Mit über 40 Sekunden Rückstand auf den strahlenden Sieger Lewis Hamilton überquerte Max Verstappen beim GP von Barcelona-Catalunya die Ziellinie. Wer den vierfachen Formel 1-Weltmeister kennt, der weiß, dass ein vierter Platz absolut nicht seinem Anspruch genügt. "Wir haben unser Bestes gegeben und alles hineingeworfen, aber insgesamt war das gesamte Wochenende für uns etwas schwierig. Wir hatten einfach nicht die Pace, um mit den Autos vor uns mitzuhalten", bilanzierte Verstappen ernüchtert.

Zieht Verstappen die Red-Bull-Ausstiegsklausel?

Feststeht: Red Bull hat Aufholbedarf. "Auf diesen High-Energy-Strecken mit hohem Reifenverschleiß tun wir uns schwerer. Daran müssen wir arbeiten", stellte Max Verstappen klar. In den Medien wird derweil bereits darüber spekuliert, ob Verstappen noch in diesem Jahr seine vertragliche Ausstiegklausel zieht. Der Stichtag dafür soll angeblich bereits der 1. Juli sein: Ist er zu diesem Zeitpunkt in der Weltmeisterschaft nicht mindestens auf dem zweiten Rang platziert, müsste ihn Red Bull im Fall der Fälle vorzeitig ziehen lassen.

Doch wohin sollte die Reise gehen? Laut Ralf Schumacher hat Verstappen auf dem Fahrermarkt derzeit keine große Auswahl. "Bei Ferrari ist zurzeit kein Platz. Und bei Mercedes hört man, dass Toto Wolff ihm hinter den Kulissen ein Angebot gemacht hat, aber das Angebot war finanziell wohl so schlecht, dass es gar nicht infrage gekommen ist", erzählte Schumacher im Podcast Backstage Boxengasse. Auf die Nachfrage, ob er damit ein Mercedes-Angebot von vor der Saison meine, betont der sechsfache Grand Prix Sieger: "Ne, ne ... wohl jetzt aktuell hinter den Kulissen."

Jos Verstappen meldet sich zu Wort

Schumacher glaubt, dass das extrem tief angesetzte Mercedes-Angebot eine bewusste Taktik von Teamchef Toto Wolff war, um den aufstrebenden neuen Mercedes-Star Kimi Antonelli vor einer schädlichen internen Rivalität zu schützen. "Warum sollte sich Toto Wolff neben Kimi Antonelli, dem kommenden Superstar - wenn alles so läuft - sich einen teuren Max Verstappen holen?"

Damit würde sich Toto Wolff wieder ein Duell wie zu Zeiten Hamilton-Rosberg ins Team holen. "Das braucht man wie ein Loch im Kopf", so Schumacher. Einem stießen diese Aussagen jedoch gehörig sauer auf: Jos Verstappen. Er meldete sich prompt auf Instagram zu Wort und kommentierte Schumachers Aussagen öffentlich mit den Worten: "Ralf, schon wieder bringst du falsche Informationen."

Verstappen zu McLaren? Schumacher: Möglich!

Schumacher bringt auch noch McLaren als potenziellen Zufluchtsort für Max Verstappen ins Spiel. Bekanntlich wird dessen langjähriger Red-Bull-Renningenieur GianPiero Lambiase 2028 zu McLaren wechseln. Dort könnte er das Cockpit mit Oscar Piastri, dessen Vertrag eigentlich über 2026 hinausgeht, tauschen. Auch wenn letzteres von beiden Seiten dementiert wurde, meint Schumacher: "McLaren wäre eine Option, nachdem Lambiase dorthin geht. Das kann eine Möglichkeit sein oder er sagt, er hat keine Lust mehr. Wir kennen alle Max, das kann auch passieren."

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