Mick Schumacher ist bei seinem letzten Qualifying der IndyCar-Saison 2026 sowie in Diensten von RLL vorzeitig ausgeschieden. Beim großen Finale in Laguna Seca kam er in der Quali-Gruppe 1 nicht über den achten Platz hinaus und wird das Rennen am Sonntag (21:05 Uhr deutscher Zeit) aus der achten Startreihe aufnehmen.
Schumacher erzielte eine persönliche Bestzeit in 1:09.572 Minuten auf dem kalifornischen Traditionskurs. Damit fehlten ihm nur 0,027 Sekunden zum rettenden sechsten Platz (Kyffin Simpson), der den Einzug ins Q2 bedeutet hätte. Schumachers Rückstand zu Spitzenreiter David Malukas betrug 0,163 Sekunden.
Mick Schumacher: "Kleiner Fehler in Corkscrew-Kurve"
"Ich hatte einen kleinen Fehler in der Corkscrew-Kurve", sagte Schumacher im Anschluss. "Sonst wären wir vielleicht in den Top-3 gewesen. Wir hatten einen guten Plan für den Rest des Qualifyings. Aber das Auto fühlt sich sehr gut an und es zählt das Rennen morgen. Schauen wir mal, wie es dann läuft."
Das Q1 war aus Sicht von Schumacher eine durchaus spannende Angelegenheit: Zunächst belegte er den sechsten Platz in der Gruppe der zwölf Fahrzeuge, bevor die schnellen Runden auf den roten Soft-Reifen anstanden. Schumacher übernahm mit seiner ersten Push-Runde und trotz eines kleinen 'Moments' in Kurve 6 kurzzeitig die Führung, bevor er zunächst auf P3 und schließlich bis auf den achten Platz durchgereicht wurde. Mit seiner zweiten schnellen Runde konnte sich der 27-Jährige nicht verbessern.
Im Reigen der vorzeitig ausgeschiedenen Fahrer befand sich Schumacher, der 2027 von RLL zu Meyer Shank Racing wechseln wird, in prominenter Gesellschaft: Auch Scott Dixon, Pato O'Ward und der frühere Formel-1-Fahrer Romain Grosjean verpassten den Sprung in die zweite Runde.
Qualifying in Laguna Seca: McLaughlin ringt Palou nieder
Die letzte Pole Position des Jahres sicherte sich Scott McLaughlin. Der Penske-Pilot setzte sich in einem echten Qualifying-Krimi mit 0,017 Sekunden Vorsprung vor Alex Palou durch. Der Spanier von Chip Ganassi Racing stand schon vor dem Finale als alter wie neuer Champion fest, will sich aber standesgemäß in die Winterpause verabschieden. "Ich wollte die Pole, bin aber auch happy mit einem weiteren Start aus der ersten Reihe", sagte Palou, der am vergangenen Wochenende in Milwaukee seinen fünften Titelgewinn errungen hat.
Felix Rosenqvist, der sein Meyer-Shank-Racing-Cockpit für Schumacher räumen und zu Arrow McLaren wechseln wird, belegte den dritten Startplatz. Alexander Rossi komplettierte die zweite Startreihe. Der Fünftplatzierte Christian Lundgaard sparte sich in den Fast-6 eine schnelle Runde und sparte stattdessen Reifen, weil er ohnehin eine 6-Platz-Strafe (Motorwechsel) im Rennen antreten muss. Der McLaren-Pilot kämpft am Sonntag um die Vize-Meisterschaft und muss sich gegen Kyle Kirkwood (Startplatz sechs) sowie Pato O'Ward (Aus im Q1) behaupten.
Schumacher fährt beim Finale um 1,7 Millionen Dollar
Für Schumacher und sein Noch-Team RLL geht es beim letzten Rennen des Jahres am Sonntag um einiges. Aktuell belegt er den 23. Platz in der Meisterschaft und hofft, im letzten Moment noch in den Leaders Circle einzuziehen. Sprich: einen Platz in den Top-22 der Gesamtwertung zu ergattern, der mit einem Team-Preisgeld in Höhe von 1,7 Millionen Dollar dotiert ist. Dafür müsste Schumacher allerdings 18 Punkte zu Rookie-Kollege Dennis Hauger gutmachen, der aktuell den 22. Platz innehat.
Für Schumacher und den Rest des IndyCar-Feldes hatte der Samstag in Laguna mit einer einstündigen Verzögerung begonnen. Das 3. Freie Training begann wegen umfangreicher Reparaturarbeiten an der Strecke später als geplant. Vorausgegangen war ein Horror-Unfall im Rahmenprogramm. Der Porsche-Fahrer, der in der Corkscrew-Kurve die Reifenstapel und Fangzäune durchschlug, wurde ins Krankenhaus geflogen. Er befand sich laut einem Statement von Porsche North America bei Bewusstsein.



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