Ruhig und gelassen. So ist Oscar Piastri in der Formel-1-Welt bekannt. Der Sieger des Saudi-Arabien-GP scheint stets einen kühlen Kopf zu bewahren und lässt sich von Emotionen nicht überwältigen. Eine Eigenschaft, die dem Australier im engen Titelkampf mit Teamkollege Lando Norris und Verfolger Max Verstappen zugutekommen könnte. Doch wie 'cool' ist Piastri wirklich? Der McLaren-Pilot verrät, was hinter seiner Gelassenheit steckt.

"Jeder funktioniert anders, aber für mich ist es sehr wichtig, ruhig zu bleiben", sagt Piastri. "Das hilft mir, das Beste aus mir herauszuholen. Es hilft mir auf jeden Fall, wenn ich an der Spitze kämpfe. Ich arbeite so am besten und bisher hat es gut funktioniert."

Tränen oder Wutausbrüche am Funk sind bei Piastri unvorstellbar. Dennoch behauptet der Australier, nicht ein gefühlsloser Roboter oder gar der 'Iceman' zu sein. "Es ist mir im Laufe meiner Karriere schon ein paar Mal passiert, dass ich im Auto emotional wurde", gibt der WM-Führende zu.

Besonders schlechte Gefühle versucht Piastri jedoch zu vermeiden. "Wenn man von negativen Emotionen ergriffen ist, dann hat das auch einen negativen Einfluss auf die Leistung", findet der 24-Jährige. "Deshalb versuche ich, ruhig zu bleiben und mich zu entspannen." Von ganz allein kommt die Gelassenheit, die man von ihm gewohnt ist, jedoch nicht. "Ruhig zu bleiben ist für mich schon etwas Natürliches, aber ich bemühe mich auch sehr bewusst darum", verrät Piastri.

Oscar Piastri - Hinter dem Helm stecken die Emotionen

Die Formel 1 bietet viele Gelegenheiten für große Emotionen. Besonders ein Sieg muss ordentlich gefeiert werden. Dieser Meinung ist auch Piastri - trotz seiner stetigen Coolness. "Es gibt auch positive Emotionen. Wenn man in China eine Kamera gehabt hätte, mit der mein Gesicht sichtbar gewesen wäre, hätte man gesehen, dass ich verdammt aufgeregt war", so der McLaren-Pilot. "Die Emotionen sind sehr wohl da."

Oscar Piastri im McLaren
Oscar Piastris Emotionen sind hinter dem Helm versteckt, Foto: IMAGO / NurPhoto

In China fuhr Piastri seinen ersten Rennsieg der Saison 2025 ein. Bei seinem Triumph in Saudi-Arabien am vergangenen Wochenende stand der Australier bereits zum dritten Mal auf dem obersten Treppchen, was ihn zum aktuellen WM-Führenden macht. Geht es so weiter, könnte Piastri in dieser Saison noch viele Gründe zur Freude haben.

Wie viel man von diesen Emotionen mitbekommen wird, ist jedoch die Frage. Denn der McLaren-Pilot schafft es, nur das zu zeigen, was er zeigen will. "Der Funk hat nicht ohne Grund einen Knopf", so der Australier. "Man benutzt ihn, wenn man denkt, dass man ihn benutzen sollte. Also gibt es wahrscheinlich noch mehr, das man unter dem Helm nicht sieht, aber für mich ist das einfach meine Arbeitsweise."

Könnte es für Oscar Piastri und McLaren künftig doch schwieriger werden? Max Verstappen und Charles Leclerc stellten in Saudi Arabien die Papaya-Dominanz in Frage. Hier geht's zur Analyse: