Aston Martin hat sich die Bestzeit bei der 'Generalprobe' für das heutige Qualifying (22:00 Uhr MESZ) in Austin gesichert: Harry Tincknell beendete das 3. Freie Training auf dem Formel-1-Kurs an der Spitze der Zeitenliste. In der 60-minütigen Session setzte sich der Aston-Pilot knapp vor dem Zweitplatzierten Mathieu Jaminet im #19 Genesis GMR-001 durch. Dem Franzosen fehlten nur 0,004 Sekunden auf Tincknells Bestzeit von 1:52.174 Minuten.

Was ist für Aston Martin beim fünften Rennwochenende der WEC-Saison 2026 drin? Tincknell hatte sich bereits am Freitag die Tagesbestzeit geschnappt und jetzt noch einmal nachgelegt. "Wir waren schon ein paar Mal vorne dabei in den Trainings, aber wir müssen es auch im Qualifying und Rennen umsetzen", sagte Tincknell, der sich den V12-Valkyrie mit Tom Gamble teilt.

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Nur Aston Martin hat sich für den Einsatz von Fahrer-Duos entschieden, während sich auf allen anderen Autos je drei Fahrer am Steuer abwechseln. Angesichts der hohen Temperaturen von 32 Grad (Strecke: 42 Grad), die auch im 6-Stunden-Rennen am Sonntag erwartet werden, scherzte Tincknell: "Wir haben gute Physios! Mit nur zwei Fahrern haben wir mehr Zeit, am Setup zu arbeiten."

GT3-Autos haben Ferrari auf dem Kieker

Nachdem die beiden Freien Trainings am Freitag ohne nennenswerte Zwischenfälle über die Bühne gegangen waren, knallte es in der heutigen Session gleich mehrfach. Sowohl der #50 Werks-Ferrari als auch der #83 AF-Corse-Ferrari wurden in Kollisionen mit GT3-Autos verwickelt.

Werksfahrer Nicklas Nielsen zog sich nach 20 Minuten einen Schaden am hinteren Bodywork samt schleichendem Plattfuß zu, nachdem er einen Treffer von einem Ford Mustang erhalten hatte. Zehn Minuten später erwischte es AF-Corse-Pilot Phil Hanson, der mit einer GT3-Corvette aneinandergeraten war. "Der ist verdammt noch mal in mich reingefahren", schimpfte der Brite, dessen Werksvertrag am Freitag verlängert worden war. "Am Auto ist alles okay, aber das sind unglaubliche Fahr-Standards!"

WM-Anwärter BMW schleicht weiter im hinteren Feld herum

Der dritte Ferrari im Bunde, der #51 Weltmeister-499P, hielt sich aus jeglichen Scharmützeln heraus und belegte den vierten Platz hinter dem #38 Cadillac V-Series.R von Jota. Caddy-Pilot Jack Aitken fehlten 0,261 Sekunden zur Spitze, dahinter folgte Antonio Giovinazzi mit zwei zweiteren Zehntelsekunden Abstand. Marco Sörensen im zweiten Aston Martin komplettierte die Top-5 im abschließenden Training.

Auf den Plätzen sechs, sieben und acht folgten der #12 Jota-Cadillac, der #83 Ferrari (Austin-Sieger 2024) und der Toyota TR010 Hybrid mit der Startnummer #7. Nur zwei Marken verpassten die Top-10: Alpine (Plätze 12 und 14) sowie WM-Titelaspirant BMW (Plätze 15 und 16). Vor allem vom Autobauer aus München war in Austin bislang gar nichts zu sehen. Rene Rast und Teamkollege Robin Frijns führen die Fahrer-Wertung an.

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