Ferrari hat beim engsten WEC-Qualifying der Saison 2026 in Austin, Texas die Pole Position erobert. Es hätte faktisch nicht knapper zugehen können auf dem 5,513 Kilometer langen Circuit of the Americas: Pole-Setter Antonio Giovinazzi und der Zweitplatzierte Jack Aitken im Jota-Cadillac brannten identische Rundenzeiten in den heißen Asphalt!

Der amtierende Weltmeister Giovinazzi umrundete den US-Kurs in 1:52.445 Minuten. Pole-Rivale Aitken schaffte exakt die gleiche Zeit, musste sich aber mit dem zweiten Platz begnügen, weil der Ferrari-Star seine Runde zuerst gesetzt hatte. Für Ex-Formel-1-Fahrer Giovinazzi war es die fünfte Pole Position in der Langstrecken-WM seit 2024 sowie die zweite in der laufenden Saison.

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WEC-Qualifying in Austin: Top-4 trennt Wimpernschlag

Der Kampf um den ersten Startplatz für das 6-Stunden-Rennen am Sonntag (Start um 20:00 Uhr deutscher Zeit) war umkämpft wie selten zuvor: Die Top-4 trennten lächerliche 0,050 Sekunden! Hinter Giovinazzi und Aitken belegte Charles Milesi im #35 Alpine mit 0,029 Sekunden Rückstand den dritten Startplatz. Auf P4 folgte Harry Tincknell im #007 Aston Martin Valkyrie. Der Brite hatte zuvor zwei der drei Freien Trainings für sich entschieden und konnte seine starke Form ins Qualifying übertragen.

Auf den Plätzen fünf und sechs folgten Nicklas Nielsen im #50 Ferrari 499P sowie Victor Martins im zweiten Alpine A424. Ex-Le-Mans-Sieger Nielsen und Ferrari-Markenkollege Giovinazzi trennten rund vier Zehntelsekunden. Die beiden Toyota TR010 Hybrid belegten die Positionen sieben (Hirakawa) und neun (Kobayashi), drum herum auf P8 (Jaubert) und P10 (Jaminet) gelang WEC-Neueinsteiger Genesis Magma Racing ein starkes Teamergebnis.

Ferrari beim WEC-Rennen in Austin, Texas
Pole-Setter Antonio Giovinazzi mit seinen Teamkollegen Alessandro Pier Guidi und James Calado, Foto: IMAGO/PsnewZ

WM-Titelanwärter BMW verpasst Top-10

Für Titelanwärter BMW gab es im Qualifying hingegen nichts Zählbares zu holen. Der Autobauer aus München tat sich seit dem 1. Training am Freitag schwer und schaffte auch bei der Zeitenjagd keine Steigerung. Dries Vanthoor im #15 BMW M Hybrid V8 verpasste die Hyperpole-Runde als Elfter. Markenkollege Sheldon van der Linde, der sich den #20 BMW mit den WM-Spitzenreitern Rene Rast und Robin Frijns teilt, belegte Rang 13.

LMGT3: Barrichello Junior führt Aston-Martin-Doppelpole an

Doppel-Pole für das Aston-Martin-Kundenteam The Heart of Racing in der LMGT3-Klasse: Rennfahrersohn Eduardo Barrichello setzte sich vor seinem Markenkollegen Zach Robichon durch. Die beiden Vantage-GT3-Piloten fuhren in ihrer eigenen Liga und distanzierten den Drittplatzierten Timur Boguslavskiy im #91 Manthey-Porsche um 0,380 Sekunden. Der Schwester-Porsche von Manthey mit der Startnummer #92 schied bereits im Q1 aus: Yasser Shahin, Teamkollege des österreichischen Profi-Fahrers Richard Lietz, kam nicht über den 13. Platz hinaus.

Gemischte Gefühle im Lager von BMW: Sean Gelael erreichte mit seinem M4 GT3 Evo das Q2 und dort den siebten Platz. Der zweite WRT-BMW kam hingegen nicht über das Q1 hinaus, Anthony McIntosh fehlte auf P16 rund eine Sekunde für den Einzug in die zweite Runde. Ähnliches Spiel bei Iron-Lynx-Mercedes: Der #61 Mercedes-AMG GT3 fuhr auf P8, während das Schwesterauto bereits im Q1 rausflog und nur auf Platz 18 landete.

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