und der Wettbewerbsfähigkeit des Teams auch seine Familie spielen. Der 45-Jährige wurde im März zum ersten Mal Vater. Seine Lebensgefährtin, F1-Reporterin Melissa Jimenez, und er begrüßten im März ihren Sohn Leonardo. Seither besuchte der kleine Sprössling schon einige Rennen. Natürlich darf er beim großen Heimrennen seines Vaters nicht fehlen.
Stefano Domenicali begrüßt Fernando Alonso und seine Familie
Die ganze Familie Alonso ist in Madrid vor Ort, Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Mercedes stellt sich mit Updates für Madring auf

Mercedes führte das Feld im FP1 an und das obwohl die kurvige Strecke Ferrari auf dem Papier besser liegen sollte. Dafür brachten die Silberpfeile zwei Updates, die maßgeschneidert für die Stadtstrecke sind. Am Heckflügel verkleinerte das Team das zentrale Winglet, um weniger Luftwiderstand zu erzeugen und schneller durch die Highspeed-Passagen zu kommen. Ein sehr interessant aussehendes, zusätzliches Winglet am Auspuffbereich erzeugt gezielt mehr Last und Drag. Eine überarbeitete Frontbremsen-Verkleidung soll die generelle Performance verbessern und für eine bessere Luftführung am Heck sorgen.
Der Mercedes-Auspuff in Madrid
Der Mercedes-Auspuff in Madrid, Foto: Motorsport-Magazin.com

Red-Bull-Updates in Spanien

Red Bull macht in Madrid einen Schritt in Richtung mehr Zuverlässigkeit. Am Heck soll eine überarbeitete Radverkleidung mit zusätzlichen Flügelchen verlorenen Abtrieb zurückgewinnen und gleichzeitig die Strömung im Bereich des Hinterrads stabil halten. Zudem wurde der Übergang zwischen Boden und Chassis verstärkt, um die Haltbarkeit des Unterbodens zu verbessern und aerodynamische Schäden durch Verformungen zu vermeiden.

Das ist bei McLaren & Ferrari neu

Ferrari bringt in dieser Saison zu so gut wie jedem Rennen eine Neuerung mit. In Madrid optimieren sie die Hinterradaufhängung: Die Verkleidung des hinteren Querlenkers wurde überarbeitet, um die Strömung um die Aufhängung herum zu verbessern und die aerodynamische Effizienz zu steigern. McLaren ist dabei, ihre Version des Macarena-Flügels - sie selbst nennen ihn H-Wing - zu verbessern. Zusätzliche Aero-Elemente am Heckflügel sollen die Luftführung verbessern und damit effizienter sein.

Madrid: Cadillac arbeitet am Heck

Bei Neueinsteiger Cadillac wurde am Heck Hand angelegt. Am hinteren Flügel wurde in der Mitte der Hinterkante des Gurney-Flaps ein Flügelchen angebracht. Dieses Element hatte das Team schon einmal drauf und führt die überarbeitete Version nun wieder ein. Das soll für mehr Abtrieb und Stabilität sorgen. Zudem optimiert eine neue Leitfinne am Diffusor die Unterbodenströmung und erhöht den Heck-Anpressdruck.

Formel-1-Updates in Madrid

Während wir auf eine Strafe für Albon und das FP2 um 17 Uhr warten, haben wir Zeit, einen Blick auf die Updates zu werfen. Die Top-4-Teams haben alle kleine, aber feine Verbesserungen im Gepäck, im Mittelfeld brachten Alpine und Cadillac zwei kleine Teile. Die Franzosen haben bei ihrem Floor Board ein zusätzliches Element draufgepackt, um die lokale Verteilung des Anpressdrucks und der Luftströmung zu verbessern.

Untersuchung gegen Albon

Mehr als eine Geldstrafe könnte es für Alex Albon geben. Der soll im ersten Freien Training nämlich auf eine unsichere Weise wieder auf die Strecke zurückgefahren sein. Albon ist nach einer schnellen Runde in der zweiten Schikane geradeaus gefahren, um Arvid Lindblad vorbeizulassen. Doch anstatt zu warten, bis Lindblad vorbei war, fuhr er direkt im Tunneleingang wieder auf die Strecke und wechselte dann die Seite. Lindblad musste bremsen, um einen Crash zu vermeiden. "Absoluter Idiot!", schimpfte der Rookie am Funk. Beide Fahrer müssen um 15:30 Uhr mit einem Teamrepräsentanten zu den Stewards kommen.

Cadillac muss zahlen: Perez zu schnell

Dass ein Cadillac zu schnell ist, kommt ausschließlich in der Boxengasse vor. Schon öfter jammerten Sergio Perez und Valtteri Bottas, dass der Pit-Limiter, der das Auto automatisch auf 80 km/h drosseln sollte, nicht richtig funktioniere. Das passierte jetzt auch im Fp1 in Madrid, gleich zweimal. Das erste Mal war Perez mit 86,7 km/h geblitzt worden, das zweite Mal sogar mit 96,7 km/h! Da das aber nur im Training vorkam, wird lediglich eine Geldstrafe verhängt. In der Regel müssen 100 Euro pro angebrochenem km/h zu viel gezahlt werden. Das erste Knöllchen macht also 700 Euro aus, beim zweiten mit 16,7 km/h zu viel wird die Höchststrafe von 1.000 Euro verhängt.

Alonso strandet Probestart

Beide Aston Martins haben es durch das Training geschafft - kleine Erfolge muss man feiern -, doch direkt danach gab es schon den ersten Defekt. Ausgerechnet bei Lokalmatador Fernando Alonso macht der AMR26 einfach schlapp, als er beim Probestart wegfahren möchte. Die Drehzahl fällt in den Keller, als er die Kupplung loslässt. Nach wenigen Metern, die er mit kaum Vortrieb dahinrollt, parkt er sich gleich einmal in den ersten Notausgang. Mit nur zwei Stunden bis zum FP2 muss sich das Team jetzt beeilen, sollte ein Getriebetausch oder ähnliches nötig sein. Die Frage bleibt auch, wie lange es dauert, das Auto zurück zur Garage zu bringen. Damit haben die Teams in Madrid noch gar keine Erfahrungen.

Kurze gelbe Flagge: Das war der Grund

Erwartet haben wir zumindest fünf rote Flaggen in 60 Minuten, bekommen haben wir eine kurze gelbe Flagge fünf Minuten vor Schluss. Der Grund dafür war ebenfalls nicht wirklich spannend: Lance Stroll machte für seinen Teamkollegen Fernando Alonso in der Steilkurve 12 Platz. Dabei wurde der Aston Martin so langsam, dass die Rennleitung anscheinend annahm, dass er stehen geblieben ist. Die gelbe Flagge kam raus, zerstörte Alonsos Runde und wurde dann wieder aufgehoben. "In der Mitte da war eine verfickte gelbe Flagge für nichts!", schimpfte der Lokalmatador am Funk.

FP1 - ENDE: Mercedes vor Ferrari

Das war das Debüt des Madrings! Und ehrlich, wir hatten es uns aufregender vorgestellt. Wirklich krasse Szenen, bis darauf, dass Hamilton konstant im Weg herumstand, gab es nicht. Mercedes führt das Feld mit Vorsprung an, Russell gab seinem Teamkollegen Antonelli fast drei Zehntel mit. Dahinter konnte sich Leclerc doch noch auf dem Soft-Reifen verbessern und zumindest vor Hamilton schieben. Der hat seine Soft-Runden konstant aus verschiedenen Gründen abgebrochen. Verstappen auf P5, Norris auf P6 und Piastri auf P8 fahren ein anonymes Training. Audi zeigt sich mit P9 für Hülkenberg und P11 für Bortoleto in Punktereichweite.

Spanien GP

1. Training, Sonnenschein

George RussellMercedes-AMG1
Kimi AntonelliMercedes-AMG   +0:00.282
Charles LeclercFerrari   +0:00.453
Lewis HamiltonFerrari   +0:00.544
Max VerstappenRed Bull   +0:00.625
Lando NorrisMcLaren   +0:00.876
Arvid LindbladRacing Bulls   +0:00.957
Oscar PiastriMcLaren   +0:01.078
Nico HülkenbergAudi F1 Team   +0:01.459
Liam LawsonRacing Bulls   +0:01.4610
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +0:01.5711
Esteban OconTGR Haas F1 Team   +0:01.7512
Franco ColapintoAlpine   +0:01.8513
Pierre GaslyAlpine   +0:02.1614
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team   +0:02.3915
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team   +0:02.7716
Carlos Sainz jr.Williams   +0:02.7917
Yuki TsunodaRed Bull   +0:02.8618
Lance StrollAston Martin F1 Team   +0:03.1719
Alexander AlbonWilliams   +0:03.5120
Sergio PérezCadillac F1 Team   +0:04.0721
Valtteri BottasCadillac F1 Team   +0:04.7422
Positionen Spanien GP
1George Russell
Mercedes-AMG
1:34.0

2Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:34.3
  +0:00.28
3Charles Leclerc
Ferrari
1:34.5
  +0:00.45
4Lewis Hamilton
Ferrari
1:34.6
  +0:00.54
5Max Verstappen
Red Bull
1:34.7
  +0:00.62
6Lando Norris
McLaren
1:34.9
  +0:00.87
7Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:35.0
  +0:00.95
8Oscar Piastri
McLaren
1:35.1
  +0:01.07
9Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:35.5
  +0:01.45
10Liam Lawson
Racing Bulls
1:35.5
  +0:01.46
11Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:35.6
  +0:01.57
12Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:35.8
  +0:01.75
13Franco Colapinto
Alpine
1:35.9
  +0:01.85
14Pierre Gasly
Alpine
1:36.2
  +0:02.16
15Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:36.4
  +0:02.39
16Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:36.8
  +0:02.77
17Carlos Sainz jr.
Williams
1:36.8
  +0:02.79
18Yuki Tsunoda
Red Bull
1:36.9
  +0:02.86
19Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:37.2
  +0:03.17
20Alexander Albon
Williams
1:37.5
  +0:03.51
21Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:38.1
  +0:04.07
22Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:38.8
  +0:04.74

14:36 UhrDamit war es das von uns an dieser Stelle. Wir melden uns zum zweiten Training natürlich wieder. Bis dann!

14:34 UhrJetzt geht es für die Piloten zu den Probestarts. Nach wie vor nicht dabei ist Yuki Tsunoda, der an der Boxenmauer sitzt.

14:33 UhrUnd damit ist die Zeit um! George Russell und Kimi Antonelli stehen vor den beiden Ferrari an der Spitze. Lewis Hamilton ist allerdings keine schnelle Runde auf dem Soft gefahren. Ein Rätsel bleibt weiter die Gelb-Phase.

14:32 UhrGegen Alex Albon wird wegen gefährlichem Zurückkommens auf die Strecke ermittelt.

14:30 UhrLewis Hamilton macht heute durch unaufmerksames Fahren auf sich aufmerksam. Zuerst stand er Nico Hülkenberg im Weg, dann Carlos Sainz. Beide beschwerten sich am Funk.

14:29 UhrLeclerc ist jetzt auf dem Soft unterwegs, bleibt aber auf den weichsten Pneus vier Zehntel hinter George Russells Bestzeit.

14:25 UhrNur drei Autos waren noch nicht auf dem Soft unterwegs: Die beiden Ferrari und der mit Servolenkungs-Problemen in der Box stehende Yuki Tsunoda.

14:22 UhrUnd Fernando Alonso hat Glück. Der Aston Martin schlägt leicht links an der Wand an.

14:17 UhrLeclerc muss dagegen den Notausgang nehmen. Die Mauer berührt er aber knapp nicht.

14:14 UhrJetzt löst George Russell die Ferrari ab. Fünf Zehntel drückt er ihnen auf Soft auf.

14:09 UhrTsunoda muss mit Problemen an der Servolenkung an die Box.

14:08 UhrJetzt fährt Antonelli auf Soft die gleiche Zeit wie vorhin Leclerc auf Medium.

14:03 UhrAntonelli hat den Soft aufgezogen. Allerdings bleibt er auch damit noch über zwei Zehntel hinter den Ferrari.

13:56 UhrAuch gut dabei: Nico Hülkenberg, der mittlerweile auf Platz fünf gelandet ist.

13:54 UhrWeiterhin ist Ferrari vorne. Mittlerweile hat Leclerc Hamilton an der Spitze abgelöst.

FP1 - Hamilton macht sich keine Freunde

Im FP1 hat sich Lewis Hamilton keine Freunde gemacht. Er stand bereits Arvid Lindblad im Weg. Der Rookie bezeichnete ihn und Kimi Antonelli, der ebenfalls dort herumbummelte, als "dumm". Auch Nico Hülkenberg lief in den letzten Kurven auf den Ferrari auf und bezeichnete sein Manöver als "dreckig". "Er hätte mich vorbeilassen können, dann hätte ich ihn später wieder vorbeigelassen", beschwert sich der Audi-Pilot am Funk. Jetzt steht Hamilton auch noch Carlos Sainz im Weg. "Es ist immer das Gleiche. Wieso lässt er mich in der Steilkurve vorbei? Er könnte zwei Meter weiter nach links fahren", jammert der am Funk.

FP1 - Was machen eigentlich Verstappen & McLaren?

Während Mercedes und Ferrari die Session bestimmt haben, waren Max Verstappen und die beiden McLaren unauffällig. Verstappen hat sich derzeit hinter den Top-2-Teams auf P5 eingereiht, ihm fehlen sechs Zehntel auf Russells Bestzeit. Dahinter kommt Lando Norris, Oscar Piastri ist derzeit auf P8, gesplittet werden sie von Arvid Lindblad. Die Papaya-Piloten strauchelten auf dem Medium und haben sich jetzt auf dem Soft zumindest etwas verbessert, Verstappen fehlt schlichtweg der Speed. "Dieses Auto ist wirklich schwer zu fahren", funkt Liam Lawson, der sich mit seinem Ersatzauto, dem RB22, auf P10 einreiht.

FP1 - Mercedes-Doppelfühung! Was ist los bei Ferrari?

Was ist bei Ferrari los? Während sie auf dem Medium-Reifen alle an die Wand fuhren, geht auf dem Soft plötzlich gar nichts mehr. Währenddessen ist es bei Mercedes das genau umgekehrte Bild. Auf dem Medium waren die Silberpfeile noch hinter der Scuderia, jetzt geben sie ihnen über fünf Zehntel mit. Russell führt das Feld vor Antonelli an, hat jetzt den Medium-Reifen aufgezogen, um in den letzten Minuten noch ein paar Runden zu absolvieren.

FP1 - Ferrari sorgt für Aufregung

Dafür, dass wir auf einer neuen Strecke sind und mit einer roten Flagge pro zehn Minuten rechneten, verläuft das FP1 in Madrid recht gemächlich. Wenigstens sorgt Ferrari für ein bisschen Aufregung auf der Strecke. Zuerst gibt es fast einen Crash zwischen den beiden Teamkollegen. Leclerc kommt auf einer schnellen Runde daher und läuft auf einen bummelnden Hamilton auf. "Wir müssen vorsichtiger sein. Ich weiß nicht, ob Lewis gewusst hat, das ich komme", mahnt er sein Team am Funk. Wenig später ist er der Erste, der sich ordentlich verbremst. Zum Glück passierte das in einer Kurve mit einem Auslaufbereich und er konnte einen Schaden verhindern.

FP1 - Mercedes aufgewacht, Ferrari eingeschlafen

Seltsam, was sich in Madrid abspielt. Bisher hatte Ferrari die Session unangefochten angeführt. Doch bei Mercedes ist man nun endlich aufgewacht, hat anscheinend das richtige Setup gefunden und kann sich auf dem Soft-Reifen endlich vor die Roten schieben. Er unterbietet die geschätzte Rundenzeit von 1:34.4 Minuten um drei Zehntel. Man würde nun meinen, dass Ferrari, die bisher nur Medium aufgezogen hatten, sich auf em roten Reifen verbessern würde. Falsch gedacht. Charles Leclerc ist auf seiner Soft-Runde langsamer als auf seiner Medium-Runde. Nur gelbe Sektoren. Lewis Hamilton hat seine schnelle Runde auf dem C4-Reifen abgebrochen.

FP1 - Tsunoda mit Problemen

Hat der Madring den ersten Schaden verursacht? Yuki Tsunoda, der wieder Ersatz für Liam Lawson ist, der wiederum den verletzten Isack Hadjar vertritt, muss an die Box kommen. "Ich habe ein Problem mit dem Power-Steering", funkt er. Der Japaner kann sich noch selbst in die Garage retten, wo sein Racing Bull jetzt untersucht wird. Es könnte sein, dass die Lenkung durch die extrem lange, überhöhte Kurve "La Monumental" kaputt wurde. Dort wird das Material sehr belastet, ähnlich wie bei einem Oval-Kurs in der IndyCar.

FP1 - Mercedes noch zu langsam

Derzeit hat Ferrari die Sache fest im Griff. Mercedes ist noch im Hintertreffen. Kimi Antonelli ist bereits auf dem Soft-Reifen draußen, verbremst sich auf der Jagd nach der Bestzeit aber in Kurve drei. Auf seiner guten Runde fehlen ihm dann trotzdem über zwei Zehntel auf Lewis Hamilton. Die Scuderia ist ohnehin einer eigenen Liga. Die waren bisher nämlich nur auf dem Medium-Reifen draußen. George Russell kann jetzt mit einer schnellen Runde zumindest eine Zehntel auf Hamilton rankommen. Liam Lawson auf P5 fehlt bereits fast eine Sekunde auf die Bestzeit, Lindblad und Verstappen dahinter sind schon 1,2 Sekunden zurück.

FP1 - Erste Strategie-Theorien

Wir sind erst eine halbe Stunde unterwegs und doch lässt sich daraus schon einiges herauslesen: Der Spanien-GP wird sehr wahrscheinlich ein Ein-Stopp-Rennen werden. Die Medium-Reifen können nach mehreren Runden noch immer gute Zeiten fahren und der Grip wirkt besser als erwartet. Was auch für eine Ein-Stopp-Strategie spricht, ist die hohe Boxenstopp-Zeit. Laut Simulationen ist die Pitstop-Deltazeit etwa 25 Sekunden betragen. Normalerweise beträgt der Verlust beim Reifenwechsel etwa 20 Sekunden.

FP1 - Ferrari knackt fast geschätzte Rundenzeit

Von wegen einschießen und kennenlernen. Nicht einmal eine halbe Stunde nach dem FP1-Start, viele sind gerade so um die zehn Runden gefahren, und die Fahrer gehen bereits ans Limit. Lewis Hamilton zeigt vor, wie es geht: Er verbremst sich und kommt fast an die Wand, doch mit seiner Zeit von 1:34.803 Minuten führt er nicht nur das Feld an, sondern knackt auch beinahe die geschätzte Rundenzeit von 1:34.4 Minunten. Dass da noch mehr geht, beweist sein Teamkollege: Charles Leclerc gibt ihm zwei Zehntel mit und setzt sich mit einer 1:34.683 Minuten an die Spitze des Klassements.

FP1 - Doch guter Grip?

Wir haben gute 15 Minuten hinter uns und Ferrari präsentiert sich stark. Das war auf dem kurvigen Madring zu erwarten. Der SF-26 liegt dort einfach gut. Lewis Hamilton führt das Feld vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc an. Interessant ist, dass wir bisher noch keinen wirklichen Verbremser gesehen haben. Sicher werden immer wieder Rundenzeiten gestrichen, doch das ist auf einer neuen Strecke, auf der die Fahrer die Track-Limits erst kennenlernen müssen, verständlich. Aber noch kein Fahrer hat für Rauch gesorgt. Esteban Ocon hat bereits am Funk gemeint, dass der Grip sehr viel höher ist als erwartet. Auf dem neuen Asphalt hatten sich das die wenigsten gedacht.

Gefährliche Boxengasse in Madrid

Während sich die Fahrer mit dem Madring bekanntmachen, schauen wir noch auf eine weitere potenziell gefährliche Eigenheit der Strecke: die Boxengasse. Mit insgesamt über 800 Meter lang, 560 Meter davon im Speed-Limit, ist sie die längste Boxengasse des Formel-1-Kalenders. Interessant ist, dass sich die Einfahrt in der letzten 90-Grad-Kurve befindet. Dort gilt aber die Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h noch nicht gültig, sondern erst 100 Meter danach. Dort könnte potenziell sehr gut Zeit gewonnen werden. Doch die Einfahrt - und auch die Ausfahrt - ist sehr, sehr eng, wie so viele andere Stellen auf dem Madring. Dass wir dieses Wochenende jemanden dort einschlagen sehen, ist also gut möglich.

FP1 - GRÜN! Die ersten Meter auf dem Madring

Und wir haben eine grüne Ampel. Der erste Pilot, der den Madring in einer offiziellen Formel-1-Session befährt, ist Esteban Ocon. Die Fahrer lassen gar nicht lang auf sich warten und wollen so viele Kilometer wie möglich absolvieren. Bis auf Gabriel Bortoleto sind alle auf dem Medium-Reifen unterwegs, der Audi-Pilot hat den Hard-Reifen drauf. Die einzigen beiden Fahrer, die noch nicht auf der Strecke sind, sind Nico Hülkenberg und Franco Colapinto.

Erstes Kennenlernen: Das FP1 auf dem Madring

So, jetzt wird es ernst. Das FP1 beginnt gleich und wir sind schon gespannt, wie lange es bis zur ersten roten Flagge braucht. Bei uns seid ihr natürlich bestens aufgehoben und bekommt alle News direkt mit. Wer holt sich die erste Bestzeit des Tages, des Wochenendes und der Strecke? Wie ist der Grip? Bei den Reifen haben die Teams den C2 (Hard), C3 (Medium) und C4 (Soft) zur Auswahl. Auf geht's!

Madring forderte heute schon Opfer

Der Mading hat bereits bewiesen, dass er gefährlich ist. Im heutigen Formel-2-Training crashte Tasanapol Inthraphuvasak im Ausgang von Kurve 19 in die Wand. Sein ART-Bolide fing Feuer, eine riesige Rauchschwade hing über der Strecke. Der Thai-Fahrer konnte selbst aus seinem Auto aussteigen, er ist nicht verletzt. Wir dürfen also gespannt sein, wer es von den Formel-1-Piloten die Wand findet.
TV-Bilder eines brennenden F2-Autos
Das brennende Auto erzeugte massiv Rauch, Foto: Motorsport-Magazin.com
Inthrapuvasak springt aus seinem brennenden Auto
Inthraphuvasak konnte selbst aussteigen, Foto: Motorsport-Magazin.com

Verstappens erste Sim-Runde als Indikator für Spanien-GP?

Red Bull veröffentlichte gestern auch ein kurzes Video, in dem Verstappen im Simulator eine kurze Runde um den Madring dreht. Dabei crasht er immer und immer wieder. Mehrmals verbremst er sich und findet die Wand, weil er die Kurven falsch einschätzt. Er meint zwar, dass er im echten Auto dann mehr Kontrolle hat, aber wenn das schon ein Indikator für die folgenden Sessions wird, dann muss Bernd Mayländer gar nicht mehr aus seinem Safety Car aussteigen.

Überholen in Madrid unmöglich? Das ist das Problem

Zusätzlich zu der hohen Crash-Gefahr kommt, dass es potenziell nicht so einfach sein könnte, zu überholen, wie die offizielle Website das sagt. Laut dem offiziellen Track-Walk soll es vier gute Überholmöglichkeiten geben. Dass das auch in Realität so funktioniert, ist anzuzweifeln. "Viele der Bremszonen sind abgewinkelt. Da kann man nicht überholen", erklärte Max Verstappen in einen Stream vor dem Wochenende. "Du bremst, aber du lenkst auch. Das ist das Schlimmste, was du machen kannst, um eine Überholmöglichkeit zu kreieren. In so einer Kurve zu überholen, ist sehr schwer." In so angewinkelten Bremszonen können auch besonders schnell die Räder blockieren. Wenn man dann geradeaus fährt, findet man in Madrid schnell die Wand...

Formel 1 erwartet Rot-Festival in Madrid

Die Frage bleibt aber, wie viele Fahrer es durch eine Runde schaffen werden. Denn wie gesagt: Die Wände sind extrem nah an der Strecke, die Kerbs sind extrem hoch und die Kurven sind oft nicht einsehbar. Dazu der hohe Speed und der noch niedrige Grip auf dem neuen Asphalt - das ist ein Rezept für Desaster. Bei einem zweitägigen Test der Formel 3 gab es 19 rote Flaggen. Als WM-Zweiter George Russell das hörte, war er verwundert, wie er gestern erzählte. "Dann habe ich mir die Strecke angesehen und gedacht: Wie gab es nur 19 rote Flaggen?" Auch das restliche Formel-1-Feld ist gespaltener Meinung über den Madring. Die einen freuen sich über die neue Herausforderung, doch die anderen sind sich sehr bewusst über die Schwierigkeit der Strecke. Bernd Mayländer hat gestern bereits seine Testrunden absolviert. Es kann gut sein, dass wir ihn an diesem Wochenende ziemlich oft sehen werden.
Vor Ort in Madrid: Irre F1-Strecke - Gefährlicher Wahnsinn oder Fahrer-Traum? (10:13 Min.)

Das Ende der Formel-1-Runde auf dem Madring

Nach La Monumental folgt ein harter Bremspunkt in Kurve 13, von 300 km/h auf 140 km/h. Hier soll nach unterschiedlicher Linienwahl in der Steilkurve eine gute Überholmöglichkeit sein. Kurve 14 bis 16 sind schnelle, fließende Richtungswechsel, die den zweiten Sektor beenden. Für Kurve 17 wird wieder hart gebremst, offiziellen Schätzungen nach von 280 km/h auf 100 km/h. Die Fahrer verlassen daraufhin durch einen kurzen Tunnel unter der Autobahn durch den permanenten Abschnitt und fahren wieder auf das Veranstaltungsgelände. Durch den Rechtsbogen von Kurve 18 und die Linkskurve von 19 wird kaum gebremst. Kurve 20 ist die langsamste Passage und könnte einige Fahrer aufstellen. Die enge 117-Grad-Rechtskurve und der sofort darauffolgende Linksknick sind sehr knifflig. Laut der offiziellen Website des Madrings sollen hier Überholmanöver möglich sein. Die letzten zwei Kurven, 21 und 22, beides fast 90-Grad-Rechtskurven, führen wieder zurück auf die Start-Ziel-Gerade.

Sektor 2 verleiht 'Autokiller' Madring seinen Namen

Mit Kurve 7 beginnt der zweite Sektor - und was für ein Sektor das ist. Williams-Teamchef James Vowles nannte den Madring im Vorfeld einen "Autokiller", speziell wegen dieses zweiten Sektors. Alle 19 roten Flaggen im Formel-3-Test vor wenigen Wochen wurden hier ausgelöst. Bewältigt man den Hügel zu Kurve 7, biegt man blind in die 90-Grad-Kehre ein. Zu Kurve 8, El Bunker (nahe eines Bunkers aus dem spanischen Bürgerkrieg), fällt die Strecke leicht ab. Auch diese Linkskurve ist blind mit sehr, sehr engen Wänden. Dann geht es wieder bergauf zur Highspeed-Kurve 9. T10 und T11, La Chicane, sind ein langsamer Rechts-Links-Wechsel, der auf den Höhepunkt der Strecke vorbereitet: La Monumental. 550 Meter lang, 24 Prozent überhöht, fast 360 Grad und das alles mit einem geschätzten Speed von 240 km/h. Der Name und die Kurve sollen an eine Stierarena erinnern, 45.000 Menschen auf der Tribüne feuern die Fahrer durch die Kurve an.

Eine Runde auf dem Madring: Der erste Formel-1-Sektor

Starten wir einen kleinen Track-Walk um den Madring, damit wir wissen, auf was wir uns freuen dürfen: Die Runde startet relativ am Anfang der 389 Meter langen Start-Ziel-Geraden. Von der Pole bis zum ersten Bremspunkt müssen die Fahrer 200 Meter zurücklegen. Auf einer Qualifying-Runde sollen die Piloten in Kurve eins von 320 km/h auf 100 km/h bremsen. Die erste Schikane soll auch gleich eine der besten Überholmöglichkeiten sein. Auf die langsamen zwei Kurven folgt ein schneller Rechtsbogen, der auf die längste Gerade (394 m) der Strecke führt. Kurve vier, ebenfalls ein Rechtsbogen, wird mit Vollgas durchfahren, die F1-Boliden sollen hier Geschwindigkeiten von bis zu 340 km/h erreichen. Die Schikane und Kurve 5, 5a und 6 sind harte Bremspunkte, die Fahrer verzögern hier auf 80 km/h. Danach folgt eine kurze Tunneldurchquerung und eine Bergaufpassage, genannt "Subida de las Carcavas", mit 8 Prozent Steigung.

So schnell könnte die Formel 1 in Madrid sein

Der Madring ist eine Mischung aus Highspeed-Passagen und technischen Stellen. Der Teil rund um das Veranstaltungsgeländer herum, etwa von Kurve 18 bis Kurve 4, besteht hauptsächlich aus Geraden mit meist ungefähr 90-Grad-Kurven. Dazwischen müssen die Fahrer einige knifflige Stellen bewältigen. Denn der Madring hält nichts von Auslaufzonen. Die Wände sind extrem eng und die Kerbs teilweise sehr hoch. Das soll die Formel-1-Fahrer aber nicht daran hindern, schnell zu fahren: Topspeeds von etwa 340 km/h sollen auf der 394 Meter langen Geraden von Kurve 3 zu Kurve 4 möglich sein. Auf der Start-Ziel-Geraden sollen die Piloten etwa 320 km/h erreichen. Eine gute Runde soll sich laut Schätzungen der offiziellen Madring-Website im Bereich von 1:34.4 Minuten bewegen.

Die Fakten zum Madring

Bevor wir einen genaueren Blick auf die Strecke werfen, müssen wir zuerst die Basics durchgehen: Der Madring ist eine halb-temporäre Rennstrecke am nordöstlichen Rand der spanischen Hauptstadt. Ein Teil der Strecke führt über das Gelände des Veranstaltungszentrums IFEMA, ein Teil über die öffentlichen Straßen um das Veranstaltungszentrum herum und ein Teil wurde extra für den Grand Prix gebaut. Der Stadtkurs ist 5,414 Kilometer lang und hat sage und schreibe 22 Kurven. Damit ist er der dritt kurvenreichste Kurs im Formel-1-Kalender, gleich nach Jeddah (27) und Singapur (23). Die Renndistanz am Sonntag wird 308,399 Kilometer betragen, was 57 Runden entspricht.

Formel 1: Willkommen in Madrid!

Hallo und herzlich Willkommen liebe Motorsport-Magazin.com-Freunde und -Freundinnen sowie Formel-1-Fans! Wir starten heute in den Großen Preis von Spanien. Uns erwartet eine Premiere. Denn anders als die letzten 35 Jahre findet der Spanien GP nicht in Barcelona statt. Heute debütiert die neue Stadtstrecke in Madrid: der sehr clever benannte Madring! Bevor wir um 13:30 Uhr ins erste Freie Training starten, schauen wir uns die Strecke noch einmal etwas genauer an. Falls ihr die erste Session auf dem neuen Kurs nicht verpassen wollt, haben wir für euch im Überblick, auf welchen Sendern ihr das FP1 und FP2 verfolgen könnt. Dann auf geht's!