Strecke Saudi Arabien GP: Jeddah Corniche Circuit

2021 feierte die Formel 1 ihre Premiere in Saudi-Arabien. In Jeddah an der Westküste entwarf das deutsche Architekturbüro von Hermann Tilke den schnellsten Stadtkurs, den die Formel 1 bislang gesehen hat.

Highspeed in Saudi Arabien

Die Strecke, die als Interimslösung für den bis 2023 entstehenden Stadtkurs in der Hauptstadt Riad geplant ist, ist nach Monza der zweitschnellste Kurs im Kalender. Der von den Fahrern für seinen Rhythmus gelobte Kurs, der in Rekordzeit aus dem Boden gestampft wurde, sorgte allerdings für Kritik aufgrund von Sicherheitsbedenken. Die vielen blinden Richtungswechsel erweisen sich vor allem im Training als Gefahr.

Dezidierte Überholstellen gibt es auf dem Kurs jedoch nur wenige. Die langsamen Kurven 1 und 27 eignen sich für Manöver, ansonsten lässt der enge Hochgeschwindigkeitskurs kaum Ausbremsmanöver zu.

Kritik an Saudi-GP

Neben der Strecke sorgte der Saudi-Arabien-GP aufgrund der Menschenrechtslage in dem ölreichen Königreich für viel Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf dem dortigen Regime vor, sich mit internationalen Großereignissen wie einem Formel-1-Grand-Prix reinwaschen zu wollen, also sogenanntes Sportswashing zu betreiben. Vor allem die Diskriminierung von Frauen und die Verfolgung und Folter von Menschenrechts-Kämpfern und Journalisten gaben Anstoß zur Kritik.