+++ Der Liveticker zum Samstag in Silverstone +++

+++ Der ganze Bericht zum Sprint-Qualifying +++

Goodbye aus Silverstone!

Es wird dunkel in Silverstone, damit ist es an der Zeit für uns, für heute Schluss zu machen. Morgen geht es um 13 Uhr MESZ mit dem Sprint los, wir sind im Liveticker schon etwas vorher für euch da und begleiten euch dann auch durch den restlichen Samstag. Wir freuen uns schon sehr auf das Kurzrennen. Kommt der zweite Sprint-Sieg für Hamilton? Gibt es ein Racing-Feuerwerk zwischen Jungstar und Altmeister? Wir treffen uns morgen wieder hier und verbringen ein paar schöne Stunden miteinander. Bleibt auf unserer Website, da kommen heute noch tolle Artikel, oder folgt uns aus WhatsApp, damit ihr keine Nachricht verpasst! Dann bleibt nur noch zu sagen: Goodbye for now!

Hülkenberg erklärt P13: Dieser Wind!

Die größten Rivalen der Racing Bulls sind Audi, die ein weiteres Rennwochenende hinter den Jung-Bullen starten müssen. Für Nico Hülkenberg wurde es nicht Stammplatz 11, sondern P13. Dabei war er im SQ1 noch unter den Top-10. Was ist passiert? "Es war mehr windig, böiger. Dafür haben wir einen Preis bei unserer Performance gezahlt. Außerdem war unser Performance-Run anders als der von den anderen. Das müssen wir untersuchen", lautete die Erklärung des Deutschen. "Wir waren schlecht im ersten Sektor, das ist typisch für Wind. Dort ist man weniger geschützt, in den langsameren Kurven. Das müssen wir uns nochmal anschauen." Für morgen will man sich bei Audi nach dem Sprint wieder fangen und das beste Paket auf die Strecke bringen.

Lawson überglücklich mit Auto & aggressiver Strategie

Des einen Müll (Hadjar auf P8) ist des anderen Schatz. Liam Lawson könnte kaum glücklicher über seinen 9. Platz im Sprint-Qualifying sein. Die Leistung der Racing Bulls in den letzten Wochenenden war immer top, sie sind derzeit mit Abstand das beste Mittelfeld-Team. "Es ist gut. Das Auto war richtig gut, den ganzen Tag. Wir haben kaum etwas verändert. Wir kommen zu den Wochenenden und sind richtig aggressiv. Das hat bisher gut funktioniert. Es ist eine gute Startposition für morgen." Zu seinem Leidtragen werden im Sprint aber nur die ersten acht Plätze mit Punkten belohnt. Dort sieht er sich morgen nicht: "Wenn alle Top-Fahrer das Rennen beenden, dann bekommen wir keine Punkte, was echt schade ist. Wir werden versuchen, einen guten Start zu haben und dann schauen, wo wir nach den ersten paar Kurven sind. Aber normalerweise sollten wir nach Pace die for uns nicht einholen können. Wir konzentrieren uns aufs Qualifying morgen und aufs Rennen am Sonntag."

Hadjar frustriert mit Ergebnis: So knapp!

Für Isack Hadjar sah es kurzzeitig so aus, als würde er seinen Teamkollegen düpieren. Doch dann kam SQ3 daher und er wurde nur Achter. Obwohl, "nur" ist ein großes Wort, denn ihm fehlten tatsächlich nur 0,13 Sekunden auf Verstappen. "Es war so knapp... Ich bin das achte Auto aus den Top-4, das ist enttäuschend. Ich war einfach nicht schnell genug auf meinem letzten Run. Max Hat es geschafft (sich zu verbessern). Ich möchte wirklich herausfinden, wo es bei mir schiefgelaufen ist. Ich weiß, ich hatte nicht den besten Start, der schlechte Launch hat mich Zeit gekostet." Die engen Abstände zwischen P3 und P9 frustrieren den jungen Franzosen: "Das ist so viel mehr frustrierend. Weil ich weiß, dass ich nur ein paar Dinge sauberer machen müsste, um weiterzukommen. Aber ich bin glücklich mit meiner Performance heute. Ich war von der ersten Runde an dabei und ich hoffe, dass ich morgen Zeit finde."

Piastri: Wir haben die Pace einfach nicht

"Es war ein kniffliger Tag", fasste Oscar Piastri den Freitag in Silverstone für sich zusammen. Mit Platz 6 (Norris) und Platz 7 wird das Sprint-Qualifying den Ansprüchen des Konstrukteursweltmeisters nicht gerecht, dennoch muss man sich nach den letzten Wochenenden damit zufriedengeben. "Nach dem Training haben wir ziemlich langsam ausgesehen, also sind wir ungefähr dort, wo wir uns eingeschätzt haben. Wahrscheinlich sogar ein bisschen näher an dem zweiten Paket hinter Lewis und Kimi. Wir haben uns verbessert, aber nicht so viel, wie wir gebraucht hätten. Wir haben die Pace einfach nicht", bleibt auch er am Boden der Tatsachen. "Es fühlte sich heute so an, als wäre ich wirklich dabei gewesen. Also es ist schade, aber wir werden es morgen versuchen und versuchen, uns weiter zu steigern."

McLaren morgen im Kampf mit Red Bull?

Für morgen sieht er sich nicht in der Flucht nach vorne, sondern eher am Platz kämpfend. "Ich werde versuchen (nach vorne zu kommen). Vielleicht können wir mit den Red Bulls kämpfen, aber der Mercedes von George ist viel schneller", bleibt Norris realistisch. "Gegen ein viel schnelleres Auto zu kämpfen, wird schwer. Aber man weiß ja nie." Er habe sich zumindest am Ende des Qualifyings viel besser gefühlt. Jetzt müsse das Team nur ein paar Sachen für morgen verstehen, um sich zu verbessern.

Norris: Das Auto fühlte sich schockierend an

Lando Norris ist vielleicht einer der größten Pechvögel der Saison. Immer wieder hat er mit technischen Problemen zu kämpfen, auch im Sprint-Qualifying stellte ihm sein Auto heute in Bein. Seine Vorderrad-Bremsbelüftung hatte einen Schaden, ausgerechnet das Teil, an dem McLaren ein Update brachte. Erst für seine finale Runde in SQ3 konnte es repariert werden. "Das Auto war plötzlich ganz anders und fühlte sich viel besser an. Es hat sich für den Großteil des Qualifyings schockierend angefühlt. Wir hatten Glück, dass wir es reparieren konnten, denn dann habe ich endlich das Gefühl zurückbekommen. Ich hätte noch viel mehr pushen können, das war heute leider schade. Aber ich glaube, die Pace war da."

Warnungen für Lindblad und Albon

Jetzt haben wir auch die Auflösung zu den Strafen von Alex Albon und Arvid Lindblad fürs Überschreiten der maximalen Rundenzeit im Sprint-Qualifying. Beide bekommen eine einfache Warnung (Warning). Die meisten Fahrer werden für dieses Vergehen kommentarlos entschuldigt, wenn sie andere Piloten vorbeilassen. Das ist aber bei Albon nicht der Fall. Er fuhr langsamer, weil er sich seine Energie über die Aufwärmrunde falsch einteilte. Er konnte nicht zu stark aufs Gas gehen, weil seine Batterie limitiert ist. Als er merkte, dass er sein Delta nicht einhalten könnte, akzeptierte er den menschlichen Fehler. Im Fall von Lindblad lautete seine Erklärung, dass er während seiner Runde mit Änderungen am Lenkrad und Energiemanagement beschäftigt war. Außerdem wurde er von anderen Autos überholt und wollte daher eine größere Lücke zu seinem Vordermann aufbauen. Er realisierte zu spät, dass er über seinem Delta war. In beiden Fällen ließen die Stewards mindernde Umstände gelten.

Russell erstaunt über Ferrari-Pace: Das macht keinen Sinn

Nicht nur Ferrari ist überrascht von der eignen Pace, auch Russell kann es kaum glauben, dass sich beide Roten vor ihm qualifiziert haben. "Ich bin sehr überrascht von ihrer Pace. Sie waren bisher immer im Hintertreffen, was den Motor und das Energiemanagement angeht." Tatsächlich hat sich Ferrari bisher auf Strecken mit vielen Kurven besser gefühlt, weil sie wohl das beste Chassis im Feld haben. Dazu zählt Silverstone eigentlich nicht. "Sie sehen gerade wie die Besten aus. Wir haben immer gewusst, dass sie ein gutes Chassis haben", so Russell. "Aber das macht gar keinen Sinn. Wenn ich wetten hätte müssen, dann hätte ich gesagt, dass Ferrari in Österreich besser ist und wir (Mercedes) hier. Klar, Kimi hat einen guten Job gemacht, aber Ferrari hatte den ganzen Tag die Überhand."

Silverstone nicht so schlimm, wie Russell erwartet hatte

Russell war der einzige Verfechter des F1-Felds, der meinte, Silverstone würde kein Energie-Horror werden. Nach dem Sprint-Qualifying meint er nun: "Das Gefühl ist gut, es ist nicht so schrecklich, wie wir uns alle erwartet hatten. Wir haben erwartet, dass es sich schlimmer anfühlt." Also hatte er doch auch erwartet, dass es schlimm wird. Der erste Eindruck scheint ihn aber zu überzeugen. "Die Highspeed-Kurven haben sich schnell angefühlt, aber in relativer Rundenzeit ist es nicht da. Wir müssen uns auf morgen konzentrieren", meinte er abschließend noch zu seiner eigenen Leistung.

Russell versteht die Welt nicht mehr: Sehr komisch...

George Russell hat sich nach zwei Wochenenden, wo er zwar langsamer als Kimi Antonelli war, aber sich zumindest vor ihm platzierte, ein weiters Mal vom jungen Italiener panieren lassen. Schon vom Anfang des Qualifyings fuhr er hinterher. "Das ist ein bisschen der rote Faden, der sich durch mein Jahr zieht", lacht Russell verzweifelt. "Wir sind immer hinterher. Normalerweise können wir das bis Q3 ausbessern, aber heute ist uns das nicht gelungen. Mir hat auf P3 nicht viel gefehlt, aber wir waren sehr weit abseits der Pace von Lewis und Kimi. Das müssen wir verstehen. Das ist sehr komisch."

Ferrari überrascht von Pace: Haben große Lücke erwartet

Die drei Zehntel Abstand zu Hamilton sind nicht nur das Resultat von fehlendem Gefühl, sondern auch, weil Leclerc einen schlechten SQ3-Run hatte. "Im SQ1 und SQ2 habe ich mich gut gefühlt, ich war nah am Limit. Aber dann kommt SQ3 und ich verliere das Auto. Ich habe mich einfach nicht so gut gefühlt, wie ich sollte." Dazu war die Erwartungshaltung am Anfang der Woche eine ganz andere. Denn die PU aus Maranello ist nicht bekannt für die Power, die in Silverstone eigentlich gefragt ist. Bei Ferrari rechnete man mit einer großen Lücke zu den anderen Top-Teams, nicht mit der Sprint-Pole. "Wir sind alle sehr überrascht, dass Lewis Pole geholt hat und generell, dass die Lücke nicht größer ist. Es ist ein guter Schritt vorwärts, aber als Team sind wir einfach verwundert, wie konkurrenzfähig wir hier sind", so Leclerc.

Leclerc auf der Suche nach alter Leichtigkeit

Charles Leclerc ist es nicht gewohnt, mehrmals hintereinander von seinem Teamkollegen geschlagen zu werden. Doch seit einigen Rennen steht er fest in Hamiltons Schatten. "ich habe schon seit einiger Zeit gemerkt, dass mir diese Leichtigkeit fehlt, die ich letztes Jahr und mit dem letztjährigen Auto hatte. Sogar wenn ich pushe und alles zusammenfüge, verbessere ich mich nur um Hundertstel." Hamilton hingegen fühlt sich mit der neuen Autogeneration pudelwohl, Leclerc nicht. "Ich muss an allem arbeiten, aber das Wichtigste ist das Gefühl im Auto. Wenn du das nicht hast, dann ist es schwer, Rundenzeit herauszukitzeln und im Qualifying das Vertrauen zu haben. Ich habe Probleme damit, konstant an meinen 100 Prozent zu sein und das Limit des Autos auszureizen. Lewis ist dort viel öfter."

Verstappen im Sprint: Nach hinten orientieren!

Für den Sprint hat Verstappen nicht den optimistischsten Ausblick, denn obwohl er sich mitten zwischen die Ferraris und Mercedes geschlichen hat, bezweifelt er, dass er diese Position im Sprint halten kann. "Sie (Hamilton und Antonelli) sehen sehr schnell aus", lacht er ein bisschen mitleidig auf die Frage, ob er die beiden vor ihm einholen kann. "Das heißt, wenn sich alles ruhig verhält, sollten ihre Teamkollegen auch schnell sein, zumindest was Rennpace angeht. Deshalb, denke ich, muss ich meine Kräfte eher nach hinten orientieren." Hinter ihm lauern mit Charles Leclerc und George Russell zwei Fahrer, die jeden Grund haben, weit nach vorne zu wollen.

Verstappen: Besser als FP1, trotzdem nicht zufrieden

Für Max Verstappen ist der dritte Startplatz eine wirkliche Überraschung, nachdem das FP1 nicht gut verlief. "SQ3 war sehr knapp. Ich hätte statt P3 auch leicht P6 oder P7 sein können", weiß der Niederländer selbst, dass er auf der glücklichen Seite dieses Roulettes gelandet ist. Trotzdem ist der Abstand von über drei Zehntel auf die Sprint-Pole kein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann. "Es ist nicht, wo wir sein wollen. Wir müssen uns noch in den Kurven und mit dem Deployment verbessern. Ein paar Sachen, um mehr Rundenzeit herauszuschlagen, aber das werden wir morgen nach dem Sprint machen." Er lässt durchblicken, dass die Fahrweise ihm gar nicht gefällt: "Das Auto fühlt sich besser an (als in FP1), aber nicht dort, wo ich es haben will. Aber das hat auch mit den Limitationen der Strecke zu tun. Es ist schwierig, das Auto ins richtige Balancefenster zu bekommen."

Antonelli macht Jagd auf Hamilton: Morgen ist alles möglich!

Nur 0,011 Sekunden fehlten Kimi Antonelli auf die Pole Position. "Es ist schade, dass es so knapp war", meinte er nach dem Sprint-Quali. "Ich habe mich in SQ1 nicht gut im Auto gefühlt, aber dann haben wir eine kleine Balance-Anpassung gemacht und es war wie Tag und Nacht. Wir waren plötzlich wieder zurück in der Pace. Gratulation an Lewis, aber wir werden uns auf morgen fokussieren." Für morgen hat er auch einiges vor, denn leicht will er sich nicht geschlagen geben: "Lewis ist in Top-Form, aber wir mögen die Herausforderung. Wir werden versuchen, das Beste rauszuholen. Natürlich werde ich versuchen, zu gewinnen. Es wird nicht einfach, aber alles ist möglich."

Kann Hamilton auch Sprint-Sieg holen?

Bei all der Freude um die Sprint-Pole bleibt aber die Frage: Kann Lewis Hamilton den ersten Startplatz in einen Sieg ummünzen? "Ich denke, unsere Pace war gut. Wir haben (im Training) eine kurze Art von Longrun-Simulation gemacht, es war nicht so viel Zeit. Aber das Auto hat sich gut angefühlt. Wir sollten morgen ein gutes Rennen haben", prognostizierte der Pole-Setter, der sich nicht einmal erinnern kann, wann er bei seinem Heim-GP zuletzt von der ersten Startreihe weggefahren ist - es war 2024, damals P2. Hamilton weiß aber auch, dass er es mit Kimi Antonelli und Max Verstappen im Nacken nicht leicht haben wird: "Die Jungs hinter mir können richtig gut dranbleiben und haben vielleicht dieses Extra-Fünkchen Power. Ich werde mein Bestes tun, um sie hinten zu halten."

Hamilton kann Leistung kaum fassen: Wir sind vor Mercedes!!

"Ich war die ganze Session schnell, aber es waren trotzdem nur 10 Tausendstelsekunden. Es war wirklich knapp", fasst Hamilton das enge Sprint-Qualifying zusammen. Den kleinen Boost, um zu gewinnen, hat er vielleicht von der Energie des Publikums bekommen. "Mindestens", wiederholt Hamilton, als Interviewerin Naomi Schiff meint, dass er mehrere Zehntelsekunden von den Zuschauern bekommt. "Ich meine, schau. Wir sind vor Mercedes! Diese Typen - und die Red Bulls - haben so viel Power. Sie haben das ganze Jahr super performt", meint er fasziniert über die Leistung seines Teams. "Wir bleiben dran, wir pushen weiter. Das macht mich so stolz. Es wird nicht immer so sein, aber wir haben definitiv nicht damit gerechnet, dass wir nach Silverstone kommen und um die erste Startreihe kämpfen. Das haben wir wirklich nicht. Das ist eine unglaubliche Überraschung, ich freue mich riesig."

Hamilton bedankt sich für Updates

Oh oh, da ist es wieder. Das umstrittene Thema "Ferrari-Updates". Als hätte es heute nicht schon genug Diskussionen darum gegeben, hebt Hamilton es bei seiner Rede auch noch einmal hervor: "Das Auto hat sich heute super angefühlt, also ein großes Danke an alle in der Fabrik, die immer hart arbeiten. Wir haben Kleinigkeiten hierher mitgebracht und wir kommen jedes Wochenende mit etwas Neuem. Jeder pusht bis zum Anschlag." Wir hoffen einmal für Fred Vasseurs Nerven, dass Toto Wolff diesen Teil nicht gehört hat. Wie sehr sich der Ferrari-Teamchef heute Nachmittag zu diesem Thema aufgeregt hat, lest ihr hier:

Untersuchung gegen mehrere Fahrer

Wir hatten es schon nach SQ1 angekündigt: Einige Fahrer werden jetzt nach dem Rennen wegen einem Vergehen gegen die Renndirektor-Notizen untersucht. Der Renndirektor hatte vor der Session verhängt, dass Fahrer nicht länger als 1:39.00 Minuten für eine Runde um den Silverstone Circuit brauchen dürfen. Damit soll unnötiges Bummeln vermieden werden. Die meisten Fahrer wurden bereits freigesprochen, außer zwei: Arvid Lindblad und Alex Albon wurden bereits zu den Stewards zitiert. Sollten sie schuldig gesprochen werden, droht ihnen aber keine große Strafe. Die Höchststrafe ist ein Reprimand (Warnung).

Hamilton reagiert auf Sprint-Pole: Ein großer Traum!

"Wow, okay. Ich mag es", sagt Hamilton mit einem breiten Grinsen, als das Publikum ihm in Parc ferme zujubelt. "Ich liebe diesen Ort, ich liebe diese Menge. Ich kann nicht ausdrücken, wie groß dieser Traum noch heute ist, wenn du dich auf dieses Rennen vorbereitest. Du denkst an jede Kurve und den Flow, in den du kommen kannst, wenn du auf dieser Strecke das Setup gut hinbekommst. Das schaffst du mit dem richtigen Team hinter dir."

Hamilton feiert Sprint-Pole auf Heimatstrecke

"Und du bist P1", freut sich Renningenieur Carlo Santi am Funk, als Hamilton winkend und jubelnd über die Strecke fährt. "Großartige Arbeit, großartige Arbeit", kommt das Lob des Rekordweltmeisters zurück. Nicht nur im Publikum ist die Freude groß, auch in der Ferrari-Garage wird gefeiert.

McLaren haarscharf vorbei an Top-5

Die Abstände in diesem Sprint-Qualifying sind - abgesehen von den Top-2 - extrem eng. Zwischen Verstappen auf P3 und seinem Teamkollegen Hadjar auf P8 liegen nur 0,138 Sekunden. Norris verpasste die Top-5 um nur 0,007 Sekunden, Piastri liegt nur 0,032 Sekunden hinter ihm. Hadjar verpasste Platz 7 um 0,063 Sekunden, doch er spürt Liam Lawson mit nur 0,092 Sekunden Abstand hinter ihm. Arvid Lindblad reißt auf P10 wieder einen größeren Abstand von über vier Zehntel auf die Top-9 auf, doch als Rookie bei seinem Heim-GP ist Platz 10 mehr als erfreulich.

Verstappen führt 2. Liga an

Max Verstappen kann mit Platz drei mehr als zufrieden sein, nachdem er bisher noch nicht so in Schwung kam. Ein Blick auf die Zeitentabelle zeigt aber, dass Red Bull heute sehr wohl noch etwas zu bereden hat. Denn zwischen ihm und den vorderen Zwei klafft eine große Lücke von über drei Zehntel. Außerdem hängt ihm Leclerc mit nur 0,006 Sekunden ganz fest im Nacken. Russell konnte mit Platz 5 gerade noch Schadensbegrenzung machen, nachdem er fast aus SQ2 gefallen wäre.

Antonelli einziger Hamilton-Verfolger

Der einzige Fahrer, der mit Hamilton mithalten konnte, war Kimi Antonelli. Ihm fehlten nur 0,011 Sekunden auf seine erste Sprint-Pole des Jahres. Damit ist das die erste Pole Position des Jahres, die nicht von einem mit einem Mercedes-betriebenen Boliden eingefahren wurde.

SQ3 - ENDE: HAMILTON HOLT SPRINT-POLE

Und es hat sich seit den ersten Runden heute angekündigt: LEWIS HAMILTON HOLT DIE SPRINT-POLE IN SILVERSTONE! Trotz eines Fehlers in der letzten Kurve und obwohl er in keinem Sektor der Schnellste war, holt er sich mit einer 1:28.376 die Sprint-Pole auf seiner Heimatstrecke. Der Jubel und Applaus von den versammelten Formel-1-Fans ist laut, als der Lokalmatador zurück an die Box fährt. Es ist Hamiltons zweite Sprint-Pole für die Scuderia. Als Belohnung für den SF-26 gibt es ein paar Streicheleinheiten von Hamilton, als er in Parc ferme aussteigt.

+++ Das Sprint-Qualifying im Session-Ticker +++

Großbritannien GP

Sprint Qualifying, Sonnenschein

Lewis HamiltonFerrari1
Kimi AntonelliMercedes-AMG   +0.012
Max VerstappenRed Bull   +0.323
Charles LeclercFerrari   +0.334
George RussellMercedes-AMG   +0.365
Lando NorrisMcLaren   +0.366
Oscar PiastriMcLaren   +0.407
Isack HadjarRed Bull   +0.468
Liam LawsonRacing Bulls   +0.559
Arvid LindbladRacing Bulls   +0.9910
Pierre GaslyAlpine11
Gabriel BortoletoAudi F1 Team12
Nico HülkenbergAudi F1 Team13
Franco ColapintoAlpine14
Carlos Sainz jr.Williams15
Alexander AlbonWilliams16
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team17
Esteban OconTGR Haas F1 Team18
Sergio PérezCadillac F1 Team19
Valtteri BottasCadillac F1 Team20
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team21
Lance StrollAston Martin F1 Team22
Positionen Großbritannien GP
1Lewis Hamilton
Ferrari
1:28.3

2Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:28.3
  +0.01
3Max Verstappen
Red Bull
1:28.6
  +0.32
4Charles Leclerc
Ferrari
1:28.7
  +0.33
5George Russell
Mercedes-AMG
1:28.7
  +0.36
6Lando Norris
McLaren
1:28.7
  +0.36
7Oscar Piastri
McLaren
1:28.7
  +0.40
8Isack Hadjar
Red Bull
1:28.8
  +0.46
9Liam Lawson
Racing Bulls
1:28.9
  +0.55
10Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:29.3
  +0.99
11Pierre Gasly
Alpine
1:29.4

12Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:29.6

13Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:29.7

14Franco Colapinto
Alpine
1:29.9

15Carlos Sainz jr.
Williams
1:30.1

16Alexander Albon
Williams
1:30.6

17Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:31.0

18Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:31.7

19Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:31.7

20Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:32.0

21Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:32.9

22Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:32.9

18:20 UhrUnd damit verabschieden wir uns für heute. Goodbye!

18:19 UhrWir freuen uns, wenn wir morgen hier im Ticker ebenfalls auf euch zählen können.

18:19 UhrMorgen um 13:00 Uhr geht es bei uns weiter mit dem Sprint! Dann erfahrt ihr, ob sich Hamilton seinen ersten Sieg im Silverstone-Sprint holen kann.

18:18 UhrJetzt geht es noch für alle auf die Waage und dann ist diese Session auch schon wieder vorbei.

18:17 UhrDas morgige Duell im Sprint wird wohl Hamilton vs. Antonelli, Altmeister vs. Youngster heißen. Da dürfen wir uns auf einiges an Spannung freuen!

18:17 UhrHamilton holt sich damit seine zweite Pole-Position im zweiten Sprint in Silverstone!

18:16 UhrHadjar auf Startplatz acht. Dahinter starten die beiden Racing Bulls Lawson und Lindblad.

18:16 UhrRussell schafft es nur auf Platz fünf. Hinter ihm die beiden McLaren.

18:15 UhrVerstappen fährt auf Platz drei vor und verdrängt Leclerc auf Startplatz vier.

18:15 UhrDa hat er aber nicht mit Hamilton gerechnet! Er nimmt Antonelli trotz einem kleinen Fehler ein Hundertstel ab.

18:15 UhrAber Antonelli macht eine neue Zeitrechnung auf!

18:14 UhrNorris nimmt ihm drei Hundertstel ab.

18:14 UhrDer McLaren-Pilot legt vor und schreibt die Bestzeit an.

18:13 UhrPiastri legt los. Dicht gefolgt von Lindblad.

18:12 UhrDas Schlusslicht bildet Russell.

SQ3 - GRÜN: Hamilton-Sensation in Silverstone?

Bahnt sich nach dem Barcelona-Sieg die nächste Hamilton-Sensation an? Gerade ist der Brite der wohl heißeste Kandidat auf die Sprint-Pole. Oder dreht Kimi Antonelli doch noch einmal richtig auf? Bisher gingen die Sprint-Poles 2026 an George Russell (China & Kanada) und Lando Norris (Miami). Die Piloten dürfen für die letzten acht Minuten die roten Soft-Reifen aufziehen. Es steht nur ein Reifensatz davon zur Verfügung. Noch traut sich keiner aus der Box, alle werden also auf eine einzige fliegende Runde bauen.

SQ2 - ENDE: Hamilton Bester, Lawson sehr stark

In den Top-10 finden sich die vier Top-Teams und die Racing Bulls wieder. Sehr stark präsentierte sich Liam Lawson, der mit P4 der beste Pilot des Red-Bull-Schirms ist. Sein Teamkollege Arvid Lindblad kommt bei seinem ersten Heim-GP auch unter die Top-10. Verstappen hat auf eine zweite Runde im SQ2 verzichtet und blieb ungefährdet die letzten Minuten an der Box. Russell musste schwitzen, er war knapp vor dem Rausfall, bevor er sich gerade noch so auf Platz 7 verbessern konnte. Lando Norris war auf Platz 10 und nur 0,081 Sekunden vor Pierre Gasly knapp vor seinem ersten Q2-Aus des Jahres.

SQ2: Hamilton bestätigt Vormachtstellung, Russell enttäuschend

Die ersten Runden des SQ2 sind gefahren und Lewis Hamilton ist erneut ganz oben. Die Luft in seinem Heimatland muss ihm guttun. Er ist halt einfach ein Silverstone-Spezialist. Auffällig ist, dass er vor allem im letzten Sektor immer der Schnellste ist und dem Feld mehrere Zehntel mitgibt. Ob es die Einteilung der Reifen oder der Energie ist, können wir nicht sagen, aber es ist schon seit dem Training bemerkenswert. Ganz enttäuschend ist die Session bisher für George Russell. Er konnte keinen einzigen schnellesten Minisektor aufstellen und kommt mit sieben Zehntel Abstand auf Hamilton und sechs Zehntel Abstand auf seinen Teamkollegen Antonelli nur auf P8.

SQ2 - GRÜN: Untersuchung gegen viele

Die schnellsten 16 Fahrer starten in die nächsten 10 Minuten, wie vorgeschrieben alle mit dem gelben Reifen. Einige Fahrer sind jetzt schon auf der Liste der Stewards vermerkt. Russell, Lindblad, Colapinto, Albon, Hadjar, Alonso, Stroll, Norris und Sainz haben die maximale Delta-Zeit nicht eingehalten und damit gegen die Renndirektor-Notizen verstoßen. Das wird nach der Session untersucht. Damit ab ins SQ2!

SQ1 - ENDE: Hamilton holt erneut Bestzeit

Schwarz-weiß karierte Flagge und von ganz oben winkt erneut Lewis Hamilton. Der Ferrari-Pilot kann sich mit einer Zehntel Vorsprung auf seinen Teamkollegen durchsetzen. Auf P3 reiht sich ein starker Hadjar ein. Erst auf P4 kommt mit Piastri ein Mercedes-betriebener Bolide. Mercedes selbst ist mit P5 für Russell und P7 für Antonelli für ihre Verhältnisse mehr als abgeschlagen. Antonelli fehlt fast eine halbe Sekunde auf die Bestzeit. Verstappen kann sich zwischen die Silberpfeile auf P6 schieben. Mit P9 platzierte sich Nico Hülkenberg stark, mit P10 war Lando Norris schwach dabei. Er hatte in der letzten Kurve schon wieder einen Schlenker drinnen und hat beim Fahren über den Kerb auch ein Karbonteil verloren. Verabschieden müssen wir uns von den zwei Astons (klar), den beiden Cadillacs (keine Überraschung) und von den beiden Haas-Piloten.

Hadjar gibt Verstappen halbe Sekunde mit

Isack Hadjar scheint sich in Silverstone richtig wohl zu fühlen. Nach den ersten Runs im SQ1 ist er der Schnellste auf der Strecke. Seinem Helden Lewis Hamilton gibt er eine gute Zehntel mit, seinem Teamkollegen Max Verstappen fast eine halbe Sekunde! Vor allem sein starker Mittelsektor bringt ihn nach vorne. Doch die Fahrer setzen schon zur nächsten Runde an und die Strecke verbessert sich stark.

SQ1 - GRÜN: Mercedes & Ferrari schon draußen

Damit geht es los in die ersten 12 Minuten des Sprint-Qualifyings. Streckentemperaturen sind mit 43,2 Grad etwas höher als noch in FP1, auch die Lufttemperatur ist mit 25,5 Grad etwas gestiegen. Der Wind weht mit 4 km/h und ist damit gleich schnell wie im Training. Das Rekuperationslimit im Qualifying wurde gestern Abend noch von maximal 9 Megajoule auf 6,5 Megajoule verringert. Das soll das unter Fahrern und Fans so unbeliebte Superclipping verringern. Die Reifenwahl für SQ1 und SQ2 vorgeschrieben: Die Fahrer müssen den gelben Medium-Reifen aufziehen. Mit den Mercedes- und den Ferrari-Fahrern sind schon zwei Top-Teams früh auf der Strecke.

Sprint-Qualifying im Session-Ticker

Wie zu jeder Session wollen wir euch natürlich mit allen News beliefern. Darum gibt es das Sprint-Qualifying mit Live-Kommentar. Verpass keine Rundenzeit, keinen Positionswechsel und keine einzige Aktion auf der Strecke.

Hamilton: Erster Heim-GP ohne Roscoe

Obwohl er die Trainingsbestzeit eingefahren ist und es sich bei seinem Heim-Gp um seine erfolgreichste Strecke handelt (9 Siege, 7 Poles), kann es kein leichtes Wochenende für Lewis Hamilton sein. Denn zum ersten Mal seit 2013 ist sein Hund Roscoe nicht im Fahrerlager unterwegs. Die gemütliche Bulldogge war immer ein Star in Silverstone, beliebt bei Fahrern und Fans. Doch letztes Jahr im September verstarb Hamiltons Wegbegleiter. Das dämmt die Liebe für die fast schon Kult-Bulldogge nicht ein, wie ein Video von der Fan-Bühne zeigt. Hamilton bekommt ein Hunde-Plüschtier geschenkt und Fans haben T-Shirts mit dem Bild des Hundes an.

Erst zweites Sprint-Qualifying in Silverstone

In einer halben Stunde starten wir ins Sprint-Qualifying. Es ist erst das zweite Mal, dass der Große Preis von Großbritannien einen Sprint veranstaltet. Dabei wurde der aller erste Formel-1-Sprint in der Heimat der Königsklasse veranstaltet. Das Format wurde 2021 eingeführt, damals sah es noch ganz anders aus. Anstatt zwei separaten Qualifyings für Sprint und Rennen wurde die Zeitenjagd nach dem FP1 veranstaltet. Klingt noch nicht so unterschiedlich, aber vor fünf Jahren gab es am Samstagmittag dann ein zweites Training. Erst am Abend wurde der Sprint gefahren, der damalige Sieger Max Verstappen startete dann das Rennen am Sonntag von der Pole Position. Sein Rennen dauerte aber nur wenige Kurven, bevor es zum Horror-Crash mit Lewis Hamilton kam. Just 2021 things.

+++ Der Bericht zum FP1 in Silverstone +++

Teamorder bei Ferrari? Vasseur kurz angebunden

Um Fred Vasseurs Tag noch den letzten Kick zu geben, wurde er in der Teamchef-Pressekonferenz auch zu einer möglichen Teamorder zwischen den Ferrari-Piloten gefragt. Hamilton ist in der WM-Wertung derzeit 46 Punkte vor seinem Teamkollegen und befindet sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit George Russell um P2. Doch Vasseur lehnt den Vorschlag sofort ab. "Nein", lautete seine klare Antwort. Also keine Tomato Rules für Leclerc und Hamilton. Oder Strawberry Rules? Apple Rules? Wie würdet ihr die Ferrari-Version der Papaya-Rules nennen? Schreibt eure Vorschläge gern in die Kommentare!

Entwarnung für Hülkenberg

Ein kleiner Nachtrag zum ersten Training: Die Untersuchung um Nico Hülkenberg und Liam Lawson wurde beigelegt. Die beiden kamen sich im Bereich nach der Boxenausfahrt nahe, als Hülkenberg den Racing Bull übersah. Die Stewards empfanden keinen der beiden Fahrer in der Schuld und haben den Fall daher nicht weiter untersucht.

Hamiltons Vertrag verlängert?

So, das Update-Thema ist beendet. Aber damit ist Fred Vasseur nicht von unangenehmen Fragen befreit. Denn heute Mittag wurde ein Interview mit ihm in der italienischen Corriere della Sera veröffentlicht, in dem er bestätigt, dass Hamilton 2027 bei Ferrari bleiben wird. Bisher war bekannt, dass sein Vertrag für 2026 mit Option auf 2027 gilt. In der Silverstone-Pressekonferenz möchte er aber nicht die gleiche Aussage treffen. "Wer hat von einer Verlängerung gesprochen?", fragt Vasseur empört. "Ich werde eine Verlängerung mit ihm besprechen, nicht mit jedem hier. Er ist noch immer unter Vertrag. Es ist nicht die Zeit, eine Verlängerung zu bereden."

Ferrari als Gefahr? Vasseur: Müssen Füße stillhalten

Dabei ist es eigentlich ein Kompliment, dass Ferrari in aller Munde ist. Schließlich wird Mercedes nicht beispielsweise Aston Martin des Betrugs bezichtigen. Ist das nicht auch ein bisschen befriedigend für den Teamchef? "Sicher, aber dabei muss man die Kommentare der Vergangenheit in Erinnerung behalten", warnt Vasseur. "In Barcelona waren wir top, in Österreich im Nichts. Wir müssen ruhig bleiben, es ist erst der Start des SF-26. Es gibt noch jede Menge Raum für Setup-Verbesserungen. Reifen-Management ist oft wichtiger als Upgrades. Manchmal bringst du ein Paket und es funktioniert, aber du bist außerhalb des Abstimmungsfensters. Deshalb müssen wir die Füße stillhalten."

Motor-Update für Ferrari in Monza?

In Ordnung, Updates sind derzeit ein sensibles Thema bei Fred Vasseur. Keine bessere Zeit, um ihn nach einem möglichen Motoren-Update für das Heimspiel der Scuderia in Monza zu fragen! "Du bist besser über den Zeitpunkt unsere Motoren-Updates informiert als ich!", scherzte der schlecht gelaunte Teamchef mit dem Journalisten. "Es ist immer schön, wenn du in die Pressekonferenz kommst, um Informationen zu bekommen." Nach seiner sarkastischen Retourkutsche kommt dann aber noch eine richtige Antwort: "Sicher, wir arbeiten hart daran, den Motor einzusetzen. Aber bei Motoren ist die Vorlaufzeit immer viel länger als beim Chassis. Mehr ist dazu nicht zu sagen."

Warum bringt Ferrari so viele Updates?

Tatsächlich stimmen Wolffs Aussagen nicht wirklich. Führendes Team in Sachen Update ist Red Bull, Ferrari ist mit 28 neuen Teilen auf P2. "Wenn wir mehr Performance am Anfang bringen können, dann machen wir das alle. Besser jetzt ein paar Zehntel mehr für fünf Rennen als für zwei", erklärt Vasseur. "Manchmal ist es schwierig, den perfekten Zeitpunkt zu finden, manchmal ist es leichter. Du kannst das Gefühl haben, wir bringen große Upgrades, wenn wir nur Teile modifizieren. Sonst nichts."

Vasseur schießt gegen Journalist: Frag doch ihn!

Auf die wiederholten Nachfragen zu dem Thema hat Fred Vasseur dann auch allmählich keine Lust mehr. "Warum greift Toto nur Ferrari an?", fragt Jonathan Noble von unseren geschätzten Kollegen bei The Race. "Jonathan, wenn du eine Frage an Toto hast, dann frag Toto, warum er über mich gesprochen hat. Frag mich so eine Frage nicht", schießt der Ferrari-Teamchef zurück.

Dicke Luft zwischen Vasseur und Wolff

Wolff hinterfragte nach dem Österreich GP stark, wie sich die vielen Upgrades für Ferrari mit der Kostenobergrenze ausgehen. Betrug warf er ihnen nicht direkt vor. Das hat sich für Vasseur aber anders angehört: "Wenn man denkt, dass wir die Cost Cap überschreiten... Für mich geht das in diese Richtung." Die beiden Teamchefs pflegen zwar eine Rivalen-Beziehung, gehen aber dennoch mit Respekt miteinander um. Für Vasseur hatten die Aussagen nichts mehr mit Respekt zu tun. "Ich denke, es wäre besser gewesen, nichts zu sagen", lautete sein Rat an Toto Wolff. Dessen Aussagen könnt ihr im unten verlinkten Artikel lesen.

Ferrari-Teamchef wegen Wolff-Aussagen fuchsteufelswild

Obwohl Ferrari heute überraschend die Trainingsbestzeit geholt hat, ist Teamchef Fred Vasseur in der Pressekonferenz fuchsteufelswild. Grund für seine Wut sind die Aussagen von Toto Wolff, der hinterfragt, wie sich die Scuderia ihre großen Update-Pakete leisten kann. "Ich finde es sehr ironisch, dass das ausgerechnet von Toto und Mercedes kommt", holt der Franzose zum Rundumschlag aus. "Wenn Red Bull oder McLaren weiterentwickeln, ist es genial. Wenn wir es machen, ist es Betrug! Man muss damit aufhören, dass wir mehr Teile bringen als Red Bull oder wer anders. Ich weiß nicht, ob das ein Witz war..."

Haas-Update: Neuer Heckflügel für Ocon und Bearman

Williams setzt an der Front an, Haas arbeitet lieber am Heckflügel. Der bekommt in Silverstone umfassend überarbeitete Profile. Dabei konzentrierte man sich auf die Optimierung der Flap-Geometrie für mehr Downforce und höhere Effizienz über das Arbeitsfenster hinweg. In Kombination wurde auch an den Heckflügel-Endplatten gewerkelt, sie werden durch zusätzliche Strömungselemente an der Außenseite ergänzt. Diese Teile fördern den sogenannten "Upwash", das gezielte Anheben der Luftströmung hinter dem Heckflügel, und erhöhen dadurch den erzeugten Abtrieb.

Williams mit neuem Frontflügel

Bei Williams hat man einen neuen Frontflügel zum Heimrennen gebracht. Das überarbeitete Teil hat neue Profile sowie angepasste Endplatten. Ziel ist es, mehr Abtrieb zu erzeugen und die Anströmung sowie Interaktion mit den anderen aerodynamischen Komponenten zu verbessern. Die Racing Bulls haben eine verbesserte Unterbodenkante mit neuen Diffusor- und Deflektor-Geometrien. Dadurch soll über den Unterboden mehr Downforce generiert werden.

Ferrari & Red Bull setzen am Heck an

Red Bull hat neue Winglets an der Hinterradverkleidung im Gepäck. Auf der Innenseite der Hinterradfelgen wurden die Kaskadenflügel überarbeitet und die Anzahl an Elementen geändert. Das soll die Antriebscharakteristik und die aerodynamische Stabilität verbessern. Im Hause Ferrari beschäftigt man sich auch mit Details: Hier wurde die Kühlöffnung vergrößert. Zudem wurden der untere Leitflügel sowie die hintere Winglet-Gruppe überarbeitet und aerodynamisch neu optimiert. Damit soll die Kühlung in Kurven verbessert werden und eine generell bessere aerodynamische Effizienz erzeugt werden.

McLaren bringt kleine Verbesserungen nach Silverstone

Um 17:30 Uhr geht es weiter mit dem Sprint-Qualifying. Bis dahin schauen wir uns die Updates an. Diesmal steht keine große Erneuerung am Programm, etwa die Hälfte der Teams haben kleine Anpassungen mit nach Silverstone gebracht. McLaren hat bei der Vorderrad-Bremsbelüftung angesetzt. Das neue Design soll die Luftführung und -konditionierung in diesem Bereich verbessern, um mehr aerodynamischen Abtrieb zu erzeugen. Dazu gibt es eine überarbeitete Unterbodenplatte mit neuer Floor-Furniture. Das soll bei der Gesamteffizienz helfen.

Arvid Lindblad: Jüngster F1-Fahrer bei einem Heim-GP

Arvid Lindblad ist einer von fünf aktiven F1-Fahrern, die unter der britischen Flagge fahren. Mit nur 18 Jahren ist der Brite mit schwedischen und indischen Wurzeln der jüngste F1-Fahrer der Geschichte, der an einem Heim-Grand-Prix teilnimmt. Dafür hat er auch einen speziellen Helm designt, auf denen Zeichnungen von ihm selbst abgebildet sind. "Für ihn ist es ein riesiges Gefühl, er ist schon die ganze Woche unterwegs und macht Medienveranstaltungen", erzählt Peter Bayer. "Wir wollen alles dafür tun, dass er sein Heimrennen erfolgreich abschließen kann." Derzeit befindet sich Lindblad auf einer Punkte-Serie: In den letzten vier GPs konnte er unter die Top-10 fahren.

Peter Bayer: Nicht so schlimm wie befürchtet

Nach der ersten Trainingssession können wir nun sagen: Das Energie-Management ist schon sehr auffällig, vor allem in Kurve zwei bis drei, aber es könnte schlimmer sein. Dieser Meinung ist auch Racing-Bulls-CEO Peter Bayer. "Natürlich hört man die Unterschiede, wenn man die Onboards verfolgt. In schnellen Kurven schalten einige runter, um mehr Energie zu rekuperieren. Aber ich habe den Teamfunk verfolgt, was die Fahrer untereinander diskutiert haben. Da gab es nirgends größere Beschwerden. Wir wissen, dass wir damit leben und arbeiten müssen", meinte er beim ORF.

Ferrari doch kein Power-Defizit?

Hamiltons Bestzeit kommt etwas überraschend, denn am Donnerstag war er noch davon überzeugt, dass Ferrari bei seinem Heimrennen keine Chance hat. "Es gibt hier nur ein paar Kurven, um die Power Unit zu laden. Die MGU-K wird für einen Großteil der Runde abgeschaltet sein. Und da werden wir wohl am meisten mit zu kämpfen haben. Ich meine, das Defizit könnte doppelt so groß sein", malte er am Donnerstag schon das ganze Wochenende schwarz. Das Power-Defizit des Ferrari-Motors ist bekannt, Hamilton schätzt, dass sie auf Geraden bis zu vier Zehntel auf der Geraden verlieren. Jetzt die Bestzeit? Sollte man mit Vorsicht genießen. Einerseits ist Hamilton schon eine Macht in Silverstone. Andererseits ist Ferrari bekannt, am Freitag ein bisschen leichter unterwegs zu sein. Ob sie ihre Position behaupten können, wird sich um 17:30 Uhr im Sprint-Qualifying zeigen.

+++ Das FP1 im Session-Ticker +++

Großbritannien GP

1. Training, Sonnenschein

Lewis HamiltonFerrari1
Kimi AntonelliMercedes-AMG   +0:00.212
Charles LeclercFerrari   +0:00.593
George RussellMercedes-AMG   +0:00.674
Oscar PiastriMcLaren   +0:00.885
Max VerstappenRed Bull   +0:00.986
Lando NorrisMcLaren   +0:01.027
Isack HadjarRed Bull   +0:01.078
Nico HülkenbergAudi F1 Team   +0:01.489
Liam LawsonRacing Bulls   +0:01.5910
Franco ColapintoAlpine   +0:01.7011
Gabriel BortoletoAudi F1 Team   +0:01.7712
Arvid LindbladRacing Bulls   +0:02.0713
Oliver BearmanTGR Haas F1 Team   +0:02.1114
Carlos Sainz jr.Williams   +0:02.4215
Esteban OconTGR Haas F1 Team   +0:02.4216
Alexander AlbonWilliams   +0:02.4317
Valtteri BottasCadillac F1 Team   +0:02.8918
Sergio PérezCadillac F1 Team   +0:02.9819
Fernando AlonsoAston Martin F1 Team   +0:03.6920
Pierre GaslyAlpine   +0:03.7521
Lance StrollAston Martin F1 Team   +0:03.8722
Positionen Großbritannien GP
1Lewis Hamilton
Ferrari
1:29.2

2Kimi Antonelli
Mercedes-AMG
1:29.4
  +0:00.21
3Charles Leclerc
Ferrari
1:29.8
  +0:00.59
4George Russell
Mercedes-AMG
1:29.9
  +0:00.67
5Oscar Piastri
McLaren
1:30.1
  +0:00.88
6Max Verstappen
Red Bull
1:30.2
  +0:00.98
7Lando Norris
McLaren
1:30.2
  +0:01.02
8Isack Hadjar
Red Bull
1:30.3
  +0:01.07
9Nico Hülkenberg
Audi F1 Team
1:30.7
  +0:01.48
10Liam Lawson
Racing Bulls
1:30.8
  +0:01.59
11Franco Colapinto
Alpine
1:30.9
  +0:01.70
12Gabriel Bortoleto
Audi F1 Team
1:31.0
  +0:01.77
13Arvid Lindblad
Racing Bulls
1:31.3
  +0:02.07
14Oliver Bearman
TGR Haas F1 Team
1:31.3
  +0:02.11
15Carlos Sainz jr.
Williams
1:31.6
  +0:02.42
16Esteban Ocon
TGR Haas F1 Team
1:31.6
  +0:02.42
17Alexander Albon
Williams
1:31.6
  +0:02.43
18Valtteri Bottas
Cadillac F1 Team
1:32.1
  +0:02.89
19Sergio Pérez
Cadillac F1 Team
1:32.2
  +0:02.98
20Fernando Alonso
Aston Martin F1 Team
1:32.9
  +0:03.69
21Pierre Gasly
Alpine
1:33.0
  +0:03.75
22Lance Stroll
Aston Martin F1 Team
1:33.1
  +0:03.87

14:37 UhrUnd so wie sich die Fahrer nach den Probestarts wieder in die Box verabschieden, verabschieden wir uns ebenfalls in eine kurze Pause! Bis später und goodbye!

14:36 UhrWir freuen uns, wenn ihr später wieder mit dabei seid!

14:35 UhrDieses sehen wir schon heute! Um 17:30 Uhr geht es bei uns mit dem Qualifying für den morgigen Sprint weiter.

14:35 UhrEin gutes Sprint-Qualifying ist also die Voraussetzung, um zumindest eine kleine Chance auf Punkte zu haben.

14:34 UhrSprint-Punkte werden für Alpine, Audi und die Racing Bulls aber schwierig, denn dort bekommen bekanntlich nur die ersten acht Fahrer Punkte.

14:33 UhrColapinto im Alpine konnte in dieser Session gut mit den Audis und Racing Bulls mithalten. Sollte Gasly seine Probleme ebenfalls noch in den Griff bekommen, könnten drei Teams um die letzten beiden Plätze in den Punkten kämpfen.

14:32 UhrDanach wechseln sich mit Piastri, Verstappen, Norris und Hadjar die Red Bulls und Racing Bulls in der Liste ab.

14:31 UhrHinter ihm reihen sich Antonelli, Leclerc und Russell ein.

14:31 UhrHamilton holt sich damit, wie auch im letzten Jahr, die Bestzeit im FP1 in Silverstone!

14:31 UhrEr kann sich aber nicht mehr verbessern.

14:31 UhrVerstappen ist noch auf einer schnellen Runde unterwegs.

14:30 UhrDie Zeit im ersten Freien Training ist abgelaufen!

14:29 UhrVorne scheint alles aussortiert zu sein. Die ersten acht Plätze sind von den vier Top-Teams belegt.

14:28 UhrBeide Mercedes jetzt in der Box. Noch zwei Minuten auf der Uhr.

14:27 UhrGasly rutscht in Kurve drei weit raus.

FP1 - ENDE: Hamilton holt Bestzeit auf Paradestrecke

Das war es auch schon mit der Qualifying-Simulation, mehr bekommen wir in diesem Training nicht zu sehen. Hamilton holt sich die Bestzeit vor Antonelli, die vier Top-Teams besetzen abwechselnd die ersten acht Plätze. Verstappen kann seine persönliche Zeit noch einmal verbessern, kommt aber nicht weiter nach vorne. 'Best of the Rest' ist Nico Hülkenberg auf P9 und Liam Lawson auf P10. Schlusslichter sind die üblichen Verdächtigen von Aston Martin und Cadillac, ein Pierre Gasly auf Platz 21 schleicht sich dazwischen.

Top-Teams mit ersten schnellen Runden

Jetzt haben wir die erste Idee des Kräfteverhältnisses. Alle Fahrer der vier Top-Teams haben eine erste schnelle Runde absolviert, Lewis Hamilton war der Schnellste. Mit einem sehr starken letzten Sektor setzt er sich zwei Zehntel vor Kimi Antonelli. Die beiden fahren in einer eigenen Liga, denn Charles Leclerc auf P3 ist schon sechs Zehntel hinter Hamilton. Auf P4 macht George Russell die Ferrari-Mercedes-Spitze komplett. Dann klafft wieder eine kleine Lücke auf, Oscar Piastri auf P5 fehlen schon über acht Zehntel auf Hamilton. Dann wechseln sich McLaren und Red Bull ab: zuerst Verstappen, dann Norris, dann Hadjar. Norris verlor auf seiner schnellen Runde in der letzten Kurve ordentlich das Heck, das hat Zeit gekostet. Auch Verstappens Runde war nicht sauber, er ruderte durch die langsame Passage von Kurve 3 bis 5 und dann später auch noch einmal durch 6 und 7.

Entwarnung für Verstappen

Die Untersuchung gegen Max Verstappen wurde ad acta gelegt. Es wurde untersucht, ob er bei der von Oscar Piastri ausgelösten gelben Flagge nicht genügend verzögert hat. Doch jetzt kommt die Entwarnung. Dafür haben jetzt auch die Top-Teams die roten Reifen aufgezogen, die Jagd um die Bestzeit beginnt.

Enge Partie zwischen Lawson und Hülkenberg

Haben wir schon Sonntag? Zwischen Liam Lawson und Nico Hülkenberg kam es gerade in der Passage zwischen Kurve 2 bis 5 zu Szenen, die schon fast ein Rennen sein konnten. Hülkenberg kam aus der Box und übersah den Racing Bulls wohl gar nicht, wurde auch nicht von seinem Team informiert, dass sich Lawson auf einer schnellen Runde befand. So gut wie nebeneinander fuhren sie durch die langsame und enge Sektion der Strecke, bevor Lawson den Audi abreißen ließ. "Was zum Teufel ist das?", regte sich der Neuseeländer am Funk auf. "Ja, das war inakzeptabel", kommt von seinem Renningenieur zurück. Der Vorfall wurde von den Stewards notiert.

Max Verstappen notiert

Die gelbe Flagge, ausgelöst von Oscar Piastri, war nur von kurzer Dauer, doch vielleicht hat sich Max Verstappen dennoch etwas zu Schulden kommen lassen. Der vierfache Weltmeister ist wegen eines Vergehens unter Gelb notiert worden. Weitere Informationen gibt es dazu noch nicht.

Piastri löst gelbe Flagge aus

Gerade haben wir noch geschrieben, dass sich alle benehmen, schon leuchtet es Gelb. Oscar Piastri verliert seinen Boliden in der Highspeed-Passage von Maggotts und Becketts. Es scheint, als wäre der McLaren zu sehr auf den Kerb gekommen und hätte die Bodenhaftung verloren. Piastri dreht sich zwar über die Strecke, doch die weite Auslaufzone verhindert einen Einschlag. Er kann weiterfahren, seine Reifen sind aber natürlich hinüber. Inzwischen holte sich Lewis Hamilton die Bestzeit und zeigt damit als erster Ferrari in dieser Session auf. Die Hinterbänkler bei Aston Martin und Sergio Perez haben jetzt die Soft-Reifen aufgezogen und fangen mit den Qualifying-Simulationen an.

McLaren nicht bei der Musik

Noch absolvieren die Piloten brav ihr Longrun-Programm ohne große Vorkommnisse. Wir haben lediglich ein paar Verbremser an den üblichen Stellen von Village und Copse zu vermelden. Was jedoch schon jetzt auffällt: McLaren scheint nicht so ganz mit den anderen Top-Teams mitzuhalten. Bisher bestimmten Hadjar und Antonelli die Session, Russell dahinter, Ferrari ist vor Verstappen. Piastri fehlt schon mehr als eine halbe Sekunde auf die Bestzeit von Antonelli, Norris ist hinter seinem Teamkollegen.

Red Bull schneller als Mercedes?

So, nachdem wir nun die Sonderlackierungen angesehen haben, zurück zum Training. Dort sieht es gerade so aus, als würde Klassenprimus Mercedes nicht unbedingt das schnellste Team auf der Strecke sein! Sie matchen sich zur Halbzeit auf Augenhöhe mit Red Bull. Gerade führt Kimi Antonelli das Klassement an, doch Isack Hadjar ist nicht weit zurück, vorher war er lange Zeit in Führung. Alle Piloten sind auf dem harten Reifen unterwegs.

Cadillac feiert Unabhängigkeitstag in US-Farben

Auch eine Sonderlackierung hat Cadillac nach Silverstone mitgebracht. Statt dem edlen schwarz-weiß fahren Sergio Perez und Valtteri Bottas in den Farben der US-Flagge rot, weiß und blau über die 5,8 Kilometer. Das hat damit zu tun, dass das Heimatland des Rennstallt am 4. Juli, also morgen, den Unabhängigkeitstag feiert. Dass Cadillac genau an diesem Wochenende ein Rennen in Großbritannien fährt, von dessen Kontrolle die USA die Unabhängigkeit feiern, ist eigentlich schon sehr passend.

Sonderlackierung bei McLaren

Falls ihr euch jetzt denkt: "Wo sind meine Papaya-Autos?" McLaren ist an diesem Wochenende in einer speziellen Farbe unterwegs. Statt in Orange sind Oscar Piastri und Weltmeister Lando Norris in Weiß mit einem grünen Streifen unterwegs. Damit ehren sie den McLaren M2B, mit dem Teamgründer Bruce McLaren beim Großen Preis von Monaco 1966 das erste Rennen des Teams bestritt.

FP1 - GRÜN: Wer holt sich die einzige Trainingsbestzeit?

So, es geht los. Lewis Hamilton eröffnet sein Heimwochenende und fährt als Erster aus der Box. Ihm folgen die Audis, Racing Bulls und sein Teamkollege Charles Leclerc. Die Fahrer nutzen die 60 Minuten komplett aus und kommen gleich alle aus der Garage. Jeder weiß: Die nächsten 60 Minuten sind wertvoll.

Freies Training in Großbritannien im Live-Kommentar

Weil ihr wirklich keine einzige Bestzeit und keinen Verbremser verpassen wollt, haben wir das FP1 für euch im Session-Ticker. Dort seht ihr auch alle Positionen und Zeiten der Fahrer.

Formel 1: Das Wetter in Silverstone

Zurück nach Großbritannien. Dort startet ni ungefähr 10 Minuten das erste und heute einzige Freie Training des Wochenendes. Anders als in Österreich werden die Fans auf der Strecke nicht gekocht, die Hitzewelle hat zum Glück für alle nachgelassen. Derzeit herrscht in Silverstone 20,8 Grad Außentemperatur, der Asphalt bringt das Thermometer auf knapp unter 40 Grad. Es geht etwas Wind, mit 4 km/h müssen sich die Fahrer für die nächsten 60 Minuten herumschlagen. Regenwahrscheinlichkeit ist, ganz untypisch für britisches Wetter, null Prozent.

Carlos Sainz braucht neuen Motor

Für Russell endete der Österreich GP mit einem Sieg, für Carlos Sainz mit einem Ausfall. Sein Williams blieb auf der Start-Ziel-Geraden stehen und fuhr kein Stück mehr weiter. Heute Morgen hat Teamchef James Vowles verraten, dass der Motorschaden unreparierbar war. Damit braucht Sainz jetzt einen neuen Motor. Das Kontingent dafür ist aber nicht gerade groß, die Fahrer dürfen lediglich vier bzw. drei (MGU-K) neue Teile verbauen. Sainz hat jetzt seine dritten bzw. zweiten (MGU-K) Komponenten eingebaut und hat damit nur noch jeweils ein neues Teil frei für den Rest der Saison. Die ganze Übersicht gibt es hier:

Russell einziger Optimist

Naja, nicht alle Fahrer fürchten sich. Nur 21 der 22. George Russell schwimmt als Einziger gegen den Strom und ist überzeugt, dass das Rennen in Silverstone super wird. Nicht unbedingt für die Fahrer, so ehrlich ist er, aber für die Fans. Denn die interessieren sich ja nicht für Lappalien wie Energiemanagement. Der Österreich-Sieger ist überzeugt, dass wir vor den TV-Bildschirmen und vor Ort auf den Tribünen mit bester Rennaction versorgt werden. Seine ganze Argumentationskette gibt es hier für euch:

Energie-Horror in Großbritannien?

Wir wollen eigentlich nicht jetzt schon schlechte Stimmung verbreiten, aber am Donnerstag in Silverstone hat es so gut wie nur ein Thema gegeben: das Energiemanagement. Das Unwort des Jahres, wie es unser F1-Ressortleiter Christian im letzten Magazin betitelte, holt uns wieder ein. Die Fahrer fürchten sich vor einer wahren Horror-Show, denn der Silverstone Circuit ist ein Energie-Fresser. Klassiker wie Copse, Maggotts und Becketts werden 2026 zu Ladestationen statt Highspeed-Herausforderungen, prophezeien die Fahrer voraus. Mehr dazu lest ihr hier:

Welcome to Silverstone!

Hallo und herzlich Willkommen in der Heimat der Formel 1! 1950 fand in Silverstone der erste Grand Prix im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft statt, 76 Jahre später starten wir heute ins vierte Sprintwochenende der Saison. Genau, richtig gelesen: Morgen wird es einen Sprint geben, deswegen ist das erste Training um 13:30 Uhr noch wichtiger als sonst. Wir sind bereit, ihr seid es hoffentlich auch. Dann los geht's! Wo ihr den Freitag in Großbritannien verfolgen könnt, erfahrt ihr hier: