Verrückte Verhältnisse zum Start des fünften WEC-Saisonrennens in Austin, Texas: Start/Ziel-Gerade komplett trocken - Aquaplaning-Verhältnisse auf der Gegengerade! Ein Regenschauer vor dem Start des 6-Stunden-Rennens hatte für nasse Bedingungen gesorgt. Das hielt die 17 Hypercars um Pole-Setter Antonio Giovinazzi sowie die 18 GT3-Fahrzeuge jedoch nicht davon ab, geschlossen auf Slick-Reifen zu starten.

"Auf der Gegengerade haben wir schon bei 60 km/h Aquaplaning", berichtete Ferrari-Ass Giovinazzi während der ersten zusätzlichen Formationsrunde. Hintermann Jack Aitken im #38 Jota-Cadillac funkte: "Zu Beginn der Esses ist es sehr nass, dann feucht bis hin zu Kurve 11 und auf der Gegengerade steht das Wasser."

Startphase: Giovinazzi führt in Austin vor Aitken

Rennleiter Freitas entschied sich nach insgesamt drei Formationsrunden, das Rennen freizugeben, nachdem zumindest die Ideallinie größtenteils abgetrocknet war. Giovinazzi hatte keine Mühe, die Pole Position vor Verfolger Aitken zu verteidigen. Trotz der kniffligen Bedingungen verliefen die ersten Runden im Hypercar-Feld ohne größere Zwischenfälle, während es im GT3-Feld mehrfach knallte.

Zu den Gewinnern der Startphase zählte Miguel Molina, der seinen #50 Ferrari vom fünften Startplatz bis auf die vierte Position bugsierte. Genesis-Pilot Andre Lotterer gelangen sogar drei Platzgewinne bis auf den vierten Platz. Der dreifache Le-Mans-Sieger erlebte in Runde 10 jedoch einen bitteren Rückschlag, als er im Duell mit Molina auf eine nasse Stelle kam, sich drehte und bis ans Ende des Feldes zurückfiel.

Verpasse keine Breaking News, starke Analysen, spannende Videos und exklusive Einblicke aus der Welt des Motorsports – von WEC über Langstrecke bis zur Dakar.

Schreckmoment für BMW-Fahrer

Hinter dem Spitzenduo Giovinazzi und Aitken folgten Molina im zweiten Werks-Ferrari sowie der Österreicher Ferdinand Habsburg im #35 Alpine. Der Schwester-Alpine mit Fred Makowiecki am Steuer belegte Platz fünf, dahinter lagen die beiden Toyota TR010 Hybrid mit Sebastien Buemi und Nyck de Vries. Harry Tincknell, der den #007 Aston Martin Valkyrie im Qualifying zum vierten Startplatz geführt hatte, komplettierte die Top-8.

In der LMGT3-Klasse kam es zu einem Schreckmoment, als BMW-Pilot Anthony McIntosh mit halb geöffneter Tür die Boxengasse ansteuerte. Das Cockpit war voller Qualm, nachdem sich der Amerikaner zuvor bei einer leichten Kollision einen schleichenden Plattfuß eingefangen hatte. McIntosh sprang aus dem BMW heraus, fiel kurz zu Boden und erholte sich für einen Moment, während die WRT-Crew das Rad wechselte und McIntosh die Fahrt fortsetzen konnte.