Haas in der Formel-1-Saison 2022

Im vergangenen Jahr leistete Haas an allen Fronten Aufbauarbeit für 2022. Während die Ingenieure frühzeitig mit der Entwicklung des VF-22 begannen, wurden die Rookies Mick Schumacher und Nikita Mazepin an den Rennwochenenden in die Lehre geschickt. Mit einem Jahr F1-Erfahrung auf dem Buckel und einem komplett neuen Auto wollen Fahrer und Team das neue Reglement nutzen, um ins Mittelfeld vorzustoßen.

Die Geschichte von Haas in der Formel 1

Haas ist der erste Ableger einer neuen Form von Formel-1-Teams. Der US-amerikanische Rennstall von Industriegigant Gene Haas stieg 2016 mit einem gewagten Konzept in die Königsklasse ein. Anstatt eine vollwertige eigene Infrastruktur aufzubauen, ging Haas eine Partnerschaft mit Ferrari ein, bei der die Italiener sowohl Teile lieferten als auch Ressourcen abstellen. Darüber hinaus wurde Chassishersteller Dallara für die Fertigung der Fahrzeuge eingespannt.

In seiner Debütsaison fuhr Haas mit diesem Konzept von Beginn an gut. Nachdem Romain Grosjean beim Auftakt in Melbourne sensationell Sechster wurde, beendete die Truppe die Saison auf Platz acht in der Konstrukteursweltmeisterschaft. In den beiden darauffolgenden Jahren steigerte sich das Team mit Kevin Magnussen an der Seite des Franzosen und beendete die Saison 2018 als Fünfter der Gesamtwertung.

Nach diesem Höhepunkt geriet Haas jedoch in Turbulenzen. Der Bolide des Jahrgangs 2019 war nicht nur ein Flop, auch ein dubioser Sponsorendeal mit der britischen Getränkemarke Rich Energy sorgte für Unruhe. Die unrühmliche Kooperation endete zwar bald wieder, doch sportlich erholte sich Haas von der Pleitensaison nicht.

Für das Jahr 2021 wurden die langjährigen Piloten Grosjean und Magnussen aussortiert. Im Zuge einer Intensivierung der Partnerschaft mit Ferrari wurde Mick Schumacher verpflichtet. An der Seite des Ferrari-Juniors stieß Nikita Mazepin mitsamt den Millionen seines Vaters Dmitry zum Team hinzu.